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 Harte Zeiten

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Chakka


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Beiträge : 21930

BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 05 Apr 2011, 19:02

Diese neue Begeisterung machte den eigentlich ausgewachsenen Chakka ganz wuschig. Als Criado an ihm vorbeitobte, ließ auch er sich nicht mehr halten. Mit wilden Hüpfern schlug er Haken und folgte dem größeren Rüden. Die dünne Schneeschicht spritzte zu den Seiten weg, hinter Chakka blieb eine undefinierbare Spur zurück. Was zum Teufel war das nur für seltsames Zeug? Er legte seinen Kopf in den Nacken, verringerte sein halsbrecherisches Tempo nur leicht und hechelte dem finsteren Himmel entgegen. Von überall kamen sie und rieselten ihm in die Augen. Wo Criado sein Niesen noch hatte zurückhalten können, japste Chakka nun mehr aus Spaß als aus Ernsthaftigkeit. Dem folgte ein wildes Gekläffe, dann steckte seine Nase plötzlich zwischen Criados pelzigen Beinen. Wieso war der denn stehen geblieben? Er pustete seinem Kumpanen ins Fell, dann sprang er zurück und kläffte erneut.

„Ich glaub ich liebe Zeug! Was ist das? Egal, es ist lustig! Cuco, Quinta, nah macht schon. Wer Criado als erstes erwischt bekommt mehr vom nächsten Kaninchen!“

Aber bevor das tolle Spiel starten konnte, warf auch Chakka sich ersteinmal auf die Seite und rieb Schulter und Rücken im Schnee. Steine kratzten unter der pulverigen Decke an seiner Haut und dem drahtigen Haar, doch die Endorphine ließen das alles nicht bis zu ihm ran. Sogleich gelangte Schnee in seine Ohren, der mit seiner Kälte ungewohnt kitzelte. Wieder ließ Chakka ein schnappendes Niesen hören, irgend eine Mischung aus Bellen, Luft schnappen und Niesen halt. Dann kam der Rüde wieder auf die Beine, schüttelte sich Dreck und Flocken aus dem Pelz und setzte ein paar Markierungen auf ihr Gebiet. Das hier war ihre Höhle, mit ihrem Schnee und ihren Kaninchen.
Als sein Blick zu ihrer Unterkunft wanderte, sah er Quinta etwas genauer an. Verwundert legte er den Kopf schieb und schob eine imaginäre Pause in seine übermütigen Welpengedanken. Seit sie hier waren, war Quinta wenigstens ein kleines bisschen aufgeblüht, aber nun wirkte sie wie am ersten Tag, als Chakka und Cria sie und Cuco vorgefunden hatten. Er trabte zu seinen beiden Schützlingen und gab Cuco einen Schubs.

„Na los, oder willst du etwa verlieren?“

Ob der Kleine seine Freundin allein lassen würde? Chakka wusste es nicht, denn Cuco war sehr eigensinnig und willensstark. Sein Sohn würde genau nach ihm kommen, vielleicht mit einem Hauch Jeszyl und dem Großmut seiner Mutter. Wenn es an der Zeit war, würde Cuco der Anführer seiner Meute werden, da war sich Chakka ganz sicher. Mit seinen neun Wochen war der Welpe schon erstaunlich groß, so dass dem Vater klar war, dass ihn sein Jüngster später überragen würde. Umso besser, wenn man einen starken Charakter und einen starken Körper in einem Hund vereinen konnte. Chakka musste leider auf letzteres verzichten, aber vielleicht war genau das der Vorteil, falls Jeszyls Gene da mitgemischt hatten. Freilich wusste Chakka von derlei wenig, aber ihm war klar, dass er Cucos Vater war und Jeszyl vielleicht auch. Und da Welpen meistens aussahen wie eine Mischung aus ihren Eltern (woher sollte Chakka auch reinrassige Würfe kennen?), kam Cuco als bunter Flickenteppich aus drei Hunden hin. Mit hoffentlich nur den besten Eigenschaften, aber bisher schien es so. Der zufriedene Blick des Rüdens schweifte von seinem Sohn zu Quinta und wurde besorgter.

„Was hast du? Ist etwas nicht in Ordnung?“

Er stellte sich neben sie, halb in die Höhle zurück. Ein wenig bedauerte er das Spiel, dass er nun verpasste, aber sie waren schließlich ein Team zu viert und keine ungehobelte Welpengruppe. Außer Cuco, aber der durfte das wenn er wollte.


{ Criado, Cuco, Quinta :: vor der Höhle, dann halb drinnen }




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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 05 Apr 2011, 19:07

    Die Pfötchen taten ihm weh und schreckliche Angst hatte Kalle auch. Er hatte sich vorsichtig hingelegt und den Kopf auf seine Vorderpfoten platziert, als er plötzlich hinter sich zwei Gestalten miteinander kommunizieren hörte. Dem Klang ihrer Stimmen nach zu urteilen waren es eine Hündin, deren Wortlaute mit einer Melodie gleichzusetzen waren, und die anderen laute mussten von einer Katze kommen. Ob Kater oder Katze da machte Kalle nie einen großen Wisch drum, Maunzende Tierchen waren nicht sein Ding, aber mal so garnicht.

    Der Fuchs hatte ihn nicht bemerkt, deswegen konnte Kalle ohne groß aufzufallen der Aufforderung des grauen Tieres folgen. Er tat dies vorrangig wegen dem Futter, jedoch auch weil die beiden Tiere wesentlicher größer waren als der kleine Rüde. Die Hündin mit der Melodischen Stimme war wirklich wunderschön, sie sah aus wie ein Engel als das Sonnenlicht ihren hellen Pelz zum glänzen brachte. Kalle wurde sentimental, die Hündin sah sehr weich und flauschig aus, was ihn unglaublich stark an Zuhause erinnerte. Seine Stimme zitterte als er antwortete.

    "Ha..hallo, ich bin Ka..kalle. D...d..darf ich a..auch was haben?"

    Dem Kleinen war es peinlich diese Frage zu stellen und er wünschte sich schon die Worte nicht gesagt zu haben als plötzlich eine riesengroße Hündin auf sie zu gerannt kam. Sie hatte einen grimmigen Gesichtsausdruck und Kalle bekam es mit der Angst zutun. Normalerweise hätte seine Besitzerin ihn in diesen Momenten beschützt, doch nun war er ja alleine, also was tun? Die Große, in Wirklichkeit war sie bestimmt nicht so groß wie Kalle dachte, verstärkte sein Unbehagen noch indem sie ihn und die anderen Beiden mit Worten, die wie Blitze aus ihrem Mund geschossen kamen, befahl diesen Platz und das Essen zu verlassen. Normalerweise spielte der Rüde sich in solchen Momente immer unglaublich gerne auf und tat so als wär er der stärkste auf dieser Welt, doch diesmal, als alles so viel echter und bedrohlicher war als sonst, war Kalle einfach nur ein Kleiner Welpe der unglaubliche Angst hatte.

    Als sich der erste Schreck aus seinen Gliedern befreit hatte machte der Kleine ein paar tollpatschige Sätze in die Defensive und verkroch sich hinter der Hündin. Sie hatte von Anfang an schon so ein Eindruck von Behaglichkeit und Schutz auf ihn vermittelt, nun lugte er, bebend vor Angst zwischen ihren Hinterbeinen hindurch.

    "Bitte, bitte beschütz mich M.."

    Ihm hatte das Wort Mama auf den Lippen gelegen, früher hatte er diese Worte oft gesagt, als er noch bei seiner richtigen Mutter gelebt hatte. Immer dann wenn andere Welpen zu rau mit ihm gespielt, oder ein Gewitter ihm Angst gemacht hatte. Warum er das jetzt fast zu dieser Hündin gesagt hatte wusste er nicht, er wusste nun nur noch mehr, dass er alleine in dieser Stadt verloren war.


[bei Loki, Namya & Fox]


Zuletzt von Kalle am Fr 08 Apr 2011, 03:31 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 05 Apr 2011, 21:14


Diega wurde von der Anwesenheit der vielen Fremden völlig überrumpelt. Mit dem kleinen Wischmopp hätte sie ja noch leben können, der hätte sich von ihr garantiert verscheuchen lassen. Und auch der graue Kater, der sein Hinterteil in die Gasse bewegte, wäre kein Problem gewesen. Aber statt dass man ihr ihre Ruhe ließ, tauchte noch eine dreckfarbene Hündin auf, plus eine einschüchternde, deutlich größere Hünin ... anders konnte man das nicht nennen. Neben der sah Diega klein aus, selbst wenn sie sich noch so aufplusterte. Die Füchsin zog die Nase zurück und versteckte sich so mehr schlecht als Recht hinter einer der Tonnen. Doch - wie sollte es anders sein - die seltsame Gemeinschaft hatte sie entdeckt und der Kater wagte es auch noch, das Wort an sie zu wenden. Ihre Augen wurden größer vor Schreck und Empörung. Da stellte er sie vor der Riesenhündin einfach bloß? Da half nur offensiver Rückzug. Angriff ist die beste Verteidigung, das hatten schon die Römer gewusst.

Diega sprang mit einem gewaltigen Satz hinter ihrer Tonne vor, den buschigen Schwanz noch stärker aufgeplustert, fauchend wie eine Katze. Sie keckerte mehrfach laut und böse, dann stob sie davon, schnell um die nächste Ecke und raus aus dieser Gasse. Und bloß nicht zu deutliche Geruchsspuren hinterlassen, die Lady ging bestimmt auf Fuchsjagd.
Fix bog die Füchsin in eine andere Gasse ein, deren Ende Gott sei Dank nicht durch eine Sackgasse wirklich beendet wurde. Hier konnte sie also noch flüchten, falls man sie weitertreiben wollte. Aber zur Sicherheit verkroch sie sich hinter einem Stapel Kisten. Den Blick immer auf die Ecke gerichtet, um die sie selbst so eben gehuscht war, verharrte sie hier mit klopfendem Herzen.


[ flüchtet in Nebengasse :: an den Rand gespielt ]

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Baja


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mi 06 Apr 2011, 21:53

Komm, lass uns leben.
Lass uns leben.
Lass uns leben, immer mehr.

Die kleine Hündin kläffte immer noch das Meer an, das blaue, große Meer, das bis zum Horizont reichte. Es war so weit und nass und blau und salzig und voller Kristalle. Kristalle, die Dinger, die Yoga nicht mochten, warum auch immer. Warum konnte sie die nette Hundedame denn nicht mögen, verflixt ?
Ein kurzes Lächeln huschten über ihre Lefzen, als die Wellen sich einige Sekunden zurück zogen vom Strand, aber sie kamen wieder und die Hündin begann wieder zu bellen, bis, ja, bis Yoga sagte, sie solle damit aufhören.

Ruhig und leise verstummte das Kläffen und sie drückte sich an die Seite von der hellen Hündin. Ihre Augen fielen wieder auf die Wellen und dann begann sie Yoga zurück zu drücken, so das sie von dem Meer weg gedrückt wurde, dann knurrte sie die Wellen an. Der kleine Körper stellte sich auf und gab ein kehliges Knurren von sich. Es passte nicht zu Baja. Baja war ein fröhlicher Hund, sie war ein netter Welpe, der gerne spielte und auch noch sehr kindlich war. Sie verstand noch nicht alles, was in dieser großen und ihr noch immer unbekannten Welt vorging. Wie konnte sie auch ? Sie war noch jung und klein und unerfahren. Sie wusste nicht, das man Quallen nicht essen durfte und sie wusste nicht, das jeder Hund nett und freundlich war. So viel kannte sie noch nicht und sie wollte es kennen lernen, außer Kristalle.
Diese Dinger hatten NICHT die Erlaubnis Yoga einfach so weh zu tun. Niemand durfte ihrer kleinen Familie weh tun - Keiner, denn ihre Familie war das, was Baja noch hatte. Yoga und Ju, das war das Wichtigste in ihrem Leben und eben Lila, die noch immer in ihrem Herzen einen besonderen Platz bekommen hatte und diesen immer haben würde.

Ihre Rute zuckte unruhig und ihre Hinterbeine waren bereit, die Wellen anzuspringen und die Kristalle heraus zu holen, wie ... wie was auch immer. Wie ein Fischer, diese Menschen mit den langen Stöcken, die dann diese zappelnden Dinge, Hunde ohne Fell und ohne Pfoten, aus dem Wasser holten. Baja zuckte immer wieder zusammen, zeigte so ihre Anspannung und wartete im Grunde nur auf Yogas Kommando in die Wellen zu rennen und das zu fassen, was sie in ihr Maul bekommen konnte.



[bei Yoga & Ju]

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wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
1 of 3
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 10 Apr 2011, 14:06

Cuco hatte Spaß an den Wolkenteilen die vom Himmel fielen, so drehte er sich kurz zu Quinta um und wedelte dabei freudig mit seiner kleinen Rute, während er hinter Criado her in die Flockenlandschaft wollte. Das ganze fühlte sich komisch an, war nicht so wie Wasser oder Sand - wobei es Wasser schon ziemlich nah kam. So hatte Cuco nur eine Pfote nach vorne gesetzt, zog er diese sogleich wieder zurück und schüttelte vorsichtig seinen Kopf. Es war nass und kalt, sowas war ihm nicht bekannt und eigentlich wollte er wieder zurück, aber eigentlich schien das ganze schon recht interessant. Später würde er sich an Chakka legen, und dann würde ihm auch wieder warm werden. Also drehte der Welpe sich einmal zu Chakka um und lief dann direkt auf Criado zu. Zu aller Glück war die Flockenschicht nochnicht allzu hoch, sodass Cuco noch gesichtet werden konnte. So beobachtete er weiterhin Criado und versuchte ihm seine Bewegungen nachzumachen, lies Cuco sich ebenfalls in das kalte nass fallen. Doch schreckte er wieder auf, war das ganze dann doch irgendwie zu kalt. Also lief er wieder zu Quinta zurück, welche am Höhleneingang stehen geblieben war.
Die ganze Zeit über hatte der Welpe gedacht, Quinta wäre ihm gefolgt um den Wind zu suchen, um Spaß zu haben - doch das war sie nicht. Auch die Worte seines Vaters hielt Cuco in diesem Augenblick für falsch, sollte doch nichtnur er etwas von dem Kaninchen und dem Spaß bekommen, sondern auch Quinta. Er wollte sie nicht so traurig sehen. Er wollte, dass auch sie mitspielte und die Flocken jagte. Also lief er neben seinem Vater her zurück zu Quinta. Criado konnte wohl für die nächsten Minuten auf sich selber aufpassen, brauchte er Cuco doch nicht.
Also stand er nun da, neben Chakka und vor Quinta.

Der Wind ist unser Freund, ich habe ihn gesehen Quinta ! Er vermisst dich, er möchte mit uns laufen in dieser Flockenschicht. Oder fühlst du dich nicht wohl?





{ bei Quinta, Criado und Chakka }
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Do 14 Apr 2011, 14:38

Und wie er genervt hatte, der Dicke. Sicher, eigentlich mochte sie ihn ja sogar. Aber manchmal, da war es ihr einfach zu viel. Und so hatte Sunset den Kangal stehen lassen, sich davon gemacht, um einmal ihre Ruhe zu haben. Problem nur.. Sie hatte sich so überstürzt aus dem Staub gemacht, dass ihr nicht wirklich bewusst gewesen war, in welche Richtung sie eigentlich ging. Anfangs hatte das die Rote kaum gestört, sie genoss die Ruhe, den kalten Wind, auch wenn die Landschaft dadurch nicht spannender wurde. Nach einer Weile musste sie sich schließlich auch eingestehen, dass sie lost war und eigentlich doch gerne wieder in Richtung Stadt finden würde, oder zumindest einen Anhaltspunkt des Verbleibs der übrigen Hunde. Langweilig wurde es auch irgendwann.

Und so trottete sie. Sie, die ihren Orientierungssinn eigentlich immer für ganz passabel gehalten hatte. Sie, die sich in den Eiswüsten Zuhause fühlte, wo es nichts gab, keinen Baum, keinen Strauch, der irgendwie als Anhaltspunkt diente. Ausgerechnet sie hatte sich hier verlaufen. Missmutig trat die Rote hier und da einen kleinen Stein zur Seite, das Fell mal wieder besonders aufgeplustert von Wind und Wetter. Zerzaust sah sie aus, war ja aber auch seit Wochen nicht mehr gekämmt worden. Und dann, und dann? Sunset blieb stehen. Ein wager Geruch. Etwas Bekanntes. Aber Nichts, was sie glücklich stimmen sollte, wie sie im nächsten Moment feststellte. Es roch nach Katze, ganz eindeutig. Ein neuerlicher Windstoß hatte ihr auf einmal den Gestank entgegengetragen und fast wäre sie auf der Stelle umgekehrt. Doch wo Katzen waren, vielleicht fanden sich dort auch Hunde? Von der Meute hatte sie ja schon so Seltsamkeiten kennengelernt, konnte ja sein. Langsam setzte sie sich also in Bewegung in die Richtung, aus der der unheilvolle Duft wehte. Katzen. Ibäh. Aber was solls, manchmal frisst der Teufel Fliegen, oder so. Man könnte auch mal Katzen probieren..

[Allein, lost, hat schließlich Sparky erschnüffelt, weiß nur noch nichts von ihrem Glück.]
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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Do 14 Apr 2011, 19:28

this is the start of something good
don't you agree?


Wirklich – Noyn befand es im Moment für sinnvoller, sich neben einen dieser Hundefänger in der Stadt zu setzen und ihm seine komplette Lebensgeschichte zu erzählen, als sich mit diesem Möchtegern herumzuschlagen. Dem Zweibeiner zu erzählen, wie er mit Mali, Nimu und Ryoga in einem Haus auf der Insel geboren wurde, sie sich auseinanderlebten in der kurzen Zeit dort und schließlich, wie er in das Anwesen seines Herren kam, mit ihm irgendwann in die Schweiz flog aus unerfindlichen Gründen und wie er dort zum ersten Mal Schnee kennenlernte; wie er sich schließlich aus dem Staub machte und dazu entschied, lieber in Freiheit zu leben, wie er die Straßen erkundete und sie allmählich auswendig und im Schlaf kannte, seine Bekanntschaften machte und einige wieder verlor; wie er schließlich gefangen wurde, sich wieder befreit hatte (das Spiel öfter) und schließlich doch gefangen und irgendwann wieder zu seinem Herren gekommen war, wo er dann nach ein paar Wochen der Gefangenschaft (Zwangsurlaub, wie er es nannte) zusammen mit Sanirya entwischte und – als er die Menschen abgehängt hatte, die natürlich direkt wieder auf sie gelauert hatten – ganz allein dastand; wie er fort war, dort eine alte Freundin wiedergetroffen und verloren hatte, zurück kam und dort eine alte Freundin getroffen und hier in der Teide wieder verloren und wieder eine alte Freundin getroffen hatte. Herje. War ja doch ganz schön viel für sein junges Leben, reihte man es so aneinander. Nicht zu vergessen wäre noch, dass Noyn dem Zweibeiner sagen würde, was er von ihren Methoden hielt und wie gern er sie doch für seinen Spaß ausnutzte. Spätestens dann hätte ihm der Mensch wieder nachgestellt, wenn er das nicht schon getan hätte, sobald er den bunten Rüden erblickt hatte. Achja. Bedingung des ganzen wäre wohl, dass der Zweibeiner ihn verstand – Wobei. Spielte eigentlich doch keine Rolle.

Noyn regte sich kein Stück, auch, wenn ihm der Wind schmerzhaft in die Augen wehte. Die Rute starr erhoben und den Blick nicht von dem Schwarzen wendend. Erst, als dieser den Mund auf machte, änderte sich der ernste, herausfordernde und doch neutrale Blick zu einem weniger begeistertem „O Gott – Mit sowas hab ichs also zu tun“-Blick. An seiner Seite spürte er, wie Fyfa herauskam, um sich anzusehen, was hier draußen los war. Sie wäre sicherlich auch schier begeistert von der Anwesenheit des Rüden, der glaubte, die von der Natur aufgestellten Regeln würden nicht auch für ihn gelten. Armer Tropf. Mit so einem Gedanken machte man sich doch sicherlich nirgends Freunde, was?

„‘Tschuldige, ich konnte nicht ahnen, dass du einer dieser großen Entdecker bist, die glauben, die Gesellschaftsregeln endeten mit der letzten Hausmauer der Stadt. Tut mir auch Leid, dich enttäuschen zu müssen – Da hat dich das Vöglein, das dir das gezwitschert hat, wohl angelogen.“, entgegnete er trocken und zeigte so direkt, dass der gute Genosse mit seinem Spott an der falschen Adresse war.

Noyn vernahm ein leises Geräusch von Pfoten und vermutete, dass auch Cora den Kopf inzwischen aus der Höhle gestreckt hatte. Jetzt sollte der gute Gegenüber erstrecht auf seine Worte und vor allem auf seine Bewegungen achten. Der Bunte wusste nicht, ob die nächsten Worte tatsächlich zu „drauf geachtet“ oder doch eher zu „einfach drauf losgeredet“ galten. Trotzdem schenkte er dem Rüden ein hartes, künstliches Lächeln und ein sarkastisches „Wie großzügig!“, denn für mehr reichte die Zeit nicht, in der er nicht reagieren musste.
Ganz ehrlich: Er war kaum zu überhören. Doch – dem Wind sei Dank! – erkennen konnte Noyn den vermeintlichen Fremden erst, nachdem er sich mit finsterer Miene zu ihm umgewandt und schließlich dreist von ihm vorm Eingang weggedrückt wurde. Hätte er ihn in diesen Sekundenbruchteilen nicht erkannt gehabt, hätte er sich wohl (ohne großen Erfolg) gegen ihn gestemmt und ihm mal gezeigt, wie man sich benahm (haha, genau), vielleicht hätte er es auch getan, obwohl er ihn erkannt hatte, doch irgendwie war er zu perplex IHN, ausgerechnet IHN hier zu treffen. Wer wusste schon mit diesem „Was wäre wenn“ wirklich was anzufangen.

Noyn war also zurückgewichen (oder zurückgedrängt worden, Ansichtssache) und stand nun seiner Meinung viel zu nah am Entdecker. Seine Rute war gesunken und mit musterndem, skeptischem Blick besah er sich den großen, massigen und vor allem bekannten Kangalkörper. Das Knurren des „Ich achte nicht auf Reviergenzen“-Rüden amüsierte ihn leicht, doch ließ er sich nichts anmerken. Er befand es dann doch für besser, ihm lieber seinen Hals zu retten und ihn erst bei der nächsten falschen Bemerkung oder Bewegung in Messers Schneide laufen zu lassen. Wie gutherzig der Prinz doch war.

„An deiner Stelle würde ich das lassen“, riet er ihm und wandte sich dann an das Kangaltier, „Mit dir hätt‘ ich hier draußen echt nicht gerechnet, Jeszyl. Merkwürdig, dass wir uns ausgerechnet hier wiedersehen. Und? Ist’s dir gut ergangen?“

Smalltalk. Man wusste ja noch, was man so tat, wenn man auf alte Freunde traf. Und wenn es dann noch der gute, alte Jeszyl war – Da war das ja nochmal was ganz anderes. Nein, ehrlich. Noyn freute sich sogar, ihn zu sehen. Den anderen ging‘s also gut. Zumindest Jes. Das war ja schon mal ein Anfang.



[jeszyl, fyfa, cora, easy | weniger erfreut über letzerten, dafür umso erfreuter über ersteren]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 15 Apr 2011, 20:18

Die ganze Situation war sehr angespannt und Noyn schien es wirklich nicht zu gefallen, dass der Fremde die Reviergrenzen überschritten hatte. Es folgte ein kurzer, sehr sarkastischer Wortwechsel, dann wurde Fyfa auf einmal von der Seite angestoßen, als ein ihr sehr wohl bekannter Rüde seinen Kopf in die Höhle streckte. Trotzdem zog Fyfa beinahe automatisch die Nase kraus und knurrte, schließlich kam der Fang des Hundes ihrem Welpen doch sehr nahe. Als sie dann aber voll registriert hatte, dass es Jeszyl war. Sie hatte ihn schon immer ziemlich plump gefunden und so wunderte es sie auch nicht, dass er einfach dreist den Kopf in die Höhle steckte. Noyn schien recht erfreut über seine Ankunft zu sein.

Da die beiden sich jetzt anscheinend erstmal miteinander beschäftigen würden - Fyfa war erstaunt, dass sie sich überhaupt kannten, schließlich hatte sie die beiden noch nie gemeinsam gesehen - beschloss die Hündin sich erstmal in etwas freundlicherer Art und Weise um den Neuankömmling zu kümmern, denn sie hatte bei sich schon längst beschlossen, dass er wohl nicht böse war. Auffordernd stupste sie Cora an, damit diese ihr folgte, und ging dann ein paar Schritte auf den Fremden zu.

"Dürfte man vor der Revierklärung deinen Namen erfahren? Ich bin Fyfa und das ist Corazon."

Sie deutete auf den Welpen. Ihre Stimme klang freundlich, keineswegs so spöttisch und abfällig wie die des Fremden und die Nonys zuvor. Allerdings schwang auch ein leicht besitzergreifender Unterton in der Frage mit. Besonders bei dem Wort 'Revierklärung', bei dem sie den ersten Teil nochmal besonders betonte um auch ja zu zeigen auf wessen Seite sie stand und wem diese Höhle und das umliegende Gebiet gehörte.

Jetzt wo sie ganz draußen stand rieselten ihr die komischen weißen Flocken aufs Fell und sie wurde immer nasser, jedoch nicht so nass, dass es sie irgendwie störte. Schließlich hielt ihre Unterwolle das Wasser auf und so perlte es hauptsächlich an ihrem Deckhaar ab, dass auch bald schon in nassen Zotteln total kraftlos herunterhing. Natürlich wurde das Fell so schwerer, was Fyfa dann doch in einer gewissen Art und Weise zu stören begann. Sie war ja eh sehr eigen, was ihr Fell anging, aber davon ließ sie sich jetzt im Moment nichts anmerken.


[bei Jeszyl, Noyn, Cora und Easy | Teide, "Revier von Noyn" | verfolgt erst die Situation, spricht dann mit Easy]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 15 Apr 2011, 22:35

firejay ;; sean ;; nando ;; carmello

“Was ist Hoffnung? Hoffnung ist ein Lichtblick! “

Es war eine lange Zeit vergangen. Die Bäume und Sträucher hatten wieder begonnen zu blühen und das Bunte Treiben ging wieder los. Doch das hatte sie nicht lange genießen können. Es war doch verflixt. Firejay war lange gefangen gewesen und als es dann endlich vorbei war, hatte sich nichts geändert. Es war noch immer ein Leben ohne Freunde und Sicherheit. Ein gefährliches, tristes Leben. Sie hatte lange nach ihren Freunden gesucht und sogar nach denen, die ihr egal waren aber hatte sie jemanden gefunden? Nein. Niemanden. Die hellbrauen Hündin war noch immer alleine und das würde sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern. Neue Freunde finden wäre wahrscheinlich die einfachste Lösung, allerdings würde es wahrscheinlich schon am auf zu bauenden Vertrauen scheitern. In den letzten Wochen, nein sogar Monaten hatte sie viele, schlechte Erfahrungen gemacht und war scheuer denn je. Umso schwerer viel es ihr, sich in Sicherheit zu bringen, um nicht erneut in Gefangenschaft leben zu müssen.

Es war kalt und die weißen Flöckchen rieselten vom Himmel. Ihre Pfoten schmerzten und die hellbraunen Strähnen ihres kurzen, aber dichten Fells waren nass. Der Weg war lang und hart und das schon seit Wochen. Waren es Wochen, oder Monate? Die junge Hündin wusste es nicht. Was war schon Zeit, wenn man sie alleine verbringen musste? Nun ja, das stimmte ja nicht ganz. Alleine war sie nicht, aber sie fühlte sich so. Es war nicht so wie bei ihren Freunden. Jeder achtetet nur auf sich selbst und die, die nicht mehr mithalten konnten wurden zurück gelassen. Zusammenhalt kannten diese Straßenhunde nicht, sie waren Einzelgänger und nur auf sich selbst fixiert und damit kam die hellbraune Hündin nicht im Geringsten klar. Sie war es nicht gewohnt so alleine und wollte das auch nicht. Sie dachte an die letzten Wochen. Es war bereits 2 Monate her, dass sie erneut aus dem Tierheim hatte ausbrechen können. Es war wirklich keine schöne Zeit gewesen und Firejay war ziemlich froh gewesen, wieder entkommen zu können. Diesmal hatte sie allerdings kein Glück gehabt und musste alleine zum Strand von Puerto zurückkehren. Es hatte sie viele Mühen gekostet und sie hatte lange gebraucht, aber sie hatte es geschafft. Doch wo waren ihre Freunde gewesen? Weg. Wie vom Erdbeben verschluckt! Sie hatte lange gesucht, wenn nicht sogar noch länger, aber niemanden gefunden, nicht einmal Noyn, der doch für nichts auf der Welt seine Heimat verlassen würde. Oder Fyfa, oder gar Chakka. Nein niemanden. Sie hatte viele fremde Hunde gefragt, aber alle hatten ihr dieselbe Antwort gegeben. “Wahrscheinlich haben die ihren Arsch auch gerettet und sind ins Teide-Gebiet gezogen. Wir ziehen auch bald hin‘. Willst du mitkommen, Püppchen?“ Fire war schockiert von der penetranten Art des Hundes, aber trotzdem. Das Teide-Gebiet war wohl die letzte Hoffnung ihre Freunde wieder zu treffen. Also war sie mit den Hunden gezogen, zurück gezogen und immer unter sich. Aber sie hatte es bis hierher geschafft und würde es auch weiterhin schaffen. Sie würde Noyn und die anderen wiedersehen.


Und die Zeit vergeht,
innerlich hoff‘ ich das wir beide uns mal wieder seh’n.
Ich hoffe nur, dass sich bald etwas tut,
Ich hoffe, doch ist das denn genug?


“So ihr Köter – hier ist die Reise zu Ende. Macht die Fliege. Ihr schafft das auch alleine, wenn ihr es schon bis hierher geschafft habt. Firejay blickte auf. Was? Waren sie wirklich endlich da? Es hatte so lange gedauert, dass sie sich eine Ankunft gar nicht mehr erhofft hatte, geschweige denn daran gedacht. Es war noch immer eisig kalt und die weißen Flocken fielen noch immer vom Himmel. Fire mochte diese kalten, nassen Dinger nicht und hätte es nicht gerade schlimm gefunden, wenn sie aufgehört hätten, vom Himmel zu rieseln. Die blickte sich um. Die anderen Hunde begannen sich langsam zu verstreuen – in alle Himmelsrichtungen machten sie sich auf den Weg in ein neues Leben. Ein Leben ohne Angst vor den Menschen, ein Leben ganz alleine. Sie wartete noch einen kurzen Augenblick, ehe auch sie sich aufrappelte, einmal ihren Körper schüttelte und ein paar zaghafte Schritte in Richtung des Dobermanns machte. Doch auch der suchte mit schnellen, langen Sprüngen das Weite und kostete seine Freiheit in vollen Zügen aus. Die hellbraune Hündin machte ein paar weiter tapsige Schritte, ehe sie ihre Nase in die Luft hob und schnupperte. Nichts, was ihr bekannt vorkam. Sie lief weiter, schreckte vor einer Tüte zurück und bellte auf. Nichts. Wobei – Moment! Da fuhr doch eins dieser Brum-Dinger, mit denen die Menschen immer durch die Gegend reisten. Autos hießen die Dinger, hatte Noyn mal gesagt. Firejay lief vorsichtig dorthin und schnupperte. Es waren zwei Hunde und... eine Katze? Fire lief weiter und hinter einer kleinen Anhöhe entdeckte sie dann das ungewöhnliche Trio. Es war ein verdammt massiger Deutscher Doggen Rüde, ein Wolfshund – auch ein Rüde und eine rot gestromerte Katze, die wohl auch ein Kater war. Na wenn das mal keine Rangkämpfe gab! Fire grübelte kurz, ehe sie auf die kleine Gruppe zulief. Sie sah der Dogge in die Augen und bellte auf. Natürlich! Sie war doch gegen ihn gerannt, als sie Chakka um Hilfe rufen wollte. Ihre Freunde… sie waren hier. Fire bellte und wedelte mit dem Schwanz, beachtete den Kater und den anderen Hund, der an einem Päckchen schnupperte kaum. „Hey, du! Du kennst doch Chakka und Noyn, oder? Kannst du mir sagen wo sie sind?“ Fire hatte vor lauter Aufregung fast ihre gute Erziehung vergessen. “Vielleicht sollte ich mich vorstellen. Sie blickte zu dem Kater und dem fremden Rüden, um ihnen zu signalisieren das sie auch mit ihnen sprach. “Mein Name ist Firejay – kurz Fire und ich komme aus Puerto und bin auf der Suche nach Chakka und Noyn und den anderen. Grauer? Ich weiß nicht ob du dich an mich erinnerst, aber damals als Noyn und ich genfangen wurden, rief ich Chakka um Hilfe. Dabei bin ich gegen dich gerannt. Entschuldige noch einmal dafür.“ Soweit es ging lächelte sie und wedelte mit dem Schwanz. Was für ein herrlicher Tag!




Zuletzt von Firejay am Di 26 Apr 2011, 00:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 17 Apr 2011, 21:55

Yoga ließ sich in den Sand fallen. In der nächsten Zeit würde wohl nichts weiter Besonderes passieren und es war schon bald wieder an der Zeit, dass sie ein Auge zukriegen musste. Zwar war es Tag, aber mit der kleinen Baja konnte es auch ganz schön anstrengend sein. Auch wenn Yoga die Ablenkung gefiel.
Die rotbraune Hündin drehte sich auf den Rücken und streckte die Läufe in die Luft. Dies war zwar nicht die bequemste Haltung, aber sie könnte auf der Stelle einschlafen.
Mit geschlossenen Augen lauschet sie den Wellen und Baja. Die Kleine schien noch immer unruhig, sie war noch hinter den Salzkristallen her. Natürlich. Yoga hörte das aufgeregte Tänzeln, während ein wenig Sand aufflog und sich mit dem Wind in Yogas Richtung trug. Die feinen Körner schlängelten sich um die ausgestreckten Läufe, ehe sich Yoga wieder normal hinlegte. Sie ließ die Zunge aus ihrem Maul hängen und suchte das Bild, das zu den Geräuschen gehörte, die Baja produzierte.
Ungewollt sah sie sich ebenfalls nach Ju um, der sich jedoch wieder zur Höhle geschlichen hatte um sich dort zu verkriechen. Er brauchte wohl wieder mal Abstand.

Yoga sprang schließlich auf, schüttelte sich die restlichen Sandkörner aus dem langen Fell und trabte zu Baja, die näher ans Wasser gelaufen war. Was sie dort machen sollte, wusste sie selbst noch nicht. Ihr kam es so vor, als brauchte sie ewig lange, um zu Baja zu gelangen, da ihre schmalen Pfoten immer wieder in dem beweglichen Sand versanken. Sie hätte sich gerne einen Moment zum Dösen hingelegt, doch sie wollte Baja nicht unbeaufsichtigt zurücklassen.
Sie setzte die letzten Schritte, dann war sie bei Baja. Kurz dachte sie darüber nach, ob sie etwas sagen oder tun sollte, dann ließ sie sich abermals auf dem nassen Sand nieder und legte den Kopf auf die Pfoten. Sie war lieber in Baja's Nähe, als sie nur in der Ferne sehen zu können.
Und trotz des mangelndes Schlafes fühlte Yoga sich wie im Paradies. Strand, Meer und blasser Sonnenschein.


[Läuft zu Baja, legt sich hin]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 17 Apr 2011, 21:56

Schüchtern blickte sie aus der Höhle, beobachtete Chakka, wie er sich ausgelassen im Schnee wälzte, Cuco, der gleichzeitig begeistert und erstaunt schien und Criado, wie er einen Happen des kalten weißen Zeugs nahm – ein Anblick, bei dem es sie schüttelte. In der Höhle war es freilich genauso kalt wie dort draußen, dennoch fühlte sie sich irgendwie geschützter. Außerdem war sie durchaus damit zufrieden, die drei bei ihrem Treiben beobachten zu können. Sie wollte ihnen nicht zur Last fallen, wollte sie nicht zurückhalten oder ihnen den Spaß verderben, also würde sie einfach hier bleiben und warten.
Doch da hatte sie die Rechnung ohne Chakka und Cuco gemacht. Vater und Sohn kamen gleichermaßen zurück und fragten sie, ob alles in Ordnung wäre. Es war erstaunlich, wie sehr die beiden sich ähnelten, wie sie das Wohl anderer immer vor sich selbst stellten. Obwohl es sie berührte, dass jemand ihretwegen zurückgekommen war, war es dennoch auch genau das, was sie nicht gewollt hatte. Sie sollten unbeschwert und glücklich sein, sollten mit Criado dort draußen herumtollen. Jemand wie sie war doch nur ein Klotz am Bein, ein Spielverderber...

“Nein, es ist nichts...“, beeilte sie sich zu versichern.

Sachte stupste sie Cuco an, der sie hinauslocken wollte in diese wirbelnden Flocken. Ihm und Chakka zuliebe würde sie es tun. Langsam, den Blick skeptisch nach oben in das Schneegeriesel gerichtet, stapfte sie schließlich aus der Höhle. Dort blieb sie stehen, nur einige Schritte von ihnen entfernt, und zögerte.
Sollte sie ihnen wirklich sagen, was ihr auf der Seele brannte? Ja, der Schnee war neu und unbekannt, im ersten Moment war er ihr auch nicht geheuer, doch es war nicht der Schnee allein, weshalb sie sich unwohl fühlte. Selten war ihr eine Gegend so dermaßen unwirtlich vorgekommen wie die Teide in jenem Augenblick. Sie war schwieriges Gelände gewohnt, doch nicht diesen eisigen Frost, gegen den sie keinerlei schützende Pelz- oder Fettschichten besaß.
Sie wusste, dass Chakka, Cuco und Criado jemanden suchten – jeder von ihnen suchte im Grunde seine Familie, ob es nun Hunde oder Menschen waren. Und obgleich sie noch nie ein Optimist gewesen war, so hatte sie sich doch von der Zuversicht der Hunde anstecken lassen, hatte geglaubt, dass sie alle ihr Rudel wiederfinden würden. Doch in den letzten Tagen waren ihr zunehmend Zweifel gekommen. Was, wenn sie niemanden fanden? Sie sehnte sich so sehr nach der Wärme der Stadt, doch allein würde sie sich nie wieder dorthin wagen.

“Müssen wir für immer hier bleiben?“, fragte sie unsicher.

So sehr sie auch hoffte, dass dem nicht so war – egal, wie die Antwort auch ausfallen mochte, sie würde sich ihnen anschließen. Selbst wenn es bedeutete, dass sie für immer in dieser unwirtlichen Höhle leben musste – alles war besser, als wieder allein zu sein. Treuherzig blickte sie die Hunde an, denen sie sich verschrieben hatte und auf deren Urteil sie vertraute.


[Chakka, Cuco und Criado | vor der Höhle]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 19 Apr 2011, 11:35

Loki war so mit sich beschäftigt gewesen, dass er sehr stolz auf sich war. Ja, es war schon eine Leistung, so viel Futter zu besorgen, besonders als kleines Kater - Tier.
Jedenfalls war er so mit sich beschäftigt, dass er nicht mitbekommen hatte, das plötzlich eine riesige Hündin vor ihnen stand.
Viel Hilfe hatte er wohl mit der Geschichte nicht, der kleine Yorkshire schien mehr Angsthase als Hund zu sein und die Hündin, bei der er sich versteckte, schwieg beharrlich.
Der Fuchs war schon vor einiger Zeit von ihrer Seite gewichen und hatte sich aus dem Staub gemacht. Vermutlich war ihm das zu viel “Haufen” auf einmal.
Nun, jedenfalls musste sich Loki mal etwas einfallen lassen. Das Futter war ehrlich erbeutet und er hatte wenig Lust, alles an den Köter zu verlieren, der hier einen auf Dicken machte.

Der graue Kater streckte sich erstmal ausgiebig, bevor er sich an die unbekannte Riesin wandte. Während er sie anschaute, setzte er sich im guten Abstand vor die Hündin auf seine vier Buchstaben.

”Du meinst also, seit neuestem gibt’s hier spezielle Reviere? Ich lebe seit ein paar Jahren hier und das war mir nicht bekannt. Gab es eine Bekanntmachung darüber? Müssen Hunde und Katzen sich getrennte Reviere aussuchen und dort leben? “

Loki legte sein Kopf etwas schief und schaute die Hündin fragend an. Offen, nicht im geringsten reizend oder aggressiv aufgelegt. Nein, Loki hoffte dass er mit ein paar Sprüchen aus der Situation retten konnte und nicht das ganze Futter verlor.
Allerdings konnte der Kater nicht komplett aus der Haut.
Er tapste rüber zum Futter und zog sich ein kleines Stück heran. Während er die Hündin beobachtete, biss er voller Genuss von seinem Stück ab und kaute genüsslich darauf rum. Allerdings war das dann doch mehr Provokation, denn eigentlich hatte er gar kein Hunger.

Mit eine kurzen, knappen Bewegung schubste er das größte Teil zu Kalle und Namya. Den restlichen größeren Anteil von Loki´s Anteil schob er in die Richtung der unbekannten Hündin.

”Allerdings sind wir auch bereit zu teilen.”

Dabei beließ er es.


[bei Kalle&Namya und Fox, spricht mit Fox, bietet an zu teilen.]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 19 Apr 2011, 14:38

Die Situation war doch schlicht und ergreifend wie gemalt, wenn man so wollte. Mit seiner ganzen Imposanz und dem, was man entfernt Ausstrahlung nennen konnte – andere wiederum nannten das schlicht Gestank – hatte er sich dem seltsam anmutenden Quartett genähert, die Nase nach vorn gestopft und sich innerlich schon über die hoffentlich bald folgende Rauferei gefreut; nur mit wem er raufen würde, das stand noch nicht fest. Für den Kangalrüden stand aber ausser Frage, dass er es notfalls auch mit beiden würde aufnehmen können, wenn die auch nur halbwegs so dümmlich waren wie er aussah.

Der dem Augenschein nach kleinere – und definitiv unbekanntere – der Rüden wirkte nicht eben so, als habe er große Lust sich von einem Kangal unterbuttern zu lassen – ausgesprochen mutig, wie Jes anerkennen musste, als sich an der Haltung des beträchtlich kleineren Rüden nicht wirklich etwas zu ändern schien.

„Hallo Flohsack.“

War er nicht liebenswert? Am liebsten hätte der große Rüde aus dem Collie Pampelmusenbrei gemacht, aber erstens gab es hier noch mindestens einen Welpen und zum anderen hatte der Rüde das nun auch wieder nicht verdient, wie der Kangal fand. Wie gut, dass wenigstens die übrigen Gesichter ein wenig vertrauter wirkten und beinahe so etwas wie ein „Willkommen zuhause“-Gefühl aufkam. Leider verhinderte der so bezeichnete Flohsack die Wiedersehensfreude, beziehungsweise schlicht deren Entstehung. Mit dem Namenlosen würde er sich vermutlich nochmal ausführlicher beschäftigen, dann wenn kein Welpenalarm herrschte. Das Hühnchen war noch nicht gerupft; es durfte sich quasi nochmal eine Schönheitsoperation gönnen, wenn es denn wollte.

Immerhin wirkte der andere Fellhaufen – hieß der nicht irgendetwas wolkentechnisches? Dass man sich Namen auch so schwer merken konnte! - deeskalierend und zeigte dem übrigen Flohsack auch mal ein wenig die Grenze – das ließ den Kangal gar kurz die gelblichen Zähnchen zeigen, die sich sicher gefreut hätten, für collieragout zu sorgen. Na gut, dann eben später. Dass sich Noyn – ah ja, Noyn, genau – schließlich an ihn wandte und der mit einem Wust von fragen auf ihn zukam, hätte den Rüden ja misstrauisch machen können, eigentlich sogar müssen. Denn Gut Freund war er eigentlich mit niemandem hier gewesen, wenn man vom roten Fellball, Sunset eben, mal absah. Ansonsten hatte man sich mehr geduldet, anders waren ja auch die Welpen nicht entstanden.

„Ich hätte ja mit allem möglichen gerechnet – mit Dir eher weniger.“

Jes gab sich wenigstens mühe, seine aufkommende Begeisterung gut zu kaschieren, denn die Blöße wollte er sich eigentlich nicht geben. Noyn galt ein Rempler – natürlich würde der auch ausweichen können, aber wollte der das denn? - der mit viel, sehr viel Wohlwollen freundschaftlich gemeint sein konnte. Der eigentliche Grund für seine überschäumend Gute Laune aber trug helleres Fell, wurde mal Fyfa und mal Fyffel genannt und passte auf den verbliebenen kleinen Fellhaufen auf. Sehr schön.

„Hallo Lieblingszottel!“

begann er, wurde dann aber gleich mal überrumpelt, als sich Fyfa an den Fremden wandte, der sogar die Chance für eine Unterhaltung erhalten sollte. Man, das war ja fies! Der bunten nachwitternd stellte er – ob nun erfreut oder nicht – immerhin fest, dass es dieses Mal keinen Kangal auf einem Collie geben würde...besser mochte das wohl sein. Was zunehmend zu nerven begann war allerdings das (un-)gute, was von oben kam. Wie gerne hätte der kurzfellige auf den Schnee verzichtet! Aber nein, er hatte sich ja unbedingt auf den Weg machen müssen – sehr schön, konnte er die sich eingebrockte Suppe auch gleich dazu auslöffeln. Allerdings fehlte dazu noch das wichtigste Utensil, nämlich der Löffel, so dass er erst einmal ruhig stehenblieb. Vielleicht löste sich die Situation ja von selbst auf?


[Teide; bei Fyfa, Easy, dem Herzchen und Noyn]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 19 Apr 2011, 17:50

„Te estan buscando matador...!!! Me dicen el matador, naci en barracas. si hablamos de matar mis palabras matan…“, trällerte der mitlerweile nicht nur äußerst ausgehungerte sondern auch äußert gelangweilte Hundekater Sparky vor sich hin. Selbstverständlich hatte er keinerlei Talent zum singen – egal ob als Hund oder Katze, sowohl Menschen- als auch in Tierohren würde dieses Gejaul in den Wahnsinn treiben – und normalerweise würde er das auch nicht tun, jedenfalls nicht in Begleitung anderer Lebewesen, doch seitdem die beiden Zwombies sich aus dem Staub gemacht hatten litt der orangene Minimacho definitiv an Beschäftigungsmangel. Im Klartext: so öde war ihm wohl noch nie in seinem ganzen Leben zu Mute gewesen! Die Untoten im Doppelpack hatten zwar kaum bzw. gar nicht geredet, aber da gab es wenigstens jemanden der Sparky zuhören konnte. Doch hier in diesem verdammten Teideland gab es nichts! Nichts außer Kälte, Geröll und zu wenig Futter. Die einzige Nahrungsquelle die es hier gab nannte sich „Kaninchen“. Seltsame Nahrung, die lief einfach vor einem davon. In Puerto de la Cruz war das ein eher seltenes Phänomen, immerhin bestand fast alles auf der Speisekarte aus den Überresten oder Abgaben der Touristen. Fazit = es hatte kein Eigenleben! Nun war Sparky bereits ein paar Strofen weiter, allerdings riss ihn etwas wieder zurück in die Realität. Verwirrt blickte er in alle Richtungen, links, rechts, runter und schließlich hoch. Bravo! Nun kam das Kalte auch noch in Form von kleinen Flockendingern zu ihm herunter! Wütend knurrte und schnappte schließlich auch Sparky nach den Wolkenkrümeln, die für ihn völliges Neuland waren. Sein erster Schnee – und hoffentlich auch sein letzter. Zornig sprang der hundehafte Kater immer wieder um seine eigene Achse, doch selten bekamen die Flocken auch wirklich seine Zähne zu spüren, die meisten Bisse gingen daneben.

Selbstverständlich war dies allerdings noch nicht der Grund dazu zu kapitulieren. Und so schnappte und sprang Sparks immerhin und immerwieder entschlossen mal hier hin, mal dort hin – so lange, bis seine Pfoten auf einem leicht eingeschneiten, flachen, kleinen Stein ausrutschten. Beinahe sofort plumpste auch der Körper zu Boden, um gleich danach eine kleine Rutschpartie einzulegen. Das Teideland war ja leider auch nicht unbedingt das flachste Land. Überall diese Hügel und so’n Zeug. Doch Glücklicherweise kam Sparky dann doch recht schnell nach einigen Seitwärtsumdrehungen zum Stehen. Grund dafür war ein rot-weißes Hindernis. Der Kater wandte seinen Blick nach oben. Und was für ein rot-weißes Hindernis! Bestimmt das hübscheste rotweiße Hindernis welches er je gesehen hatte. Um genau zu sein handelte es sich hierbei nämlich um eine hübsche, große Hundedame. Und Sparky war direkt in ihre Beine gekracht, was ihn schließlich ja auch gebremst hatte. Okay, ‚gekracht’ war wohl der Falsche Ausdruck, immerhin war der Schwung so gering gewesen, die Hündin kam dadurch nicht mal ins Wanken. Seit ca. 2 Wochen, seitdem die Lidas alleine losgezogen waren, war diese Schönheit das einzig weibliche Geschöpf gewesen, welches Sparky gesehen hatte – abgesehen von den Kaninchen, aber was davon männlich und was weiblich war, war ja im Prinzip auch Jacke wie Hose. Mit einem breiten Grinsen und den Gliedmaßen von sich gestreckt lag er weiterhin da und machte sich sofort daran, sie zu begrüßen. Oder besser gesagt anzugraben.

„Buenas noches, la chica de rojo! Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick oder soll ich nochmal vorbeikommen?”

Selbstverständlich stammte dieser, aus Sparkys Sicht jedenfalls wunderbare Spruch aus seinen “Studien” über die Jugendlichen von Puerto de la Cruz. Es war nicht das erste mal, dass er sich einen von den Junggesellen abgekuckt hatte, allerdings wäre es das erste Mal, dass dieser auch punkten würde.


[ Sunset | irgendwo im Teideland ]

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This peppermint winter is so sugar sweet I don't need to taste to believe
What's December without Christmas Eve?


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mi 20 Apr 2011, 18:46

Weder von dem orangen Flohpelz noch von dem Wolfshund kam eine mündliche Antwort. War er denn echt nur von Idioten umgeben? Ja, klar, was denn auch sonst? Noch bevor Sean sich das Ding, welches aus dem Vierrad fallen gelassen wurde, schnappen konnte. Hatte es sich der andere Rüde gekrallt. Wa-? Was zur Hölle? Falscher Film oder was? Hätte er es zugelassen, so wäre dem Grauen nun wohl schlagartig die "Kinnlade" herunter geklappt. Abrupt stellten sich die Nackenhaare des Riesens auf. Was bildetet der sich ein? Das war sein Müll, und nicht der, dieses aufgeblasenen Möchtegerngroßen! Er hatte es als erster gesehen, also gehörte es auch ihm! Er würde dieses Stück .. ,was auch immer es war, mehr gebrauchen als Nando oder gar Carmello.
Mit großen Schritte trabte er auf Nando, der sich ein wenig zurück gezogen hatte, zu und rumpelte ihn schließlich mit einem zeitgleich dumpfen Knurren zur Seite und schnappte sich das Ding, welches nun irgendwie nach Hotdog roch. Jedenfalls nach Fleisch und Brot - oder so. Doch kein Müll? Ohne Nando noch einen Blick zu würdigen, drehte er seinen Kopf um und lief wieder zurück. Aus seinem Fang wichen noch die drohenden Worte:

„Pass bloß auf was du tust!“

Er legte das halb zerfetzte Päckchen vor seinen Pfoten ab und biss schließlich kräftig hinein, um es dann samt restlicher Verpackung zu zerkauen. Ja, schmeckte eindeutig nicht nach Müll. Damit war ein kleiner Teil seines Hungers also gestillt. Während sich Sean Espirtu über die Lefzen leckte, schaute er sich nach noch etwas essbaren um, aber wie erwartet ließ sich nichts mehr blickten.

Nur kurz darauf vernahm er ein Bellen. Was? Erneut fuhr sein Blick herum und da entdeckte er eine Golden Retriever Hündin, die schnurstracks auf die Drei zusteuerte. Warum hatte er sie nicht früher bemerkt? Sie konnte ja nicht so plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Kurz schüttelte er seinen Kopf. Das musste irgendetwas mit diesem merkwürdigen weißen Zeug, das vom Himmel fiel, auf sich haben. Es benebelte seine Sinne! Jedenfalls schien sich die vermeintlich Fremde zu freuen. War scheinbar noch nicht so alt, die Kleine. Als sie die Namen Chakka und Noyn erwähnte, verengte er seine misstrauisch funkelnden Augen. Woher kannte sie die Zwei? Erst als sie sich mit 'Firejay' vorstellte, legte sich in seinem Schädel ein Schalter um. Natürlich! Nun hob der graue Riese seine Brauen und musterte die ''Neue''.

„Grauer? Mein Name ist Sean Espirtu, falls du das vergessen haben solltest, Firejay. Aber um auf deine Frage zu antworten: Ja und nein. Ich kenne sie, aber ich kann dir nicht verraten, wo sie sich im Augenblick aufhalten. Das weiß ich nämlich selber nicht. Wir wurden getrennt und stattdessen muss ich jetzt mit diesen zwei .. naja, was auch immer, umher wandern“,

antwortete er mit einem Schnauben auf ihre Fragen. Was für eine gute Gelegenheit sich über seine zwei nervigen Anhängsel zu beklagen. Merkwürdigerweise lag in seiner Stimme für einen Moment nicht mehr der übliche abfällige Ton. Er bemühte sich gar, ganz sachlich, ruhig und .. freundlich zu wirken. Dies misslang ihm dann aber doch durch eine Art Augenrollen. Sie würde nämlich auch kein angenehmer Wegbegleiter sein - viel zu nervig und quirlig. Wenn man bedachte, dass sie sich seit .. einer langen Zeit mal wieder sahen und sie nicht sonderlich viel miteinander zu tun hatten. Also gab es keine 'Oh mein Gott, wir haben uns ja so lange nicht gesehen. Wie geht es dir? Was hast du erlebt? Ich habe dich so vermisst!'-Begrüßung.

{ bei Carmello, Firejay und Nando }
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Criado


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Do 21 Apr 2011, 13:55

Oh ja, Criado wollte laufen, toben springen und und und! Mit freudig wedelnder Rute hüpfte er von rechts nach links, immer bereit einen Sprint einzulegen. Es war schön so frei zu sein. Die Sonne war zwar dabei, sich zu verstecken doch konnte das seine Freude nicht auhalten. Eigentlich hatte es ja garnichts mit Schnee zu tun. Er liebte es einfach sich zu bewegen, seinen Körper anzustrengen seine Energie aufbrauchen zu können. Im Regen wäre Criado bestimmt halb durchgedreht, wenn es ein Wetter gab das Criado wirklich abgrundtief liebte, dann war das Regen. Der Rote liebte das Wasser und konnte daher es auch kaumerwarten zum Endlosen Wasser zu kommen das ganz Teneriffa schützend umgab. Ja, für Criado war diese Insel die Welt, wie hätte er auch wissen können, dass da noch so vieles jenseits des Ozeans gab? Schließlich war er ja auch nur ein stinknormaler Hund.

Plötzlich rammte sich irgendetwas zwischen die Hinterbeine des pelzigen Rüden. Ein wenig erschrocken fuhr er hoch udn wirbelte herum. Mit hängender Zunge machte er einige übermütige Sprünge um Chakka herum und grisnte frech. Auch wenn er sich manchmal benahm wie ein Welpe, ihn störte es nicht. So machte er sich nun auch nicht daraus was andere von ihm dachten.

Das Zeugs hier haben meine Kumpels damals immer 'Schnee' genannt. Frag nicht warum...Ich find es auch genial irgendwie. ű

Antwortete er Chakka mit einem aufgeregtem Kläffen während seine haselnussbraunen Augen in dem Licht der untergehenden Sonne nur so glänzten.Ein kurzes Kichern sprudelte zwischen seinen Fängen hervor als er Chakkas nächste Worte hörte.

Mich fangen? Das will ich erstmal sehen! Wetten, dass ihr es niemals schaffen werdet?

Provozierend tänzelte der Rotbraune vor Chakka hin und her. Irgendwie war er schon sehr glücklich die drei Hunde getroffen zu haben. Es war nicht imer leicht alleine durchzukommen, zu Viert hatten sie aber neben größeren Überlebenschancen auch Unterhaltung und Spaß. Auch wenn Criado sich dessen bewusst war, dass er sie irgendwann verlassen musste, konnte er sich damit trösten das es bis dahin noch etwas dauern würde. Doch irgendwann würde er eben weiterziehen müssen, und wenn er seine Besitzer dann gefunden hatte, würde er bleiben und dienen. Sein Leben würde wieder in seinen Fugen sein. Auch wenn diese Freiheit die er gerade genoss so süß war wie er es nie gedacht hätte, deswegen würde er seine Menschen nicht betrügen. Dies hatte er schon lange beschlossen, als er im Tierheim in dem öden Käfig rumgesessen hatte. Er würde seinen Weg jedoch lachend gehen.

Chakka ging zurück zu Cuco und Quinta in der Höhle und Criado blieb ein wenig enttäuscht im Schneegeriesel stehen. Schade, er hätte gerne ein wenig Fangen gespielt, doch man konnte nun auch nichts machen. Cuco hatte eben auch noch einige Schritte in die weiße Schicht getan, doch war ihm der Schnee doch zu kalt gewesen und lief nun ebenfalls zu Quinta zurück. Sich seinem Schiksal ergebend, stöhnte Criado kurz, doch trottete er schließlich doch genauso zu seinen Freunden und Gefärten zu der Höhle zurück. Ein wneig vom Eingang entfernt blieb er stehen und blickte Quinta entgegen die sich nun doch aus der Höhle traute. Für sie musste es warscheinlch schrecklich kalt sein, klar, sie hatte ja am wenigsten Fell von ihnen allen eher nur kurze Haarstoppel. Trotzdem kam sie raus in den Schnee, auch wenn man sah dass sie sich dazu überwinden musste. Freundlich lächelte Criado sie an.

Natürlich nicht! Müssen, müssen wir ja schonmal gar nichts, außerdem ist es schon ein wenig umbequem hier oben, nicht wahr? Wir kommen hier schon weg, Quinta...Aber es braucht eben seine Zeit. Ich zumindest bin glücklich das wir zumindest einen Unterschlupf haben. Es ist doch kalt hier oben, das merk sogar ich.

Schelmisch zwinkerte er ihr kurz zu, bevor er zu Cuco und Chakka hinüberschaute. Dachten sie genauso? Criado für seinen Teil wollte eigentlich dringends weg. Weiter suchen. Doch er wusste dass es besser war hier oben zu bleiben, mit Unterschlupf, Kaninchen und wenigstens etwas Wasser. Vielleicht hätte er es geschafft sich irgendwie durch die Teide durchzukämpfen, doch ließ ihm das sein Ehrgefühl nicht zu. Er mochte seine drei Kameraden wirklich gern und würde sie nicht auf sich allei n gestellt lassen. Nein, so tief würde der Rote nicht sinken. Hoffte er zumindest.


{ bei Cuco, Chakka und Quinta }

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Do 21 Apr 2011, 20:27

Chakka hatte recht mit dem was er sagte, ferner hätten diese Worte nurnoch aus Cuco selbst stammen können - wenn auch ein wenig verspielter ausgedrückt, wie er es schließlich ja auch versuchte. Der Welpe wollte unbedingt mit Quinta spielen, vielleicht konnten diese Flocken ja auch Freunde der beiden werden. Doch wenn sie nicht wollte, ging das natürlich nicht. So gerne der kleine die große Hündin auch zum spielen bewegen wollte, wollte er sie trotzdem nicht zu etwas zwingen was ihr nicht gefiel. Doch warum ihr das ganze nicht gefallen sollte, darüber hatte Cuco nicht wirklich nachgedacht. Ja, es war kalt - zumindest war es nicht so warm wie sonst - aber Cuco war doch viel näher an den Flocken als Quinta. Vielleicht sollte es aber auch daran liegen, immerhin waren dann auch ihre Beine länger, wobei ... Cuco kam einfach nicht darauf. Auf dieses 'Wieso, Weshalb, Warum', musste es einfach egal sein. Immerhin hatte auch er selber nicht immer eine Begründung für seine Meinung.
So hüpfte der Welpe vor Quinta hin und her, drehte sich im Kreis und jagte seinen Schwanz. Damit wollte er verdeutlichen, dass er auch ohne dieses weiße Zeug seinen Spaß haben konnte, was Quinta vielleicht nochnicht wusste. Kurz fiel sein Blick auf Criado, der immernoch dort in den Wolkenstücken tobte. Doch kam auch dieser nun zu den anderen, schien dabei allerdings etwas betrübt, so schenkte Cuco dem Rüden ein vorsichtiges lächeln. Er sollte nicht böse auf ihn und Chakka sein, sondern vielmehr helfen Quinta zum spielen zu überreden. Ehe aber auch Criado etwas gesagt hatte, bewegte sich die Hündin schon auf die Flocken zu. Stolz sah Cuco ihr nach und lief hinter ihr her.

Das ist gut. Du bist mutig Quinta!

Bestärkend stupste er eines ihrer Beine an um schließlich wieder so halb in der Flockendecke zu verschwinden, denn schienen die Wolken doch unaufhörlich vom Himmel zu fallen. Das dies eigentlich garkeine Stücke der Wolken waren, sondern Schnee hieß, hatte Cuco völlig überhört, hatte er sich doch um Quinta gesorgt. Doch war dies nicht weiter nötig, wie es zunächst schien, hatte sie sich ja doch getraut vor zu treten. Ihren zitternden Körper hatte der Welpe nicht übersehen, doch dabei dachte er nicht wirklich daran weshalb das so war, oder gar, dass es an ihrem Fell liegen könnte.
Also lauschte Cuco den Worten des großen roten, da er Quinta eine Antwort auf ihre Frage gab. Doch so viel bekam er garnicht mit davon, schien doch eine art 'Informationsflut' über ihn hinein zu brechen. Selbst wenn sie hier bleiben müssten wäre es Cuco egal, solange er die anderen drei hatte - denn an Fyfa und den rest dachte er in diesem Moment nicht.





{ bei Quinta, Criado und Chakka }
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 22 Apr 2011, 18:52

Der Schnee, welcher vom Himmel fiel, schien mehr zu werden. Zumindestens kam es dme Rüden so vor. Er erhob und schüttelte sich, nur damit kurz darauf wieder einige dieser weißen Flocken auf dem schwarzen Fell lagen. Wie lässtig. Genauso lässtig wie diese Situation. Was wollte die nur alle von ihm? Am Liebsten wäre er einfach umgedreht und gegangen, doch auch er hatte einen gewissen Stolz.

Seine Ohren zuckten als der Bunte wieder zu sprechen begann. Dieser sprach genauso sarkastisch wie Easy zuvor. Nur das es dem Collie überhaupt nicht gefiel. Was bildete sich dieser Rüde ein? Nur weil er als erstes an dieser Höhle war, welche Easy nichtmal interessierte, und er vielleicht noch eine Hündin im Rücken hatte musste er sich das bestimmt nicht egfallen lassen. Nun hätte er wieder kontern können. Doch was hätte das gebracht? Ein ewiges hin und her. Das kannte er schon lange genug. Stattdessen zog er die Lefzen hoch und ließ ein Knurren ertönen. Er war zwar auf keinen Kampf aus, es gab ja auch nichts worum es sich zu kämpfen lohnen würde, doch er wollte ihm deutlich machen das er sich nicht so behandeln ließ.

Dann wand sich auch der andere Fremde, er war ein ganzen Stück größer als der Collierüde, an ihn. Er sagte nur zwei Worte. Easy blatzte fast der Kragen. Spinnten die hier alle? Anscheinend lagen sie zu lange im Schnee und hatten sich verkühlt. Ja, das musste es sein.
Der schwarze Rüde fixierte die beiden Gleichgeschlechtigen und knurrte. Dabei zog er die Lefzen hoch und entblößte seine Zähne. Ihm war es egal wie groß der Gegener war. Wer etwas von seiner Größe hielt, war nichts weiter als ein Angeber.

Einige Augenblicke musterte er die Fremden, als plötzlich die Colliehündin auf ihn zukam. Er sah sie an und entspannte sich. Von ihr ging nun wirklich keine Bedrohnung aus. Sein Blick fiel einen Moment auf den Welpen und dann wieder auf sie, als auch diese mit einem gewissen Unterton sprach. Jetzt rechts. Er würde sich nicht wie einen dummen Welpen behandeln lassen.
Mit erhobener Rute machte er einen Schritt auf sie zu und sprach dann endlich.

"Mein Name? Nun, ich könnte ihn verraten doch was würde das bringen? Ich erzähle nicht jedem dahergelaufen Köter wer ich bin..."

Bei dem Wort `Köter´ sah er zu den Rüden, denn diese waren gemeint nicht die Hündin.

"Genausowenig wie mich mitten in der Pampa Reviermarkierungen interessieren. Wann trifft man hier schonmal auf irgendwelche Artgenossen. Selbst wenn, das ist mir auch egal. Denkt ihr mich würde jemand wahrnehmen und meine Grenzen akzeptierenn? Sicher nicht. Warum sollen mich dann eurer kümmern? Ich bin kein dummer Junghund und weiß wie es hier zugeht."

Nun wande er sich wieder den Rüden zu. Er grinste er frech bevor er sprach.

"Ach und euch möchte ich auch noch etwas sagen. Tut lieber nicht so großkötzig. Es kommt bestimmte nicht auf die Größe eines Hundes an oder auf irgendetwas anderes. Auch ihr werdet mal auf den Richtigen treffen und mächtig auf die Schnauze fallen. Bin mal gespannt ob ihr dann immer noch so laut bellt."

Der Rüde versuchte es zunächst mit Worten, denn auch ihm war klar das er gegen all diese Hunde keine Chance hatte. Um dem Ganzen nachdruck zu verleihen fletschte er nocheinmal die Zähne. Dann ging er einen Shcritt zurück und setzte sich einfach nur hin. Sollten sie doch sagen oder denken was sie wollten.


[in Teide / bei Noyn, Fyfa, Cora und Jeszyl]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 23 Apr 2011, 12:21

Etwas dumm hatte der Graue Wolfhund schon geschaut, als Sean plötzlich gekommen war und ihm die Beute wieder weg genommen hatte. Als er gerade etwas hatte erwidern wollen, stieß eine weitere Hündin zu ihnen, die den Doggenrüden wohl zu genüge kannte.
Mit aufmerksam nach vorne gerichteten Ohren lief er auf Sean und Firejay zu und schnüffelte an dem Neuankömmling.
Chakka?

"Ich hab Chakka zuletzt da oben auf den Bergen gesehen... zusammen mit Criado..."


letzteren Namen sprach er eher verächtlich aus. Aber wer war denn die Hündin? Sie schien noch sehr jung zu sein...
Sein Blick schweifte kurz zu Sean, der sie zwar zu kennen schien, dessen Freude sich aber in grenzen hielt.

"Warum suchst du ihn denn?"

wer war sie denn bloß? Aber egal, vielleicht könnten sie ihr ja helfen Chakka zu finden, oder sie zumindest eine Weile begleiten, damit sie nicht in eines dieser Teile da hinein rannte.
Apropos, es rannte schon wieder laut knurrend eines an ihnen vorbei. Von außen mochte er die Dinger nicht, sie waren furchtbar laut und stinkten. Aber er konnte sich daran Erinnern, das er des öfteren in so was gefahren war, und es machte wirklich sehr viel Spaß den Kopf raus zu strecken während einem der Wind um die Ohren wehte.
Sein Blick wand sich kurz dem Kater zu, welcher sie begleitete... irgendwie schien er immer sehr deprimiert und niedergeschlagen. Seltsames Tier, das musste er schon zugeben.
Jetzt erst fiel ihm wieder Seans Drohgebärde ein... pass bloß auf was du tust...
Pah, als ob er den wirklich fürchten würde. Und wenn Sean nicht teilen wollte, würde er eben auch nur noch mit Carmello und vielleicht dem Welpe da teilen!


[Bei Sean Carmello und Firejay / Straße]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 23 Apr 2011, 19:01

Beruhigend stupste Chakka Quintas Schulter an und lächelte. Er wollte ihr gerade antworten, als Criado mit seinem ungeheuren Optimismus genau die richtigen Worte fand, um die Hündin wieder aufzubauen. Inwieweit das klappte, wusste er nicht genau, aber er traf den Punkt sicherlich besser, als Chakka es gekonnt hätte. Trotzdem wollte er noch irgendetwas hinzufügen, was Quinta versicherte, dass sie den Teide wieder verlassen würden.

„Cria hat ganz Recht, wir werden sicherlich bald von hier wegkommen. Ich möchte wieder hinunter ans Meer, da wo es warm ist und wo wir nicht jagen müssen. Ist ja erstmal ganz spannend, aber nicht für immer. Wenn es nicht mehr so kalt ist, machen wir uns auf den Weg, okay?“

Stimmt, genau darüber nachgedacht hatte er bisher noch gar nicht. In welche Richtung mussten sie laufen, wie lange würden sie brauchen? Wo war denn das Ende dieser Wüste. Mühsam entsann er sich viele Jahre zurück. Als Welpen hatten sie es geschafft, doch was hatte ihnen den Weg gewiesen? Das Glück allein war es nämlich nicht gewesen.

„Eine Straße, das wars!“

Unabsichtlich hatte er seine Gedanken laut ausgesprochen. Verlegen gähnte er und lachte glucksend.

„Die Straßen, auf denen die Blechkisten laufen, führen nach unten. Ich bin hier oben geboren und bin als Welpe der Straße gefolgt. So bin ich nach Puerto gekommen. Das müssen wir nur genauso machen!“

So toll es auch war, sein eigenes Revier zu schützen und Kaninchen zu jagen, Chakka vermisste die Wärme, den Strand und – Tatsache – sogar die Menschen. Nicht so wie Cria das tat, aber ihre Gesellschaft inklusive bequemem Futter fehlte ihm.
Doch der Mischling erinnerte sich daran, dass er Weg unglaublich lang gewesen war. Auf den Straßen hatten sie blutige Spuren hinterlassen, weil ihre Pfoten vom Asphalt und Stein wundgelaufen waren. Aber es war der einzige Weg, der nach unten führte. Nur … wo war denn hier die nächste Straße? Er hatte beim Durchstreifen des Gebietes keine mehr gesehen und auch keine Blechkisten mehr gehört. Das hieß: Sie mussten suchen. Aber wie sollte das gehen, wenn Quinta erfror und Cuco ebenfalls? Ihnen waren die Pfoten gebunden. Ließen sie die zwei Schwächsten hier, würden sie womöglich in der Kälte sterben. Suchten sie zu viert, würde das selbe geschehen oder sie kämen nicht voran. Eine Zwickmühle vom Feinsten. Hin und her grübelnd blickte Chakka den roten Rüden an, danach seinen Welpen.

„Wir müssen eine Straße suchen und an dieser entlang nach unten laufen. Aber wer von uns könnte so eine Straße am schnellsten finden? Ich meine … wir können Quinta und Cuco nicht hier lassen. Wollen wir versuchen, zusammen weiterzugehen?“

Oje, Quinta würde sicherlich so lange zustimmen, bis sie vor Kälte nicht mehr gehen konnte. Nur um es ihnen Recht zu machen. Also musste er sich auf Criados Wissen und Cucos Selbsteinschätzung verlassen. Auch nicht gerade verlässliche Quellen, aber seis drum.


{ Criado, Cuco, Quinta :: im Eingang der Höhle }



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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 23 Apr 2011, 20:47

Ein sanftes Lächeln verzog die Lefzen der jungen Hündin. Sie schaute zu dem Fuchs, beobachtete gespannt ob irgendetwas Lustiges oder interessantes zu sehen war, doch sie erblickte nichts. Als der Kater sprach drehte sie den Kopf zu ihm. Da sagte er ihr noch nicht einmal mehr hallo und sprach schon davon etwas zu fressen zu besorgen. Aus großen Augen schaute sie ihn an, sprach jedoch nicht mehr. Für einige Sekunden legte Namya den Kopf schief und blinzelte, sah der Füchsin hinterher, die weg lief. Warum tat sie das? Gerade hatte sie noch etwas sagen wollen, die Rote beten wollen nicht zu verschwinden, doch dann blickte sie auf, sah direkt in die Augen des Katers, der etwas über ihr stand, sich streckte und dann, ziemlich elegant, von der Mauer sprang.
Es war faszinierend dass der Kater so elegant laufen konnte, so leise und sanft. Er stolzierte irgendwie ohne dabei eingebildet zu wirken, ohne dabei unsympathisch zu werden.
Erst als der Kater schon fast weg war erhobt sich Namya, blickte zu dem kleinen Hund der noch auf dem Boden lag, nickte ihm auffordern zu. Es war seltsam nicht diejenige zu sein die aufgefordert wurde, sondern die zu sein die andere zu etwas aufforderte.
Einen kurzen Moment schaute sie noch zu ihm, dann folgte sie dem Kater. Es war komisch wie schnell sie ihm vertraute, wie schnell sie ihm hinterherlief als wären sie ewig befreundet. Sie schüttelte den Kopf und ihren Ohren flogen hin und her. Sie war verrückt und naiv, jawohl.
Es dauerte nicht lange und der Kater kam wieder, Namya wusste nicht was sie sonst getan hatte, aber er war ja da, er kam mit etwas zu fressen. Sie selbst hatte nicht den größten Hunger, bemühte sich nicht zu viel verlangen zu wollen.

„Danke, Kater. Mein Name ist Namya..“

Sagte sie halblaut, mit einem sanften und freundlichen Ton in der Stimme. Dem kleinen Rüden konnte sie keine Auskunft geben als er fragte ob er etwas haben könnte, stattdessen blickte sie zu dem Kater, hoffte auf eine nette Antwort, auf ein freundliches ja, doch er sagte nichts. Unsicher schaute sie zurück zu dem Kleinen, nickte hilflos.
Dass jemand zu ihnen gestoßen war wusste Namya bevor sie die große Hündin sah, denn sie hörte die Schritte, hörte den Atem der Hündin. Die Stimme der anderen war nicht gerade freundlich, daher war Namya auch sehr froh dass der Kater sprach.
Von bestimmten Revieren hatte sie wirklich noch nie etwas gehört… Mutig stellte sie sich hinter den Kater, wollte somit seine Meinung unterstützen. Der Geruch der Wurst hing in der Luft, strömte in ihre Nase. Unwillig hob sie den Kopf, schaute zu dem Fressen nur um danach wieder wegzublicken. Wie ruhig der Kater blieb, wie ruhig und gelassen er war als hätte er keine Angst vor der doch sehr großen Hündin.
Gelassen schob er ihr und dem kleinen Kalle ein Stück Wurst hin, er war so ruhig. Seine lockere Art nahm ihr die Angst.

„Vielen Dank“

Sie lächelte ihn an, stieß ihn sanft in die Seite. Die Worte des Kleinen drangen erst jetzt in ihren Kopf, kamen erst jetzt in ihre Gedanken. Beschützen, gerne, aber M? Mama! Er hatte beinahe Mama gesagt, so musste es sein.
Unsicher hob Namya den Kopf, blickte zu dem Kater. Beschützen ja, sie hatte keine nagst solange er da war, aber Mama?

„Heeey, dir passiert nichts, wir sind da, okay? Niemand tut dir hier was..“

Sie blickte ihn an, drehte den Kopf um ihn sehen zu können. In ihren Augen lag ein bestimmter Sanftmut, in ihrer Stimme klang Zuverlässigkeit mit.
Die Hündin sprach gerade nicht, daher hob Namya wieder den Kopf, blickte nicht mehr zu Kalle.

„Du hast gehört was Kater gesagt hat, er teilt gerne mit dir, deswegen bitte.. Hör auf Kalle Angst zu machen“

Ihre Augen flackerten unsicher. Würde die Hündin zufrieden sein, oder eher nicht? Ihre Ohren zuckten, ihr Schwanz regte sich leicht.



[Loki, Kalle, Fox] (ich hoffe es passt soo und ich durfte.. ?!)
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mo 25 Apr 2011, 00:46


Carmello blickte zu Sean, der gerade auf Nando zugetrabt war und diesem das Stück Müll wieder entwendet hatte.
Hunde waren schon sehr ungehobelte Geschöpfe!
Ein gar nicht mal so schlechter Geruch ging von diesem Etwas, welches gerade von Sean zerkauten wurde, aus. Carmellos Bauch grummelte wieder doch er wendete den Blick ab und versuchte das unangenehme Gefühl zu ignorieren. Plötzlich vernahm der Kater ein Bellen und im nächsten Moment tauchte eine ziemlich quirlige Hündin auf. Ganz aufgeregt frage sie den Grauen nach etwas.
Was zur Hölle war ein Chakka und ein… Noyn?
Carmello runzelte die Stirn. Der Riese wirkte nicht gerade begeistert. Nun sah die Hündin auch den roten Kater und Nando an und stellte sich allen vor.
Mit dem "vielen" Gerede kam Carmello nicht so ganz mit, sein Gehirn schien heute etwas langsam zu arbeiten. Die komischen Wörter waren aber offenbar Namen. Nun antwortete Sean und sah dabei ziemlich bemüht aus. Dem Kater entging nicht wie er mit den Augen rollte. Ja, der Graue war von ihm und dem andern Rüden nicht gerade begeistert und würde an einer neuen Wegbegleiterin keine Freude finden. Besonders wenn sie so jung und aufgeweckt ist.

Nando hingegen war bereits zu der Neuen hingelaufen und trug jetzt auch noch zur Unterhaltung bei. Ein neuer Name erreichte den Roten…Criado. Überfordert schüttelte er sein Haupt. Der Schnee hatte seine Hirnwindungen einfrosten lassen. Kälte, wie widerlich! Ein Seufzen konnte er nur schwer unterdrücken. Wie schön hätte er es in diesem Moment haben können! Aber nein…er musste mit einer Gruppe Straßenhunde durch die Pampa rennen!
Er fühlte auf einmal einen Blick auf sich ruhen und sah zu Nando. Irgendwie war ihm dieser Hund nicht unsympathisch, auch wenn er es sich nicht anmerken lassen würde. Hatte er doch beschlossen möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen, weshalb seine Hauptbeschäftigung aus Schweigen bestand.

Wollte er nicht eigentlich in die Stadt? Die Straße würde ihn sicher irgendwann in eine solche führen, doch würde sein Leben da besser aussehen? Wahrscheinlich…aber brauchte er das?
Vielleicht hatten die Katzengötter oder das Schicksal, wobei er nicht so recht wusste ob er auch nur an eines der beiden glaubte, etwas anderes mit ihm vor.
Vielleicht hatten „sie“ oder hatte „es“ ihn absichtlich in solch eine Situation gebracht. Carmello hielt inne. Was machte er sich bloß wieder für Gedanken? In den letzen langen Tagen hatte er sich schon so oft mit den Verrücktesten Sachen beschäftigt. Jetzt musste mal Schluss sein. Er war wahrscheinlich einfach nur auf einem Selbstfindungs-Tripp.

So entschied sich der Kater den anderen einfach nur zu folgen, ganz gleich wo sie auch hinlaufen würden. Womöglich geschah noch etwas Spannendes…und bis es so weit war würde er sich einfach in seine Erinnerungen zurückziehen. Seine schönen Erinnerungen. Als das Leben noch einfach und angenehm war, frei von größeren Sorgen. In die Zeit als er sein neues Zuhause erkundete und viele neue Freunde fand.
Ja, das ist ein guter Plan. Beinahe hätte er angefangen zu schnurren.

[bei Sean, Nando und Fire]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mo 25 Apr 2011, 22:53

Zaghaft lächelte sie Cuco zu, der um ihre Beine wuselte und sie anstupste. Mutig? Sie war ein erwachsener Hund und stellte sich manchmal schlimmer an als jeder Welpe. Das war traurig, aber Cuco brachte sie dennoch immer wieder auf andere Gedanken. Ein weiteres Mal fiel ihr auf, dass ihre Rollen seltsam vertauscht waren. Es war beinahe, als wäre Cuco der Erwachsene, der begeistert jeden einzelnen Schritt seines Welpen lobte. Sie atmete leise und kaum hörbar aus, eher ein Hauch als ein Seufzer.
Jeder dieser Hunde versuchte sie auf die ihm eigene Weise aufzubauen. Während es bei Cuco Lob und der ein oder andere Stupser waren, so war es Criados überschwängliche und enthusiastische Art, mit der er ihr klar machen wollte, dass alles nur halb so schlimm war.

„Ja“, sagte sie schüchtern, während sie über seine Worte nachdachte.

Natürlich hatte er recht – warum hatte sie überhaupt etwas gesagt? Auf einmal schämte sie sich. Sie hatten ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Ja, es war kalt und es rieselte komisches Zeug vom Himmel, aber das war noch lange kein Grund, sich so weinerlich zu verhalten. Sie hatte ja niemanden dazu auffordern wollen, die Teide umgehend zu verlassen. Als ob sie sich solch ein Urteil jemals zugetraut hätte – wenn diese Hunde sagten, dass es das Beste wäre, hier für immer zu bleiben, sie hätte ihnen sofort geglaubt. Trotzdem hatten die Anderen ihre Frage als eine stumme Bitte aufgefasst und nahmen sie überraschend ernst.
Auch Chakka stupste sie nun an und sinnierte über die Sinnhaftigkeit eines frühen Aufbruchs. Das alles ging ihr nun doch etwas zu schnell – hatte sie den Stein etwa ins Rollen gebracht? Doch als er von der warmen Stadt sprach und vom Meer – sie wusste nicht einmal, was das war – da war es, als ginge die Sonne auf. Das Meer, wo es etwas zu essen gab und man nicht jagen musste, wo es immer warm war.

“Ein Meer...“

Leise und verträumt sprach sie das Wort aus ihren Gedanken unbewusst laut aus. Lag dort ihre Zukunft? Am Meer. Am Meer würde alles gut sein. Es musste ein ganz besonderer Ort sein und eines Tages würde sie mit diesen Hunden dort sein, wenn sie es nicht vermasselte.
Chakkas nächste Worte holten sie jedoch wieder in die Realität zurück. Erst einmal mussten sie dorthin kommen, und es schien ein langer und mühevoller Weg durch die Kälte zu werden. Außerdem sah sie sich in ihren Befürchtungen prompt bestätigt – auch wenn Chakka sich vermutlich nur um sie sorgte, so war sie dennoch ein Klotz am Bein. Er glaubte nicht, dass sie es schaffen würde, und dennoch wollte er sie auch nicht hier lassen. Sie wollte nicht zum Problem für die Anderen werden, hatte es nie gewollt. Sie konnte laufen, sie konnte die Kälte ertragen. Ihr Körper war nicht das Problem, es war ihr Geist, der schwach war. Die hervorstehenden Rippen mochten vom Gegenteil zeugen, aber sie fühlte sich körperlich nicht so schwach, wie sie aussah. Sie musste ihnen beweisen, dass sie nicht nutzlos war, dass sie ihnen helfen konnte, nur wie? Eine Straße, das war es, sie musste eine Straße finden!

“Ich werde dir eine Straße suchen, wenn du es möchtest.“

Sie versuchte eine zuversichtliche Miene aufzusetzen, während sie Chakka erwartungsvoll und auch ein wenig flehentlich anblickte. Vermutlich würde er es ihr nicht erlauben, aber sie wollte ihnen doch nur helfen, wollte wenigstens einmal etwas Nützliches tun!


[Chakka, Cuco, Criado | vor der Höhle]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 26 Apr 2011, 01:24

firejay ;; sean ;; nando ;; carmello


“Ich hoffe auf,
auf gute Freunde,
verlorene Liebe,
auf alte Götter
und auf neue Ziele.“

Sollte man sich jetzt freuen, wenn man alte Bekannte wieder traf, die einem nie etwas bedeutet hatten? Oder sollte es einem gleichgültig sein? Sollte man weitergehen, bis man seine wahren Freunde wieder gefunden hatte? Nein. Die junge, goldbraune Hündin wusste genau, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnen würde. Einer, ohne Gewalt und Einsamkeit und einer mit Zuneigung und Glück. Noch war es nicht so weit, noch konnte sie sich nicht sicher sein, dass sie hier einen fand, den sie liebte – aber der Rüde vor ihr war ja immerhin schon einmal ein Anfang, nicht wahr?

Fire ärgerte sich über ihre Vergesslichkeit. Sean Espirtu – natürlich! Also doch. Sie waren vielleicht gar nicht hier. Getrennt? “Entschuldige Sean. Ich musste viel durchmachen in der letzten Zeit. Aber wieso wurdet ihr getrennt? Hast du denn kein einziges Lebenszeichen von ihnen?“ Angst spiegelte sich in den Augen der jungen Hündin wieder. Was wenn sie tot waren? Nein. Niemals. Ihre Freunde waren Kämpfer – die würden nicht aufgeben. Nicht in tausend Jahren! “Aber ein bekanntes Gesicht zu sehen ist ja schon einmal etwas. Du scheinst deine Begleiter nicht sehr… nun ja sagen wir zu schätzen, oder?“ Fire kannte das nur zu gut. Ihm ging es wahrscheinlich wie ihr damals mit Fyfa. Sie hatte diesen Köter bis auf’s Blut verachtet und warum? Tja, wenn sie das so genau wüsste. Aber das gehörte der Vergangenheit an. Nicht der Gegenwart, oder gar der Zukunft!


Verschüttete Träume,
Bilder aus alten Tagen,
vom Wahnsinn den ich lebte
und was sie mir heute sagen.


Der Wolfshund kam auf sie zu und schnupperte an ihr. Sie schreckte zurück. Was war denn das für ein aufdringliches Vieh? Einige Meter Abstand gewinnend wandte sie sich kritisch an diesen. “Komm mir bloß nicht zu nahe!“ … du dreckiger Straßenköter, fügte sie in Gedanken noch hinzu. Ja – der Wolfshund war wirklich nicht gerade ein Prachtkerl, aber immerhin. Er wollte ihr helfen und das war für sie… Ja was war das? Etwas Besonderes? Ein Freundschaftsbeweis? Wohl kaum. Eher eine nette, höfliche Geste. Trotzdem – ihr war dieser Hund definitiv zu aufdringlich – eigentlich war es ja normal sich zu beschnuppern, aber in der letzten Zeit war das nicht vorgekommen – es war ungewohnt für die goldbraune Hündin. Als er jedoch Chakka erwähnte, leuchteten ihre Augen auf. “Chakka? Du weißt wo er ist? Wo genau? Zeigst du mir wo? Bringst du mich hin? Bitte!“ Sie überlegte kurz, ob sie sich für ihre kleine Zickerei entschuldigen sollte – nein wohl eher nicht. Nicht das er noch die Gründe dieser Reaktion erfragte. “Private Gründe…“, nuschelte sie. Musste ja nicht jeder dahergelaufene wissen, dass sie ihn kurzerhand zu ihrem Ziehdaddy erklärt hatte.

Brum, Brum. Fire schreckte zurück. Panik spiegelte sich in ihren Augen wieder. Blechkisten! Seit der ersten Fahrt ins Tierheim fürchtete sie sich vor diesen großen, lauten und stinken Gefährten. Sie rollten sie die faulen Menschen durch die Gegend, töteten andere Tiere und brachten sie in Tierheime. Monster. Das waren wirklich einfach nur Monster, diese Blechbüchsen! Wieso nutzen die Menschen nicht einfach ihre Beine und liefen zu Fuß? Das konnte doch wohl nicht so schwer sein. Fire zitterte noch immer ein wenig, obwohl das Blechbüchsengefährt schon längst über alle Berge war. “Fahren die hier öfter vorbei?“ Sie blickte abwechselnd zu Sean und zu dem Wolfshund – den roten Kater beachtete sie nicht weiter. “Wer ist das eigentlich?“ Sie nickte dem Tiger entgegen und erwartete eine Antwort, war sich allerdings noch nicht ganz sicher, ob sie auch eine bekommen würde!


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mi 27 Apr 2011, 12:10

Ein wenig versunken in seine Gedanken blickte der rötliche Rüde zu Cuco hinunter. Der Welpe machte sich wirklich gut, Chakka konnte stolz auf seinen Sohn sein. Der Welpe tobte ein wenig herum, jagte seine Rute und Criado musste ein wenig grinsen. Eigentlich hatte er es ja nicht so mit Welpen. Um seinen eigenen Nachwuchs hatte er sich damals kaum geschert. Nun gut, er hatte sie einige wenige Male gesehen aber dann waren sie sowieso in alle WInde zerstreut worden. Wie viele von ihnen überhaupt überlebt hatten wusste warscheinlich auch nur die Mutter, deren Name auch schon halbwegs in Vergessenheit geraten war. Kurz runzelte Criado die Stirn, versuchte sich an seine Söhne und Töchter näher zu erinnern. Ein Rüde war dabei gewesen und die übrigen waren Hündinnen, wenn er es richtig in Erinnerung hatte. Die Namen selber schwebten ihm nur geisterhaft vor den Augen. Ein paar hatten irgendetwas mit 'C' gehießen die anderen... Schnell schüttelte der Rüde seinen Kopf. Wozu sich darüber Gedanken machen? Er würde sie sowieso nicht erkennen wenn sie ihm ja über den Weg laufen sollten und sie hatten andere Dinge zu tun als über Vergangenes nachzudenken. Vor allem nicht über solche Dinge.Chakka setzte etwas zu Criados Worten von eben hinzu und dieser nickte zustimmend und lächelte leicht.

Ja, sind wir erstmal unten am Meer, wird alles leichter, Quinta.

Wieder pendelte er leicht mit seiner Rute, was aussah als würde eine rote Fahne hin und her geschwenkt werden. Ja, wenn sie unten waren würden sie das Meer sehen. Sie würden leichter ans Essen kommen, endlich wieder auf Menschen treffen und er könnte weiter nach seinen Besitzern suchen. Leichtes Heimweh ergriff Criado während er in die Felsenlandschaft starrte. Er wollte nach Hause. Chakka gluckste, sodass Criado sich wieder interessiert und ein wenig fragend blickend an ihn wandte.

Die Blechkistenpfade? Ja, das könnte wirklich eine Lösung sein...

Murmelte er, und nickte. Ja, wie dumm das er nicht darauf gekommen war. Aber schließlich war er ja noch vorher nie in der Teide gewesen und hatte nicht die Erfahrung die scheinbar Chakka zu haben schien. Aber Criado hatte schon lange keine dieser Rappelkisten der Menschen gehört oder gerochen, geschweige denn gesehen. Die letzte Begegnung dieser Dinger war gewesen, als er zusammen mit Chakka, Nando und den übrigen aus dem Tierheim hierhin gebracht wurde. Vielleicht war das die Lösung?

Chakka? Die Menschen die uns damals hier hoch brachten - du weisst zusammen mit Nando und deinem Bruder ... Dort sind wir doch auch auf so einer Straße gewesen. Auf der sind sie dann auch wieder weggerappelt, ganz klar nach unten.

Leichte Aufregung schwang in der Stimme des Harzer Fuchses mit, doch verklung sie bald. Klar, das würde eine Lösung sein, aber wie sollten sie dorthin zurückfinden? Es war lange her dass sie dort gewesen waren und die Landschaft hier oben war ein reines Labyrinth.

Aber das würde wohl nicht einfach werden, nicht wahr? Oder erinnerst du dich noch an den Weg den wir gegangen sind um hierher zu kommen?

Angestrengt schleckte sich Cria über seine Leftzen. Leicht war es wohl nicht hier runter zu kommen, aber das war ja egal. Sie würden es schaffen, bestimmt schon ganz bald. Die Monsterkisten verbreiteten einen Gestank, dass man ihn eigentlich von Weitem riechen konnte. Der haselnussbraune Blick Criados richtete sich wieder auf Chakka und er nickte.

Ja, du hast recht es ist keine leichte Lage in der wir uns befinden. Aber vielleicht wenn wir uns in Zweiergruppen auflösen würden...Also : Zwei bleiben hier und zwei gehen auf die Suche. Dann könnten wir vielleicht etwas erreichen. Hmmh...

Dann sprach Quinta und Criado wandte sich verwundert zu ihr um. Sie würde die Straße suchen? Eigentlich war es ja garnicht so eine schlechte Idee. Die Hündin war zwar ein wenig schwächlich doch hatte sie doch erzählt das sie früher mal soetwas wie ein Jagdhund gewesen war, bei ihrem...Senator? Senor? Irgendetwas ähnliches. freundlich stubste er die Fähe in die Schulter und lächelte ermutigend.

Eigentlich keine schlechte Idee, Quinta. Ich meine, deine Nase müsste doch die Beste von unsern allen sein, oder?

Dann blickte der Rote zurück zu Chakka. Er war sich nicht sicher, wenn Quinta auf sich alleingestellt loszog würde ihr vielleicht etwas passieren oder sie würde sich verirren. Doch sprach er diese Sorge noch nicht aus, vielleicht hatte Chakka ja noch etwas womit der Plan, den sie schmiedeten sich weiter entwickeln konnte.


{ bei Quinta, Chakka und Cuco }

................

D E S A S T E R


the sky was blue after all
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