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Noyn Cloud


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Beiträge : 6394

BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 29 Jan 2012, 23:52

Chakka hatte nicht gesehen, was Noyn gesehen hatte, doch daran dachte der Bunte im Moment überhaupt nicht. Er ahnte nicht mal im Entferntesten, dass der kleine Knirps ihm gerade irgendetwas übelnahm. Noyn war selbst davon erstaunt gewesen, dass sich der unnahbare Kangal als Vater gegeben hatte, doch umso mehr war er mit er damit beschäftigt gewesen, seiner neu angenommenen Rolle als Lehrer und Ziehvater gerecht zu werden, die für ihn weitestgehend vollkommen neu gewesen war. Doch nicht nur Corazón hatte davon profitiert, das meiste kam nun Ceniar zugute, ohne dass er etwas davon ahnte. Noyns Blick ruhte erneut auf seinem Sohn, ein Hach Besorgnis war darin gemischt, doch dieses Mal galt davon auch ein Teil der Tochter seines braunen Freundes. Er wusste nicht, wie es ihnen ging und er leugnete auch nicht, dass es nicht in das Bild Fyfas passte, dass sie ihn nicht aufgesucht hatte. Es war keine leichte Entscheidung gewesen, die kleine Gruppe Firejay zu Liebe hinter sich zu lassen, doch er hatte damit gerechnet, sie am Fuße des Berges wieder anzutreffen; spätestens in der Stadt, doch noch immer hatte er sich um ein Treffen gedrückt. Dachte die Gruppe überhaupt noch an ihn? Er bezweifelte nicht, dass sie wussten, dass er hier war, doch irgendetwas schien auch sie davon abzuhalten, den Rüden aufzusuchen. Innerlich seufzte der Bunte. Nun, wo Chakka zurück war, fiel ihm das Fehlen der Colliedame erneut richtig auf. Sie waren ein Rudel gewesen, damals, vor so langer Zeit und mehr denn je verspürte der Aussie, der sich sonst nicht viel um Lebenssituationen gekümmert hatte, das Verlangen, alles wieder ein bisschen so herzurichten wie damals. Da kam ihm das Gequängel des Königs in Spe doch nur gelegen – Ceniar gab ihm einen Grund, zwang ihn vielleicht sogar dazu, die Reviergrenze aufzusuchen und zu überschreiten und das, was ihn die ganze Zeit daran gehindert hatte, zu ignorieren.

Während der Bunte nun also ganz untypisch einen kurzen Moment den alten Zeiten nachhing, kümmerte sich Chakka derweil um den Plan, den Ceniar freudig und neugierig entwickeln wollte. Noyn hatte sich nichts anmerken lassen von seiner kurzzeitigen Abwesenheit. Das Gespräch zwischen seinem alten Freund und seinem Sohn bedachte der Rüde lediglich mit einem Lächeln, schwieg jedoch, da es nur gut war, wenn sich sein Kleiner mit dem anderen Kleinen unterhielt und sich bereits mit ihm anfreundete. Bei Chakkas Schauspielerei (er ging einfach davon aus, dass es eine Showeinlage war, um Ceniar etwas zu vertrösten, wenn sie nicht direkt in die Höhle des Kangals gehen würden) musste er sich tatsächlich verkneifen, leise zu lachen; somit beließ er es dabei, eine Pfote zu heben, während der Braune etwas näher an ihn rückte und ihn mit einer gehoben Augenbraue anzusehen, ehe er sich mit einem Seitenblick gen Chakka an Ceniar wandte. Das Lächeln auf seinen Lefzen wuchs, während Chakka die Geschichte weiter ausbaute und somit mit Sicherheit unweigerlich die vollste Aufmerksamkeit des kleinen Prinzens erlangte. Genau das, was er jetzt brauchte.

„Hörst du, Ceniar? Chakki bittet dich darum, seine kleine Prinzessin zu retten, mein Prinz.“, vereinfachte er die Erzählung Chakkas für seinen Sohn und fuhr ihm erneut mit der Zunge über den kleinen Kopf. „Na? Was sagst du? Bereiten wir uns auf diese Rettungsaktion vor, damit der unglückliche Vater seine Tochter zurückbekommt?“

Der Bunte machte sich keinen Kopf drum, dass es sich bei dieser Mission um Gefahr handeln würde. Jeszyl war nicht gefährlich und mit Chakka und Noyn an seiner Seite, würde dem Kleinen ohnehin nichts geschehen. Sie würden das gelbe Monster einfach damit verwirren, ihm von zwei Seiten zu begegnen und sie hätten den Sieg auf ihrer Seite. Doch vom Erfolg war er dennoch nicht überzeugt – was war, wenn sie bei ihm bleiben wollten? Und der König war nicht unbedingt begeistert davon, Jeszyl in seinem Rudel aufzunehmen, genauso wenig wie der Kangal wahrscheinlich, mal so nebenbei. Auf Chakkas Antwort zur Begleitung Quintas nickte er lediglich zustimmend. Natürlich würde er es ihr nicht verbieten, doch er wusste nicht recht, ob ihr der Kopf tatsächlich danach stand und ob Ceniar dann tun und lassen durfte, was er nur mit Noyn durfte. Auf Ceniars Verkündung hin nickte er stolz, um Chakka zu bedeuten, dass er die Wahrheit sprach, ehe er dem Blick des Kleineren folgte und die Gestalten in der Ferne aufmerksam musterte. Er kannte nur eine – nur den Fuchs – und die andere war ihm völlig unbekannt. Die Ohren des Aussies stellten sich wieder vor, der Blick wurde ernster, doch er vertraute Criado in dieser Hinsicht.

„Ich weiß nicht, ob das nicht doch etwas zu schwer für ihn ist.“, sagte er überlegend, um seinen Sohn noch etwas anzustacheln.

Der Fremde wäre kein Problem. Sie wären dicht hinter ihm und wenn er Probleme machen würde, würde Noyn keine Handlung scheuen, um ihn zurechtzuweisen. Und wie selbstverständlich rechnete er da auch mit der Unterstützung des braunen Knirpses.



{ chakka, ceniar | cuco, quinta;; criado, nando in der nähe }

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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Fr 03 Feb 2012, 22:46

Verunsichert senkte Cuco den Kopf und hielt den Blick auf seine Pfoten gerichtet. Hatte der bunte sich überhaupt vorher Gedanken über das gemacht, was er zu ihr gesagt hatte? So im Nachhinein schien es ziemlich merkwürdig, aber zurück nehmen wollte er es selbstverständlich auch nicht. Da blieb einfach nur zu Hoffen übrig, dass Quinta verstanden hatte, was seine Absicht war. Vielleicht war sie absurd, schien unrealistisch, hoffnungslos – so wie Cuco eben auch auf die Galgo Hündin wirken musste. Doch tief im inneren hatte er einfach nur Angst. Cuco wollte Quinta nicht verlieren, nicht noch einmal. Denn wenn er es sich selbst gestehen mochte, war die Zeit doch alles andere als eine gewesen, die keine Sorgen beinhaltet hatte. Oft hatte der kleine sich Sorgen um den Verbleib und das Wohlergehen der Hündin gemacht, die sich nach lang ersehnter Zeit nur noch ein Stück weit von Cuco befand. Doch hatte er das verdient? Sie hatte ihr Glück gefunden, was Cuco ja shcon bereits gesagt hatte, und eigentlich, so fand er, hatte er nichts an diesem Ort zu suchen.

"Vermutlich zerstöre ich dir dein Glück ...", rutschte es aus ihm heraus. Kurz huschte sein Blick über die Hündin, ehe er wieder auf seinen Pfoten lag, und der Mischlingsrüde entschuldigend mit dem Kopf schüttelte. Doch als Quinta ihn an seiner Flanke berührt hatte, blickte er wieder auf. Nein, dass konnte er ihr doch nicht antun! Also streckte er sich ein wenig zu ihr hinüber und stupste sie an ihrer Pfote an. Ein flüchtiges Lächeln huschte über seine Lefzen.
Quinta hatte ihn anscheinend noch nicht ganz verstanden. Natürlich konnten sie hier bleiben, aber er wollte einfach nicht. Nein, nicht nachdem Noyn ihn so zur Schau gestellt hatte. Dabei hatte er doch nur seine Quinta wiedersehen wollen ... Und obwohl es unmöglich schien, war dieses 'Für Immer' schon ziemlich verlockend. Neugierig sah der kleine zu der Galgo Hündin.

"Meinst du? Ich, ich weiß nicht so recht. Dieser Noyn scheint mich nicht zu mögen und ich brauche seine Hilfe nicht. Vielleicht sag ich einfach Papa Chakka, dass wir wieder gehen können."

Vorsichtig flog sein Blick in die Richtung des kleinen Mischlingsrüden. Weshalb er noch immer nicht zu seinem Sohn gekommen war, hielt Cuco für komisch. Aber dann sollte es eben so sein. Was hätte er auch daran ändern können oder sollen?
Um nicht unhöflich zu wirken drehte der bunte sich allerdings wieder in die Richtung der Hündin, und lauschte aufmerksam ihren Worten. Auf eine bestimmte Art und Weise mochte sie ja recht haben ...

"Aber es hat sich so viel geändert. Und vielleicht kommt nicht jeder mit jedem gut aus."

Offen gab Cuco nun also seine Bedenken zu, oder zumindest ein kleines Stück davon.


{bei Quinta :: Chakka, Noyn, Ceniar in der Nähe}
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 04 Feb 2012, 22:34

    Fast wäre ihm ein knurren entwichen, aber er wusste sich zu beherrschen. Menschen... waren.. wie hatte Criado das gerade formuliert? Menschen sind gütig zu uns Hunden, auch wenn wir es nicht verdienen. Wann war der Rote wohl auf den Kopf gefallen? Gut zu ihnen? Es nicht verdienen? WAS taten Hunde denn, damit es es nicht verdient hätte, dass man gut zu ihnen war? Sie töteten nicht willkürlich und rissen Familien auseinander oder sperrten andere in irgendwelche Zwinger nur um sie herauszuholen wenn sie Langeweile hatten!

    "Ach ja? Criado, weisst Du eigentlich was Du da sagst? Wissen die Menschen auch, was sie tun, wenn sie einen kleinen Welpen von seiner Mutter wegreißen nur um ihn dann alleine zu lassen und fast verhungern zu lassen? Wissen die Menschen was sie tun, wenn sie uns in Zwinger sperren gegen unseren willen? Wissen sie was sie tun, wenn sie uns die Fähigkeit nehmen, eigene Kinder zu zeugen? Haben wir das verdient?"

    Nein, er würde nicht knurren und er würde jetzt nicht unfreundlich werden. Vielleicht konnte er Criado einfach mal den Standpunkt der anderen Strassenhunde erklären, zumindest den der meisten unter ihnen

    "Ich kann nicht bestreiten, dass es auch gute Menschen gibt, ich kenne zwar nicht viele, aber hin und wieder bekam ich Futter von einem. Aber die Menschen die ich selber liebte wie nichts anderes auf dieser Welt und für die ich alles getan hätte, denen ich blind vertraut habe und für die ich mein Leben gegeben hätte, haben mich hintergangen, mich verlassen. Sie haben mich beinahe verhungern lassen. Und als mich ein anderer Mensch fand, half er mich nicht sondern sperrte mich in einem schrecklichen Ort der nach Angst und Tod gerochen hat. Ich war zu jung um alles zu verstehen, gerade mal ein Welpe und viel zu früh habe ich meine Mutter verloren. Die anderen Hunde an diesem Ort sagten mir, ich würde sterben, genauso wie die Welpen vor mir. Ich konnte entkommen, aber den Menschen werde ich nie wieder vertrauen!

    Wie hatten sie nur gekonnt? Wie hatten sie ihn nur so hintergehen können? Bis heute konnte der Wolfhund nicht verstehen, wie seine damaligen Besitzer derart grausam sein konnten. Er hätte nie erwartet, dass ein Wesen aus Fleisch und Blut zu so etwas fähig war, aber er war eines besseren belehrt worden. Und Criado würde auch noch die selben, schmerzhaften Erfahrungen machen müssen denn für Menschen zählte nichts anderes außer sie selbst

    "Criado... schlägt dein Herr dich?"

    Fragte er schliesslich mit leiser Stimme und legte die Ohren unsicher an seinen Kopf und musterte den dunklen Sand unter seinen Pfoten. Er konnte sich nicht wirklich vorstellen das Criado besser behandelt wurde als andere Hunde die er kennen gelernt hatte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass auch nur ein Hund nicht so ein miserables Leben bei den Menschen gehabt hatte. Woher sollte der Rüde auch wissen, dass es auch gute Menschen gab, wenn er sie nie gesehen hatte? Das es Menschen gab, die auch alles für ihr Tier tun würden und denen nichts zu aufwendig war, um ihr Tier zu schützen?


[Criado | Strand | Chakka & Co in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 05 Feb 2012, 01:52

Verblüfft riss sie die Augen auf, als Cuco nun endlich mit der Sprache herausrückte. Hatte er wirklich Angst, dass er ihr Glück zerstören könnte? Fassungslos schüttelte sie den Kopf, wusste zunächst nicht einmal, wie sie auf diese Enthüllung reagieren sollte. Wie konnte er so etwas nur denken? Cuco konnte ihr Glück niemals zerstören, er war doch ein Teil dieses Glücks. Ohne ihn war es nie so ganz perfekt, immer fehlte etwas. So lange hatte sie gewartet, so lange hatte sie sich nach ihm gesehnt, immer begleitet von diesem schlechten Gewissen – dass sie nämlich inzwischen so viel hatte und doch nicht damit zufrieden war. Weil Cuco gefehlt hatte.

“Aber ich brauche dich doch“, rutschte es schließlich aus ihr heraus.

Eigentlich hätte nun alles ganz einfach sein müssen, doch das war es scheinbar leider nicht. Cuco brachte immer weitere Bedenken vor, hatte immer andere Gründe, warum er denn gehen müsse. Nun war es Noyn. Sie wusste nicht, was zwischen ihm und Cuco vorgefallen war, hatte im Gegenteil überhaupt nicht damit gerechnet, dass die beiden sich nicht verstehen könnten. Besorgt runzelte sie die Stirn. Vielleicht hatte er Cuco nicht gleich erkannt, obwohl sie ihm so oft von ihm erzählt hatte?

“Vielleicht war alles nur ein Missverständnis“, brachte sie schließlich in hoffnungsvollem Ton hervor. “Noyn ist eigentlich ein netter Hund, bestimmt wird es besser, wenn ihr euch richtig kennt...“

Unsicher verstummte sie. In ihrem Kopf war alles so einfach – Noyn und Cuco könnten Freunde sein und Ceniar könnte vielleicht zu so etwas wie einem kleinen Bruder für Cuco werden.
Auch an seinen nächsten Einwand konnte sie nicht so recht glauben. Der schwierigste Hund, den sie bislang kennengelernt hatte, war Firejay, und mit der waren auch alle gut ausgekommen. Wieso sollte das bei Baja und Fyfa anders sein? Auch wenn sie die beiden noch nicht kannte, irgendwie konnte sie sich nicht vorstellen, dass sie so problematisch waren. Doch es war Cucos Familie und er wusste es natürlich am Besten. Und so schwieg sie und blickte ihn nur treuherzig an, obwohl in ihrem Herzen mittlerweile der Zweifel tobte.
Hatte Cuco wirklich Angst vor der Zukunft? Normalerweise war sie die Zögerliche, die ständig aufgebaut werden musste, doch nun schienen ihre Rollen geradezu grotesk vertauscht. Was war ihm nur zugestoßen? Oder lag das Problem in Wahrheit etwa ganz woanders? Ein schmerzhafter Kloß bildete sich in ihrer Kehle und sie schluckte. Vielleicht hatte er ganz einfach die Freiheit und Ungebundenheit genossen und wollte sie nun loswerden? Womöglich war er einfach zu höflich, ihr das zu sagen, und auch wenn es schrecklich war und sie den Gedanken kaum ertrug – hatte sie wirklich ein Recht dazu, ihn so zu bedrängen? War es nicht ungemein egoistisch von ihr, wenn sie ihn nicht ziehen ließ, obwohl es vielleicht das war, was er wirklich wollte? Sie musste ihren ganzen Mut zusammennehmen und ihn danach fragen. Und so schlimm die Antwort auch sein würde – sie musste sie akzeptieren, um seinetwillen. Als sie jedoch ihren Fang öffnete, kam plötzlich etwas ganz Anderes dabei heraus.

“Cuco, ich hab dich lieb.“

Erschrocken hielt sie den Atem an.



[am Strand | bei Cuco | Chakka, Noyn & Ceniar in der Nähe]


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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 05 Feb 2012, 13:25

Unsicher huschte der Blick des kleinen Rüdens hinüber zu Quinta. Sie sagte zwar, dass sie ihn brauchen würde, aber konnte Cuco sich darauf wirklich verlassen? Weshalb sollte sie ihn noch brauchen, wenn sie doch jetzt ihre "bezückende" Familie hatte. Noyn und Ceniar. Die beiden waren vermutlich so viel besser für sie, taten ihr mehr gutes, als Cuco es jemals hätte tun können. Selbst, wenn die kleine Gruppe sich auf dem Teide anders aufgetrennt hätte. Hilfesuchend wanderte des bunten Blicks zu Papa Chakka, doch wie es schien hatte er anderes zu tun, ja vielleicht zu klären. Vielleicht auch den Punkt, wo die zuvor angekommene Gruppe bleiben würde. Wohlmöglich das es Noyn war, in seinem ach so tollen "Revier", oder als was auch immer er das ganze bezeichnen mochte. Möglich schien es aber auch – zumindest für Cuco – das die Gruppe ein wenig weiterzog, obgleich es bedeuten würde, dass er Quinta wieder einmal verlassen würde und müsste. Eigentlich war es doch genau das was er nicht wollte. Doch wenn es sich nicht vermeiden lies, würde er vermutlich mit Chakka ziehen. Welch' traurige Wahrheit.

Irritiert von Quintas Worten sah er wieder zu der Hündin zurück, während ein nicht enrst zu nehmendes Lächeln über seine Lefzen huschte, während der kleine vorsichtig den Kopf schüttelte. Ein Missverständnis? Sollte das wirklich eins gewesen sein? Noch immer sah er den großen Rüden vor sich, auf ihn zustürmend und zurechtweisend. Ja, dass war gewiss ein Moment des Schreckens für Cuco gewesen. Doch vermutlich fühlte der kleine Rüde sich einfach überfordert, mit der Situation und dem ganzen drumherum. Hatte das wirklich einen Zweck?

"Wenn ...", brachte Cuco hervor, in der Hoffnung das Quinta es irgendwie verstehen würde. "Ich weiß es nicht. Er wollte nicht das ich zu dir komme, und schau, jetzt ist er bestimmt auch wieder wütend. Weniger auf dich als auf mich. Ich hab's falsch gemacht, verstehst du? Ich sollte nicht hier sein, sondern du, und glücklich noch dazu."

Erwartungsvoll war der Blick des kleinen, in der vollen Hoffnung, Quinta würde zumindest ansatzweise verstehen, was Cuco da von sich gegeben hatte. Zugegeben, er drückte sich nicht klar aus, doch hatte es Tage gegeben, an denen war es schlimmer gewesen.
Diese ganze Situation war für Cuco ziemlich ungemütlich gewesen, fühlte er sich doch nicht wohl dabei. Doch vielleicht war es der richtige Weg. So erschrak er leicht, als die Hündin neben ihm erneut ihren Fang öffnete. Vermutlich war sie irritierter als er selber. So lächelte er der Galgo Hündin zu, und man konnte merken, wie sich seine Rute langsam bewegte. Ja, sie pendelte hin und her – vor Freude selbstverständlich.

"Quinta...", begann er, nicht wissend, was er darauf antworten sollte, " ... ich, ich dich auch. Aber, was nun?"

Ja, genau. Was sollten sie jetzt tun?


{bei Quinta :: Chakka, Noyn, Ceniar in der Nähe}
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 05 Feb 2012, 16:27

Sie blickte zu Fox und dann wieder zum Meer, ließ die Worte ihrer Hundefreundin auf sich wirken. Sie meinte Baja müsste nur wachsen? Ein bisschen wachsen und schon war sie ein Leithund? Eine interessante Sache, wenn da nicht ein kleiner Harken wäre.

"Aber mein Papa ist doch kleiner als ich! Außerdem bin ich doch schon groß!"

Eigentlich würde sie jetzt aufspringen und zeigen, wie groß sie war. So groß. Größer als Fox, obwohl das nicht stimmte. Eigentlich war sie ein kleines bisschen kleiner. Aber sie sprang nicht auf und zeigte somit nicht, dass sie größer war. Sie machte es nicht. Sie blieb nur neben Fox sitzen und sah wieder auf die Wellen hinaus.
Fox redete wieder. Sie redete von Ju. Die beiden hatten Baja angefangen zu erziehen. Ju auf seine fuchsische Art, durch welche sie nun Eidechsen essen musste und die Art von Fox, durch die sie nachdenklich und ruhiger geworden war. Praktisch diese Erziehung.

"Vielleicht sollten wir ihn suchen.. ich wette er vermisst mich!"

Ein kurzes Lächeln huschte über ihre rot-weißen Lippen. Wieder neigte sie ihren Blick zum Meer. Fox redete wieder. Sie sagte die Wellen würden auch morgen noch da sein.. Morgen. Irgendeine Stimme lachte in Baja Kopf über den Satz.

"Ich hab mir auch immer gesagt Papa ist morgen noch da.. Aber dann war er nicht mehr da, weil ich weggenommen worden bin.. Fox? Versprichst du mir, dass ich nicht nochmal weggeholt werde?"

Sie blickte mit ihren noch fast welpenhaften Augen zu Fox. Große, braune Augen blicken Fox nun an, die auf eine Antwort warteten.


[bei Fox]

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wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 05 Feb 2012, 22:36

Peinlich berührt versuchte sie, vorerst jeglichen Blickkontakt zu vermeiden. Was hatte sie nur gesagt? Sie war doch gerade erst zu dem Entschluss gekommen, ihn nicht weiter zu bedrängen, und nun hatte sie das genaue Gegenteil gemacht. Erst als Cuco antwortete, begann ihre Rute sacht auf den Boden zu klopfen. Ein wenig verlegen blinzelte sie ihn an. Wirklich, er mochte sie immer noch? Ein Stein von der Größe eines Felsbrockens fiel ihr vom Herzen, auch wenn Cucos Reaktion etwas verhaltener ausfiel, als sie sich insgeheim erhofft hatte. Der kleine Welpe von früher hätte sich jetzt garantiert auf sie gestürzt, der neue Cuco war aber anders, zurückhaltender, vorsichtiger. Auf seinen Einwand bezüglich Noyn schüttelte sie sacht den Kopf.

“Ich bin aber nur glücklich, wenn ich dich habe. Das weiß er auch“, erwiderte sie leise.

Noch immer konnte sie sich nicht vorstellen, warum Noyn wütend auf Cuco sein sollte. Dann schon eher auf sie selbst, immerhin hatte sie ihrem Sohn den Rücken gekehrt, obwohl er ihrer Aufmerksamkeit bedurft hatte. Nun war es wieder einmal Noyn, der sich um Ceniar kümmern musste... Rasch versuchte sie, das aufkeimende schlechte Gewissen zu unterdrücken, doch der Versuch glückte nur mäßig.
Mehr noch als zuvor hatte sie plötzlich das Bedürfnis nach Körperkontakt, und wenn Cuco es von sich aus nicht mehr tat, musste sie eben den ersten Schritt dazu machen. Vorsichtig richtete sie sich ein wenig auf und schmiegte die Nase in sein Nackenfell. So verharrte sie einen Moment reglos, bevor sie sich wieder von ihm löste, plötzlich unsicher, ob sie nicht zu aufdringlich war. Vielleicht mochte Cuco das ja gar nicht mehr oder es war ihm sogar peinlich? Sie schluckte und wechselte hastig das Thema.

“Bleib' hier“, bat sie ihn abermals. „Wir können zusammen Fyfa und Baja suchen. Und wenn Ceniar nicht mehr so klein ist und du immer noch gehen willst, dann... dann komme ich mit.“

War es ein Verrat an ihrer Familie, dass sie tief in ihrem Herzen wirklich zu diesem Schritt bereit war? Vielleicht. Vielleicht war es aber auch einfach der Lauf der Dinge. Im Moment konnte sie nirgendwohin gehen – Ceniar war noch zu klein, er brauchte seine Mutter und sie liebte ihn und konnte ihn nicht im Stich lassen. Doch irgendwann würde auch ihr Sohn älter werden, unabhängiger, und er würde sie nicht mehr brauchen, würde sich ihrer vielleicht sogar schämen. Sie wusste, dass er dank Noyn zu einem hervorragenden Hund heranwachsen würde. Der Punkt, an dem sie ihm rein gar nichts mehr beibringen konnte, würde schon bald erreicht sein. Und was Noyn betraf – er sah sie als Mutter seines Sohnes, als Freundin, aber vermutlich nicht als seine Gefährtin. Ceniar hatte sie zusammengeschmiedet, er war der Grund, dass Noyn so gut auf sie alle achtgab. Aber sie machte sich nichts vor – es war nur eine Frage der Zeit, bis er sich einer anderen Hündin zuwenden würde, und es war sein gutes Recht. So schön es hier im Moment auch sein mochte, irgendwann war sie hier schlichtweg nicht mehr notwendig. Und wenn Cuco sie brauchte, dann würde sie ihm folgen.



[am Strand | bei Cuco | Chakka, Noyn & Ceniar in der Nähe]

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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 07 Feb 2012, 17:11

Still lag Cuco da, abwartend, wie Quinta reagieren würde. Der kleine Rüde hoffte, dass sie ihm nicht böse war, weil er nicht gerade das Beste von Noyn erzählt hatte, sondern ihr lediglich die „Wahrheit“ vor die Augen hielt. Zumindest war es die Wahrheit des kleinen Rüden, und entsprach vermutlich nicht der die die Hündin sich gewünscht hatte. Dennoch, Cuco fand es wichtig, dass sie wusste, was der bunte dachte, und seine Bedenken kannte. Und von denen hatte er genug, äußerte er sich doch nur ein wenig über jene und lies einen großen Teil aus. Auch wenn Cucos Gedanken nicht wirklich die positivsten waren, klopfte seine Rute noch seicht auf den Boden, wie auch Quintas. Ein leichtes Lächeln setzte sich auf seinen Lefzen ab, und irgendwie wollte das nicht zusammen passen. Diese verflixte, äußerst seltsame Situation, die für den kleinen Rüden schlimmer war als für die Hündin – so dachte Cuco zumindest – zerrte an seinen Nerven, doch bloß innerlich, in der Hoffnung, dass die Galgo Hündin nichts merken würde. Vielleicht fühlten sie beide in jenem Moment gleich, und es gab ebenfalls Dinge, die Quinta und ihr Gewissen plagten, doch vielleicht auch nicht. Und diesem war der bunte sich durchaus bewusst, was nicht dazu beitrug, seine Bedenken zu zerstören. Nein, viel eher rief es wieder neue hervor. Unsicherheit machte sich in dem noch lächelnden Rüden breit, und er wusste nicht ob sie berechtigt gewesen war oder nicht, als er hörte was Quinta zu sagen hatte.
Ob Noyn das wirklich wusste? Oder dachte Quinta vielleicht einfach nur, dass er es wusste? Wem oder was konnte man denn wirklich noch trauen? Das lächeln schwand und so legte er den weiß-braunen Kopf leicht schief.

„Ehrlich? Auch wenn das schön klingt … ich weiß nicht, ob da noch Platz für mich ist, wenn du Ceniar hast – und Noyn.“

Immer offener gab Cuco schließlich seine Bedenken zu, und vermutlich waren sie sogar berechtigt. Auf dem Teide hatte er selber gemerkt, wie wichtig eine Familie war. Natürlich waren sie da oben so etwas wie eine gewesen, aber die hatte sich anscheinend auf dem Weg zurück wieder „aufgelöst“. Quinta hatte in dem ganzen Trubel ihre Familie gefunden, und Cuco seine zum zweiten Mal verloren. Erst Fyfa und seine beiden Schwestern, und dann Criado und Quinta. Die anderen waren dem kleinen Rüden ja noch erhalten geblieben, doch ein wirklicher Ersatz war es auch nicht. Tief in seinem Inneren wünschte Cuco sich, dass sie alle – wirklich alle, vielleicht außer Noyn – eine große Familie waren. Doch so sehr er sich diesen Umstand wünschte, war ihm auch klar, dass das nicht funktionieren würde.
Leicht zuckte er zusammen, als die Hündin ihn berührte. Doch anstatt den Kopf wegzuziehen, drehte er ihn noch ein Stück in die Richtung Quintas, und genoss diese liebe Geste. Vorsichtig stupste er sie also kurz an ihrer Pfote an und schaute leicht verwirrt, als die Galgo Hündin ihre Schnauze wieder wegzog. Dabei bemerkte er gar nicht wie gewollt das von ihr war, wie auch der Themenwechsel, doch tat es in diesem Augenblick nichts zur Sache. Cuco war einfach froh, dass sie beide wieder zusammen waren, wenn das auch nicht für immer war, oder? Langsam fiel sein Blick auf Noyn, doch sogleich schaute Cuco wieder zurück zu der Hündin neben sich. Nein, mit diesem Gedanken wollte er nicht spielen, nicht(mehr) in diesem Moment.

„Nein.“,

entgegnete Cuco ihr. Dieses Wort war in dem gleichen Tonfall gewesen wie das, wo er noch bei den anderen gestanden hatte. Quinta durfte nicht gehen und ihre Familie aufgeben für ihn – diesen kleinen und unreifen jungen Hund.

„Dann bleibe ich lieber bei dir, auch wenn das bedeutet, dass die anderen da sind. Ich halte mich einfach im Hintergrund. Ich muss doch für Papa Chakka da sein und ihn Unterstützen, ich muss stark sein, ich darf nicht klein beigeben …“

Tief holte der bunte Luft und sah zu Quinta hoch, in der Hoffnung das sie es verstanden hatte – irgendwie.


{bei Quinta :: Chakka, Noyn, Ceniar in der Nähe}
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 08 Feb 2012, 00:03

Der Rote war sich immer noch nicht sicher, ob dieses Gespräch so friedlich bleiben würde, wie es scheinbar im Moment war. Gut, vielleicht hatte er ein wenig von seiner Aufmüpfigkeit und der Draufgängerischkeit eingebüßt, in letzter Zeit, doch mochte das doch bestimmt noch einmal hervorkommen. Er wusste selbst nicht, was in letzter Zeit mit ihm los war. Vielleicht war er ja auch nru endlich erwachsen geworden... Einkurzes Bibbern durchfuhr den Roten und seine Leftzen verzogen sich zu einem unangenehmen Lächeln. Nein, er durfte sich über solche Sachen keinen Kopf zerbrechen. Mit zu vielen Gedanken war das Leben viel zu träge, viel zu lähmend und lag einem schwer im Magen. Er wusste dies nur zu genau, musste er sich doch in letzter Zeit öfter mit Gewalt von den giftigen Gedanken abbringen.
Hin wars mit der relativ friedlichen Stimmung ( jedenfalls wenn man die Umstände betrachtete ). Sofort merkte Criado, dass sich Wut in seinem Gegenüber aufstaute. Gleichzeitig ruckte seine Rute ein Stück höher und seine Ohrmuscheln drehten sich leicht nach hinten. Der Blick der Haselnussaugen wurde härter und Criado machte sich darauf bereit, schnell agieren zu müssen. Selbst er ließ sich bestimmte Sachen nicht gefallen, auch wenn er Nando wahrscheinlich noch nicht so gut einschätzen konnte. Jedenfalls würde er die Menschen verteidigen, mit allem was er hatte! Sie waren seine Herrscher, seine Könige, seine Götter. Sie waren die, die ganz oben in der Hierarchie der auf dieser Welt lebenden Wesen saßen - denn für Criado war Tenneriffa die ganze Welt. Zu seiner eigenen Überraschung blieb er seltsam ruhig, als er Nandos empört klingende Worte hörte. Ein gewisses Überlegenheitsgefühl, eine kriechende Kälte erreichte seine Ausstrahlung und er räusperte sich leicht, um sich Zeit für seine Antwort zu lassen.

"Natürlich wissen sie das. Klar und sachlich, doch gleichzeitig auch schon herausfordernd frech. Na also, da war er ja wieder! "Ein Welpe muss irgendwann sowieso auf eigenen Pfoten stehen können. Die Menschen beschleunigen diesen Prozeß nur. Ich bin selbst seit frühem Alter ohne meine Mutter aufgewachsen, doch es waren nicht die Menschen die mich ihr 'entrissen' so wie du es nennst. Vielleicht machen wir es nur mit unseren Welpen falsch?! Wir werden ihre Beweggründe nie gänzlich entziffern können, ich habe mich jedenfalls damit abgefunden." Er legte eine kleine Pause ein.

"Alleine und verhungern lassen? Wie viele Hunde würden allein untergehen wenn es die Menschen mit ihrer Güte nicht geben würde? Sag mir das! Wenn es die Menschen nicht geben würde, gäbe es hier nur ein paar wenige Hasen! Wer schwach ist, stirbt. Ich habe selbst mehrere längere Hungersnöte durchlebt und der Grund wieso ich noch am Leben bin, ist wahrscheinlich das ich eben nicht schwach bin."

Er hielt eine kurze Pause und blickte den Größeren an, die braunen Seelenspiegel kalt glänzend. Er war in seinem Element... Endlich. Auch wenn es falsch war, schien es ihm in diesem einen Moment richtig.

"Aus einem Zwinger können wir nicht raus, doch weder kann wirklich etwas reinkommen. Bei einigen ist es wohl für ihr eigenes Interesse, ebenso das Berauben der Männlichkeit... Nun gut. Ich habe es selbst durchlitten, es war schmerzhaft, ja, ich habe nicht mehr das gleiche Interesse gegenüber Fähen, ja... Doch letztenendes ändert es auch so nichts an dem Fakt wer ich bin und wo ich stehe. Man muss nicht alles als Strafe sehen... Vielleicht ist es sogar ein Geschenk, nur wir können es mit unserem kleinen, dümmlichen Geist nicht begreifen."

Oh Gott, hatte er viel zu sagen! Doch es stimmte. Es stimmte alles. Manche seiner Argumente waren nur Spekulation, doch er konnte auch nicht auf alles die Antwort wissen. Wie schon gesagt, die Gedanken der Menschen waren unentzifferbar.

"Und ich werde ebenso wenig bestreiten, dass es auch einige schlechte Menschen gibt. Es gibt nie etwas perfektes., fügte er kurz angebunden hinzu, bevor er sich seine Geschichte anhörte. Für den Jüngling konnte er ehrlicherweise nur Mitleid empfinden. Seine beschränkte Sichtweise war auf den Verlust und das Leid seiner jungen Tage fixiert. War es denn wirklich so schwer, zu glauben? Bedingungslos zu lieben? War es einigen denn wirklich so schwer... Plötzlich merkte Criado, wie er auf den Gräuling herabsah. Er sah auf seine ganze Denkweise herab, wie ein Landsherr auf einen Haufen raufender Bauern blickte.

"Du bist geprägt von deinen Verlusten und willst aufgrund deiner engstirnigen Meinung kein rationales Denken zulassen. Aus einem Zwinger können dich wie gesagt nur Menschen befreien. Es kann tausend Gründe geben, weswegen sie auf einmal nicht mehr wiederkamen. Das ist bei uns Hunden auch so... Einer Hündin stehst du nicht lange bei Seite, weil es die Umstände nicht erlauben. Umstände lenken unser Leben... Und ich glaube nicht, dass selbst Menschen davon verschont werden." Er würde sie verteidigen, er würde seine eigene Meinung und seinen Glauben verteidigen. Criado gab nicht locker. Nun wurde seine Stimme langsam zischelnd und unangenehm, seine Augen langsam zu Schlitzen verengt, während er mit herausgestülpter Brust und hoch in die Lüfte erhobener Rute einen Schritt auf Nando zutrat.

"Denkst du ich helfe jedem, der am Straßenrand liegt? Denkst du, Selbstlosigkeit ist selbstverständlich? Sei dankbar, dass er dich überhaupt befreit hat! Wahre Stärke liegt darin, sich selbst überwinden zu können. Das du als Welpe schlimme Ängste durchleben musstest, ist eine Ausrede, die nicht gültig ist.

Er knurrte noch nicht, doch er war kurz davor. Die dunklen Leftzen zuckten schon leicht bedrohlich, während seine Augen blitzend Zornesfunken aussandten. Zwar war der Rote kleiner als Nando, doch würde er trotzdem einer möglichen Auseinander setzung nicht aus dem Weg gehen. Nein... Er gab nicht auf, nicht er! Er ging seinen Weg zuende, egal welcher es sein sollte! Verachtung stand in seinen Zügen geschrieben. Eine Seite des Fuchses, die man sonst nur selten zu Gesicht bekam.

"Natürlich schlägt er mich."

Stolz klang in seiner Stimme mit und Selbstbewusstsein. Sein Herr schlug ihn, na und? Wer hatte je gesagt, er hätte nicht das Recht dazu gehabt? Criado war aus freien Stücken zu ihm gekommen. Er hätte ihn sogar verjagt haben können, doch nein, er duldete ihn. Er hab ihm dann und wann Futter, sodass er nicht starb. Dafür rackerte sich Criado für ihn ab, auch wenn er tausende Fehler begang. Dafür kassierte er Schläge. Doch wenn er gut war, dann bekam er einen freundlichen Klaps, ein Lächeln oder sein Fell wurde warm zerstrubbelt.


{ Nando }

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 08 Feb 2012, 00:53

~*~An jedem neuen Morgen
Zerplatzt dein Traum vom Glück
Deine Tage ziehen vorüber
Und keiner kehrt zurück~*~


Angefressen stand Stiffs vor dem Nichts. Ja, dem Nichts. Es war das Nichts. Ein volles Nichts. Viel befahren, am rauschen, laut, nervig. Aber am Ende ein Nichts. Denn es war nicht das was er gesucht hatte und auch nicht das was er finden wollte. Aber eines war positiv an der ganzen Sache: Das Nichts hatte den Anhaltspunkt, den er gesucht hatte. Er war nah dran. Zumindest glaubte er das. Nein, er hoffte es. Die verschiedenfarbigen Augen starrten über die Straße hinweg zu dem riesigem blauen Wassermassen. So viel Wasser. So viel hatte er noch nie wirklich gesehen. Das warne mehr als 5 Seen aus dem Dorf. Mehr, als die Brunnen zusammen tragen konnten und mehr als all die Nutztiere die er getrieben hatte. Einfach mehr.
Eine Möwe kreischte und flog dicht über den Hund auf der Anhöhe hinweg, zog die Bahn zum Meer, über die Straße. Stiffler sah ihm nach, dem Tier dann fiel ihm was ein und er rief: „Hey warte, du da!. Ich suche Puerto de la Cruz! Weisst du wo das ist?“ Laut und deutlich drang die Stimme gegen den Wind. Doch entweder war die Möwe eingebildet und wollte nicht mit ihm reden, oder aber sie hatte es nicht verstanden. Verzweifelt wartete der junge Hund auf die Antwort, welche ausblieb. Zurück blieben die lärmenden Geräusche und der fast schon verzweifelte Blick von dem Mischling. Wie konnte Filiash solch eine Geräuschkulisse gut heißen? Sie überhaupt... Überleben? Er zweifelte so langsam, dass sein Kumpane wirklich hier auf zu finden war. Aber er hatte keine Wahl. Er wollte ihn wieder haben, seinen Bruder und Freund. Seinen Filiash, den besten Kumpel den man haben konnte. Den besten 'Bruder'.
Entnervt ließ er ein Knurren aus seiner Kehle hören. Ach was solls, dann geht es eben einfach weiter. Irgendwo wird Filli schon sein und wenn ihn einer findet dann ich. Und die Sonne ist ebenfalls mit mir. Stur nickte der Hund und blickte dabei der Sonne für einen kurzen Moment in das Angesicht, bevor er los stapfte. Die Anhöhe runter und zu der viel befahrenen Straße. Das musste doch ein Klacks sein, wie Schafe hüten. Irgendwie sowas in der Art. Immerhin hatten die Blechkisten auch ihre Hüter und die waren nicht immer rücksichtslos.Fröhlich stolzierte er immer näher an die Straße. Seine Pfotenballen schmerzten schon. Er war Monate durch gelaufen, hatte kaum eine Rast gemacht und selten geschlafen. Nun zeigten sich die Anstrengungen deutlich, jeder Muskel schmerzte und die Pfoten fühlten sich schon ganz Wund an. „Stiffs, du gibst jetzt nicht auf! Du bist so nah an deinem Ziel, da wird dies ein Klacks. Die paar Schmerzen, die kannst du auch später auskurieren!“, kläffte er sich den eigenen Mut zu. Da! Gerade noch bemerkte er die Lücke und sofort drückten sich die Wunden Pfoten von dem Boden ab, sprangen über die kleine Hürde und klackten sofort auf den Asphalt.
Klack...Klack...Klack...
In schnellen regelmäßigen Schritten klackerten sie über den Weg der Blechkasten, bis der Hund die 'sichere' Mitte erreichte. Ein Streifen, der Blechkasten eins,d er gerade hinter ihm hupend passierte wie von Zauberhand von Blechkasten zwei trennte, der im Anmarsch war. Ruhig beobachtete Stiffler dieses rege Treiben. Auto nach Auto kam und machte einen gewissen Abstand um den Hund. Zufrieden beobachtete er, dass seine Idee aufging und die Zauberwand, sowie die Hüter der Blechkästen ihn schützen würden und er somit in aller Ruhe der Straße folgen konnte. Nur wohin? Langsam drehte sich der Mischling so, dass er genau der Länge nach auf der Linie stand und blickte suchend umher. Irgendwo musste es einen Wegweiser geben. Oder nicht? Vor ihm ging es weiter, weiter am großem Nichts entlang in das große nichts. Und hinter ihm? Er drehte sich wieder um. Da ging der Asphalt weg noch ein Stück weiter und dann... in eine Höhle, etwas Höhlenartiges. Das Fell an der Stirn verzog sich und jetzt setzte sich der Rüde doch hin. „Okay, geschundener Körper der nicht mehr weiter will und am liebsten hier in der sengenden Sonne auf dem brennenden Asphalt sein Elend suchen würde, welchen Weg würdest du nehmen? In diese Höhle, oder in das Nichts?“ Stille. Auf diese Frage antwortete ihm niemand. Auch die Autos nicht und die Fahrer erst recht nicht. Nach einem kläffen dann, erhob sich doch noch sein Leib. Die strapazierten Muskeln bewegten sich, erst langsam, dann immer schneller. Sie bahnten sich ihren Weg zu dem Tunnel in den noch die Sonnenstrahlen reichten.


~*~Komm und nimm, komm und nimm,
nimm mich fort von dir.
Komm und lass, komm und lass,
lass mich Heim zu dir.~*~

Mit mehr oder minderen sicheren Schritten bewegte sich Stiffs über den schmerzenden Asphalt hinweg. Die Autos brausten teils viel zu nah an ihn und das passte ihm nicht so ganz. Immer wieder drehten und zuckten die Ohren. Schnippten und zuckten wie wild herum. Versuchten die Geräusche zu fassen und sich zu orientieren wann wer von wo kam. Er glaubte dennoch, mit jedem Auto, welches einen großen Abstand zu ihm hielt, dass die Bleckkisten es gut mit ihm meinten. Er ging schon seit Minuten in dieser Höhle, die nie ein Ende zu nehmen scheinen wollte. Links eine Steinwand, rechts Löcher die den Blick auf die Unmengen von Wasser frei gab. Und dazwischen immer wieder diese Blechkistne. Mal langsamer, mal schneller. Dann wieder irgendwie ganz anders. Dieses Spiel ging noch eine ganze Weile gut, bis irgend so eine Blechkiste meinte die Zauberwand heraus zu fordern und geradewegs auf den Mischling zu hielt. Alarmiert starrte er dem Kasten entgegen und wie von selbst, checkten die Ohren ob hinter ihm was war. Nichts. Er sprang zur Seite hinweg und blickte auf die Kiste, die direkt über die Stelle fuhr wo er war und sich dann wieder zurück in ihre Bahn riss. Es fluchte ein Mann und aus der nahen Ferne hupte eine weitere Kiste. Langsam aber sicher, drehte Stiffs den Kopf und blickte nach hinten, Ein weiteres Auto kam angerast, doch ein quietschen und die Panik hinter der Scheibe sagte ihm, dass dieser Blechkasten samt Hüter ihn nicht versuchen würde zu erwischen. Darum drehte er sich wider einigen wenigen Instinkten, aber zum dank der müden Muskeln wieder um und ging weiter. Den Weg entlang zu Puerto de la Cruz, wie er hoffte.

Ein wildes gehupe war hinter ihm zu hören. Es schallte genervt durch den Tunnel und Menschen schrien. Sie fluchten und schimpften ihren Vorder- oder Rückmann an. Hinter Stiffler, dem hellen Hund mit wenig schwarz und vielen auffälligen Fellfarben, hatte sich eine Autokolonne gebildet. Durch den starken Verkehr auf der anderen Seite, traute sich die Person hinter ihm nicht, den Hund zu umschiffen, der mitten auf der rechten Straßenseite vor der Kolonne weg lief. Er ignorierte die lauten und nervtötenden Geräusche. Sie waren ebenso realistisch und nervig wie sein schmerzender Körper und der hungrig knurrende Magen. Dinge, die man überhören konnte wenn man wollte.
Langsam aber sicher wurde es heller und dies realisierte der Hund auch. Die Rute begann sich auf zu stellen, die Schritte wurden schneller. Klack, klack, klack, klack – hallten die Krallen wieder und dann wedelte der Rüde munter von links nach rechts. Das Ende, endlich, das Ende! Die Sonne lachte ihm entgegen, sie war weiter fortgeschritten, seit er hinein gegangen ist. Es durfte nun sicher Mittag sein. Wenn nicht sogar später. Und vor ihm zeigte sich endlich die Stadt in seiner schönsten Art und Weise: Bunt, hässlich, laut, fröhlich und voll. Geradezu überfüllt.Erst als der Rüde wirklich aus dem Tunnel heraus war, sprang er nach rechts auf einen Fußgänger weg, wo einige Leute ihn verdutzt ansahen und noch verdutzter die Autokolonne, die nun an ihm vorbei zog mit lauten Flüchen und Beschimpfungen. Doch das interessierte Stiffs nicht. Nicht im geringsten. Es ging an ihm vorbei, wie ein Zug der durch das eine Ohr rein fuhr und durch das andere wieder hinaus. Sein linkes Ohr schnippte zur Seite weg, er setzte sich, senkte den Kopf und kratzte sich dann erstmal ausgiebig.
Er war angekommen. Endlich. Wo auch immer er war, er war immerhin da. Und sein Herz sagte ihm, dass er hier richtig war.


~*~Nur noch kalte Asche
Wo einst ein Feuerschein
Hielt er mich doch am Leben
Ich bleib zurück allein~*~

Er hatte keine, aber auch wirklich gar keine Ahnung wo er war. Er ist einfach weiter getappert. Dem Meer leicht folgend, dann vom Hunger getrieben in die Siedlung der Menschen und wieder hinaus. Und nun stand er da. Er stand da, Mutterseelen allein. Wie zu vor auch. Aber immer noch gepeinigt, müde und allein. Kein Filiash und niemand, der ihm sagen konnte wo er war oder wo Stiffs sich überhaupt befand.
Das eisblaue und das bernsteinfarbene Auge blickten sich suchend um. Hinter ihm Häuser. Vor ihm eine Straße, eine Promenade. Viele Menschen die lachten und anscheinend ein Paradies zum schwimmen. Ob er da durch durfte? Ob er so näher an oder zu jemanden gelangte?
Er wusste es nicht. Er wusste es nicht und verzweifelte so langsam an dieser Realität. Ein Lächeln zuckte über das Angesicht des Einsamen und er meinte leise zu sich: „Ironie des Schicksals. Ich alleine, die Realität knall hart und die Sonne ein Sonnenschein.... Nein... Sie war es mal. Sie geht schon wieder unter. Wo kann ich nur hin und bleiben? Tapfere Pfoten, die mich da getragen haben. Doch wir müssen weiter. Auch wenn wir nicht wissen wohin.“
Er atmete tief durch, schloss die Augen und setzte den Weg wieder fort. Einsam, verwirrt. Irgendwie, irgendwie würde er die Sonne wieder zum Scheinen bringen. Nur wann? Und wie? Er war so nicht, eigentlich. Aber der lange Marsch, man konnte es ihm nicht verübeln. Sie zerrten seine Kräfte auf und er war nun wirklich am Ende. Endgültig. Unwiderruflich.
Aus irgend einem Grund trugen die Pfoten ihn entgegen der Menschen zu diesem sonst so lauten Ort. Er blickte ihn nur kurz an, einen Moment, dann bog er nach links weg und folgte einem anderem Schwall von Menschen. Ruhig ging er zwischen den Zweibeinern hin und her, wich ihnen aus, umschlängelte sie. Strauchelte und fing sich. Dann wieder rechts.
Irgendwie.. Irgendwie hatte er es geschafft ihnen zu entkommen und stand nun direkt vor dem großem, großem Wasser. Verirrt, verwirrt. Endlich allein. Endlich ruhe. Doch weiterhin kein Filiash zu sehen. Weit und breit nicht. Geknickt senkte der Hund den Kopf, merkte nicht, wie die Ohren zuckten, die Stimmend er anderen Hunde wahrnahm. Er hatte verloren. Für heute, alles verloren.


[Stiffs allein | Stiffs im Tunnel | Stiffs in der Stadt | Stiffs bei Flake und Sahara in der Nähe(+Rest)]
Lyrik: Advocatus Diabolis - Dein Selbst / Komm
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 08 Feb 2012, 22:20


Als der Fuchs plötzlich so gar nicht schüchtern und zurückhaltend reagierte, zuckte Foster leicht zusammen und sah ihn ein wenig verdattert an. Eigenes Revier? Wie bitte? Er stellte die Ohren auf und legte den Kopf leicht schief, dann schüttelte er ihn, so als könnte er das nicht glauben.

"Dein Revier? Ganz schon groß für einen kleinen Fuchs."

Er hatte gar nicht bemerkt, dass er eine Reviermarkierung überschritten hatte, auch wenn es jetzt wirklich streng nach Fuchs roch. Als ob er seinen Gedanken Ausdruck verleihen wollte, rümpfte er unauffällig die Nase und trat einen Schritt zurück. Auf richtigen Streit war er nicht aus, dazu hatte er keinen Grund. Futter hatte das Rotfell nämlich leider auch keins bei sich und mit seinem verletzten Lauf war er nicht so wirklich in der Lage, einem Angriff mit spitzen Fuchszähnchen Paroli zu bieten.

"Ich bin weggelaufen, weil die Menschen mich gejagt haben. Kann ich mich einen Moment ausruhen?", fragte er nun versöhnlicher.

Er humpelte noch einen Schritt zurück und fragte sich, wie groß das Territorium des Fuchses tatsächlich war. Würde der denn einen verletzten Hund verjagen, der nur kurz verschnaufen wollte? Sein Lauf zitterte bereits und er verlagerte sein Gewicht auf die übrigen drei, dann sah er den Fuchs bittend an. In der Nähe waren auch zwei Hunde, die vertrieb er ja auch nicht. Sicher ließ er ihn zumindest hinlegen, damit er die Verletzung begutachten und neuen Atem schöpfen konnte. Ohne also auf Jus Antwort zu warten, sank Foster in den Sand und wedelte beschwichtigend mit der Rute.

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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 11 Feb 2012, 21:04

Treuherzig betrachtete sie ihn und versuchte dabei, sich in diesen neuen, ihr noch ein wenig unbekannten Cuco einzufühlen. Er war wesentlich nachdenklicher als früher, sensibler und natürlich auch trauriger. Sie hoffte, dass sich Letzteres noch legen würde, wenn er erst einmal sah, dass es hier gar nicht so schlecht war.

“Für dich ist immer Platz, Cuco“, meinte sie leise und blickte ihn aufrichtig an.

Sie hoffte, seine Ängste endgültig zerstreuen zu können, befürchtete jedoch, dass es ihr nicht gelingen konnte. Ein bisschen vermisste sie den quirligen, immer fröhlichen kleinen Welpen schon – doch der alte Cuco war weg, der neue war da. Und dieser junge Hund brauchte sie auf eine kuriose Weise mehr als der Welpe, zumindest glaubte sie das mittlerweile. Er brauchte jemanden, der ihn aufmunterte und ihn einfach lieb hatte, der bei ihm war, wenn er sich Sorgen machte. Und wenn sie für ihn da sein durfte, dann reichte es ihr.
Sacht klopfte die dünne Rute auf den Boden, als er die Möglichkeit, bei ihr zu bleiben, zum ersten Mal ernsthaft in Betracht zu ziehen schien. Wenn er dabei nur nicht so traurig geklungen hätte, als ob sie ihn mit ihrem Angebot, ihn zu begleiten, dazu gezwungen hätte... Er sollte sich doch nicht im Hintergrund halten, sollte wieder glücklich und fröhlich sein!

“Wir finden Baja und Fyfa für dich.“

Sanft berührte sie ihn am Ohr, wollte ihn trösten. Mehr konnte sie für den Moment nicht tun, außer zu hoffen, dass es ihm hier gefallen würde. Dass er sich mit Noyn und Ceniar verstehen würde. Dass sie alle wieder eine große, glückliche Familie wurden...

“Wo sind die Anderen?“, fragte sie schließlich und blickte sich suchend um.

Natürlich wollte sie ihn auf andere Gedanken bringen, dennoch war das Fehlen von Nando, Carmello und Sean langsam nicht mehr zu übersehen. Sie waren doch alle zusammen aufgebrochen, hatten sie sich etwa verloren? Oder trödelten sie einfach und kamen noch nach? Ja, so musste es sein. Chakka würde nie zulassen, dass sie sich einfach so aus den Augen verloren.



[am Strand | bei Cuco | Chakka, Noyn & Ceniar in der Nähe]


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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 12 Feb 2012, 13:56

Als ob für ihn immer Platz wäre. Leicht belustigt nahm Cuco die Worte der Hündin auf, dachte kurz darüber nach, lies aber niemand anderen an seinen Gedanken teilhaben. Also nickte er Quinta einfach zu, in der Hoffnung, dass das ganze nicht zu einer Art Diskussion ausarten würde. Denn darauf hatte der kleine nun überhaupt keine Lust, fühlte er sich doch langsam müde und erschöpft. Ja, der Tag war anstrengend gewesen, und Cuco hoffte inständig, dass er sich in nächster Zeit etwas ausruhen konnte. Die Frage war nur noch wo, obwohl er sich eigentlich schon damit abgefunden hatte die nähere Zukunft bei Noyn, Ceniar, aber vorallem Quinta und Chakka zu verbringen. Seine Familie suchen wollte er natürlich noch immer, doch fürchtete er sich auf vor diesem Wiedersehen. Bei Quinta war es doch auch nicht so gelaufen wie der bunte sich es vorgestellt hatte, und wer sagte, dass Fyfa nicht schon wieder neue Welpen hatte, die Cuco ersetzten. Ja, sie hatten dann sogar einen anderen Papa, nicht Chakka, obwohl es für den kleinen nicht einmal eine Vorstellung gab, dass jemand besser sein könnte als sein Papa.
Vorsichtig stand Cuco auf, schüttelte sich, und blickte dann hinunter zu der Hündin. Ein aufrichtiges Lächeln zierte dabei seine Lefzen. Nein, es war nicht nötig die beiden für ihn zu suchen. Höchstens für Chakka, aber doch nicht für Cuco. Er wollte nicht dass die Galgo Hündin etwas für ihn tat, auf das sie überhaupt keine Lust hatte.

"Ist schon in Ordnung, Quinta."

Leicht hatte der junge Rüde den Kopf schief gelegt, drehte sich dann aber um, und sah – wie Quinta – zu den anderen, oder zumindest versuchte er es. Sein suchender Blick glich wohl dem der Hündin, und vorsichtig stupste er sie an ihrer Schnauze an.

"Gehen wir sie suchen, bevor es ganz dunkel wird?"

Fragend hatte Cuco seinen Kopf noch einmal schief gelegt, und er sah nachdenklich aus. Doch blickte man in seine Augen konnte man ein Leuchten erkennen. Natürlich zog der bunte es manchmal vor alleine zu sein, doch er war noch immer ein bisschen Welpe – und wenn er wirklich nach Chakka kam würde das auch erstmal so bleiben – und liebte das Abenteuer. Zwar nicht mehr all zu sehr wie früher, doch immerhin ein bisschen. Und irgendwie versprach die Situation ein kleines.


{bei Quinta :: Chakka, Noyn, Ceniar in der Nähe}
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 12 Feb 2012, 15:45

    Er hatte wirklich versucht, freundlich zu bleiben. Vielleicht war ihm das nicht so ganz gelungen wie er es gewollt hatte, aber zumindest hatte er es versucht. Denn wenn er eins gelernt hatte in der unliebsamen Begleitung von Filiash, dann das man Konflikte auch ohne größeren Streit klären konnte oder musste, wie man es nahm.
    Irgendwie gehörte Criado irgendwo zu ihrem Rudel, oder so was in der Art, das war Nando klar gewesen und er hatte es zwischenzeitlich akzeptiert das der Menschenköter zu ihnen gehörte.
    Aber nun zeigte der Gute ja, dass er keinerlei Interesse an einem Rudelleben mit Hunden hatte und lieber wieder zu seinem dummen Menschen zurück wollte. Wie dumm, naiv, töricht und verbohrt konnte ein Hund eigentlich sein?
    Die Lefzen von Nando zogen sich kraus als Criado auch noch mit stolz geschwollener Brust meinte, dass die Menschen ihn schlugen.
    Nando hatte auf seine Worte acht gegeben, hatte sogar "dein Herr" zu dem Menschen gesagt, welchem Criado angehörte, aber das schien diesen verbohrten Dorfköter nicht zu interessieren.

    "Tzz... weißt Du was? Ich habe tatsächlich etwas Hoffnung gehegt, dass Du bei uns im Rudel bleibst, dass Du dich für uns und nicht für die Menschen entscheidest und ich war fast schon.. traurig das Du uns wieder verlassen wirst. Aber danke Criado, meine Meinung von dir hat sich soeben geändert, danke das Du dein wahres Gesicht zeigst und mir demonstriert hast, dass es nichts gibt, um das ich später trauern könnte wenn Du nicht mehr bei uns bist."

    Ein leises grollen begleitet die Stimme des Wolfhundes während er die Ohren aufrichtete und seine Rute sich im Bogen über seinen Rücken legte

    "Du verschwindest am besten gleich zurück ins Campo wo Du auch hingehörst und kriechst dem Menschen der dich rechtlos schlägt am besten noch weiter in seinen Hintern! Und komm nicht heulend angerannt wenn er dich dann irgendwann umbringt oder an einem Baum aufhängt, weil der ach so tolle Mensch, diese unglaublich göttlichen Wesen die ja ach so intelligent sind und darum mit ihren Apparaten die ganze Luft verpesten, die wissen ja was sie tun. Ist klar...""

    Der Spott und Sarkasmus triefte geradezu und Nando taxierte den Kleineren mit seinem Blick. Sein Nackenfell richtete sich leicht auf und die Brust des Wolfhundes plusterte sich ebenfalls auf.
    Was dachte sich dieser verbohrte Spinner úberhaupt? Und was regte er sich eigentlich so auf? War schliesslich nicht sein Bier wenn Criado irgendwann von den Menschen hintergangen und umgebracht wurde, richtig? Es ging ihn nichts an, es war Criados Problem.
    Schon alleine sein Name war ein einziger Spott seitens der Menschen. Bestimmt hatten sie ihm diesen Namen gegeben. Da war sich Nando so ziemlich sicher. Aber wenn der arme Idiot so stolz darauf war, warum war er dann überhaupt noch hier?

    "Beantworte mir nur noch eine Frage" Er machte einen Schritt auf Criado zu "Wenn deine Menschen so toll sind, was machst Du dann noch hier? Warum bist Du nicht gleich im Bergdorf geblieben? Warum bist Du uns gefolgt wenn Du auch gleich bei den Menschen bleiben konntest? Wenn sie doch so intelligent sind, dann hätten sie deinen... wie nennst Du es? Herren? Pah... sie hätten ihm doch sicherlich ausgerichtet, dass Du bei ihnen bist und dich wie ein Stück Abfall an ihn weiter gereicht, meinst Du nicht?"

    Keine Aggressivität, kein knurren, kein aufgestelltes Fell mehr. Nur noch Spott und Sarkasmus klang aus Nandos Stimme.
    Criado war es ganz einfach nicht Wert, dass man sich über ihn ärgerte, er war es schlichtweg nicht wert und deshalb, würde Nando es auch nicht mehr tun. Somit würde er den Kleineren bei einer Rauferei auch nicht umbringen müssen, weil er sich gar nicht erst auf eine einlassen würde.
    In seinem Unterbewusstsein wollte der junge Rüde ja auch gar nicht mit Criado kämpfen oder streiten, nur das Thema Mensch war ein Thema, wo sie beide zu geteilte Meinungen pflegten....


[Criado | Strand]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mo 13 Feb 2012, 20:20

Jeszyl knötterte gefährlich leise in den nicht vorhandenen Rauschebart, als er feststellte, dass „sein Herzchen“ ihn schmählich im Stich ließ und sich offenbarte lieber gleichgeschlechtlichem zuwandte – andererseits war sie so aber auch erstmal aus der Schusslinie der Rüden, weshalb Jeszyl dazu überging, die letzte der vorhandenen Masken fallen zu lassen.
'Sein Herzchen' war offenbar nicht gewillt, sich länger schützen zu lassen, also machte er erst einmal klar, was er eigentlich wollte...auch wenn er sich da selbst vermutlich noch gar nicht so sicher war.

Der Eierkopf war wie zu erwarten der erste, der ein weiteres Lebenszeichen von sich gab – und sich als ausserordentlich (wage-)mutig entpuppte, als er Jeszyl als dicken, ausgefilzten Stinkmorchel bezeichnete. Allein dafür hätte er eigentlich eine Abreibung verdient gehabt! Der Kangals chnaufte allerdings nur aus und schob sich einen halben Schritt gen Whisky, Filiash dabei für einen Moment ausser acht lassend. Der allerdings wirkte alles andere als beeindruckt und konfrontierte den Rutringler gleich von der anderen Seite – so gesehen war es doch unfair, sich auf gleich zwei Kontrahenten konzentrieren zu müssen! Immerhin aber schien sich der Mischling gleich darauf wieder zurückzunehmen, was dem Kangalrüden nur recht sein mochte. Intelligenzbolzen, ah?

„Hör gut zu, Wolf.“

Nannte er Filiash da etwas Wolf? Dabei sah der doch nach vielem aus, nur nicht nach Wolf, oder?

„Eigentlich war uns nur nach einem kleinen Spaziergang. Ein wenig semi-romantisch, wenn Du verstehst. Aber ganz offensichtlich erscheint das nicht möglich. Woran mag das liegen? Aber nebenbei....ihr kommt bestimmt viel in der Stadt rum - oder, Matschgesicht und Schweinegesicht?“

Den Spott verkniff er sich nicht einmal, schob dafür aber die dicke Nase gefährlich nahe an die des Bullies. Angst oder gar Furcht hatte er natürlich ebensowenig wie er jene von seinem Gegenüber erwartete – fraglich war aber, ob er sich dem Mischling gegenüber ähnlich verhalten hätte. Da waren durchaus Zweifel angebracht...


[bei Filiash & Whisky, Barbie und Corazon in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 14 Feb 2012, 15:17

Criados Welt war nach einem einfachen Muster gestrickt und so kannte er dieses Netz von Fäden genau und konnte sich ohne nagenden Zweifeln darin bewegen. Er war ein Hund, der es gerne einfach hatte. Klar, Abenteuer mussten sein, Nervenkitzel und Gefahr gehörte für den Fuchs einfach dazu. Doch hatte er bis vor einien Mondumläufen immer den Luxus gehabt, irgendwohin zurückkehren zu können. Eine Heimat zu haben, einen Ort an dem man ihn brauchte. Jedenfalls von dem er glaubte, dass man ihn brauchte.
Natürlich hatte er die Zeit mit Chakka, Quinta und Cuco genossen, ebenso wie die zeit mit Noyn und Firejay. Doch dieses Loch in seinem Herzen, flüsterte ihm in letzter Zeit immer stärker zu : Ich will Heim. Er hasste es, die anderen enttäuschen zu müssen. Er hasste es, seine guten Freunde zurücklassen zu müssen.
Doch genau das war der Punkt ; er musste. Er musste nach Hause und sein Zuhause war da, wo seine Herren waren. Kein dreckiger Wolfshund konnte ihn davon abhalten!

Gut, vielleicht hätte Criado versuchen können, geduldiger mit dem Jüngeren zu sein. Schließlich hatte es jener so halb versucht, auch wenn dies scheinbar nich gefruchtet hatte. Jedoch was dieses Thema anbelangte, war Criado unerbittlich in seiner Meinung. Er würde die Menschheit verteidigen, wenn es schon sonst niemand tat. Der Rote merkte, wie sich die Leftzen des Wolfshundes zurückzogen und auch er begann, seine Fänge leise zur Schau zu stellen. In den haselnussbraunen Augen lag wilde Entschlossenheit. Er würde sich von Nando nicht runterkriegen lassen. Ja, er war stur, wenn es um Menschen ging. Ja, es war fast als würde er sich taub und blind stellen. Vielleicht tat er es auch nur unbewusst aus Selbstschutz. Um seinen unerschütterten Glauben zu bewahren. Denn was heilig war, durfte nicht von dreckigen Pfoten beschmutzt werden. Die fahnenähnliche Rute hochgestellt, genauso wie das flauschig-strubbelige Nackenfell beäugte er Nando nun voller Abneigung und Wut. Der Verstand war so gut wie abgeschaltet, gar nicht von der Vernunft zu sprechen. Enttäuschung kochte in ihm hoch und es war ein waschechtes Knurren, was dem Harzer Fuchs - Mix aus den Fängen kam, von denen leichter Speichel tropfte, als er sie aufriss.

"Du hast keine Ahnung wie schwer das für mich ist! Wundert mich aber auch nicht, bei solch einem Küken, welches du bist! Du hast keine Unze Ahnung von der Güte der Menschen, Nando! Kindisch. Ein Welpe bist du, mehr nicht!" , fuhr er ihn an, nun so fuchsteufelswild wie ihn sonst niemand der Streuner erlebt hatte. Aus seinem Fang taten die Worte nicht weh, doch er wollte sich gar nicht vorstellen, wie die anderen über ihn denken würden.

Dummer, kleiner Welpe. Wie lange konnte Criado seine Spötteleien noch ertragen? Ein unbeherrschtes Zittern durchlief ihn vom Nacken bis in die Pfoten und der Rutenspitze, die hoch oben stand. Die wilden Gene seines Vaters, Maico-Duc, den er nie kennen lernen durfte schienen sich in diesem Moment durchzusetzen und der sture Stolz des Rüdenn siegte über jede sanfte Facette in dem sonst so freundlichen Rüden.

"Hab acht auf deine dreckige Schnauze, Köter.", grollte er warnend.

Was tat der Gräuling da? Er provozierte den kleineren, jedoch stämmigeren Rüden ja regelrecht, ließ es darauf ankommen. Die letzten Sätze sickerten erst gar nicht zu seinem Bewusstsein hindurch, sein Körper reagierte schon automatisch. Nein, so viel Spott über sich und die Zweibeiner konnte er nicht ertragen. Dieser freche Bengel musste eine Tracht Prügel erfahren, dann würde er schon vernünftig werden. Schnaubend warf sich der Rüde auf Nando. Denn der Spott allein reizte den Fuchs mehr, als jede Drohgebärde. Die Fänge vertieftens ich in Haut und Fell seines Gegners, während die noch feuchten Läufe sich gegen den jungen Körper stemmten, sodass er irgendwie aus dem Gleichgewicht zu kommen drohte. Eine Sekunde später polterten sie schon beide in den dunklen Sand unter ihren Pfoten, sodass vor Criados Augen nur noch Fell und Staub zu erblicken war.


{ Nando | Strand }

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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 14 Feb 2012, 19:03

    Natürlich war Nando klar gewesen, dass sein Verhalten nur noch auf eine Rauferei hinauslaufen würde. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es Criado zu Bunt wurde.

    Die Worte des Roten verletzen ihn in keinster Weise, er sah sich selbst über Criado stehend und daher gab er schlichtweg nichts auf die Worte des Roten.
    Nando bemerkte wie sich der Körper des Menschenhundes anspannte und er legte die Ohren an und zog die Lefzen wieder kraus, dann sprang Criado auch schon auf ihn zu und riss ihn durch sein Gewicht zu Boden. Es dauerte einen kurzen Moment bis Nando sich wieder fing und den pelzigen Körper von sich drückte nur um seine spitzen Zähne in das Haupt des Roten zu rammen gefolgt von einem tiefen und bösartigen knurren.
    Das Fell war gänzlich gesträubt und als er sich irgendwo in der Seite von Criados Nacken verbissen hatte, warf er nur noch Haltlos den Kopf hin und her. Er war sicherlich jünger als der Rote aber er war größer und er hatte genug Raufereien erlebt und hinter sich gebracht. Kurz lies er von Criado ab, sprang auf die Beine um dann nur wieder auf den Roten los zustürzen und sich irgendwo in einer Schulter festzubeißen.
    Sowohl der Rote als auch er selbst hatten einen sehr dicken Pelz, was wohl ausreichen würde, um tiefere Verletzungen zu vermeiden. Er zumindest konnte nicht feststellen das Criados Biss ihn bluten gelassen hatte und in seinen Fängen bemerkte er ebenfalls kein Blut.
    Momentan vergass er allerdings alles um sich herum. Chakka der ganz in der Nähe war, die anderen Hunde die um sie herum waren, der kleine Welpe der bei Chakka gewesen war und auch die Tatsache, das Filiash vielleicht noch in der Nähe war und sich jetzt vielleicht sogar ins Fäustchen lachte, weil die beiden Hunde die eigentlich Freunde sein sollten, stritten.
    Es gab im Moment nur noch ihn und Criado und das seltsamerweise unerträglich laute Rauschen des Meeres...


[Criado | Strand | Chakka & co in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Do 16 Feb 2012, 03:09

Ihre Körperwärme schütze den Sand unter ihr davor vollkommen auszukühlen. Denn mit der Nacht kam auch die, ihr wohl bekannte, Kälte. Sie hatte schon immer eine Antisympathie gegenüber den niedrigeren Temperaturen gehegt. Ihr Körper hatte sich nun fast vollends gespannt. Wenn es nach ihr ginge dann würden sie sich schon längst einen Platz zum schlafen gesucht, aber leider schien genau dies gerade nicht im Sinn der zwei Jährigen Namya zu liegen, also konnte Sahara nichts anderes machen als hoffend der Schlafens Zeit entgegen zu sehen. Aber außer ihrer körperlichen Erschöpfung bedrückte sie auch noch die Tatsache das Flake ihr gerade klar machte woher ihr Name eigentlich kam. Das verwirrte sie momentan am meisten. Sie selbst hatte nie in Erwägung gezogen das sie nach jemandem – etwas – benannt sein könnte. Nie. Und nun das.
Sie lauschte den Worten des Rüden gespannt während ihr Blick zum Meer glitt und sie sich vor zu stellen versuchte wie diese Sahara wohl sei. „Wenn das Meer wie die... Sahara… ist hat jene dann auch kein Ende? Obwohl, ist das Meer denn überhaupt endlos... ich denke nicht denn alles muss irgendwo enden.. So wie das Leben und Hoffnung.. ja alles findet sein Ende... irgendwann“ Das war ihr inzwischen klar geworden. Ob ihr Name eine tiefere Bedeutung hatte als ihre ehemaligen Besitzer ihn ihr gaben wusste sie nicht, aber woher sollte sie dies denn auch wissen? Flake kannte die Bedeutung aber.. zumindest wusste er was die Sahara war. Sie selbst hätte dies nie im Leben wissen können oder auch nur ahnen. Genau.. nie im Leben.. erst jetzt wurde ihr klar wie alt der Graue in zwischen sein musste und da nichts für immer lasten kann würde er diese Insel wohl auch bald verlassen müssen. Nun ja. Seine Seele würde dies und sein Körper würde bleiben um anderen Lebewesen als Nahrung zu dienen. Doch alleine mit der Tatsache, dass er die „richtige“ Sahara kannte hatte er den Respekt der Hündin in der Pfote.

„Ich weiß nicht ob ich da gerne leben würde… ohne Wasser so ganz trocken und so… Aber endlos, hört sich interessant an “

Mittlerweile hatte sie auch etwas mehr selbst Beherrschung wieder erlangt. Dieses gestotterte war bestimmt ziemlich peinlich rüber gekommen.

„Danke, dass du mir – uns- das alles erzählst. Erinnerungen können manchmal ziemlich schmerzhaft sein“

Sie sprach aus eigener Erfahrung, denn erinnern wollte sie sich an den Autounfall der ihr ihre Familie nahm selbst nicht. Ihre Rute pendelte langsam von links nach rechts. Ihr ging es ja auch gut, wieso sollte sie es denn nicht gleich auch der ganzen Welt mitteilen. Der Sonnenuntergang war schon immer einer ihre Lieblings Zeiten gewesen und ihrer Lieblings Ereignisse. Sie schreckte jedoch auf als sie einen neuen Geruch vernahm. Sie wusste nicht ob sie positiv überrascht oder eher negativ überrascht sein und als diejenige die sich noch am besten wehren konnte – aufgrund der Erfahrung die sie ja trotzallem hatte. Der Graue war hier zwar der erfahrenste aber auch derjenige der sich im Notfall am wenigsten wehren können würde. Fremde Streuner waren in dieser Gegend nie.. normal. Manchmal gab es brutale, grausame, witzige, hyperaktive oder anhängliche. Es gab alles, aber man konnte sich nie sicher sein. Ihre Augen hatten nun die Geruchsquelle geortet und langsam trat sie hervor. Vorsichtig näherte sich dem Hund der sich als Rüde heraus stellte. Aha. Schon wieder ein Männchen. Viel dagegen hatte die Saluki zwar nicht, aber ihre Männlichen Artgenossen waren meistens etwas ungehobelt und manche auch ziemlich respektlos. Deshalb blieb sie stehen und ließ einen Abstand von etwa 3 bis 4 Metern zwischen ihr und dem Weißen. Er war immer hin in ihrem Territorium und das durfte nicht ganz unbeachtet bleiben. Ihre Rute erhob sich leicht. Man musste manchmal auch einfach einen Strich ziehen.

„Wer sind sie. Wenn ich fragen darf? Dies ist – eigentlich – unser Territorium, also um Fragen zu vermeiden – Ja wir haben das Recht zu erfahren wer sich hinter unsere Geruchs-Markierungen begibt.“

Ihre braunen Augen hatten den Rüden fixiert und gespannt wartete sie auf eine Antwort. Was er wohl tun würde? Wenn er sich als freundlich herausstellte würde sie ihn auch nicht weiter bedrängen mit ihren Fragen. Aber man konnte –wie schon mal erwähnt – nie vorsichtig genug sein. Vor allem bei Fremden.




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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Do 16 Feb 2012, 17:04

Irgendwie musste sie ja doch leise schmunzeln, als sie Sparkys charmante Begrüßung überhörte. Sie hatte damals ähnlich verwirrt ausgesehen, wie die fremde Hündin jetzt, aber sich doch erstaunlich schnell an den Hundekater gewöhnt. Während Fyfa nun also Herrin der Lage zu sein schien, hatte sich die Rote etwas zurückgezogen, zurück in den Schatten des Bootes, sich wieder der Länge nach ausgestreckt und den Kopf in den Sand gebettet, sodass sie die Wellen beobachten konnte. Gerade hatten sich ihre Augen geschlossen, fast wäre sie eingedämmert, als plötzlich ihre Ohren zuckten. Sie hatten ein Geräusch vernommen, in einiger Entfernung, eine menschliche Stimme. Das war hier nichts besonderes, Menschen gab es hier zuhauf, und normalerweise störte sie sich nicht daran, nahm sie lediglich als Futterquelle wahr. Aber irgendwas war diesmal anders, und mit leichter Verwunderung hob sie den Kopf ein Stück, um in die Richtung zu spähen, aus der sie die Stimme gehört hatte. Es waren nur schemenhafte Umrisse zu erkennen, und wahrscheinlich war es den leichten Windböen zu verdanken, dass sie überhaupt etwas von dem Geschehen mitbekommen hatte. Doch auf unergründliche Weise war Suns Neugierde geweckt und so rappelte sie sich auf, schüttelte den schweren Pelz, sodass Sand durch in alle Richtungen stob und blickte noch einmal zu den drei verbliebenen Gefährten. Sie schienen unbeeindruckt, und wahrscheinlich hatten sie Recht, wahrscheinlich war es nichts, die Rote würde sich lediglich auf einen kleinen Spaziergang begeben.

“Ich gehe eben etwas Futter suchen..“

meldete sie sich knapp ab, vor Allem da sie nun sicher war, dass diese Fremde ganz und gar ungefährlich war und Fyfa und Sparky schon mit ihr klarkommen würden. Langsam tappte sie also davon, versuchte sich einzureden, dass sie einem Gespenst nachlief, doch irgendwo tief in ihrem Innersten hatte sie das Gefühl, dass da mehr war. Ihre Rute wedelte unruhig hin und her, und ihr Blick war nun starr nach vorne gerichtet. Und wieder, diese Stimme, die ihr unheimlich vertraut vorkam, auch wenn das unmöglich schien, hier auf dieser Insel hatte sie nie näheren Kontakt zu Menschen gehabt. Ihre Schritte wurden vorsichtiger, sie konnte inzwischen Gestalten erkennen, eine wild gestikulierend mit einem Fetzen Papier in der Hand, die andere strahlte nur Verständnislosigkeit aus und deutete mit einer Hand wage in die Richtung aus der Sunset gekommen war. Daraufhin drehte sich der erste Zweibeiner herum, folgte mit dem Blick dem gewiesenen Weg und erblickte die Hündin. Welche wiederum abrupt stehenblieb und ihren Augen nicht traute. Dabei war ihr Magen gar nicht so leer, dass sie halluzinieren könnte. Und warm genug für eine Fata Morgana war es auch nicht mehr.. Zögernd kam der Mensch nun auf sie zu, der zweite hatte bereits abgewunken und war wieder seines Weges gegangen, Sun hingegen rührte sich keinen Zentimeter. Sie kannte ihn. Nur entsprang er einer schier ewig zurückliegenden Vergangenheit, die ihr eher wie ein Traum vorkam. Als er näherkam, wich sie sogar einen Schritt zurück, konnte ihm nicht trauen, konnte sich selbst nicht trauen. Wie gern hätte sie in diesem Moment Jeszyl oder Fyfa gefragt, ob dieser Mensch real war, oder ob nur sie ihn sehen konnte – Sparky nicht, seine Wahrnehmung hatte sie schon immer bezweifelt. Er wurde schließlich langsamer, und doch stand er plötzlich vor ihr, ging in die Hocke und sah sie mit durchdringendem Blick an. “Sunny?“ Irgh, den Spitznamen hatte sie doch allen weitestgehend abgewöhnt.. Moment, er kannte ihren Namen? Dann musste es.. Verwirrt legte sie ihren Kopf schief, beobachtete misstrauisch die Hand, die ihr nun langsam näherkam, und sich schließlich auf ihren Kopf legte. “Wie siehst du denn aus..“ hörte sie ihn sagen, hörte eine Mischung aus Lachen und Weinen in seiner Stimme und drückte sich unwillkürlich der Hand entgegen, auch wenn sie sonst ob so einer Bemerkung empört gewesen wäre. Sie pflegte sich doch immer gut, und.. Plötzlich fühlte sie einen Druck auf sich und musste feststellen, dass sie sich in fester Umklammerung des Menschen befand. Ein Knurren entwich ihr, und er zuckte zurück. “Natürlich, wir haben uns lange nicht gesehen, aber.. du bist es wirklich, ich hätte nicht gedacht, dich jemals wiederzufinden.“ Und langsam dämmerte ihr es. Er war es wirklich, Ihr Mensch, er hatte sie gefunden, oder sie ihn, oder egal.. Ihre Rute fing an zu wedeln, unkontrolliert, ihre Ohren legten sich zurück und für einen kurzen Moment wirkte der Mensch ängstlich ob dieser plötzlichen Veränderung, doch lange nachdenken konnte er nicht, denn schon lag er auf dem Rücken, begraben unter einem Haufen Malamute, der ihm überglücklich das Gesicht leckte. Sein Lachen vermischte sich mit ihrem freudigen Winseln, und hätte sie weinen können, hätte sie es ihm vermutlich gleichgetan. “Das ist der schönste Tag in meinem Leben!“ hörte sie ihn rufen und stimmte mit einem Bellen zu. Sie würde nach Hause gehen. Endlich wieder in ihr Leben zurückkehren. Das sie immer so vermisst hatte. Endlich ließ sie ihn wieder aufstehen, schmiegte sich jedoch eng an sein Hosenbein, und würde ihn so schnell nicht wieder aus den Augen lassen. “Gehen wir nach Hause.“ schlug er in ruhigem Tonfall vor, und es war die Stimme, die sie immer beruhigt hatte, bei der sie in jeder Situation zu einem friedlichen Lämmchen geworden war. Er ging los, und mit einem Schritt folgte sie, als ihr noch einmal einfiel, wo sie hier eigentlich war und dass dies auch ein Abschied war. Schweren Herzens drehte sie sich noch einmal um, erkannte in der Ferne die Form eines umgekippten Bootes und bedauerte, Jeszyl nicht noch einmal gesehen zu haben. Niemals hätte sie es zugegeben, doch jetzt, da es so weit war, wurde ihr bewusst, dass sie die Hunde vermissen würde. Die Insel vielleicht nicht.. aber ihre Bewohner waren ihr ans Herz gewachsen und sie würde sie nie wieder sehen. Aber was vor ihr lag, war eine bessere Zukunft und ihre Entscheidung war schon längst gefallen. Dennoch, noch einmal streckte sie sich, und ließ ein Heulen erklingen, dass an ihre wölfischen Vorfahren erinnerte. Es sollte ihre Freunde erreichen, Fyfa und Sparky. Sie sollten sich keine Sorgen machen, Sunset ging es gut, nur würden sie sie nicht wiedersehen. Wehmut klang in ihrer Stimme mit, aber auch unendlich große Freude, anhand derer die anderen erkennen sollten, dass ihr Gutes widerfahren war. Hoffentlich erzählten sie dies auch genau so dem großen Kangal, und ein bisschen hoffte die Rote, dass auch sie sie vermissen würden. Mit einem kräftigen Ruck schüttelte sie abermals ihren Pelz und es schien, als würde sie damit auch diese Insel abschütteln. So folgte sie ihrem Herren, zurück nach Hause, nunmehr ein anderer Hund, als damals als sie hier angekommen war. Gewachsen an Abenteuern und Erfahrung, und um einige Freunde reicher, die sie nie vergessen würde.


[Macht's gut. hug ]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 18 Feb 2012, 23:34

Doch noch bevor sich Ceniar durch die Worte der beiden älteren Rüden hatte angestachelt fühlen können, war die Rangelei hinter ihnen kaum noch zu überhören. Die Augenbrauen des Bunten zogen sich augenblicklich zusammen, als er von Weitem das Geräusch knurrender Hunde vernahm, die im Sand kämpften. Das auserwählte Ziel für seinen kleinen Prinzen hatte sich soeben in den schlechtesten Ort für einen jungen Hund verwandelt. Instinktiv hob Noyn die Rute an, wandte sich herum und stellte sich so leicht schräg vor seinen Sohn, um ihm zu bedeuten, dass er mit dieser Aufgabe noch warten musste. Er verharrte an Ort und Stelle, beobachtete die beiden Streithähne einen kurzen Moment, während er auszumachen versuchte, mit wem sich der fuchsfarbene Hund gerade raufte, allerdings war ihm der andere Rüde unbekannt. Er konnte nicht mehr als die bekannte Witterung Chakkas an ihm ausmachen, und natürlich die der anderen fremden Neuankömmlinge, was dem Grauen allerdings nicht direkt die Freikarte gab, hier für Unruhe sorgen zu dürfen. Nein, Noyn gab ihm nicht die Schuld – zu einem Kampf gehörten immer zwei und normalerweise hätte er ihm auch freien Lauf gelassen, wenn es nicht selbst auf diese Entfernung hin so unglaublich ernst geklungen hätte. Mit einem tiefen Seufzen stand sein Entschluss schließlich fest, den er auch sogleich mit einem vielsagenden Blick an Chakka übermittelte, ehe er mit einem zügigen Trab auf die beiden Kämpfer zuschritt. Er vertraute darauf, dass Chakka Ceniar zur Not davon abhielt, ihm direkt zu folgen, doch eigentlich war er sich sicher, dass sein Sohn in diesem Bezug bereits eigenständig genug war. Er würde auf Abstand bleiben. Und vielleicht war es auch gar nicht so verkehrt, wenn sie sich die beiden Streithähne zusammen vornehmen würden. Immerhin kannte Chakka offensichtlich die eine Partei.

„Criado!“

Mit einem tiefen, warnenden Bellen machte er sich schließlich aufmerksam, als ihn nur noch wenige Hundelängen von dem Harzer Fuchs und dem Wolfshund trennten, ehe er sich mit einem Grollen zwischen die beiden Hunde drängte. Er schnappte ins Leere, absichtlich, um sie voneinander zu trennen, die Rute noch immer hoch erhoben, das Fell gesträubt und den Fang leicht geöffnet, während sich sein Nasenrücken noch immer kräuselte.



{ trennt criado und nando | chakka, ceniar, cuco, quinta in der nähe | stand }

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Whisky


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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 19 Feb 2012, 12:15

Dreh den Swag auf!


Die tiefbraunen Schlitzaugen des Bullterriers huschten öfter als gewollt zu Schlammgesicht, die abgehobene Pelzkugel schaffte es einfach penetrant und aufdringlich die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Weiße entschloss sich, fürs erste cool zu bleiben. Er setzte sein schönstes Pokerface auf und wirkte für einen Moment völlig unbeeindruckt. Auf Hunde wie ihn trifft man doch oft genug, warum rege ich mich eigentlich auf? Zufrieden mit diesem weisen Gedanken entspannte sich Whisky ein wenig und entfernte sich somit auch geistlich ein wenig von den beiden großen Rüden. Jedoch änderte sich der Zustand schlagartig, als sich Schlammgesicht wieder ihm zuwandte. Die eben noch weit geöffneten, rehbraunen Augen verengten sich nun zu Schlitzen und nachdem der Bullterrier sich wieder angespannt hatte, meinte er abfällig:

„ Und das kommt aus dem Mund eines Unerwünschten, der hier eh nix zu sagen hat.“

Lauter als nötig sog der Weiße die Luft ein und fixierte den Huskymischling mit seiner 'Schweinefresse'. Was war an der Pelzkugel denn schon dran, dass sein Ego dermaßen groß war? Hübsch war das Ding ja nicht, ziemlich ungepflegt erschien ihm der Rüde und mit ein bisschen Anstrengung (und Einbildung) müffelte der Aufdringliche auch ein wenig streng. Im Moment wünschte sich Whisky nichts sehnlicheres, als das der Rüde sich den nächstbesten Virus einfing und kläglich verreckte. Aber das war ein Wunschdenken, so kräftig und gesund wie der Bunte aussah, würde es noch einige Zeit dauern, bis er das zeitliche segnete. Gerade, als sich Whisky mit der Ausichtslosigkeit der Situation abgefunden hatte, zündete der Rüde auch schon die nächte Bombe. Hier sollte niemand intelligent sein? Ohne nachzudenken kam vom Weißen direkt eine Erwiederung:

„Guck dich selber doch mal an!“

Oh – oh. Die Bedrohung ging doch gar nicht von dem Bunten aus, sondern von dem Riesen! Whisky wich einen Schritt zurück, als der große näher kam und sondierte kurz die Umgebung nach Fluchtmöglichkeiten. Als der Cremefarbene ihn so in die Enge trieb und mit der schwarzen Nase gefährlich kam, ließ der Weiße ein leises Knurren vernehmen. Dann nuschelte er – vermutlich sinnlose – Worte:

„Lass mich in Ruhe.“


[ bei Jeszyl, Filiash & Corazon, nahe Barbie ]

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Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich:
 

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Criado


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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 19 Feb 2012, 16:31

So ging es fast immer aus, wenn eine Diskussion zum Thema Mensch in einen Streit ausrastete. So war es bis jetzt eben immer gewesen. Wer dumme Sache laberte, kriegte eins auf den Deckel. Jedoch hatte Nando es ja auch nicht anders gewollt, dass musste man ebenfalls einsehen. Er hatte den Fuchs provoziert, sodass er jetzt in seiner verletzten Ehre - oder eher der verletzten Ehre der Menschheit? - wütend auf ihn losgegangen war. Selbst schuld, war der Gedanke des Rüden, während seine Fänge nach dem grauen Fell des Wolfshundes schnappten und er grollend daran riss. Natürlich trug er selbst auch irgendwo Schuld an der Auseinandersetzung die in eine Rauferei ausgeartet war. Jedoch sah Criado sich vollständig im Recht, im Gegensatz zu Nando. In einem gewissen Sinne tat es ihm auch gut, sich auf den Rüden stürzen zu können. Es war wie ein Beweis, dass sich vielleicht doch nicht so viel geändert hatte, wie er befürchtet hatte. Klar, er hatte Quinta gepredigt, dass Veränderungen notwendig und manchmal auch schön waren, dass man keine Angst vor ihnen haben sollte. Dabei hatte der Rote selbst Angst vor Veränderungen, die sich an ihn heranschlichen und ihn dann überrollten. Er hasste sie - auch wenn das ein starkes Wort war.

Nando schien überall zu sein. Er wand sich unter ihm, neben ihm, über ihm - wo denn jetzt eigentlich? Kurz spürte er seine Fänge an seinem Haupt und warf sich grollend um, einen Fellbüschel aus seinem Rückenfell beißend. Ein tiefes Knurren entwich der Kehle des Älteren, während er sich halbwegs aus dem Biss des grauen Rüden wand. Er stemmte sich aus dem dunklen Sand hoch und fasste die Gestalt des Wolfsrüden mit zum zerreissen gespannten Muskeln ins Auge. Er spürte, als sein Gegenüber seinen ersten Muskel rührte und sprang ihm entgegen, sodass sie in der Luft kollabierten. Er spürte die Fänge seines Gegners in seiner Schulter, doch er hatte sich in dem weicheren Brustfell verbissen und riss wütend an Haut und Fell. Der aufgewühlte Sand zu ihren Pfoten war schon mit rötlichen und grauen Fellbüscheln gespickt, jedoch errung dies keineswegs Criados Erachtung. Plötzlich wurde dem Fuchs ganz klar bewusst, dass die Kehle des Rüden sich nur einige Zoll über ihm befand. Er zögerte jedoch. Meinte er es wirklich so ernst, dass...?

Das bekannte Kläffen, welchen ihnen eine Warnung hätte sein sollen bemerkte er nicht rechtzeitig. Er war gerade dabei einen letzten heftigen Biss gegen den Wolfshund auszuführen, als sich plötzlich ein schnappend-grollendes Noyntier zwischen sie drängte und warnend seinen Namen sprach. Missmutig grollend, sein Gemüt immernoch erhitzt vom Kampf schwenkte seine Rute ein wenig nach unten und er blickte funkelnd an dem Australian Shepherd vorbei Nando an, bleckte nur ganz kurz noch einmal die Fänge bevor er seine Klappe hielt. Ein kurz genervter Blick galt Noyn, bevor er seinen Blick langsam senkte. Schließlich wollte er eine Auseinandersetzung mit dem Leithund vermeiden. Schnaufend, das Herz immernoch klopfend kam er zum Stillstand. Wieso hatte sich Noyn wieder einmischen müssen? Nie wurde einem freie Pfote gelassen. Er hätte dem kleinen verbohrten Köter gerne gezeigt, wo es hier denn wirklich langging.


{ Nando & Noyn | strand }

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 19 Feb 2012, 17:49

    Ein bohrender Schmerz in seiner Brust, eindeutig durch Criados Zähne verursacht lies ihn zusammenzucken, allerdings brachte ihn das noch lange nicht dazu, von dem Roten abzulassen.
    Er hatte es so gewollt, er hatte einen Kampf provoziert, sie hätten sicherlich ziemlich ruhig über das Thema Mensch sprechen können, aber Criado war ja gleich ausgerastet.
    Ein tiefes grollen drang immer und immer wieder aus Nandos Kehle während er den Kopf wild hin und her warf um so den Roten zu verletzen. Die Situation war gefährlich denn er bemerkte dass sich Criados Fänge ganz nah an seiner Kehle befanden und daher zum Problem für ihn werden könnten, daher musste er versuchen, sich aus dem Biss zu befreien.
    Am Rande konnte er schnelle Schritte näher kommen hören, kümmerte sich aber nicht weiter darum und konzentrierte sich ganz auf die Auseinandersetzung mit Criado.
    Plötzlich veränderte sich etwas, eine Stimme, ein Name, ein knurren.
    Und ein fremder Rüde.
    Knurrend biss Nando mehr aus Reflex in die Richtung des Bunten, erwischte ihn aber nicht und die Zähne schlugen laut in der Luft aufeinander ehe er mit hoch getragener Rute den Bunten musterte und abfällig schnaufte. Die Lefzen zogen sich erneut kraus und das Fell war wie zuvor schon aufgestellt.
    Er würde sich sicherlich nicht von einem Fremden massregeln lassen, egal wer es war. Natürlich war ihm bewusst dass der Rüde gerade noch mit Chakka gesprochen hatte und eventuell sogar ein guter Freund von diesem war, aber man musste sich ja nicht alles gefallen lassen.

    "Für wen hältst Du dich, dass Du dir das Recht heraus nimmst dich hier einzumischen?"

    Grollte er dem Kleineren entgegen und stellte sich noch ein Stück mehr auf um noch grösser zu wirken, als er ohnehin schon war. Das gesträubte Fell verlieh ihm natürlich auch noch einen imposanteren Eindruck und natürlich versuchte er den unbekannten Rüden einzuschüchtern.
    Nein, er wollte nicht kämpfen und schon gar nicht gegen Freunde von Chakka. Aber das Adrenalin schoss nach wie vor durch seine Adern und sein Herz schlug ihm bis zum Hals.


[Criado & Noyn | Strand | Chakka & Ceniar in der Nähe]
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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 21 Feb 2012, 19:31

Noch immer war sie sich nicht ganz sicher, ob der Ausgang des Gesprächs nun positiv zu bewerten war oder nicht. Sie hatte Cuco aufmuntern und ihn glücklich machen wollen, aber zu keinem Zeitpunkt hatte er tatsächlich zufrieden gewirkt – so einfach funktionierte das Leben leider nicht. Trotzdem schien er sich nun damit abgefunden haben zu bleiben, und so sehr sie auch bedauerte, dass er sich dazu scheinbar überwinden musste... es war dennoch ein gewaltiger Fortschritt. Je länger sie darüber nachdachte, desto sicherer wurde sie. Die erste Hürde war schließlich genommen! Cuco würde sein Wort halten, er würde bleiben. Und mit der Zeit würde es ihm gefallen, da war sie sich sicher. Sie stieß einen erleichterten Seufzer aus, blickte ihn treuherzig an und wedelte mit der Rute. Cuco blieb! Freudig schleckte sie ihm über die Nase, noch ehe er den Kopf abwenden konnte – falls er überhaupt vorgehabt hatte, diesem Liebesbeweis auszuweichen.

Endlich war es ausgestanden, das Zittern und Bangen, endlich konnte alles gut werden. Alltag würde einkehren, aber mit Cuco und Ceniar würde es niemals langweilig werden. Denn ein kleines Bisschen von dem alten, frechen Cuco konnte man auch jetzt noch in ihm erkennen, wenn man genau hinschaute. Zwar schien auch er nicht zu wissen, wo genau sich seine ehemaligen Gefährten im Moment herumtrieben, doch das spitzbübische Funkeln in seinen Augen, als er sich auf die Suche machen wollte, war ihr nicht entgangen. Doch wo sollten sie anfangen?
Criado hatte sie irgendwo auf dem Weg verloren, abgehängt, um genauer zu sein. Mit dem Anflug eines schlechten Gewissens dachte sie an den Roten, war sich jedoch sicher, dass es ihm gut ging, was immer er auch gerade tat. Es war schließlich Criado, was sollte ihm schon zustoßen? Die anderen Hunde, die mit Cuco gekommen waren, mussten sich ebenfalls irgendwo am Strand aufhalten und es sollte nicht allzu schwer sein, sie zu finden – vorher jedoch musste sie unbedingt nach Ceniar sehen.

“Wir sollten Chakka und Ceniar Bescheid sagen, damit sie sich keine Sorgen machen...“

Ein wenig unsicher blickte sie zu Cuco. Hoffentlich würde er nicht böse werden, weil sie gleich zu Ceniar zurück wollte? Die erste Begegnung zwischen den beiden war schließlich nicht allzu gut verlaufen und sie ahnte, dass Cuco überhaupt keine Lust auf den Welpen hatte. Trotzdem hatte sie im Grunde keine Wahl – es war ihr kleiner Sohn und er brauchte sie. Er hatte so traurig ausgesehen, als sie mit Cuco gegangen war... ob er wohl Angst hatte, dass sie nicht wiederkam? Sie musste so schnell wie möglich zu ihm, musste ihm zeigen, dass sie ihn immer noch lieb hatte, auch wenn nun Cuco hier war, der immer ein Teil ihres Lebens bleiben würde. Ceniar konnte zwar recht halsstarrig sein, doch er war nicht auf den Kopf gefallen. Momentan war sie daher recht zuversichtlich, dass er es verstehen würde, wenn sie es ihm erklärte. Und auch Chakka musste sich ja um seinen Sohn Sorgen machen, denn die Enttäuschung und Traurigkeit in Cucos Gesicht war nicht zu übersehen gewesen. Bestimmt wartete er schon ungeduldig auf sie und wollte wissen, ob alles in Ordnung war. Und auch Noyn wartete vermutlich, denn er war im Grunde ein gutherziger Hund, der für sie alle nur das Beste wollte. Auch wenn er gemein zu Cuco gewesen war – sie hoffte noch immer, dass es sich lediglich um ein Missverständnis gehandelt hatte.

Etwas zögerlich trabte sie auf die beiden kleinen Gestalten zu, die sich zum Glück noch immer nicht besonders weit von ihnen entfernt hatten. Eigenartig. Noyn war ja gar nicht mehr bei ihnen? Doch sie hatte keine Zeit, sich darüber zu wundern, denn Cuco war vorerst wichtiger. Wenn er sie nun doch nicht begleiten wollte...
Verunsichert hielt sie inne und blickte bittend zu ihm zurück, beinahe als hätte sie Angst, dass er plötzlich doch noch Reißaus nehmen könnte.



[am Strand | Cuco, Chakka, Ceniar | Noyn, Criado und Nando in der Nähe]

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BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 22 Feb 2012, 16:46

Criado kuschte, doch der Fuchs war auch nicht die Partei, um die sich Noyn Sorgen machte. Er respektierte ihn, hatte auch den Kampf anfangs geduldet, da es ihn einfach nichts angegangen war, doch dass dies kein normaler Rangkampf, keine gewöhnliche, harmlose Rangelei war, hatte schließlich auch er festgestellt. Und dass sowas unterboten werden musste, lag ja wohl auf der Pfote. Ihm war klar, dass man ihn nicht als Helden preisen würde, sobald er sich dazwischen gedrängt hatte, doch irgendwann würde Criado ihm diesen Schritt sicherlich danken – und wenn es nur war, weil der wesentlich größere Unruhestifter ihn nicht in der Luft zerfetzt hatte. Natürlich –Criado war in einem der Dörfer aufgewachsen, in denen es – wie sie wohl alle wussten – nicht gerade harmlos zuging, doch vielleicht würde der Fuchs ihm dann einfach nur danken, dass Noyn ihn davon abgehalten hatte, einen Artgenossen zu töten (und dazu wäre es unweigerlich gekommen, sie schienen beide Hitzköpfe zu sein und sich mit etwas Halben nicht wirklich zufrieden zu geben). Doch in erster Linie ging es ihm hier um die Sicherheit seines Rudels und dazu gehörte Criado unweigerlich dazu. Wer sich mit ihm anlegte, hatte gleichzeitig ein Problem mit dem Bunten und da half auch nicht irgendeine Freundschaft mit dem braunen Knirps. Ihm entging der Blick von hinten von Seiten Criados, doch dass dieser nicht sonderlich begeistert war im Moment, konnte er sich denken. Wesentlich mehr musste er nun auf den Eindringling achten, der – ähnlich wie Cuco – genauso wenig über die normalen Verhaltensregeln Bescheid zu wissen schien. Wunderbar.

Im Gegensatz zu Criado zog dieser sich nämlich nicht zurück, wagte es sogar nach ihm zu schnappen, was ohne Frage die falsche Wahl gewesen war. Nun entblößte auch der Aussie seine Fänge, machte kläffend zwei Sätze auf den Grauen zu, ohne wirklich nach ihm zu schnappen, doch als Warnung, dass mit ihm nicht zu Spaßen war, sollte es wohl genügen. Das Fell des Bunten war gestäubt, die Rute hoch gehoben und der Fang nah an dessen Flanke, während sich sein Nasenrücken noch immer kräuselte. Ein leises, dauerhaftes Knurren war zu vernehmen, während Noyn in dieser Bewegung verharrte und erst nach einem kurzen Moment schließlich seitwärts abdriftete – nicht aber, um sich zurückzuziehen, sondern eher, um dem Grauen etwas Freiraum zu lassen, ihm eine weitere Chance zu gewähren, genau abzuwägen, was im Augenblick das sicherere für ihn war. Von seiner Größe ließ er sich nicht einschüchtern – er hatte es schon mit Größerem aufgenommen, wenn man an Jeszyl dachte, und wusste zu gut, dass es darauf ankam, wie man mit seiner Kraft umzugehen wusste.

„Das Gepluster kannst du dir sonst wohin stecken.“, entgegnete er trocken und taktierte den Rüden mit einem ernsten Blick. „Criado – alles in Ordnung bei dir?“

Er warf einen kurzen Blick über seine Schulter, fand den Fuchs damit auch gezielt, ehe er sich wieder an den Grauen wandte, dessen Frage noch immer offen stand.

„Für wen ich mich halte –“, wiederholte er abfällig, „- sollte dir deine Nase eigentlich schon verraten haben. Hör zu, du halbes Hähnchen, es gibt zwei einfache Wege. Entweder, du hältst den Ball flach, oder du verschwindest aus unserem Revier. Wenn du dich mit einem von uns anlegst, hast du das gesamte Rudel im Nacken.“, erläuterte er ihm fast schon sachlich und schüttelte sich schließlich. „Gott nochmal. Du bist bestimmt aus der Stadt, was?“

Mit einem Grummeln schob er diese Vermutung nach, unwissend, dass diese Auseinandersetzung gerade daraus entstanden war. Noyn meinte damit klar, dass er einer der Ausgesetzten war – ein Hund, der vorher keine Ahnung von Sozialverhalten gehabt hatte, da er stets an einem kurzen Riemen durch die dreckigen Straßen geführt worden war – um andere Hunde wurde stets ein Bogen gemacht, um ja nichts zu riskieren. Noyn hatte nichts gegen Hunde, die von Menschen kamen, keineswegs, immerhin war er selbst einer von ihnen, auch, wenn das keiner hier wusste.



{ criado und nando | chakka, ceniar, cuco, quinta in der nähe | stand }

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