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 Harte Zeiten

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 30 Apr 2011, 10:29

„Viel durchmachen tut wohl jeder von uns.“, bemerkte Sean knapp ehe er Fires Fragen mit einem dumpfen Seufzen beantwortete:„Wir wurden getrennt, weil .. Nein, Moment, ich war in der Gruppe von Jeszyl, wenn ich mich recht erinnere. Chakka hatten wir gar nicht erst getroffen, oder? Mhm, scheint so. Also nein, ich kann dir damit auch nicht sagen, ob sie noch leben oder nicht.“

So vergesslich war er schon geworden? Lag das an den Stimmen? Sie hatten sich in letzter Zeit merkwürdigerweise ziemlich zurück gehalten. Ein merkwürdiges Gefühl.
Mit hochgezogener Braue musterte er die junge, goldene Hündin. Sie stelle Fragen. Viele Fragen. Nervige Fragen. Der Graue konnte es nicht leiden, wenn man in mit Fragen löcherte. Und im dem Fall schien er nicht der Einzige gewesen zu sein, der ihr hätte weiterhelfen können. Der Wolfshund meinte er wusste, wo sich Chakka zuletzt aufgehalten hatte. Hmpf. Und warum beantwortete er dann hier alle Fragen? Er nahm sich vor nun, was dies anging, zu schweigen und leckte sich erneut die Lefzen, als sein Blick auf Carmello fiel. Der hielt sich raus. Kluger aber trotzdem noch fetter Kater.

Sean entfernte sich wenige Schritte von der nun etwas größeren Truppe und ließ seinen bernsteinfarbenen Blick durch die Gegen schweifen. Straße, Straße, Straße .. soweit das Auge reichte. Sie folgten ihr jetzt schon lang genug, irgendwann mussten sie doch Mal ankomme, oder nicht? ... Moment.. Ankommen? Wo ankommen? Wohin wollten sie denn überhaupt? Zurück zum Strand? Sean Espirtu wusste, dass sie vorhatten zu überleben aber es war ihm entfallen wohin sie eigentlich gehen wollten. Hier oben war es kalt. Vor allem jetzt, wo dieses weiße Zeugs von den Wolken fiel. Das Fire so panisch auf die Gefährten der Menschen reagierte beachtete er genauso wenig wie den orangen Kater.

„Hey, Nando! Wenn du weißt, wo sich Chakka zuletzt aufgehalten hat, wieso bringt du Fire dann nicht dorthin?“,

schlug Sean vor und drehte seine Kopf nach hinten um, um den Wolfshund mit verengten Seelenspiegeln anzusehen. Würde er gehen, dann wäre sein größter Problem gelöst. Der Rüde war ihm nämlich noch unsympathischer als der Kater. Ob Sean ihnen folgen würde, wenn Nando dies wirklich tun würde, was er irgendwie .. nicht glaube, lag noch in den Sternen. Als er einen Schritt nach vorne trat murrte er:

„Ich für meinen Teil will hier nicht länger rumstehen.“

{ bei Carmello, Firejay und Nando }
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 01 Mai 2011, 13:45

Crazy Katze! Ehe sich Sunset ihren Weg anders überlegen konnte, war der Kater auch schon vor ihren Pfoten aufgekreuzt. Ganz unverhofft war er wie vom Himmel gefallen, obwohl 'hoffen' da wohl das falsche Verb war. Warum geriet sie eigentlich ständig an Verrückte? Die Tatsache, dass dies hier eine Katze war, wäre nicht das Schlimmste gewesen, der Rote wusste das zu toppen. Für einen Moment war sie schier sprachlos, wich dann aber beinahe entsetzt erstmal einen Schritt zurück. Es gab da so einen Sicherheitsabstand, den man zu Katzen unbedingt einhalten sollte, alte Regel, die kannte sicher jeder. Vor Allem der Kater hätte diese kennen müssen, aber ganz offenbar war bei ihm eh Hopfen und Malz verloren. Da kam kein Bier mehr raus. Nur noch Wasser. Seltsamer Vergleich.

“Und wie viele Helden schon sterben mussten für ihre Geliebte. Mach dich lieber aus dem Staub, wenn du deine Prioritäten vernünftig setzen willst.“

Ihre Worte unterstrich die Rote lieber noch mit einem kurzen Heben der Lefzen und einem unterschwelligen Grollen. Konnte ja nicht angehen, dass man mitten in dieser Einsamkeit.. Ah, da war ja was. Sie fand dieses Eremitenleben langsam langweilig, stimmt. Aber musste man sich deswegen gleich mit einem liebestollen Kater abgeben? Machte es das wirklich besser? Mh.. So viel zum Thema Prioritäten.

“Wo kommst du überhaupt her?“

versuchte sie also in unwirschem Ton einzulenken. Vielleicht kannte er ja einen Weg heraus aus dieser Hölle, vielleicht kam er ja aus der Stadt. Vielleicht würde er sich noch als nützlich erweisen, so viele Menschen behaupteten doch immer, Katzen seien klüger als Hunde. Das war natürlich Unsinn, aber einen Versuch war es wert? Vielleicht. Ihre Haltung verändert Sun indes allerdings kaum. Ihre Ohren schwankten zwischen abwehrend angelegt und neugierig gespitzt, die Rute wedelte missverständlich hin und her. Vorsichtig blieb sie in jedem Fall, dieser halben Portion konnte man bestimmt nicht trauen. Neinein.

[Sparky | mitten im Nirgendwo]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 01 Mai 2011, 14:47


Scheinbar uninteressiert beobachtete Ju mit halbgeöffneten Augen die beiden Hunde am Meer. Baja, wie sie wieder irgendwas absolut dummes tat, was keinen Sinn ergab. Aber sie war ein Welpe. Welpen taten meistens etwas, was für ihn und viele andere keinen Sinn ergab. Damit musst man leben. Das würde sich auch legen, sobald das Knäul älter geworden war.

Und Yoga... nun ja. Sie war bei Baja das reichte. Oder?
Eigentlich wäre es wohl besser für Baja, wenn sie ihre Geschwister hätte, aber wer wusste schon ob sie noch lebten?
Oder wohin sie gebracht wurden?
Und selbst wenn die anderen zwei Welpen die Flucht überlebt hatten, garantierte das immer noch nicht, dass sie auch jetzt noch lebten.

Mürrisch legte der Fuchs die Ohren an. Er wollte nicht darüber nachdenken, dass es für Baja besser war wenn ihre Hundemeute hier wäre. Er war hier. Und Yoga auch.
Ju wusste zwar, dass etwas fehlte, aber Baja war ein Welpe und die gewöhnten sich schnell an Veränderungen. Wer weiß ob sie sich überhaupt noch an ihre Mutter und ihre Geschwister erinnerte?



[Am Strand – nicht ganz bei Baja und Yoga]

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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 01 Mai 2011, 15:11

Der Bunte hätte sich nur zu gern rausgenommen, danebengesetzt und 3 Kaninchen auf den Kangal gewettet, was jedoch an Ermangelung der Kaninchen und der schlicht unpassenden Zeit für eine Rauferei verschoben werden musste. Schade aber auch. Doch selbst Jeszyl traute er die Erkenntnis zu, das ein Kampf – war der Gegner auch eine noch so kleine Portion – nur sinnloses Kräfteverschwenden war. In der Stadt war das ja vielleicht zu verkraften, eine willkommene Abwechslung sogar, doch hier draußen in dieser Einöde des Teide konnte es das Ende bedeuten. Deshalb hatte er auch direkt mit einem primitiven Plan versucht, die Aufmerksamkeit des Rüden auf sich zu lenken. Smalltalk. Was ein Glück war es Jeszyl nicht aufgefallen – Änderte trotzdem nichts daran, dass es irgendwie unbedingt scheitern wollte. Mist aber auch. Mit einem müden Lächeln nahm er die Worte des Kangals auf und schwieg einen kurzen Moment, während er den Hochmutcollie nicht aus den Augen verlor. Nicht seinetwillen, nein, nein, eher, um ihn bei jeder falschen Bewegung zurück auf seinen Holzweg zu jagen, den er ja anscheinend so sehr mochte. Hatte schon mal Leckerlis drauf gefunden, was? Gewohnheitstier. Wieso neues ausprobieren, sich anpassen, wenn man mit einer Tour schon einmal ans Ziel gelangt war – Und – oho! – Noyn wurde sogar noch bestätigt, als der Schwarzbunte (Dass er seine Farbe mit einer Kuh verglich, war wirklich keine Absicht! Es passte einfach nur so verdammt gut.) ihnen eine reinzuwürgen versuchte. Auch das belächelte Noyn lediglich müde, musste er sich aber doch anstrengen, dass aus diesem Lächeln im Schlafrock kein lautes Gelächter wurde. Man, machte der es einem schwer!

„Tja. Wunder soll es eben doch noch geben.“, sagte er schließlich fröhlich an den Kangal gerichtet.

Woher die Fröhlichkeit so plötzlich kam, war leicht zu erklären. Die hilflosen Versuche des Rüden, seine ‚Ehre‘ zu bewahren, waren wirklich süß. Vor allem das Wort Köter hatte ihn wirklich fasziniert. Doch da er damit Fyfa anscheinend ausschloss, ging er nicht weiter darauf ein. Er hoffte, dass auch Jeszyl nicht in metaphorische Tränen ausbrechen würde bei diesem bösen, bösen Schimpfwort. Schwarzbunt (den Namen wollte er ja nebenbei auch nicht sagen, strafte Noyn damit aber wesentlich weniger als vielleicht erhofft – blieb er halt bei der Kuh) war wohl immer von seinem Herren so gerufen worden, hatte er etwas böses getan. Zumindest erklärte Noyn es sich vorerst so, man wusste ja nie genau. Dann aber rief es doch irgendwie nach Widerspruch. Verglich er sich gerade etwa mit ihm selbst und dem Kangalkörper neben ihm? Oje, oje.

„Moooment. Nur weil du dich nicht durchsetzen kannst und das jeder ausnutzt? Ziemlich töricht, das dann genauso zu machen, mh? Könnte dir irgendwann den Hals brechen.“, entgegnete er mit beiläufigem Ton. Dann entschied er sich, das ganze Fyfa zu überlassen, spürte er schon förmlich einen bösen Blick auf sich, der zwar noch nicht ausgeführt war, aber dennoch irgendwie unheimlich gegenwärtig schien.

Also galt auch den nächsten Worten nur ein müdes Lächeln. Er traute es Fyfa zu, dem Schwarzbunten Manieren beizubringen – Freundlicher, als es Noyn im Moment möglich wäre. Und für Cora war das sicherlich auch viel besser. Erziehung und so. Und doch schien es dem Bunten so, dass der Collie tatsächlich an seine Worte glaubte. Laut bellen? Wer tat denn sowas? Das Problem war doch eigentlich ganz simpel: Die Kröte war in den Teich des Froschkönigs eingezogen, ohne sich auch nur vorzustellen, dem König ein Gastgeschenk mitzubringen und sich zu verbeugen. Stattdessen hatte er das Schild mit ‚Willkommen im Reich des Froschkönigs‘ eher übermalt und Froschkönig durch Kröte ersetzt. Ganz freundlich war das doch wirklich nicht! Konnte die Kröte da wirklich erwarten, dass der Froschkönig sie mit offenen… Armen(?) empfing? Ganz ehrlich – das wäre doch wirklich dreist!

Übrigens überging Noyn ganz gekonnt die Tatsache, dass Jeszyl Fyfa zu kennen schien. Denn dadurch lag eines ganz öffentlich auf der Pfote: Corazon. Wo sonst lernte der Kangal Hündinnen kennen (und Hunde meist auch, ganz nebenbei). Das Bild eines Kangals im Collie gefiel ihm gar nicht, bedachte er dabei noch, dass er sich in dieser Zeit im Zwangsurlaub befunden hatte. So ein Mist aber auch!

„Wie lange, denkst du, müssen wir hier oben noch aushalten? Haben die Zweibeiner nichts besseres zu tun, wie zum Beispiel sich wieder um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern?“, fragte er schließlich Jeszyl und seine fröhliche Miene wich einer wesentlich ernsteren. Ganz ehrlich: Der Teide hatte er inzwischen mehr als satt!



[jeszyl, fyfa, cora, easy]

................






Zuletzt von Noyn Cloud am So 01 Mai 2011, 23:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 01 Mai 2011, 16:54

Es war doch immer wieder schön die verschiedenen Reaktionen zu beobachten. Der kleine Fellball verkrümelte sich auf der Stelle, während der Fuchs erst gar nicht den Fang aufmachte und sich direkt verzog. Sollte ihr recht sein. Fox wusste um ihre Erscheinung und welche Wirkung diese hatte.
Dem lustigen Trio allerdings Schaden zufügen würde sie nicht. Wenn sie ehrlich zu sich war, saßen sie doch alle in einem Boot und käampften täglich den selben Kampf ums Überleben. Aber so tief gingen die moralischen Vorstellungen der Hündin dann doch nicht ... Jeder fraß was er bekam.

Noch einen Moment miemte Fox die offenkundige Hundefresserin, bevor sich der Fang belustigt zu einem Grinsen verzog. Mit einem Schnaufen zog sie noch einmal den Fang kraus, bevor er sich wieder glättete, neugierig schoben sich die großen Ohren wieder nach vorne, während die Rute locker zwischen die Läufe sank.
"Ganz ruhig Schwester, ich fress seinen kleinen Freund schon nicht auf!" Beschwichtigte sie Namya und ließ somit ihre eher fragwürdige Scharade fallen.
Der Blick wanderte nun zu dem dunklen Kater, dessen Angebot sie natprlich vernommen hatte. Skeptisch war der Blick. Was ging im Kopf einer Katze die solcher Dinge tat? Futter teilen und das mit wildfremden, mit Hunden zusammen umherziehen ... Ohne den Mäusefänger aus den Augen zu lassen zog sie den Teil der Beute zu sich, der ihr angeboten worden war.

"Nein, das hier ist nicht mein Revier, keine Sorge," klärte die Hündin nun, unter Lachen, ihr Auftreten auf, sie erlaubte sich eben hin und wieder ihre Scherze mit Artgenossen. Sie wusste aber auch, ein ehrliches Angebot anzunehmen.
Mit einem Bissen verschwand das Stück Fleisch im Fang, bevor sie sich hinhockte. Das hier war alle Male besser, als in der Seitengasse vor sich hinzudösen und zu warten, dass das Wetter besser wurde.
Dass Katzen hier oft ihr einsames Wesen auf den Straßen trieben, war bei Weitem nicht Neues. Aber ein gepflegtes Hundchen wie Namya es war?
"Und welcher Sturm hat euch 3 zusammen geworfen?" Fragte sie schließlich, mit ehrlicher Neugierde und ließ den Blick von einem zum anderen wandern.


((Noch immer bei Namya, Loki und Kalle))
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Baja


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 01 Mai 2011, 23:48

Magst du mich verzaubern ?
So mit ganz viel Elfenstaub und so ?



Immer noch sprang sie wild herum, kläffte die Wellen an und sah in einem Moment kurz zu, wie Yoga sich einfach nieder ließ. Baja verlor die Lust an dem Spiel. Keiner mochte mit ihr spielen, auch Ju nicht, der in der Nähe beider stand oder sonst etwas tat. Der Rotpelz hatte wohl nicht den Elan dazu mit der neugierigen Hundewelpin zu spielen. Die Augen von Baja fanden die kleinen Pfoten, die von Dreck beschmutzt waren. Sie waren noch so jung, aber hatten schon so viel beschritten. Sand und Erde und Steine und Kies und das ein oder andere Hundefell, wenn sie jemanden umsprang, so wie ihren Bruder immer mal wieder. Baja warf ihren Blick zu den Dünen. Langsam ging sie scheinbar zur Höhle zurück.
Ihre kindischen Gedanken kreisten über dem Thema mit was sie ihre beiden Begleiter nun aufwühlen konnte. Sollte sie zu einem Menschen laufen oder in einer Mülltonne buddeln oder wieder irgendein Tier jagen, das sie anschließend austrickte ?
Nein. Das hatte sie alles schon einmal gemacht. Alles. Vielleicht sollte sie zu einer dieser Seebrücken gehen, was auch immer das war. Oder sie lief in einen Wald. So ein Ding mit vielen Dingern drin, was auch immer das war. Vielleicht versteckte sie sich auch nur irgendwo um die beiden zu ärgern oder so etwas in der Art.

Baja hatte noch nie die große Lust gehabt irgendwo zu bleiben für längere Zeit. Sie war nie irgendwo für eine lange Zeit, selbst bei ihren Eltern hatte sie es nie länger als einen Sonnenlauf gehalten. War sie denn wirklich so wanderlustig ? ja, vermutlich.
Die Rote lief etwas schneller auf die Dünen zu und rannte schließlich den kleinen Berg hinauf, der unter ihren Pfoten weg zu rennen schien. All der Sand glitt zwischen ihren Pfoten davon, so wie das Wasser, wenn es sich zurück zum Horizont zog. Baja war einmal sehr erschreckt, als das Wasser nicht mehr da war. Sie war bis zum Horizont gelaufen um es wieder zu finden. Erst da, wo die Sonne unterging hatte sie das Wasser gefunden. Schon oft hatte sie versucht der Sonne zu folgen. Wohin verschwand sie nur, wenn Baja sich zusammen rollte ?! Nie hatte sie es heraus bekommen, nie. Immer hatte das weite Wasser ihr den Weg abgeschnitten. Schwimmen war ausgeschlossen, sie war doch so klein.

Mit einem kleinen traurigen Blick lief sie weiter durch den rutschenden Sand. Immer schneller stachen ihre Pfoten in den Sand, bis sie die dürren Grashalme erreichte, die sich schon seit ihrer Geburt in den Sand gebohrt hatten. Baja hatte noch niemals verstanden wie sie das geschafft hatten. Irgendwann musste es ihnen doch heiß werden, so ganz ohne Schatten. Mit einem Winseln lief sie weiter, sprang sie Dünen runter, rutschte in der Mitte und purzelte mit einer kleinen Lawine von Sand am Boden, der auch aus Sand bestand.
Sie stand auf und schüttelte sich die weißen Körnchen aus dem Pelz. Sie hörte, wie ein helles Geräusch an ihr Ohr drang. Ein zu heller Ton, der kurz darauf verschwand. Sie wusste, das es dieses Halsband war von den Menschen. Das Leder hatte ihren Hals immer noch nicht losgelassen und auch dieses Glöckchen war nicht verschwunden, sondern hatte sich nur noch fester eingebissen. Wie eine Zecke.
Baja hasste Zecken und Halsbänder und dieses Glöckchen, das immer wieder Bimmelte und sie verriet. So konnte sie nie so werden wie diese schlanken Tiere mit den langen Schwänzen. Ju hatte sie als Katzen bezeichnet. So als wäre es nicht schwer, sprangen sie mühelos Bäume hoch und beobachteten die Welt von dort.

Baja hatte noch nie diese Aussicht genossen, aber sie wollte es.
Sie suchte die nahestehenden Bäume ab, aber nirgends saß eine Katze darauf. Kein schwarzer Schatten mit roten Streifen war dort irgendwo in den Baumkronen. Baja seufzte und trottete weiter. Immer weiter. Wohin genau wusste sie nicht.
Schnell huschte sie durch ein Loch in einem Zaun. Sie mochte Zäune, wenn sie Löcher hatte, durch die sie durchschlüpfen konnte. Mit schnellen Bewegungen hetzte sie über das angesenkte Gras und erkannte diese kleinen leblosen Menschen mit den großen roten Hüten. Zwerge oder Lilliputaner oder wie das hieß. Yoga hatte ihr einmal davon erzählt. Baja traute den Dingern nicht. Sie hatten so böse Augen und beobachteten sie ständig. Die Welpin rannte etwas schneller. Sie lief weiter bis sie an einem Stein ankam, an dem viele Menschen vorbei liefen.
Der Weg zum Stand. Den gingen viele Touristen und oft kauften sie etwas mit Papier und Plastik. Baja verstand nicht, warum sie das taten. Dieser Müll und Dreck war doch keine Wurst oder Knochen wert.

Die Welpin sprang auf den Stein und wartete.
Einige Menschen sahen zu ihr. Ein kleines Mädchen strich ihr über den Kopf. Baja zuckte zusammen und nahm reiß aus. Sie hatte Angst vor den Menschen, die ihr dieses Glöckchen gegeben hatten. Sie hasste es. Es war wie ein Fluch, aber warum ? Womit hatte sie das verdient ?
Baja schüttelte sich und setzte sich etwas abwärts von den Menschenmassen ab. Vielleicht würde sie diese Tiere irgendwann verstehen. Vielleicht.
Sie beobachtete die Menschenmassen, die zum Stand wanderten, während ihre Gedanken zu Lila und zu Blumenwiesen, die sie mit ihrem Bruder durchquerte wanderten. Gras - grünes Gras und graue Gitter von Zwingern. Irgendwo dazwischen saß die Welpin und dachte über die Sonne nach, die immer wieder verschwand, irgendwo hin. Ins Nichts.



{ alleine }

................

wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mo 02 Mai 2011, 19:21

Chakka musste schmunzeln, als er Quintas Blick bemerkte. Sicherlich hatte sie noch nie das Meerwasser gespürt, das angenehm kühl um die Pfoten gluckerte, hatte noch nie den warmen Sand unter den Ballen wegstieben sehen, wenn sie rannte. Wo sie wohl herkam? Sicherlich nicht aus der Stadt, denn dort kannte jeder Welpe das Meer. Aber die, die hier oben lebten, kannten es wohl nur als blauen Spiegel weit unten, unerreichbar weit unten. Das mussten sie unbedingt ändern, Quinta musste das Meer kennenlernen. Aber vielleicht hob er sich seine Schwärmereien besser für später auf, wenn bei einem von ihnen der Wille weiterzulaufen versiegte. Ja, den Lockruf des Meeres sparte er sich lieber noch auf. Zwar war Quinta plötzlich ganz eifrig und bot an, dass sie eine Straße suchen konnte, doch Chakka behagte der Gedanke nicht.

„Niemand sollte allein in diese Einöde gehen, hier riecht ja jeder Felsen gleich. Wir würden uns verlieren und dann würden wir sterben. Nein nein, wir sollten alle zusammen gehen.“

Besorgt runzelte er die Stirn und dachte über Criados Einwurf nach. Ja, natürlich erinnerte er sich an ihre Ankunft hier, aber … wo zum Teufel war das gewesen? Genau das war ja hier oben das Problem, alles roch gleich, alles sah gleich aus und nirgendwo gab es Anhaltspunkte, um sich ein Fleckchen Erde einzuprägen.

„Ich weiß nicht. Wie weit sind wir seitdem gelaufen? Ich wüsste aber nicht einmal mehr die Richtung.“, gab er zerknirscht zu.

Vielleicht erwies sich der Harzer Fuchs ja als besserer Orientierungshund. Aber mit seiner Idee stimmte Chakka nicht überein. Zweiergruppen waren ihm zwar auch in den Sinn gekommen, jedoch befürchtete er, dass sie sich wieder verlieren würden. So, wie sie Nando, Primo und den schwarzen Pudel verloren hatten. Wieder einmal. Vielleicht lag's ja auch nur an ihm. Chakka schnaufte leise. Nein, sicherlich nicht. Sie hatten einfach nur ziemlich viel Pech und er als selbsternannter Anführer absolut keinen Orientierungssinn, wenn eine Spur erstmal nicht mehr zu erschnüffeln war.

„Nein nein, wir sollten zusammen bleiben. Nando, Primo und den Pudel haben wir auch verloren, obwohl wir zuerst ganz nah waren. Das geht hier so schnell.“

Seine Rute zuckte, dann erhob sich der Mischlingsrüde und trat erneut hinaus in den Schnee. Es wurde immer mehr, der Himmel verdunkelte sich weiter und die Kälte kroch ihn von unten an. Scheiße, so nah am Boden gehen zu müssen. Wieso musste es gerade jetzt so schweinisch kalt werden? Jetzt, da sie aufbrechen wollten.
Witternd hielt er die Nase in den pfeifenden Wind, doch er roch nicht einmal ein Kaninchen. Nur eiskalte Luft, mit einem seltsamen Geruch, den er noch nicht als Schnee identifizieren konnte. Sie mussten los, die Kaninchen flohen immer weiter. Nicht mehr lange und sie würden im Umkreis von zehn Kilometern kein einziges Langohr mehr finden und spätestens dann würden sie weiterziehen müssen. Kälte hin oder her.

„Sind alle rein hypothetisch bereit, sich aus dem Staub zu machen?“

Fragend sah er in ihre Gesichter, doch eigentlich zweifelte er nicht an ihrer Zustimmung. Cuco würde mitkommen, außer gerade jetzt würde in ihm ein Strang Bockigkeit durchschlagen. Quinta stimmte eh irgendwie zu und Criado … Criado würde alles tun, um zu seinen Herren zurückzukehren, so viel stand fest. Sie hatten doch alle ihre persönlichen Ziele, nur der Weg dahin wollte gemeinsam begangen werden. War das seine Vorstellung von einem Rudel, einer Gemeinschaft? Je mehr er darüber nachdachte, desto näher kam es seinem Wunsch. Dieser schien vor ewiger Zeit erdacht worden zu sein und nun standen sie hier zu viert, hatten sich einige Zeit kennengelernt und gegenseitig aufgemuntert.
Chakkas Blick zeichnete die Linie des Horizonts nach. Runter wollten sie, weg von hier. Und in harten Zeiten musste man zusammenhalten, selbst wenn man keine Gemeinsamkeiten untereinander fand. Dann musste man sich welche schaffen und mehr als Teiler eines gemeinsamen Schicksals waren sie alle mal.


{ Criado, Cuco, Quinta :: vor der Höhle }

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 06 Mai 2011, 17:42

Jeszyl bekam von der Colliehündin ein freundliches Gesicht, als er sie kurz ansprach, doch dann hatte sie sich schon wieder an den anderen Collie gewandt. Und bei dessen Worten konnte Fyfa nicht anders als zu Lachen. Gut... Sie hätte gelacht. Wenn sie ein Mensch gewesen wäre. Aber wie war das? Hunde die bellen, beißen nicht? Oh doch, zumindest Jeszyl konnte ziemlich happig werden, wenn er sich beleidigt fühlte. Ob das bei Noyn auch so war wusste Fyfa nicht, doch dieser schien ihr auch eher die Aufgabe zu übertragen sich um den Neuling zu kümmern. Und als dieser dann auch noch die Zähne fletschte ging eben doch die eingebildete 'Prinzessin' mit ihr durch. Zwar nichtmehr so wohlerzogen wie früher, aber doch noch immer ziemlich impulsiv. So richtete sie ihre Worte an den Rüden, ohne dabei wirklich daran zu denken, dass ihre Tochter noch immer neben ihr stand.

"Zu allererst einmal möchte ich dir eines mitteilen: Es ist sehr unhöflich, nicht zu antworten wenn man nach dem Namen gefragt wird. Aber gut, dann nenn ich dich halt wie ich es möchte, ob es dir gefällt oder nicht."

Den Namen den sie sich dachte sprach sie dabei allerdings nicht aus, das wäre vermutlich nicht sonderlich höflich und jugendfrei gewesen.

"Aber gut, an Höflichkeit fehlt es dir anscheinend ja ohnehin. Bist du bei Menschen aufgewachsen, dass du dich so benimmst und nichtmal die einfachsten Regeln der Natur befolgst? Oder hat deine Mutter bei deiner Erziehung irgendwas falsch gemacht? Vielleicht ja auch beides.
Na ja, tut hier im Moment eigentlich nichts zur Sache. Fakt ist nunmal, dass du dich mit deiner großen Klappe mal lieber zurückhalten solltest. Wenn du die beiden da - oder mich, mal ganz nebenbei - jetzt wirklich richtig beleidigt hättest, hätten sie vermutlich ohne Schwierigkeiten Hackfleisch aus die machen können. Wir haben schließlich alle Hunger, mein Welpe auch. Und ich sage dir eines: Um meinen Welpen zu ernähren bin ich zu allem in der Lage. Du hast wahrscheinlich noch nie eine Hündin getroffen.
Nein... Anscheinend nicht. Weißt dich in ihrer Gegenwart ja nichtmal zu benehmen. Ja... Das ist wohl was in der Kindheit schief gelaufen. Kann man aber bestimmt ganz schnell wieder beheben. Und wenn es mit Worten nicht klappt benutzt man eben anderes. Also. Siehst du ein, dass du einen Fehler gemacht hast? Viele Straßenhunde haben ihre Reviere. Wir rotten uns größtenteils zusammen, aber es gibt auch Einzelgänger, die dich bei lebendigem Leibe verspeisen würden, wenn du ihnen so kämest. Also sei lieber gewarnt. Du kannst ja ruhig weiter durch fremde Reviere staksen und dich stark fühlen. Aber entweder solltest du den Schwanz einziehen und dich ganz lieb entschuldigen oder schnell das Weite suchen, wenn dich einer der Hunde darauf anspricht.
Also. Höre ich da jetzt eine Entschuldigung? Oder einen Namen? Wobei mir ersteres lieber wäre."


Am Anfang ihrer kleinen Rede war ihre Stimme noch wirklich wütend gewesen, aber etwa ab der Hälfte hatte sie sich zu etwas anderem verändert. Eine Mischung aus Spott, Sarkasmus, aber auch der Stimme, mit der sie ihren Welpen etwas erklärte. So konnte man diesen Tonfall jetzt beschreiben. Sie hatte sich vielleicht ein paar mal Wiederholt oder sowas, aber das war ihr auch egal. Sie hatte eben einfach das gesagt, was ihr gerade in den Kopf geschossen kam. Die Ohren, die zwischenzeitlich angelegt waren, stellte die Hündin jetzt wieder auf und sah den anderen Rüden einfach nur aus ihren braunen Augen durchdringend an. Manchmal half das ja schließlich auch und wenn er es auf ein Blickduell anlegen würde würde Fyfa ganz bestimmt nicht klein beigeben. Sie war ja schließlich immer noch eine recht dominante Hündin und vor allem gegen Fremde verlor sie nicht besonders gerne.


[mit Easy, Jeszyl, Noyn und Cora vor der Höhle in der Teide | geigt Easy ihre Meinung]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mo 09 Mai 2011, 20:09

Er war in seinem Element, hatte man das schon festgestellt? Ah, hatte man – gut. Denn so wohl wie in diesem Moment hatte sich Jeszyl in den letzten Wochen eher selten gefühlt, auch wenn Sunset nun wirklich kein Anti-Wohlfühlgrund war. Aber vielleicht hatten sich da einfach nur unterschwellige Vatergefühle angestaut, die er nun – praktischerweise in einem Male – loswerden konnte. Theoretisch war Noyn da aber der falscheste aller Adressaten, aber das ließ sich ja noch ändern. Nun hier stehend zwischen Fyffel, dem Minifellhaufen, Noyn und dem großen kleinen Unbekannten, sah er sich um, nachdem er genau letzterem hatte zeigen wollen, wo beim Kangal der Gong schlägt. Leider hatte ihn der missratene Fellberg vollkommen missverstanden und schien eine Mutkapsel geschluckt zu haben, denn was er von sich gab war derart dreist (allerdings der Fairness halber: Es stimmte ja auch) dass sich der Rüde gleich noch einmal aufplusterte – Jeszyl wollte umgehend längeres Fell haben! - und sich vor dem, der seinen namen partout nicht nennen wollte, platzierte.

„Hör zu, Weichling. Ich bin nicht hier um mir Tiraden über die Form guten oder schlechten Benehmens anzuhören. Rein theoretisch hast Du hier nicht einmal etwas zu suchen sondern wirst vielleicht selbst gesucht. Hier gibt es riesige Katzen, die sich sicher freuen würden, etwas wie Dich zu mampfen zu bekommen.“

Es war nicht ergründlich, wie wahr die Worte des Braunen gewesen waren. Beeindruckt hatte ihn das sorgsame Zähnefletschen des Colliewuffs eher weniger, bei Noyn konnte das durchaus anders aussehen wie der Koloss zu wissen glaubte. Besagter Riesenflelhaufne reckte sich ein wenig, als der Aussie sich erbarmte, das Wort zu ergreifen. Und das gar nicht einmal schlecht, wenn man seine Rasse bedachte. Jeszyl fluffte die kurzen Fellhärchen ein wenig auf, markierte den Büschel der schon gar keiner mehr war und musterte folgend Fyfa, die sich etwas offensiver auf den Fremdling zuschob. Für ihn nur gut, schließlich konnte er sich so mit Noyn befassen, mit dem das Vergnügen – wollte man es wirklich so nennen – bisher ausserordentlich selten gewesen war. Aber aufgeschoben war ja so ganz bekanntlich nicht aufgehoben und zum Launeheben hatte es ja auch schon gereicht. Also mal sehen wozu der verhinderte Stadthund noch alles gut war.

„Ich? Seit der rote Fellhaufen weg ist, ist mir eigentlich relativ latte wo ich mich befinde, solange ich wenigstens ein Bekanntes Gesicht in meiner Nähe weiss. So sind es immerhin drei.“

Jeszyl brummte und wandte den Blick Richtung Fyfa, neben der Cora ganz offenbar in einer Situation befand, die man getrost als „schlafen“ würde interpretieren können. Kurz folgte ein Seufzer des Großen und während Fyfa ihre wahre Tirade loswurde (und er sich somit kaum konzentrieren konnte) wandte sich der Riesenstinker an den gutaussehenden Aussie neben ihm.

„Weisst Du....eigentlich lief das bisher immer so: Hin, rauf, rein, raus, weg. Irgendwas ist diesmal anders.“ Es war relativ klar, was der Große meinte. Insbesondere als er noch weiter ausführte. „Ich war nicht allein, weiss nicht ob du den kleinen Fellhaufen noch kennst. Chakka. Kommt man aber auch drauf wenn man den Knopf dort so sieht. Eigentlich sind's drei, wohl auf der halben Insel verstreut.“

Ein Seufzen folgte und eigentlich hatte er vor, sich noch ein bisschen zu beklagen – aber da forderte Fyfa schon symbolischen Applaus für ihre Tirade ein – ein Ruthapser Jeszyls sollte den glatt ersetzen, denn Noyn hatte sich die Aufmerksamkeit zunächst erkämpft und nun auch verdient.

„Und was ist mit Dir, Charmeur?“

Das klang gar nicht so negativ wie es vor Wochen noch geklungen haben mochte. Ob Jeszyl durch die Neuentdeckte Verantwortung dabei war, zu verweichlichen? Aber bitte nicht! Und da waren ja auch wirklich irgendwie Zweifel angebracht, wenn man an die vorhin gewählten Worte dachte. Manche Dinge änderten sich eben nie und man durfte davon ausgehen, dass dies für den Umgangston des Kangals ebenso zutraf. Aber nun war eh Noyn am Zug, denn mit dem Zottel würde Fyfa alleine fertig, da war er sich sicher.


[bei Noyn; Fyfa, easy (Corazon) in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mo 09 Mai 2011, 21:18

Aufmerksam, wenn auch ein wenig verwirrt, lauschte sie auf Criados Worte. Seinen Ausführungen und Ideen zum Thema Straße konnte sie nur teilweise folgen, schließlich war ihr ein gänzlich anderes Schicksal widerfahren. Dass Chakka und Criado in Inneren eines Autos hierher gebracht worden waren, hatte sie in den vergangenen zwei Wochen bereits erfahren, doch sie hatte sich noch nie Gedanken darüber gemacht, was dies tatsächlich bedeutete. Sie kannten die Landschaft nicht, waren aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen worden und nun gewissermaßen hier gestrandet. Bei ihr war es anders. Sie war der Straße aus eigenem Willen gefolgt, hatte während des langen Fußmarsches genügend Zeit gehabt, sich das Terrain einzuprägen. Nicht, dass sie es bewusst getan hätte, so etwas geschah vielmehr automatisch. Doch vielleicht konnte sie den anderen gerade deshalb ein einziges Mal von Nutzen sein? Vielleicht.
Erwartungsvoll blickte sie die beiden Erwachsenen an, wartete, was sie von ihrem Vorschlag halten würden. Zaghaft begann ihre dünne Rute zu wedeln, als Criado ihr zustimmte, jedoch aus den falschen Gründen. Ihre Nase? Ihre Stirn legte sich in zahlreiche, feine Fältchen, als sie darüber nachdachte. Sie konnte keine Straße wittern, überhaupt hielt sie ihre Nase für nichts Besonderes. Sie hatten immer auf Sicht gejagt und ihren Geruchssinn dabei kaum benutzt. Dafür blieb keine Zeit, wenn ein Kaninchen in vollem Lauf davon sprintete – sie hatten es gesehen, genauso wie sie seine Bewegungen vorhersehen mussten. Ein Galgo brauchte Orientierungssinn, Geschwindigkeit und gute Augen. Vielleicht waren ihre Augen besser als bei anderen Hunden, das konnte sie nicht beurteilen, aber ihre Nase war es jedenfalls nicht. Sie war kein Spürhund.

“Nein, ich … wir jagen mit den Augen“, gab sie einigermaßen bedrückt zu und sie schämte sich plötzlich beinahe dafür.

War das falsch? Sie wusste es nicht, wusste nur, dass es so war. Und Chakka war auch prompt gegen ihre Idee, ihren ersten zaghaften Versuch, etwas Eigenständiges zu tun – für sie, für sie alle. War er besorgt um sie, hatte er tatsächlich Angst, dass sie sich verlieren würden? Oder traute er ihr vielmehr nichts zu, nachdem sie sich selbst so präsentiert hatte – als unnützes, gebrochenes Wesen? Sie konnte keinen Fährten folgen, konnte kein Wild auf Meilen mit der Nase aufspüren, geschweige denn eine Straße. Aber sie war auf einer Straße in die Stadt gekommen und hatte sie auf einer anderen wieder verlassen, ohne jemals besonders tief in den Ort vorgedrungen zu sein. Zu anders war das Leben der Straßenhunde, zu rau waren diese Gesellen, als dass sie sich hätte durchsetzen können. Aber sie erinnerte sich an alles, an jedes kleinste Detail dieser unerfreulichen Episode. Die Straße, die sie hierher geführt hatte in die Teide, wo es so kalt war, die aber ansonsten durchaus dem Gelände ähnelte, in dem sie früher gejagt hatte. Eine karge, rote und scheinbar öde Landschaft mit dornigen, verkrüppelten Sträucher, die einem die Haut aufreißen konnten, wenn man in Höchstgeschwindigkeit durch sie hindurchpreschte. Früher hatte sie sich in solchem Terrain orientieren können und müssen. Vielleicht schaffte sie es auch heute noch? Wenn sie sich anstrengte und sich Mühe gab, wenn die anderen bei ihr blieben, ja, vielleicht würde sie es dann schaffen, die Straße wieder zu finden, die in ihrer Erinnerung noch so lebendig war.

“Aber ich erinnere mich“, sagte sie plötzlich und blickte verlegen an den anderen Hunden vorbei.

Sie erinnerte sich an diesen Strauch, unter dem sie gelegen hatte, als Cuco sie fand. An einen Stein, über den sie in ihrer Verzweiflung beinahe gestolpert war, als sie noch allein war. An eine seltsame Erhebung, beinahe eine Düne, auf der sie sich niedergelegt hatte und sterben wollte, bevor sie sich doch noch aufgerappelt hatte und weitergegangen war. Und an die Straße, die Vergangenheit und Zukunft zugleich bedeutete.

“Der Weg ist so weit“, meinte sie betreten. Allein würde sie es nicht schaffen. Aber sie war nicht mehr allein.


[Criado, Chakka, Cuco | vor der Höhle]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mi 11 Mai 2011, 14:25

Nando stutzte. Erstens war die Welpin ziemlich unhöflich zu ihm, und außerdem hatte Sean ziemlich komische Ideen.

Er legte den Kopf leicht schief

"Ich bezweifle ja, das Chakka überhaupt noch dort ist, ich würde nicht an Ort und stelle verweilen... da oben auf dem Vulkan... Und außerdem ist Chakka nicht für diese Kälte geschaffen, er wird sich sicher einen wärmeren Platz gesucht haben."


Diese Hündin war echt seltsam, aber konnte ihm ja auch irgendwo egal sein. Sie schien irgendwas von Chakka zu wollen, und er fragte sich irgendwie, was es denn war.

"Aber wenn du unbedingt willst, kann ich dich ja dort hin bringen, wo Chakka zuletzt war... Die frage ist, wie warm dein Fell ist?"


dabei schweifte sein Blick kurz über das Fell der Hündin, das zwar länger war, aber nichts im Vergleich zu seinem oder Criados Fell... dieser Criado... der bloße Gedanke an ihn, machte Nando wütend. Der Hund war ja nicht mehr ganz dicht... was hatte der nur mit den Menschen?
Aber gut, seine Sache, sollte er doch so dumm sein und ihnen blind vertrauen.

"Aber... sag mal, warum willst du so unbedingt zu Chakka?"

klar, es ging ihn nichts an, aber wenn die kleine schon wollte das er sie irgendwo hin brachte, dann wollte er zumindest wissen, warum er sich die Mühe machen sollte...
Sein Blick glitt kurz zu dem verfressenen Doggenrüden, der alles selber gefressen hatte. Toll, wirklich, und er hatte nichts abbekommen. Und die Menschen waren sicher alles andere als Freundlich oder zuvorkommend wenn man was von ihnen haben wollte...

"Ach ja, der Kater ist Carmello."


[Bei Fire, Carmello und Sean / Straße]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Do 12 Mai 2011, 12:31


Na, klasse…jetzt würden sich die Hunde auch noch trennen! Sein Plan, einfach nur hinterher zu trotten, hatte einen Haken. Er konnte sich ja schlecht teilen!! Es musste also eine Entscheidung getroffen werden…und genau das hatte er vermeiden wollen. Carmello überlegte, auch wenn es ihn im Moment ziemlich anstrengte.

Sean war zwar unhöflich, aber er ließ ihn wenigstens die meiste Zeit in Ruhe. Ein weiterer Punkt für den Riesen war, dass dieser nicht beabsichtigte auf diesen blöden Berg zu wandern. Der Kater fühlte sich zwar schon etwas fitter, aber das ging wirklich zu weit. Man muss sich ja nicht unnötig belasten! Außerdem war das Ding auch noch ein Vulkan. Bei seiner Familie hatte er ab und zu einmal mit in diese Kiste gesehen- diesen Fernseher. Daher wusste der rote Kater, dass Vulkane Feuer spucken können und auch flüssiges Feuer- oder was das auch immer war- aus diesem Berg herauslaufen kann. Der Vulkan schien gerade zu schlafen, aber Carmello hielt es für keine gute Idee sich ausgerechnet auf den höchsten Punkt des Berges zu begeben. Was, wenn der Vulkan dadurch ausgelöst wird?

Das entgegen gesetzte Problem ist allerdings die Kälte, denn solange der Berg kein Feuer speit ist es dort oben wahrscheinlich noch kälter als hier. Nicht umsonst sprach Nando die Wärme des Felles an!
Diesen Hund konnte Carmello bis jetzt ziemlich gut leiden und er wäre deshalb sicherlich mit diesem weitergegangen, doch nun sprachen schon so viele Punkte dagegen.
Der dicke Kater sah zu der Hündin. Bis jetzt hatte er sich noch keine Meinung über sie gebildet. Sie redete zu viel und benahm sich wie ein Welpe, aber ansonsten interessierte sie ihn nicht. Auch die Neue hatte ihn nicht weiter beachtet, doch jetzt nickte sie abfällig in seine Richtung, sah dabei aber die Rüden an.

Carmello hatte keine Lust zu reden, trotzdem breitete sich Unmut in ihm aus. Hielt sie es etwa für unter ihrer Würde mit einem Kater zu reden? Er rümpfte seine Nase, schloss dann die Augen und begann sich elegant seine Vorderpfoten zu putzen. So schmutzig wie die meisten Straßenhunde würde er sicherlich nicht werden! Wie konnten sich Hunde nur einbilden etwas Besseres zu sein?!

Nein, Sympathie empfand er für die „Kleine“ nicht. Noch ein Punkt dafür bei Sean zu bleiben. Dieser wollte endlich weitergehen.
Nando antwortete der Hündin. Dankbar öffnete Carmello ein Auge um ihn anzublicken. Es freute ihn, dass der Hund das Worte „Kater“ einfließen ließ. So etwas wie Stolz breitete sich in dem Roten aus- es war zwar nicht ganz gerechtfertigt, aber dennoch angenehm.

Noch bestand die kleine Hoffnung, dass die „Fast-Noch-Welpin“ sich nicht für den Aufstieg auf den „gefährlichen Berggipfel“ entscheiden würde. Damit bliebe Carmello die unschöne Entscheidung erspart. Er spitzte die Ohren und tat so, als ob er noch sehr in sein Reinigungsritual vertieft wäre…

[bei Sean, Nando und Fire]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 13 Mai 2011, 14:16

Wie er das hasste. Artgenossen treffen, diese denken sie wären die Besten und dann gab es entweder eine Rauferei oder man verschwand wieder. War es nicht immer das selbe?
Der Collierüde zuckte mit den Ohren und beobachtete die Gruppe ganz genau. Die Schneeflocken sammeltens ich auf seinem Fell, doch das störte ihm im moment wenig. Eine falsche Bewegung, egal vom wem, und die Situation könnte eskalieren.
Easy senkte den Blick, schnaufte und sah dann wieder auf.

Diese Hunde mit ihren Ratschlägen? Sah er aus wie ein hilfloser Welpe? Nein und ein Chihuahua war er auch nicht gerade. Was sollte das also? Sie könnten ihn auch einfach in Ruhe lassen, schön wärs. Denn nun kam die Colliehündin auf ihn zu und begann ihn anzuplaffen. Mit jedem Wort stieg die Wut in ihm weiter hoch. Seine Orhen leckte er etwas an und er begann zu knurren.

"Sag du mir nicht was ich zu tun habe. Wenn du jemanden brauchst den du Ratschläge geben kannst dann benutze deinen Welpen dafür, nicht mich.
Was hat meine Kindheit damit zu tun? Wahrscheinlich stimmt bei dir irgendetwas nicht, sonst würdest du die Klappe halten."


Er machte einen Schritt auf sie zu, knurrte und schnappte drohend in die Luft. Er war vielleicht kein guter Redner, doch für blöd ließ er sich sicherlich nicht hinstellen. Wahrscheinlich hatten diese Hunde irgendwelche Komplexe, so das sie einen erwachsenen Rüden nicht von einem kleinen Welpen unterscheiden konnten. Was interessierten ihn die beiden Rüden? Es war ihm egal ob der Eine ein paar Zentimeter größer war. Na und? Außerdem hatte er selbst Augen im Kopf. Diese Hündin war anscheinend auch nicht besser. Wo war er hier nur gelandet?

"Entschuldigung? Wofür? Vielleicht solltest du erstmal etwas nachdenken, bevor du soetwas verlangst. Ach und wenn ich dir einen Rat geben kann: Nicht jeder Rüde hat eine Hemmung gegenüber einer Hündin. Also pass lieber auf bevor du wieder einen Anderen so angehst.
Du musst mir nicht erklären wie es auf den Straßen zu geht, ich lebe schon lange genug dort."


Er begann zu Bellen und seine Nackenhaare stellten sich auf. So nicht. Er ließ sich weder beleidigen noch dumm anmachen.
Sein Blick wand sich an der Großen, welche ihn ansprach. Weichling? Woher sollte er das wissen? Große Katzen? Was interessierte ihm das.

"Hör zu. Du kennst mich nicht und ein Weichling bin ich bestimmt nicht. Wenn du Angst vor diesen Miezen hast tust du mir Leid."

Er fletsche die Zähne und stellte sich starr hin. Langsam reichte es ihm wirklich. Gut, er selbst wusste auch das er gegen drei Gegner keine Chance hatte, doch ließ er sich nicht so behandeln.

[in teide / bei Jeszyl, Noyn, Fyfa, Corazon]

(sorry, bin gerade total unkreativ)
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 13 Mai 2011, 16:22

Es ging los, Criado spürte es deutlich. Es herrschte Aufbruchsstimmung, ja sie lehnten sich gegen die karge Landschaft auf und würden hinunterkommen! Hinunter zu den Dörfern, der Stadt und dem Meer, dieser mystischen unbekannten Fläche, über die man sagte sie sei Wasser. Unmengen von Wasser. Aber das würde noch warten müssen, erst einmal müssten sie den Weg hinunter laufen, was ja nicht einfach in einem Zug gemacht werden konnte. Criado war klar das es anstrengend werden würde, doch machte er sich keine großen Sorgen. Natürlich würden sie es schaffen, alle vier! Quinta, Cuco, Chakka und auch er würden bald wieder frisches Gras unter ihren Pfoten haben können und nicht mehr Stein, Staub und Felsen. Der nie versiegen wollende Optimismus des Rüden lies in seinen Augen alles halb so schlimm erscheinen. Verschlechtern konnte sich ja sowieso nichts mehr, nur noch verbessern.

"Ja, wir müssen zusammenhalten dann werden wir sicher unten ankommen."

Er bekräftigte noch einmal die Aussage Chakkas und wippte ein wenig auf seinen Pfotenballen. Diese juckten schon unangenehm, als könnten sie es kaum erwarten losziehen zu können. Mit der Menge an Energie die der Harzer Fuchs besaß, besaß er auch ein besseres Durchhaltevermögen. Zwar verlangte sein Körper auch viel Futter, doch hatte er schon früh gelernt den Hunger zu ignorieren. Solange es nicht zu lange andauerte konnte der Rüde leicht ein paar Tage lang fasten und ohne was zu fressen auskommen. Meistens trieb er aber doch irgendetwas auf. Als Chakka antwortete, senkte Criado ein wneig enttäuscht die Schultern. Also wusste auch Chakka nicht, woher sie jetzt eigentlich gekommen waren. Doch war es ja halb so wild, irgendwann würden sie ja eine Straße finden, man musste eben nur suchen.

"Tja, da kann man wohl nichts machen. Aber es ist ja halb so wild, wir werden bestimmt bald irgendwie eine dieser dummen Straßen finden."

Voller Zufersicht grinste Criado. Er hatte gute Laune und diese war nicht leicht zu vermiesen. Zwar wurde es bald früher Abend, doch spürte er keine Spur von Müdigkeit. So war er eben, immer erpricht darauf etwas unternehmen zu können. Der kalte Wind durchfuhr das dichte Fell des Roten und er blickte hinunter zu Chakka. Man musste bestimmt frieren, wenn man so dicht am Boden war und gleichzeitig kurzes Fell hatte. Gerne hätte Criado seinen Pelz mit den Dreien geteilt, doch das ging ja nicht. Sie waren nicht wie die Menschen die ihre Haut abwerfen konnten. Als Chakka dann fragte, lief ein erneutes freudiges Grinsen über sein Gesicht. Natürlich war er bereit! Vielleicht sogar am bereitesten von ihnen allen.

"Also ich bin ganz klar dabei! Wird ja immer kälter hier oben, das merk sogar ich. Also wenn niemand was dagegen hat...Ich könnte sofort loslaufen."

Criado blickte hinüber zu Quinta und auch zu Cuco. Nun gut, Cuco würde wahrscheinlich sowieso mitkommen, wen sein Vater und Quinta gingen. Und wie man Quinta eben kannte, würde sie wahrscheinlich sowieso zustimmen, wie sie es eigentlich immer tat. Also war es jetzt doch entschieden? Sie würden zusammen diesen verdammten Berg verlassen? Schon jetzt erfüllte den Roten ein Spur von Euphorie als er seine Gefährten so betrachtete. Ja, es war gut hier mit ihnen zu sein, es fühlte sich richtig an. Auf Quintas bedrückte Erklärung konnte Criado sie nur anstrahlen. Irgendwie musste man sie ja aufmuntern können.

"Huch, tut mir leid, Quinta. Bei Jagd fiel mir eben gleich 'Geruchsinn' ein."

Er zwinkerte ihr zu und blickte dann gut gelaunt hinüber zu Chakka. Das einzige Problem war eben nur, wie sie die Straße finden sollten. Ihm selber viel nichts besseres ein als einfach drauf loszuziehen und darauf zu hoffen das sie einer dieser Asphaltpfade fanden, doch das war ihm irgendwie doch zu dumm. Eine richtige Lösung war nicht leicht zu finden, jedenfalls hatte Criado keine Ideen mehr. Daher blickte er ein wenig erleichtert und auch verwundert zurück zu Quinta als sie sprach.

"Du erinnerst dich an den Weg? Aber, dann ist das ja wunderbar! Preisen wir das Gedächtnis der Galgen...äh Galgos!"

Criado kicherte ausgelassen, er konnte es einfach nicht zurückhalten. So war es ja wirklich einfach, jetzt musste man nur noch darauf hoffen das Quinta und sie drei noch bis zum Einbruch der Dunkelheit zu der Straße fanden. Doch das würden sie schaffen, da war sich Criado sicher. Mit enthusiastischer Stimme stupste er Quinta in die Seite.

"Kein Weg ist so weit, das wir ihn nicht begehen könnten! Warte nur, wahrscheinlich wird der Weg gar nicht so lang wie du ihn dir vorstellst. Nach unten geht es doch immer schneller wie hinauf!"

Der Rote lächelte glücklich und blickte hinüber zu Chakka. Dann war es jetzt soweit. Criado machte einen kleinen Schritt nach Vorn.

"Also dann...Gehen wir oder?"

Fragend schaute er die Übrigen an und die Aufregung stieg in ihm hoch. Ein weiteres Abenteuer welches sie gemeinsam bestehen würden, stand ihnen bevor.


{ bei Cuco, Quinta und Chakka }

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 14 Mai 2011, 18:09

nice to meet you
anyway


Ganz ehrlich – Noyn hatte nicht gefragt. Und er hätte auch nie gefragt, da ihm die Prozedur nur zu bekannt war. Vor allem fand er es so nett vom Dicken, dass er direkt mal seine Frage außen vor ließ und so freundlich war, ihm zu erklären, wo denn neue Hunde herkamen. Wirklich großzügig! Das Rotfell, das Jeszyl vorher übrigens so deutlich erwähnte, glaubte Noyn nicht zu kennen. Schien auch nicht wichtig zu sein, wenn der Kangal es zurückgelassen hatte, obwohl der Bunte doch glaubte, da ein wenig Bedauern rauszuhören, mh? Er schenkte seinem alten – dem guten, alten Kangal ein Lächeln, in dem die ‚Ach, wie schön, dass wir uns wiedersehen‘-Miene nicht zu übersehen war. Wie sie gemeint war, war da ganz der Interpretation freigegeben, wobei man’s sich im Moment wohl nur allzu gut denken konnte. Wie ihn das doch alles wurmte! Zur falschen Zeit am falschen Ort, das traf es wohl. Naja, er konnte sich immer noch glücklich schätzen, dass er nicht unters Messer gekommen war. War da nämlich so üblich. Dafür war er seinem alten Herrn wirklich dankbar! (Aber dem guten Jeszyl würde das doch nicht schaden, oder? Weniger Konkurrenz, weniger Ärger, weniger hochintelligente Welpen auf der Insel…)

„Erwartet man Verantwortung von dir?“, fragte er also neckend, obwohl es ihn nicht mehr als eine Bohne interessierte. Hm. Im Moment wären Bohnen aber wohl besser als nichts, wa? Dann also doch weniger als Bohnen.

Als der beige Kollege dann weitersprach, stellte der Bunte überrascht die Ohren auf. Chakka war also auch im Collie gewesen? Chakka? Ausgerechnet Chakka! Sein Lächeln verblasste ein wenig, verzog sich mehr zu einer Grimasse und Noyn schwieg. Das musste er erst mal verdauen. Auch sein Blick wanderte zu Corazon und tatsächlich – irgendwie hätte er es sich denken können. Nach einem verlegenen Kratzen hinterm Ohr, richtete er sich wieder auf, frischte das gutgelaunte Lächeln wieder auf und tat ganz so, als würde es ihm gar nichts ausmachen, als wäre er mit seinen besten Freunden am schönsten Ort der Welt und als wäre sein Magen nicht so leer wie ein Fass ohne Boden. Hach, wie wunderbar.

„Freut mich für den Knirps, dass er auch mal zum Zug kommen durfte.“

Jaja, Noyn erinnerte sich nur zu gut an den Kleinen. Nicht nur an die Momente, als er Fyfa zu ihnen gebracht hatte (hätte er es doch bloß gelassen!), nein, sondern auch an die Male davor, als sie sich über den Weg gelaufen waren. Hach, das waren noch Zeiten gewesen. Zeiten, die meist mit einem Aussie in irgendetwas geendet hatten, aber niemals (bis auf verschwiegene ein, zwei Mal vielleicht, in denen es beide gewesen waren) mit einem Senfhund am Drücker.
Plötzlich wurde das Gespräch zwischen gutem Collie und bösem Collie lauter. UND sie schienen die Plätze getauscht zu haben. Mit aufmerksamem Blick beobachtete er die Mutter bei ihrer gekonnten Vorstellung von ‚Der (Tri)Col(or)lie im Erdloch‘ und hätte am Schluss am liebsten applaudiert, was aber an Ermangelung der Voraussetzungen irgendwie scheiterte. Wenn sein Herz (oder ein Teil davon) nicht sowieso schon der Hündin gehört hätte, wäre es wohl jetzt gerade in einem Geschenkpaket dorthin gewandert, aber Noyn hoffte, dass sie vielleicht gerade im Moment daran dachte. Einen Moment danach schien ihm der andere Collie sogar ziemlich sprachlos. Hatte er wohl nicht mit gerechnet, wa? Aber Noyn gefiel‘s. Und durch die Pause an der anderen Baustelle, fand er auch noch Zeit, sich seiner eigenen zu widmen. Also Helm auf und los.

„Das Übliche, mein Guter, das Übliche. Menschen mit Netzen, Hunde hinter Gittern, Menschen auf der anderen Seite. ‘n Seitentausch tät dem ganzen Mal ganz gut. Schließlich noch mehr Menschen – Bekannte Gesichter und Noyn zurück bei seinem alten Herrn. Aber nicht lange, ich wollte ihre Gastfreundschaft nicht so lange in Anspruch nehmen, also bin ich wieder heim gegangen und hab sogar noch ne Hündin mitgebracht. Allerdings haben die Menschen sie mit zurück genommen, als wir hier ankamen…“

Gerade hatte er es ausgesprchen, da schien auch der Schwarzbunte seine Stimme wiederzufinden und Noyn war nur zu gespannt auf das Schauspiel. Oje. Einer Mutter stellte man sich nicht in den Weg, widersprach ihr nicht und – um Gottes Willen! – zog nie den Welpen mit rein. Und Namenlos schaffte es natürlich in jeden einzelnen Haufen zu treten. Glückwunsch! Noyn erhob sich, bereit, um einzugreifen (nicht, weil Fyfa es nicht könnte, sondern, weil es seine (und auch Jeszyls) Aufgabe wäre, Mutter und Welpe zu schützen), rührte sich jedoch noch nicht vom Fleck, als das baldige Colliegeschnätzeltes es wagte, seine hübschen Zähnchen zu entblößen. Der Bunte kräuselte die Lefzen, warf Jeszyl einen kurzen Blick zu und ließ dann wieder Schwarzbunt nicht aus den Augen. Aufgepasst, Hündchen, hier bellten andere. Die Rute hoch erhoben und der Kamm kurz davor, sich drohend aufzustellen, wartete er auf den nächsten, allerletzten falschen Schritt – Und da war er. Jetzt reichte es. (Dabei hatte er doch gerade wieder heimgehen wollen, so ein Mist aber auch!)

Mit einem kurzen Sprung stand Noyn direkt neben Fyfa, den Kopf gehoben und das Fell drohend aufgestellt. Auch er entblößte nun seinen Fang, den selbigen ein Stück geöffnet und zeigend, dass er kein Problem damit hätte, die gebleckten Beißerchen auch einzusetzen. Vielleicht hätte er noch etwas sagen sollen, den Obermacker darauf aufmerksam machen sollen, dass weder Jeszyl noch er ein Problem damit hatten, anderen Rüden zu zeigen, wie man sich einer Hündin gegenüber (und auch den beiden selbst) zu herhalten hatte. Aber in diesem Fall sollte das laute ‚NEIN!‘ wohl reichen. Er sollte selbst mal seine grauen Zellchen anstrengen, nicht, dass die da oben noch vor Langeweile einschliefen…



[jeszyl, fyfa, cora, easy]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 14 Mai 2011, 18:48

Das Gespräch zwischen Jeszyl und Noyn bekam Fyfa gar nicht mal so mit. Einen Moment lang war sie viel zu verdutzt von der Reaktion des immer noch fremden Rüden, der wohl alles falsch machte, was man in dieser Situation nur falsch machen konnte. Dumm und wie Fyfa es ja gesagt hatte. Er wusste sich in Gegenwart einer Hündin einfach nicht zu benehmen. Aber gut, wer nicht hören will muss eben fühlen, oder wie man so schön sagte. Und das stand dem anderen Rüden dann wohl bevor. Was Fyfa aber erst merkte, als Noyn auf einmal mit gebleckten Zähnen und aufgerichtetem Fell neben ihr stand. Auch ihre eigenen Lefzen hatten sich kraus gezogen, ohne dass die Hündin es bemerkt hatte, und ein wütendes Knurren entrag sich ihrer Kehle. Der Gedanke von riesigen Katzen, die den Fremden verspeisten, war wirklich verlockend, aber wo sollte man jetzt auf der Stelle eine so große Katze herbekommen? Fyfa wusste ja nichtmal, ob Jeszyl da nicht vielleicht sogar ein wenig übertrieben hatte. Eines wusste Fyfa jetzt aber in Richtung Fremdling zu sagen:

"Falls es dich beruhigt: Ich habe mich fremden Rüden gegenüber auch noch nie zurückgenommen. Wäre für eine Hündin ja auch fatal, wenn sie das tun würde. Ich weiß mich also auch zu verteidigen, meinst du nicht?"

Ihre Worte klangen wieder ziemlich sarkastisch, auch wenn sie sich wahrscheinlich eher weniger selbst verteidigen musste. Schließlich hatte sie zwei starke Rüden um sich. Jeszyl konnte den Fremden wahrscheinlich auch ohne jede Mühe einfach überrollen. Nein, das war gemein sowas zu sagen. Aber irgendwie stimmte es ja doch. Fyfas Aufgabe wäre es einfach den Welpen aus dem Gefecht rauszuhalten, der das alles eigentlich gar nicht hätte mitbekommen soll. Arme Cora. Und arme Fyfa, da besagter Welpe wahrscheinlich nach diesem unnötigen Theater sehr, sehr viele Fragen haben würde.

Die Konzentration der Hündin galt aber jetzt eher der jüngeren, die sie mit der Pfote erst zu sich zog und dann unter dem eigenen Bauch und Fell, das durch die Nässe des Schnees lang herunterhin, so zu sagen versteckte. So wirklich verstecken ging ja nicht, da der Fremde Corazon ja schon gesehen hatte, aber immer hin war sie da sicherer, als wenn sie sich aus Unwissenheit mitten in den Kampf warf, der wahrscheinlich ausbrechen würde. Zumindest sah es im Moment sehr nach einem Kampf aus.


[bei Cora, Noyn, Easy und Jeszyl]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 14 Mai 2011, 19:27



Ju begann ein wenig zu dösen. Im Hintergrund das Bellen von Baja, welches immer da war. Und ab und an die leisere Stimme von Yoga.
Er hörte das kleine Glöckchen, welches manchmal erklang. Er wusste es gehörte zu Baja. Er mochte es nicht, aber es war auch schwieriger es durchzukauen, vor allem wenn Baja noch dran hing.
Doch nach und nach verstummte das Bellen. Das Bellen der beiden Hunde und auch die anderen Geräusche. Fast nur noch das Rauschen des Meeres war zu hören.

Etwas benommen öffnete der Fuchs die Augen und sah sich um. Yoga lag dort, wo sie sich hatte hinfallen lassen. Auch sie schien zu dösen.
Und Baja?
Ein prüfender Blick verriet ihm wohin sie gegangen war. Die Pfotenabdrücke im Sand und die Wuselspur die Baja hinterlassen hatte führten eindeutig nicht in Richtung der Schlafhöhle. Sondern in Richtung eines Zauns.

Gemütlich stand er auf und streckte sich. Schüttelte sich den Sand aus dem Pelz und schnürte dann Richtung Bajas Spur. Ju hatte nicht mehr ganz so viele Sorgen um Baja. Sie wuchs schnell heran und im Moment wollten auch keine Menschen sie angreifen. So hoffte er zumindest.

Immer der Nase folgend hörte er schon bald das aufgeregte Bimmeln von Bajas Glöckchen.
Damit war es ein leichtes sie zu finden.

Doch Ju blieb etwas entfernt von Baja. Vor Menschenblicken verborgen.
Der Fuchs dachte nach. Dachte darüber nach was sie eigentlich tun sollten und wie sie ihr Leben weiter bestreiten konnten.
Er hatte kein Problem mit diesem ruhigen Leben, doch Baja nahm immer wieder reiß aus.

Seufzend erhob er sich und trabte in die Nähe seines Welpen.
"Baja.", knurrte er. Ju klang wütend ohne es zu sein.
Er wollte dem Welpen ein schlechtes Gewissen bereiten, welches jedoch sowieso nicht lange anhalten würde.

Doch sogleich sprang er die Welpin an und warf sie um. Zwickte sie ins Ohr und duckte sich dann hinter den Stein.
Die Menschen würden ihnen keine Beachtung schenken, immerhin waren sie nicht nahe genug.
Und es war auch nichts ungewöhnliches dass Hunde hier ihr Unwesen trieben und wenn man nicht genau hinsah, konnte man auch sich einbilden dass der Fuchs ein Hund war. Aber natürlich konnten sich solch einen Schwachsinn auch nur Menschen einbilden.




[Bei Baja – irgendwo]

[ooc: wir sind also an einem der künstliche Strände, wenn Yoga und Baja ständig von weißem Sand schreiben?]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   So 15 Mai 2011, 11:41

Kaum hatte er sein kleines Stück Futter aufgefressen, ging die Unterhaltung auch schon weiter. Doch die Reaktion von Namya auf Kalles Äußerung war viel interessanter! Mama! Da war wohl jemand gerade erst aus dem Nest gefallen.
Doch war dies erstmal nicht so interessant für Loki, sondern die Reaktion der anderen Hündin war wichtiger.
Und er musste nicht lange warten, bis er etwas zurück bekam.
Auf jeden Fall nahm die Unbekannte das Angebot des kostenlosen Futters an, was sicherlich die beste Entscheidung war.

Loki nickte ihr lächelnd zu und dachte kurz über die Frage der Hündin nach.

”Nun, der gleiche Sturm, der mich nun wieder fort trägt.”

Damit nickte er nochmals freundlich in die Runde und tapste um die Ecke der Mauer davon. Mal sehen, wo der Wind ihn hintragen möge.


[erst noch bei Fox&Kalle&Namya, dann allein unterwegs]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 17 Mai 2011, 15:13

Immerhin hatte Jeszyl sich verkniffen, Noyn explizit zu beschreiben wie die Dinge gelaufen waren. Zumal er sich der Ahnung nicht erwehren konnte, dass der da durchaus bewanderter war als man gemeinhin annahm. Dass er Sean in seiner Aufzählung nicht bedacht hatte, lag schlicht und ergreifend daran dass sich der sanfte Riese ausserordentlich desinteressiert gezeigt hatte und das Wort Konkurrenz für ihn ganz sicher nicht zugetroffen hatte. Oder war, je nach Interpretationsgabe. Jeszyl schnaufte kurz, als der namenlose Fellhaufen sich doch tatsächlich erdreistete, sich der verbalen Maßregelung durch Fyfa zu widersetzen. Ein Schelm sondersgleichen, der böses dabei dachte...und so langsam aber sicher wuchs der Gedanke – und die Vorfreude – an und auf eine gepflegte kleine Rauferei bei der von vornherein klar war, wer das bessere Ende für sich hatte. Zumindest wenn der Collie keinen Mitstreiter fand um eine Überzahlsituation herzustellen. Und wer würde sich schon freiwillig mit einer Fleischgewordenen Wurstvernichtungsmaschine im Kangalfell anlegen?

Dennoch hielt Jeszyl sich zunächst auffallend zurück, selbst als der Namenlose, der es immernoch nicht für nötig hielt, sich vorzustellen, ein wenig dreister in seinem Tun wurde...oder auch hilfloser, wenn man es von dieser Warte aus betrachten wollte. Süß war allerdings der Versuch, den Kangal aus der Reserve zu locken.

„Hör zu, Fellwuschel. Ab einer bestimmten Höhe fressen diese Riesenkatzen keine Hunde mehr, weil sie nämlich nicht hineinpassen. Wenn ich sehe dass Du hier, vom Welpen abgesehen, nur Nachteile bei der Größe hast, bin ich sicher nicht verantwortlich wenn du deine Komplexe durch eine besonders große Klappe zu überspielen versuchst, anstatt dich einfach wie ein H-U-N-D zu benehmen!“

Bah, war der nervig. Und dann noch dreist – irgendwie dennoch...niedlich. Eine seltsame Mischung, ganz eindeutig. Noyn's Frage holte ihn allerdings in die doofe Realität zurück, während er sich gerade den kleineren Rüden der seinen Namen nicht nannte an so manch einem Ort vorstellen wollte...unter sich selbst einmal, ausnahmsweise, ausgenommen.

„Verantwortung? Vielleicht. Bringt allerdings nichts wenn sich der ganze Wurf in der Weltgeschichte verstreut und mir niemand sagt, was los ist.“

Ein Seitenblick galt Fyfa, allerdings noch ohne jeden Vorwurf. Die konnte ja auch nicht wirklich etwas dafür, dass sie ihm leidlich wenig mitteilen konnte, was den Verbleib der anderen Welpen anging. Noyn quasselte indessen weiter, titulierte Chakka als Knirps – wahre Worte, auch wenn Jeszyl „Knilch“ besser gefallen hätte – und schließlich beendete der Rüde seine Ausführung der eigenen Geschehnisse, vermutlich ahnend dass Jeszyl hellhörig werden würde.

„Hündin? Wo denn?“

Der Dicke sah sich um und sah...nichts, schade. Ausser den bisher anwesenden aber die reichten ja für den Moment voll und ganz aus, wie er fand – zuviele Hunde auf einem Haufen bargen ungleich mehr Konfliktpotential. Kurz lauschte er noch Fyfa's Worten dem Fremden gegenüber, ehe er sich wieder umsah. Seltsame Situation, die er aber so nach und nach irgendwie zu mögen begann. Ein freundschaftlich derber Rempler galt dem Aussie, während der Rüde die Nase unschön nahe an den Namenlosen reckte und unverhohlen witterte. Kastrat? Nein, noch nicht. Mit der Betonung auf 'noch', denn das ließe sich nur zu leicht ändern....

[Teide; bei Fyfa, Cora, Noyn, Easy]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Di 17 Mai 2011, 20:36

Immer noch zuckten Namyas Ohren leicht, einige Sekunden lang blickte sie zu dem kleinen Kalle. Er schien wirklich Angst zu haben, vor der Hündin, schien ernstlich zu denken sie würde ihm etwas tun. Namya selbst war sich nicht sicher ob sie Angst haben sollte oder nicht, denn noch war der Kater da, außerdem schien die Hündin nicht aggressiv zu sein, wenn dann ein bisschen unfreundlich…
Sie sah wie sich die Lefzen der Hündin zu einem Grinsen verzogen. Für einen kurzen Augenblick war die Cremefarbene ein wenig verwirrt, doch dann lächelte sie vorsichtig.

„Da bin ich aber beruhigt..“

Sie lachte leise auf, schüttelte dann den Kopf, stieß Kalle an. In ihren Augen lag ein Lächeln, dann flüsterte sie ihm leise zu, dass die Fremde doch gar nicht so böse war.
Einige Sekunden lang blieb ihr Kopf noch bei dem kleinen Hund, dann drehte sie sich wieder zu Loki und der Fremden um sich an dem ‚Gespräch‘ zu beteiligen. Ihr Blick lag auf der Hündin, in ihren Augen lag immer noch das freundliche Lächeln, falls man das so sagen konnte.

Als die Fremde fragte, welcher Wind sie zusammen geworfen hatte, lächelte sie abermals, blickte kurz zu Loki der bereits sprach. ‚ Nun, der gleiche Sturm, der mich nun wieder fort trägt.‘
Er wollte gehen? Unsicherheit zeichnete sich in den Augen der jungen Hündin ab.

„Warum gehst du, Kater..?“

Sie blickte ihn an, wollte ihm erst folgen als er ging, doch dann erinnerte sie sich an die große Hündin und an Kalle, blieb stehen.

„Auf Wiedersehen..“

Flüsterte sie noch, dann verschwand der Kater aus ihrem Blickfeld. Für ein paar Sekunden starrte sie noch in die Richtung in die der fremde Kater gegangen war, dann drehte sie den Kopf.

„Willst du mir vielleicht deinen Namen verraten..?“

Sie lächelte freundlich, dann blickte sie sich um. Sie wollte hier nicht bleiben, außerdem würden bestimmt bald Menschen kommen um sie zu verjagen, immerhin standen sie vor einem Garten, mitten in einer Gasse…

„Wenn du nichts dagegen hast können wir ja zum Strand gehen..“

Sie blickte die Hündin an, Freundlichkeit in ihren Augen.

„Ich denke dass ich gehen werde, wenn du magst dann begleite mich doch, ich würde mich freuen“

Abermals lächelte sie, oder auch schon wieder, je nachdem wie man es sah, dann stieß sie Kalle an, wandte sich in Richtung Meer.


[bei Fox (Kalle) , will zum Meer]
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Chakka


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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Mi 18 Mai 2011, 18:08

Chakka war immer fest davon überzeugt gewesen, dass alle Hunde ihre Nase für alle wichtigen Tätigkeiten nutzten. Eigentlich waren nur die Menschen auf ihre kleinen Augen angewiesen, riechen konnten die ja fast gar nichts. Deshalb überraschte es ihn, von Quinta nun etwas völlig anderes zu erfahren. Verdutzt hob er die Ohren und blinzelte, während Craido schon wieder zurückruderte. Quinta nahm sich das alles sehr zu Herzen, das erstaunte Chakka fast ebenso wie die Jagd-mit-den-Augen-Erkenntnis.

„Dann musst du unglaublich gut sehen können, ich würde ein Kaninchen nicht entdecken wenn es nach nichts riechen würde.“, gab er erstaunt zu.

Klar, wenn sich so ein Ding bewegte ging es schon, aber ab einer gewissen Geschwindigkeit konnte er ihm nur noch mit der Nase folgen. Offenbar war aber seine alte Meinung nicht so ganz falsch gewesen und Quinta eine besondere Ausnahme. Chakka strahlte sie ebenso an, wie Criado es gerade tat. Sie hatten eine besonders talentierte Hündin bei sich, das konnte nur zum Nutzen ihrer kleinen Gemeinschaft erwachsen. Sehen, riechen plus dreifacher Jagderfolg klangen doch vielversprechend. Zumindest vielversprechend genug, um den Weg zu schaffen, den Quinta als sehr weit beschrieb. Aber sie konnten hier nicht nur das Gedächtnis der Galgo-Dame preisen, sondern auch Criados Optimismus, der sonst für Chakka typisch war. Erfrischend, sich einmal davon anstecken lassen zu können statt andere Pessimisten aufzumuntern. Chakka strahlte erneut.

„Ganz genau, wenn wir zusammenbleiben passiert uns nichts. Und so weit ist es gar nicht, wir schaffen das schon. Schließlich haben wir Augenjäger und Nasenjäger und dazu noch einen Windjäger.“

Der kleine Rüde zwinkerte ihnen allen zu, zuletzt seinem Sohn. Sie würden das schaffen, davon war er überzeugt. Und auch Cuco würde es schaffen. Im Team gab keiner auf und unterstützte den anderen.
Crias Aufforderung hatte er nichts hinzuzufügen und so sprang er ausgelassen zu seinem größeren Freund und zupfte ihm spielerisch am Ohr nur um danach in die Luft zu schnappen und ihn zu überholen. Richtige Richtung? Gute Frage. Als diese ihm klar wurde bremste er und drehte sich fragend schwanzwedelnd zu Quinta um. Jetzt musste sie sie führen und lotsen. Er trippelte vorsichtig in ihre Richtung zurück, wollte aber Criado nicht zu Nahe kommen. Mit einem Grinsen quittierte er seine eigene Angst vor der Rache des Größeren (wobei er sich insgeheim ja über den Spielpartner freute). Könnten sie nur alle das Leben so leicht nehmen wie sie beide, dann wäre vieles einfacher. Doch wahrscheinlich war auch Vorsicht irgendwann nötig. Quinta war jetzt eher der besorgte Punkt in ihren Reihen, wohl aber nicht der protestierende. Chakka ahnte die Gefahr, die aus dieser Konstellation erwachsen könnte. Quintas Zweifel ernst zu nehmen hatte oberste Prioriät, bei allem Optimismus. Er hatte Primos Zweifel immer in den Wind geschossen. Doch die meisten waren berechtigt gewesen, wie er im Nachhinein wusste. Diesmal konnte er es von Anfang an besser machen.


{ Criado, Cuco, Quinta :: Hügel vor der Höhle }

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 20 Mai 2011, 14:16

Sie würde ihm wohl vorerst nicht antworten, aber gut, dann würde er sie halt später fragen, und wenn sie Glück hätten, fänden sie Chakka ja wirklich und dann könnte er diesen Fragen, was es mit Fire auf sich hatte.
Er schnaubte einmal, dann wand er sich um. In der Richtung ungefähr, hatte er Chakka u ... Criado verloren.
Er sah noch einmal hinter sich, ehe er in Carmellos Richtung lief, und den Kater mit der Schnauze in die Seite stiess

"Hey, alles okay bei dir? Du sagst die ganze Zeit nichts..."


Nein, ernsthafte sorgen waren es nicht, aber vielleicht lag dem Kater ja was auf der Seele?

"Kommst du mit uns mit?"

Er stupste Carmello nochmal kurz gegen das Ohr, und lief dann langsam weiter, wobei er einmal kurz zusammen zuckte, als er etwas zu Weit auf die Straße lief, und ein Auto laut hupend knapp an ihm vorbei zischte.
Ein leises grummeln verließ seine Kehle, ehe er weiter lief, als er sich nochmals umsah, konnte er auch sehen wie Fire und Sean ihm langsam folgten, auf abstand, aber sie liefen ihm hinterher.
Dass diese Tatsache das Ego des jungen Wolfhund stärkte, musste er den beiden anderen ja nicht sagen.
Kurz blieb er stehen, sah sich um, und schnupperte in der Luft... nichts. Kein Chakka und auch kein Criado. Aber dafür stank es hier nach Müll... toll.
So lief er weiter, als ihm plötzlich leichter Wind, und auch ein bekannter Geruch entgegen kam. Seine Ohren richteten sich aufmerksam nach vorne und er schnupperte erneut in der Luft, dann kam ein kläff ähnlicher Laut aus seiner Kehle und Nando wechselte in ein leichtes traben, um den Geruch hinterher zu laufen.
Das war eindeutig Chakka... zumindest schien es so. Er hoffte wirklich, das der kleine sich hier irgendwo herum trieb, dann müsste er auch nicht mit Sean alleine bleiben, so wie bislang.
Und Fire wäre auch glücklich... wobei er sich gerade fragte, wie Chakka wohl auf Katzen reagierte? Und Criado...


[Bei Sean, Fire und Carmello / Chakka usw. in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 20 Mai 2011, 17:55


Der Kater schielte immer wieder mit einem Auge zu Nando. Der Rüde sah aus, als ob er gerade die richtige Richtung für seinen Weg bestimmen wollte. Carmello seufzte leise und schloss wieder die Augen. Der Hund würde sicher gleich loslaufen. Doch zu seiner Überraschung kam der Rüde auf ihn zu, was er zwar hörte, aber nicht beachtete. Als der Rote jedoch „geschubst“ wurde, sah er auf.
Nando fragte ihn tatsächlich nach seinem Befinden! Er konnte nichts sagen. Völlig verblüfft starrte der Kater den Rüden an. Der Hund schien ihn zu mögen. Sollte er vielleicht doch mitgehen?

Nando stupste ihn noch einmal schnell ans Ohr. Das grabbelte heftig und Carmello musste sich sehr beherrschen um nicht mit dem Ohr zu wackeln. Dabei sah er dem, nun wieder davon trottenden, Vierbeiner hinterher. Dieser lief beinah in ein Auto und der Kater fragte sich, ob es Nando schaffen würde die Hündin lebendig zum Ziel zu bringen...Dann erinnerte er sich an sein kleines Problem.

Die Hündin war Nando sofort begeistert gefolgt. Aber Sean stand noch etwas unschlüssig in der Gegend rum. Ruckartig schüttelte der Riese seinen Kopf, schnaubte und begann schließlich seine großen Pfoten zu bewegen.
Er trottete doch tatsächlich in dieselbe Richtung wie Nando! Hatte er es sich plötzlich anders überlegt oder lief er nur zufällig den gleichen Weg, um irgendwann abzubiegen und zu einem anderen Ort zu gehen??

Carmello war komplett verwirrt. Hatte sich sein Problem denn plötzlich in Luft aufgelöst? Nicht ganz. Er hatte immer noch nicht vor auf diesen kalten und vielleicht plötzlich Feuer spuckenden Berg zu laufen. Unschlüssig stand der Rote da. Eine Schneeflocke landete genau auf seiner rosa Nase. Der Kater schauderte und rieb sich mit seiner Pfote darüber.
Hatte er eine Wahl?
Nein, denn sonst würde er ganz allein durch dieses riesige, kalte Gebiet wandern. Noch zögerte der Kater, doch dann stand er auf und lief den anderen langsam hinterher. Sie hatten schon einen ziemlich Abstand zu ihm, doch dies störte Carmello nicht weiter. Wenn er schon mit musste, würde er wenigsten versuchen seine Kräfte so gut wie möglich einzuteilen. Der Kater hatte schon so lange nichts Richtiges mehr gegessen. Wann er wieder etwas bekam, war ungewiss und der Rote fragte sich was sonst noch auf ihn zukommen würde.

[kleinen Abstand zu Sean, Nando, Fire]

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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Fr 20 Mai 2011, 20:41

Geräusche. Jede menge Geräusche zogen in diesen Momenten an Cuco vorbei. Es war der Fall von diesem weißen Zeug, vielleicht den Wolken, der Wind und natürlich die Stimmen der anderen Hunde. Es ging um Straßen und das Meer, wobei bei dem letzten Wort Cucos Augen etwas größer wurden. Meer? Da war doch das Wasser, dasswar doch in der nähe von Zuhause. Oder nicht? Doch weiter nachfragen wollte Cuco nicht unbedingt, denn ehrlich gesagt, hätte er es etwas peinlich gefunden wenn er fragen müsste, wo sein Zuhause eigentlich war. Doch, war Zuhause nicht hier? War es nicht mit ihm gelaufen wie das Schicksal? Wenn es nach dem kleinen Rüden ging schon, doch war er sich überhaupt nicht sicher.
Jedenfalls hatte er fast die ganze Zeit nur in die ferne gestarrt, nichteinmal mehr mitbekommen wie er sich hingelegt hatte. So blickte er auf seine Pfoten, stand wieder auf und betrachtete Quinta. Doch dem Gespräch der anderen lauschte er immernoch nicht wirklich. Egal wie schön er diesen Platz zuvor gefunden hatte, momentan war er einfach nur hässlich! Die kälte machte nichtnur ihm zu schaffen, sondern auch Quinta. Für keinen der vier war es gut noch länger hier oben zu bleiben. Mit wenigen Schritten stand der Welpe nun dicht gedrängt an einer Pfote der Hündin und gab ein leises winseln von sich. Sie mussten hier weg. Doch was er nicht ahnte war, dass die großen schon die ganze Zeit darüber gesprochen hatten.

Ich will hier weg. Die Wolken gefallen mir nichtmehr, wenn sie vom Himmel kommen. Ich möchte zurück zu Baja und Cora ... und natürlich Mama. Wisst ihr, bei Jeszyl war es auch nicht schlecht. Dieser komische, große Rüde. Also ich möchte jedenfalls wieder dahin wo es warm ist ... wo mein Zuhause ist.

Also hatte er es doch ausgsprochen und damit stand eins fest, sein Zuhause war nicht mit ihm gegangen. Es war immernoch in der Stadt, am Meer - wie Quinta es so schön ausgesprochen hatte - und sonst nirgendwo. So blickte Cuco nun zu Chakka, immernoch an die Pfote der Hündin 'gedrückt' und sah dann in die Richtung, in die sie wohl gehen würden.

Ein Abenteuer?

fragte der Minirüde leicht gedrückt. Seine Lust auf Abenteuer war ihm irgendwie vergangen.

... in Ordnung, dann lasst uns gehen.

sagte er trotzdem, ein wenig fröhlicher als zuvor, und ging einpaar Schritte vor.




{ bei Quinta, Criado und Chakka }
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BeitragThema: Re: Harte Zeiten   Sa 21 Mai 2011, 17:50

Die große Hündin, die die anwesenden nicht nur mal eben um eine Handbreite überragte, blickte dem kleinen Samariter-Kater hinterher, als diese die Samtpfoten wieder in Bewegung setzte und verschwand. Zu schade, dass er seinen Anteil schon aufgefuttert hatte. Ein Ohr knickte nach hinten, wobei die Nase zuckte. Naja, Katzen waren eigentümlich ...
Aber sei's drum. Kurz verränkte sie sich, um sich mit einem Hinterlauf am Kinn zu kratzten. Für den Moment eines Lidschlaggs lag der Blick der dunklen Augen auf dem Flusenfänger von einem Hund, der sich unter der Hübschen versteckte. Für so wenig Mumm in den Knochen hatte sie kein Verständnis. Jemand wie er landete viel zu schnell unter den Rädern und verhungerte irgendwo.
Es fanden sich nicht überall barmherzige Hundchen oder Katzen, die großzügig ihr Futter teilten und am besten noch ein Auge auf den Knirps werfen würden.
Hier draußen musste er lernen die Zähne zu zeigen oder aber dafür sorgen, dass er niedlich aussah und von Touristen aufgesammelt wurde. Die Alternative war ein hübsches Reifenprofil auf dem Kreuz oder ein einsames hunriges Ende in der Gasse.
Die Welt in der Fox lebte war wahrlich keine rosige.

Nun wo der Kater aber weg war und der Flockenfänger seine Stimme verloren hatte, widmete sie sich Namya, die zum Glück zu den lebhafteren Gesellen gehörte.

"Fox," antwortete sie knapp und rückte sich wieder in die vorige sitzende Position. "Und du Schätzchen? Du siehst nicht aus, als wärest du schon lange hier, mh?" Die langbeinige Fähe hatte sich mittlerweile wieder erhoben, eine stumme Annahme der Einladung, sie zum Strand zu begleiten. Dabei lief sie einen Halbkreis um Namya, der alleine dem Zweck diente die kleinere Hündin in genaueren Augenschen zu nehmen. Dabei sprach der Körper keine Abneigung aus, maximal Neugierde. Die Rute wackelte entspannt, wobei die Nase witternd zuckte.
Der erste Schrecken der sie der Kleinen verschafft hatte, sollte auch erstmal der Letzte sein. Sie schien ein freundlicher Geist zu sein, etwas das hier nicht gerade jeden Tag antraf. Außerdem war sie es leid alleine herum zu streifen und Gefahr zu laufen dem Revier ihrer alten Mutter zu nahe zu kommen. Sie hing an jedem ihrer Körperteile und wollte nicht riskieren eines davon einzubüßen, nur weile die alte Hexe wieder einen ihrer schlechten Tage hatte.
Ganz davon abgesehen war der Gedanke bald wieder Sand unter den rauen Pfotenballen zu spüren und das Meer rauschen zu hören, wesentlich reizvoller, als der sich wieder in die alte Kiste zu verziehen, die ihr bisher ein Obdach geboten hatte. Ja, der Tag hatte das Potential ein angenehmer zu werden.


[Namya]


Anmerkung der SL: Bitte immer an die Schriftfarbe und die Angabe zum Playpartner denken ;)
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