StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Zurück am Start

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
AutorNachricht
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 22 Feb 2012, 19:48


Der fremde Hund war nach seinem Geschmack viel zu frech. Roch er die anderen Hunde nicht? Immerhin gabs ja auch noch Baja und Fox. Ja, sie drei waren kein richtiges Rudel. Aber sie gehörten zusammen. Zumindest Baja und er gehörten zusammen, was man auch deutlich roch.
Fox Geruch hatte sich mittlerweile auch mit dem ihrigen vermischt...

Aber zumindest bildete der Hund sich nicht ein, ihn jetzt angreifen zu müssen. Gut so. Auch wenn er mittlerweile alt und grau wurde, hieß das noch lange nicht dass er schwach und langsam war und so einen jungen Hund konnte Ju noch immer ganz leicht austricksen.
Nun ja. Er wollte ihm eine Ruhepause nicht verwehren. Immerhin stelle er auch keine Bedrohung da und roch verletzt.
Ju schien noch zu überlegen, als der Hund sich auch schon den Sand legte.

Scheinbar unbegeistert rümpfte der Fuchs die Nase und wischte mit seiner Rute ein wenig Sand auf. Doch in Wirklichkeit war es ihm gleichgültig ob dieser Hund hier blieb oder nicht.

"Du kannst gern bleiben, so lang du friedlich bist. Wenn du Ärger machst, werde ich nicht zögern dich davon zu jagen." Drohend hob er die Lefzen, doch er glaubte nicht dass der Hund Ärger bedeutete. Wahrscheinlich war er nur ein armer, verwöhnter Schoßhund der ein wenig Freiheit schnuppern wollte und sich dabei nun verloren hatte. Auch wenn er nicht nach Menschen roch ... die Frage ist nur, warum sie ihn gejagd haben ...

Doch dazu würde er ihn später befragen, falls er dann noch da war. Im Moment brauchte er wohl Ruhe. Und er war eigentlich unterwegs um Futter zu suchen, also machte er sich auch auf. Vielleicht konnte er irgendwo einen Leckerbissen stibitzen in irgendeiner Menschenmenge.



[östlicher Strand - bei Foster und dann unterwegs allein]
Nach oben Nach unten
Chakka


avatar

Beiträge : 21930

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 22 Feb 2012, 22:41


Chakka war sich ziemlich sicher, dass Ceniar nicht widerstehen konnte. Kein Welpe konnte das, bei so einer spannenden und hoch verantwortungsvollen Aufgabe. Abwartend sah er den kleinen Rüden an, der ihn schon in wenigen Wochen größentechnisch eingeholt haben würde. Er war ein aufgewecktes kleines Kerlchen, mutig und selbstbewusst. Und man merkte ihm an, dass Noyn sein Vater war. Dem schenkte er ein freundliches Lächeln, dann stupste er den jungen Mischling mit der Nase an.

„Ich bin mir sicher, dass Ceniar das schaffen kann. Allein ist es schwer, aber mit deiner Hilfe …“

Er ließ den Rest des Satzes in der Luft hängen und blickte vertrauensvoll in die braunen Augen des Welpen. Was hätte er nicht darum gegeben, wenn er als junger Hund die Zeit für solche Spiele und spannende Geschichten gehabt hätte. Ihm war es bestimmt gewesen, zu überleben, mehr nicht. Er hatte es geschafft und war natürlich stolz auf das, was er erreicht hatte, aber zu mancher Zeit beneidete er die Welpen, die ohne Sorgen in Geborgenheit aufwuchsen und von ihren Eltern umsorgt wurden. Ceniar hatte großes Glück, dass er in dieser Geborgenheit groß werden konnte. Hier konnte es passieren, dass er eine leere Flasche Sonnencreme hinterher geworfen bekam oder von einem anderen Hund angeknurrt wurde, weil er sich dessen Beute zu sehr genähert hatte. Vielleicht wurde er nass und fror ein bisschen, wenn ihn eine Welle erwischte oder eine Möwe pickte ihm auf den Kopf und zupfte ihm am Ohr. Aber im Verhältnis zu dem, was Chakka mit Primo durchgestanden hatte, war das alles ein Kinderspiel. Er war froh, dass dieser junge Hund vor ihm hoffentlich nie so leiden musste wie er. Lächelnd setzte er sich nieder und betrachtete die kleine Familie zufrieden.

Alles hätte verdammt harmonisch sein können, wenn nicht zwei alte Streithähne wieder aneinander geraten wären. Zuerst hatte Chakka die lauter werdenden Stimmen absichtlich überhört, Nando war kein aggressiver Rüde. Er war meinungsfest und selbstbewusst, aber nicht direkt angriffslustig. Als Noyn jedoch herumfuhr, stand auch der braune Mischling wieder auf und erhaschte einen Blick auf zwei ineinander verbissene Hunde.

„Mist.“, grummelte er und wollte gerade loslaufen, als sein Freund diesen Part übernahm.

Gedankenlos wollte er folgen und tat schon einen Schritt nach vorn, als ihm auffiel, dass da ja noch jemand war. Schuldbewusst huschte sein Blick zur Seite und blieb an Ceniar hängen. Den Kleinen konnte er nun unmöglich allein hier stehen lassen, besonders da Noyn aus verständlichen Gründen nicht wollte, dass er ihm zu den beiden Kämpfenden folgte. Also platzierte er sich so vor ihm, dass er nicht direkt sah, was da hinten passierte und lächelte ihn konzentriert an.

„Wir warten jetzt bis dein Papa … nein halt, wir gehen mal gucken was deine Mama macht.“, schlug Chakka vor und änderte noch im Reden den Plan.

Quinta und Cuco sprachen zwar immer noch miteinander, doch diese Möglichkeit erschien ihm als die beste. Fix schob er den Welpen auf die Beine und passte gut auf, dass er immer zwischen ihm und dem Kampfgeschehen war. Er wollte nicht, dass der Welpe einen Blick auf unschöne Dinge erhaschte, die da möglicherweise passierten. Weit laufen musste er nicht, denn Quinta kam ihnen bereits entgegen. Erfreut wedelte der Mischling mit der kurzen Rute und schenkte der Windhündin ein aufmerksames Lächeln. Dann deutete er mit dem Kopf zuerst in Richtung Noyn, Criado und Nando, dann auf Ceniar, dann auf sie und machte ein bittendes Gesicht. Er rechnete nicht damit, dass sie ablehnen würde weil sie erstens Quinta war, es zweitens um ihren Sohn ging und zweitens … bei so etwas lehnte man nicht ab. Also nickte er einfach dankend und lief los.

„Holla die Waldfee! Nando, was soll das?“, rief er im Näherkommen vorwurfsvoll.


{ Strand :: erst allein mit Ceniar, dann mit Quinta, läuft zu Noyn, Criado und Nando }

................



Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.strandraeuber.jimdo.com
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 22 Feb 2012, 23:14

Vorsichtig hatte Cuco gegähnt, ehe er aufgesprungen war, bereit für ein neues Abenteuer. Zwar war er schon ein bisschen müde, immerhin war der Tag angstrengend gewesen, doch für ein Abenteuer mit Quinta war er sich – selbstverständlich – nicht zu schade. Vorsichtig zuckte er lediglich zusammen, als er sich kurz strecken wollte, und ihm dabei über die Nase geschleckt wurde. Unerwartet kam das, doch machte es dem kleinem nichts. Nein, im Gegenteil. Es war schön zu sehen das sie sich gegenseitig noch nicht aufgegeben hatten, oder ihre Hoffnung zumindest in dem Augenblick neu entflammt war. Gut gelaunt, wenn auch müde, setzte Cuco sich also artig vor die Hündin, und wippte leicht mit dem Kopf. Der Wind strich um seine Ohren, umspielte seinen ganzen Körper, und für einen Moment vergaß er alles um sich herum. Sogar Quinta. So öffnete er seinen Fang und lies seine Zunge heraushängen, was für andere um ihn herum wohl ziemlich komisch wirken musste. Doch es gefiel dem bunten.

"Probier das auch mal Quinta!", forderte er die große also spielerisch auf, auch wenn sie zuvor noch ein ganz anderes Ziel gehabt hatten.
Noch so halb in Gedanken 'weckten' ihn aber schließlich die Worte seiner Heldin, und sogleich sah er sich mit um. Sie wollte zu Papa Chakka ... und Ceniar, ihrem Sohn. War es das gewesen? Wollte sie lieber wieder zu ihm zurück, als bei Cuco bleiben? Natürlich wollte sie das, immerhin war sie eine Mutter, die ihren Sohn liebte. Ob Chakka seinen Sohn auch liebte? Zumindest hoffte Cuco das, immerhin bedeutete sein Vater ihm viel, hatte er doch schon den Rest seiner Familie verloren. Wenn man das überhaupt als Familie bezeichnen konnte, immerhin kannten sie sich untereinander ja kaum. Ob Quinta ihre Familie kannte? Ob sie sich gegenseitig mochten? Irgendwann würde der kleine Rüde sie danach fragen, doch galt es zunächst, zu Papa Chakka und ihrem Sohn zu gelangen, wenn letzterer auch gerne wegfallen konnte. Doch zugeben wollte Cuco das dann doch nicht, immerhin wäre es unfair Quinta gegenüber gewesen, akzeptierte sie doch auch was er sich wünschte und tat, und versuchte das beste daraus zu machen, ohne ihn zu verärgern. Also nickte er ihr bloß zu, und machte sich dann Auf in die Richtung, die die Hündin eingeschlagen hatte.

Ein zufriedenes Lächeln setzte sich auf seine Lefzen, als er Chakka zu Gesicht bekam, als sie näher bei den beiden waren, hatten sie sich doch auch auf den Weg in ihre Richtung gemacht.

"Papa Chakka!", rief er freudig, während die kleine Rute hin und her wedelte. Ceniar ignorierte er zunächst vollkommen, schien es ihm nicht nötig, den Winzling zu begrüßen. Natürlich war es falsch, doch was kümmerte ihn das in dem Moment? "Was geht da vor sich?"
Leicht deutete Cuco mit dem Kopf in die Richtung der anderen, war ihm das doch nicht erspart geblieben. Doch was genau da vorging, dass konnte er sich nicht erklären. Also lief er mit Chakka mit, der sich in die Richtung der anderen bewegte.


{bei Quinta, Chakka, Ceniar :: Auf dem Weg zum Rest}
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 25 Feb 2012, 15:22

Filiash, der nur mit halber Aufmerksamkeit anwesend zu sein schien, hatte nicht bemerkt, dass sich das gut riechende Duftbäumchen mittlerweile zu der anderen, ebenfalls noch recht jungen Hündin verzogen hatte. Konnte ihm in Grunde auch egal sein, denn viel zu holen war hier ohnehin nicht. Dafür passte der 'Daddy' der Kleinen viel zu sehr auf diese auf.
Als der Kangalrüde seine Worte mit 'Hör gut zu, Wolf' aufgriff, zuckte der Bunte lediglich mit dem Ohr und schielte an dem Größeren vorbei. Dass man die Schweinefresse mit 'Wolf' meinen könnte war schwer vorstellbar, so lauschte Filiash mit gedämpfter Interesse.

„Du fühlst dich auch ganz groß, nicht wahr, Knüppelschnauze?“,

warf er dann belanglos ein und kniff die blauen Seelentore zusammen. Irgendwie ergab das alles hier absolut keinen Sinn. Sie drehten sich im Kreis und im Kreis und im ... Naja, sie drehten sich eben im Kreis und kamen nicht vorwärts. Was sollte das hier? Sollten sie sich doch verziehen, wenn sie keine Lust aufeinander hatten. Zumindest schien der Kangal sein Revier ja nicht wirklich verteidigen zu wollen. Denn wäre dem so, so hätte der Riese die beiden Eindringlinge wohl locker verscheuchen können.
Tatsächlich meldete sich auch die Schweinefresse ein weiteres Mal zu Wort. Obwohl Filiash ja wirklich nicht viel auf dessen Meinung gab bekam er allmählich Lust, ihm mal zu zeigen wo der Hase lang lief - und der würde garantiert nicht in die gewünschte Richtung des Bullys laufen. Mit gehobenen Brauen, sofern möglich, warf er einen verächtlichen Blick getränkt mit Arroganz in die Richtung der Fußhupe.

„Ich soll mich selber angucken? Ah, ne, danke aber ich weiß auch so, dass ich gut aussehe.“

Nur kurz darauf ging der Kangal auf den Weißen zu, worauf dieser nur ein leises:'Lass mich in Ruhe' ausstieß. Meine Güte, dümmer hätte er sich nun wirklich nicht anstellen können. Für einen kurzen Augenblick betrachtete Filiash das unglaublich spannende und actiongeladene Spektakel und wandte sich letzten Endes von den beiden Rüden ab.

„Und ich habe mir wirklich mehr von diesem Ort erhofft. Ihr seid hier ja anscheinend noch dämlicher als die Trottel im Dorf. ... Könnte mir einer von euch noch sagen wo man hier Fresschen auftreibt? Obwohl, das kriege ich sicher auch noch allein auf die Reihe. Dann habt ihr mal weiter euren Spaß.“


{ strand von puerto ;; bei jeszyl, whisky (, corazón und barbie) }
Nach oben Nach unten
Criado


avatar

Beiträge : 1002

BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 26 Feb 2012, 00:41

Die Läufe des Harzer Fuchses waren immernoch gespannt wie zwei Sprungfedern, seine Leftzen zuckten ungeduldig und in seinen braunen Augen lag eine genervte Unruhe. Es war fast wie ein eingeengtes Tänzeln, nur auf eher missgelaunte Art, welches er da im dunklen Sand aufführte, immer noch voller Wut Nando fixierend. Der Kampf hatte sein Blut zum kochen gebracht und er war ganz aufgebauscht und hibbelig, wollte weiter kämpfen um dem jungen Wolfshund zu zeigen, wer hier der Chef war. Nur war eben Noyn der Boss und nicht Criado und jener hatte sich auch eingemischt, was dem Roten sehr missfiel. Der Gräuling hatte doch keine Ahnung darüber was er da vor sich hin laberte! Beschmutzte das Ansehen der Menschheit einfach so mir nichts dir nichts. Unverschämter Stadtköter! Man sah ihm an, dass er nur ein primitiver Kerl war, der alles hasste was ihn auch nur kurz ziepte. In seinem Zorn beschimpfte er den Czechoslovakian Wolfdog in Gedanken weiter, da er ihn schon in Worten längst zum Teufel gewünscht hatte. Doch zu viel wollte er auch nicht laut fluchen. Das kam nicht so gut rüber und er wollte nicht umbedingt streitsüchtig wirken, auch wenn es um Nando ging, es da etwas anders aussah. Im Dorf hätte niemand das Recht gehabt sich einzumischen, sie hätten es nicht mal gewagt! Kurz, nur ganz kurz galt ein gereizter Blick dem Red Merle, dann wandte er sich wieder ab.

"Und für wen hältst du dich, Nando, um nach ihm zu schnappen?! Mäßige dich oder ich werde mich erneut dazu gezwungen fühlen, dir ein wenig Respekt beizubringen, da deine Mutter scheinbar daran kläglich gescheitert ist!", zischte Criado aus dem Hintergrund und trat den mit verengten Augen neben Noyn, das Fell wieder leicht gesträubt und die Rute etwas höher haltend. Seine Leftzen zuckten wieder angewiedert und bedrohlich, als er den Graubraunen taxierte. Er sollte mal nicht so unverschämt werden! Schließlich war es immer noch Noyns Revier, in dem sie sich alle befanden, auch wenn Nando zu Chakka gehörte. Er wandte sein flauschiges Haupt kurz Noyn zu und sein Nackenfell legte sich wieder etwas flacher, der Gesichtszüge wurden freundlicher.

"Du hättest dich nicht einmischen müssen. Ich hätte ihm schon gezeigt, was es bedeutet, sich mit dem Sohn Maico-Ducs anzulegen.", nur leicht war der Vorwurf herauszuhören und er zuckte kurz unbestimmt mit einem seiner aufstehenden Lauscher. Im Endeffekt war es jetzt eh egal, es war ja passiert. "Ja,ja. Mir gehts gut.", fügte er noch schnell auf seine Frage hinzu, war jedoch froh darüber, dass Noyn sich ebenfalls gegen Nando stellte und nickte zustimmend auf seine Predigt hin, wobei er den Jüngeren immer noch argwöhnisch und mit angespannten Muskeln beäugte. Plötzlich erklang eine alzu bekannte Stimme, die der Fuchs schon lange nicht mehr vernommen hatte. Das aufgeriebene Gemüt wurde so von seiner verbissenen Kampfeslust, die immer noch ein wenig in ihm züngelte abgelenkt und er wandte sich mit einem strahlendem Gesicht um, die Rute freundlich hin und her wedelnd. Er wuffte leicht erfreut und machte einige kurze Hüpfer auf den kleineren Braunen zu, wobei er ihm gleich die Schnauze ins drahtige Fell stubste und so freundschaftlich begrüßte.

"Chakka! Es ist ja eine halbe Ewigkeit her, dass wir uns gesehen haben!", er grinste leicht, dann wurde seine Miene auf eine düstere Weise ernst. Er deutete über seine Schulter zu Nando und verzog die dunklen Leftzen missmutig. "Dein lieber Schützling hat sich ziemlich daneben benommen. Ich könnte ihm immer noch dem Hals umdrehen, diesem unwissenden Küken." Grummelnd hob er seinen Kopf wieder ein wenig und wollte sich zu Nando und Noyn umdrehen, als ihm ein anderer Rüde ins Auge fiel. Noch jung, aber mächtig gewachsen, so hätte ihn Criado fast gar nicht erkannt. Selbst die Stimme hatte sich verändert, doch schließlich begrüßte Criado ihn doch mit einem freundlichen Schwanzwedeln, wobei er mit seiner Schnauze kurz die des großen Welpen berührte. "Und Cuco! Ah, du bist ein richtiger Prachtkerl geworden. Die Hündinnen werden sich bestimmt bald nach dir reißen." Er zwinkerte dem Gefleckten leicht zu, bevor er sich besorgt zu dem Woflshund und Noyn umdrehte. Die Lust zu Kämpfen war mittlerweile fast verflogen. Trotzdem war er noch ziemlich wütend auf den Gräuling. "Nando geht hier vor sich.", murrte er kurz und etwas dunkler auf die Frage Cucos, die eigentlich an Chakka gerichtet gewesen war.


{ Noyn & Nando & Chakka & Cuco am Strand }

................

D E S A S T E R


the sky was blue after all
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 26 Feb 2012, 17:20

Noch immer wollten die Bilder nicht aus ihrem Kopf gehen. Egal wie viele Nächte schon vorbei waren, die Erinnerung an die Perrera wurde einfach nicht trüber. Die kläglichen Stimmen in ihren Ohren. Die müden Gesichter und diese hoffnungslosen Augen vor ihrem geistigen Auge. Genervt legten sich ihre dunklen Ohren leicht an ihren Hinterkopf. Dabei wollte sie es doch hinter sich lassen. – Sie war frei! Warum konnte sie nicht loslassen von den Erinnerungen und ihrem neuen Weg entgegentreten. Faith war zuversichtlich was die Zukunft anging. Auch wenn sie immer noch nicht so recht wusste, wo genau sie sich befand. Alles kam ihr so fremd vor. Nichts Bekanntestes. Wo sollte sie also anfangen zu suchen, wenn man keinen Anhaltspunkt hatte? Die Hündin hatte immer noch den Wunsch, zurück zu ihrer Familie zugehen. Sie musste einfach! Faith wollte gar nicht wissen, wie viel Sorgen sie sich um sie machten. Ihr Frauchen würde nie wieder eines ihrer schönen Lieder summen. Außer Trauerlieder, die sie wiederrum immer weiter runterziehen würden. Und ihr alter Herr? Wie sollte er sich jemals auf seine Arbeit konzentrieren, wenn er stets mit der Ungewissheit über Faith am Ende mit den Nerven war? Grauenhaft. Die Huskydame hoffte, dass es nur halb so schlimm war, als in ihren Gedanken. Andererseits schmeichelte es ihr auch. – Zu wissen, dass man sie brauchte, dass man ohne ihrer Nähe verrückt werden konnte. Umso schneller musste Faith also auch einen Weg zurückfinden!

Faith legte ihren Kopf in den Nacken, schloss ihre Seelenspiegel und versuchte durch die sanfte Brise viele Gerüche einzufangen. Gerüche die ihr bekannt waren und ihr womöglich einen Schubs in die richtige Richtung gaben. Mit einem leisen Seufzer öffnete sie blinzelnd ihre saphirblauen Augen und senkte ihre Schnauze wieder. Enttäuscht musste sie erneut feststellen, dass es nichts gab! Jedenfalls nichts, was sie suchte. Neben einer schattenspendeten Palme war Faith stehen geblieben und blickte sich leicht kritisch um. Es gab zwei Möglichkeiten: Sie lief nun weiter in die Richtung, den sie für sich gewählt hatte und würde entweder ihrer Familie näher oder aber sie würde sich immer weiter von ihnen entfernen. Um dies zu vermeiden, musste sie wissen wo sie war und welche Richtung sie gehen musste. Sie erkannte unweit von ihr entfernt drei Gestalten. Vielleicht wussten diese ja mehr und konnten einer netten Hündin in Not ja behilflich sein? Zuversichtlich setzte Faith sich in Bewegung und trabte zielstrebig zu den Rüden, wie sie später erkannte. Hinter ihnen konnte sie noch zwei weitere Hunde erkennen. Doch ihre Aufmerksamkeit lag mehr auf den Anderen. Die Rüden unterschieden sich von ihrem Aussehen, sowie ihrem Alter. Aber dies war eher eine unwichtige Nebensache. Viel mehr viel ihr die überausnette Unterhaltung der Dreien auf. Sie wusste nicht worum es ging. Sie hatte bloß ein paar Wortfetzen einfangen können. Doch dies reichte schon aus, um zu wissen, dass sie gerade in einer aufbrausender Diskussion gelandet war.
„Hey“, erklang ihre überaus feminine Stimme und ihr wurde überraschend klar, wie lange sie sie nicht mehr benutzt hatte. Sie merkte auch, wie gut es wieder tat sich in einer Gesellschaft zu befinden. Auch wenn ihr noch nicht wirklich klar war, wie sie diese Rüden einschätzen sollte.



Bei Jeszyl && Filiash && Whisky
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 26 Feb 2012, 20:18

Die große Hündin reckte den Kopf und sah zu Baja runter, Entschlossenheit und Zuversicht auf der Miene.
„Nicht so lange ich hier bin“, sagte sie mit fester Stimme und meinte ihre Worte ernst. Kein Hund sollte in die Fänge von Menschen geraten. Nicht so, nicht mit Gewalt. Genauso wenig sollte ein Welpe der kaum auf den eigenen Beinen stehen konnte seinem Rudel entrissen werden.

So sah sie zumindest eine Aufgabe vor Augen: Bajas Rudel wiederfinden und sie bestenfalls zu ihrem Vater zurückbringen. Sie konnte nicht sagen wie lange Baja bereits von ihrem Vater getrennt war, in der Zeit konnte sich viel getan haben. Hoffentlich war das Rudel von dem sie die ganze Zeit sprach noch immer dasselbe. Die Dinge konnten sich in ihrer Welt so verdammt rasend schnell ändern.

Für Baja aber wollte sie optimistisch sein, selbst wenn sie es häufig so sah, war nicht alles bitter und grau in der Welt. Aufmunternd stupste sie gegen Bajas Nase und sog daraufhin die salzige Luft ein und suchte die Witterung des kleinen Rotfells.
„Ich glaub er ist in die Richtung verschwunden“, sagte sie schließlich und trabte locker los, wobei der Sand unter ihren Pfoten angenehm nachgab.

Zum Glück war es nicht besonders schwer dem Fuchs zu folgen, er roch einfach anders als ein Hund, was es einfach machte seinen Geruch zwischen all den anderen zu lokalisieren.
Mit langen Schritten folgte sie der Witterung und stutzte als ihr eine fremde entgegen wehte. War Ju etwa nicht mehr allein? Kräftig schnaufte durch und wurde eine Spur wachsamer. Aufmerksam lief sie weiter und erblickte schließlich wie der Rotpelz hinter einer Ecke verschwand. Schnell hatte sie zum ihm aufgeholt. „Meinst du nicht auch, dass drei Nasen mehr wittern als nur eine?“ Fragte sie grinsend und sah zu Ju runter.


[Erst am Strand | sucht Ju und findet ihn]
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mo 27 Feb 2012, 14:15

Für den Macho des Ortes entwickelte sich die Situation zu einer ziemlich unbefriedigenden, denn wie er feststellen musste – ein Seitenblick reichte hierzu völlig – hatte sich nicht nur das junge schwarze Ding entfernt. Nein, auch „sein“ Herzchen hatte sich klammheimlich aus dem Staub gemacht, was den Rüden eigentlich dazu veranlasst hätte, ihr flugs zu folgen...die beiden Rüden mit denen er sich hier abgab waren sicher nicht die einzigen in der Nähe...und wer wusste schon, ob Cora die Sanftmütigkeit ihres Erzeugers geerbt hatte...oder doch eher die Wehrhaftigkeit ihrer Mutter? Jeszyl wusste es nicht, was ihn der jungen Hündin – oder zumindest ihrer Duftwolke – etwas versonnen nachblicken ließ und für den Moment doch tatsächlich aus dem Konzept brachte.

Schweinenase und Matschgesicht schienen nicht viel an ihren Positionen ändern zu wollen – wobei ersterer wenigstens „etwas“ dafür tat, indem er den Kangal anknurrte und...zumindest mehr oder minder an einen anderen Ort wünschte, wenn man so wollte. Denn ein 'Lass mich in Ruhe' war doch nicht gerade einladend, mh? Aber Jeszyl, Stoiker wie er war und vermutlich immer bleiben würde, ließ die Nase noch einen Moment nahe der länglich zulaufenden vor ihm und hob erst den Kopf, als der Nicht-Wolf sich meldete.

„Hättest Du, Wölfchen, etwas mehr an Geduld, könnte ich Dir durchaus zeigen, wo es hier die besten Happen gibt. Sollte ich als Gastgeber ja wohl können.“

tönte der Kangal ein wenig herum, postierte sich quer vor der Langnase und ließ den wohl unfreiwillig das Kangalbauchfell schnuppern...oder eher die Kangal'sche Duftwolke, an der das Töchterchen gar nicht so unschuldig gewesen war.

„Aber du ziehst es vermutlich vor, dich einfach zu verpissen, eh? Machst dich dünne, anstatt auch mal auf einen Rüden zu hören.“

Wahrscheinlich schätzte er den Rüden damit gar nicht mal so falsch ein – noch wahrscheinlicher war aber, dass er komplett daneben lag. Dass er davon absah dem Fellhaufen zu folgen lag zum einen sicher daran, dass er der Langnase die volle Kangaldröhnung geben wollte, zum anderen aber an der Gestalt die sich ziemlich plötzlich ins Bild schob – und beinahe so einfältig wirkte wie die Katze die er mal gesehen hatte. Also auf den ersten Blick.
Aber der Eindruck verwischte sich schnell, als die Dunkle – interessantes Fell hatte sie ja – sich dazu überwand, das rüdige Trio infernale zu grüßen. Auch wenn ein dahingeworfenes 'Hey' nicht unbedingt dazu taugte, gleich in Sympathiepunkten zu ertrinken, so hatte sie doch Jeszyl einen willkommenen Anlass gegeben, der Langnase und dem Schlammgesicht für einen Moment den Rücken zuzudrehen und sich formatfüllend vor der eher zierlich wirkenden Hündin aufzubauen.

„Sieh an.“ begann er, legte die Stirn in seltsam anmutende Falten als denke er gerade besonders angestrengt nach und musterte den Fellberg vor sich, den er – das begann er langsam zu realisieren – hier noch nicht gesehen hatte. Zudem stank das arme Tierchen förmlich noch nach Perrera.

„Nun da du dem Tod von der Schippe gesprungen bist, möchtest Du sicher, dass wir Samariter spielen und Dir einen Happen zu futtern besorgen – richtig?“

Die Stimme des Großen Rüden klang dabei nicht einmal bösartig – eher ein wenig resignierend, denn wie die Hündin aussah sprach für sich. Jedenfalls nicht so, als habe sie sich gerade aus einem gesunden Zwei-Personen-Haushalt entfernt. Nein, das Mädchen hatte einiges durchgemacht und man sah es ihr dummerweise sogar an. Kurz warf er einen Blick auf seine zwei „Begleiter“, war sich aber nicht sicher ob die den kleinen Wink in seiner Aussage verstanden hatten: Cheffe wusste, wo es Futter gab...war nur fraglich ob sich das doppelte Flottchen so weit fügen konnte, dass es wenigstens bis zum Zielort die Pfoten stillhielt – wenn es sich denn überhaupt darauf einließ und ein Stück des Weges mitgehen würde. Das hatte Jeszyl eindeutig nicht selbst in der Pfote...


[nahe des Loro Parque; bei Filiash und Whisky, die durch Faith ergänzt werden, dafür sind Barbie und Cora erstmal raus]
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mo 27 Feb 2012, 19:28

~*~Einspruch Euer Ehren, und den erheben wir zu Recht.
Wir haben nach Fug und Maß experimentiert,
wir waren vielleicht naiv, wir geben zu, auch manchmal schlecht.
Doch mit Verlaub: Wer hat uns denn so konstruiert?~*~

Er wusste nichts. Weder wo er war, noch was das weite, weite Ding da vorne war. Noch, dass die Hunde dort waren, noch wo er hin sollte. Er fühlte sich so dumm – waren Hütehunde wirklich dumm? Vielleicht... Er war so platt.So fertig.
Ein Seufzen erklang und gerade als er sich endlich ablegen wollte, den Boden nicht mehr unter den Füßen sondern unter seinem Bauch und den Läufen spüren wollte, den Kopf erschöpft zwischen die Beine sacken lassen und die Seele einfach baumeln lassen ohne sich weitere Sorgen zu machen, ohne weitere deprimierende Gedanken zu haben, riss ihn eine liebliche Stimme aus dieser Trance.

>Wer sind sie. Wenn ich fragen darf? Dies ist – eigentlich – unser Territorium, also um Fragen zu vermeiden – Ja wir haben das Recht zu erfahren wer sich hinter unsere Geruchs-Markierungen begibt.< Oh welch unfreundliche Worte, in einer Engelsstimme umhüllt von Vorsicht und Neugier, sowie den bitteren Verweisen auf das was unbestritten war – jedoch bis soeben unbemerkt gewesen war.
Der Rüde wandte den Kopf der Hündin zu und die verschiedenfarbigen Augen musterten sie. Kurz und knapp – er hatte gerochen dass sie eine sie war und eben kein er. Anschließend sog er die Luft ein, als würde er ihre Aussage prüfen. Er prüfte aber nur ob er wirklich eine Markierung irgendwo befand. Und anscheinend tat sie es, irgendwo weit hinter sich. Sie war nur noch sehr schwach hier, mitten im fremden Revier.
In seinem Körper herrschte das Chaos, äußerlich tobte die Ruhe. Unbeweglich stand er da, während im Innern sich alles überschlug. Die Gedanken fingen an anerkennend zu pfeiffen und meinten: Oho, was ist dass denn für eine schickes Schneckchen? Die schaut ja richtig hübsch aus. So fein und elegant, als würde sie hier nicht hingehören. Ihr Fell ist reinlich und wie die Sonne sich dadrin glänzend spiegelt. Meine Herren, ein dolles Lottchen, die kleine. Der Körper sagte eher was anderes. Er meinte nur etwas angenervt: Alter, pack dich endlich ab. Ich bin müde! Ignorier das Ding da und penn ein wenig. Ich mag nicht mehr.
Er brauchte noch ein wenig, bis er sich sotiert hatte, dann endlich kam ein kleines verschmitztes Lächeln und in den Augen leuchtete ein: Entschuldigung auf. Diese Groteskartigkeit der Unentschlossenheit an Mimiken war wirklich beeindruckend und dass gerade er das hinbekam – kein wirkliches Kunststück. Immerhin log er doch schon sobald er das Maul aufmachte und die Wahrheit in seinen Worten perfekt definierte so, dass die Ehrlichkeit unendlich viel Platz neben den Lügen fand. Achne, das war doch falsch oder nicht? Er wusste doch selber nicht wo er stand.
“Entschuldigung, ich habe das gar nicht wirklich mitbekommen.“, waren die ersten belächelnden Worte. Sie waren so ernst und ohne Schalk rüber gebracht, dass man die Ehrlichkeit gar nicht mehr anzweifeln konnte. Aber es war wahr, er hatte es nicht bemerkt. Nicht ein Stückchen.
So wie er erst jetzt bemerkte, dass die kleine Schnecke da, anscheinend Freunde hatte, die sich jedoch noch weit hinten aufhielten. Davon ließ sich der Rüde nicht irritieren und fuhr in seiner freundlichen Art fort: “Ich bin Stiffler. Der Hütehund Stiffler, aber alle kennen mich nur als Stiffs – der Partykracher.“ Gott, wie das klang. Dumm und dümmer. Hütehunde wurden immer für dumm gehalten – aber das war das Schlitzohr ja nicht, er war sehr intelligent. Und das mit der Partyader war sehr... unintelligent. Aber man konnte mit ihm Spaß haben, sehr viel Spaß und vor allem die weibliche Generation. Wie dem auch sei. Er wollte etwas anderes.

“Wenn Sie nichts dagegen haben – und ihre reizenden Freunde dort hinten auch nicht, dann würde ich mich sehr gerne etwas hinlegen. Mir schmerzen die Pfoten.“ Stiffler wartete nicht, er konnte nicht. Der Körper begann wirklich höllisch zu Schmerzen und die Pfotenballen spürte er wohl schon eine Ewigkeit nicht mehr. Erst ließ er sich leicht sinken, dann fiel er ruckartig einfach hin und lag da. Platt wie eine Flunder im Sand, als wolle er ein Sonnenbad genießen. Er seufzte zufrieden. Das war schon viel besser – viel, viel viel, besser. Der Kopf sank auch hinab und er versuchte sich endlich zu entspannen. Er war so müde – so unendlich müde.
“Sie müssen wissen Señora, dass ich sehr weit gelaufen bin und wirklich nicht mehr kann.. Und das alles... Alles war vergebens.“ Seine langen Ohren ließ er abknicken und herabhängen. Mit dem Blick auf das weite weite Meer, wirkte er fast schon etwas verloren und bedauernswert, der kleine arme Stiffs.

[Stiffs bei Sahara | Stiffs bemerkt sie nicht | Stiffs redet mit ihr | Stiffs legt sich einfach hin]
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 29 Feb 2012, 16:46

    Natürlich musste der Bunte sich wichtig machen, war ihm schon klar wessen Revier er hier betreten hatte das hinderte ihn allerdings nicht daran weiterhin sein Fell aufzustellen und würde ihn auch ganz bestimmt nicht dazu bringen sich hier irgendjemanden unterzuordnen.
    Auf Noyns Worte erwiederte er lediglich mit einem abfälligen Schnaufen. Die sollten sich hier lieber nicht so aufführen und mal abgesehen davon war er nicht derjenige gewesen der die Rauferei vom Zaun getreten hatte. Criado setzte schliesslich nochmal eins drauf indem er begann zu meinen, Nando belehren zu müssen.
    Seine Mutter sollte ihn nicht erzogen haben? Sein Blick wanderte vorbei an Noyn und er fixierte erneut Criado, dabei ignorierend das Chakka auf sie alle zugelaufen kam

    "Vielleicht hätte sie es ja, wenn die Menschen mich ihr nicht genommen hätten!" knurrte er dann dem Roten entgegen.

    Als Criado dann Noyn mit seinem selbstsicheren gequatsche vollsabbelte knurrte er leise und vernahm Chakkas Worte näher kommen

    "Was das soll? Frag' mal lieber den Verursacher!"

    Damit wand er sich knurrend von den dreien ab und entfernte sich von der kleinen Gruppe in Richtung des Wassers. Ihm war gerade mehr den je danach einen Hund umzubringen, so sehr war ihm noch nichteinmal bei Filiash danach gewesen. Apropos, wo trieb der sich eigentlich herum? Ach auch egal, er war weg und sie hatten wohl ihre Ruhe vor ihm, zumindest vorerst.
    Was sich hinter ihm abspielte war ihm gerade reichlich egal, eigentlich hätte er doch etwas mehr Rückendeckung seitens Chakka erwartet aber stattdessen wurde er als Verursacher abgestempelt... Sollten sie ruhig, war ihm auch ganz gleich er kam alleine wohl sowieso besser klar. Dann musste er sich nicht anhören wie Criado die Menschen anhimmelte und wenn man mit ihm ruhig über diese Einstellung sprechen wollte, dann ging er einem gleich an die Kehle.
    Er schüttelte sich leicht als das unangenehme Gefühl des Bisses von Criado wieder in seiner Brust pulsierte und ging mit den Vorderpfoten in das kühle Wasser. Die Wellen rauschten vor ihm und ließen ihn zumindest den Lärm der restlichen Lebewesen am Strand ausblenden.
    Dumme Menschen, dummes Rudel und dämlicher Criado. Er war froh wenn der Dorfköter endlich wieder bei seinen dummen Menschen war und wenn er irgendwann an einem Baum hängen würde, dann würde er nur sagen "ich habe ihn gewarnt..." und damit wäre gut.
    Ein leises schnaufen entkam ihm, dann setzte er sich in den dunklen Sand und lies die dreieckigen Ohren am Kopf anliegen. Er sollte einfach verschwinden und wieder alleine durch die Stadt laufen, so war er auch viel unauffälliger. Vorher würde er aber noch nach Carmello sehen irgendwie tat ihm der rote Kater leid und er wollte ihn nicht ganz alleine lassen. Wo war dieser überhaupt¿


{Criado, Noyn, Chakka | Alleine | Strand}
Nach oben Nach unten
Whisky


avatar

Beiträge : 857

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Do 01 März 2012, 12:36

Es bringt nichts, mich wegzuwerfen. Ich bin ein Boomerang!


„Na lieber ne Krüppelschnauze, als so auszusehen wie du.“

Der Weiße ließ sich zu einer allzu menschlichen Geste hinreißen, ein gelangweiltes Schulterzucken und einen Gesichtsausdruck alá ist mir doch egal folgte mit kurzem Abstand. Wenn es um das Aussehen des Bullterriers ging hatte sich im Inneren des Rüden inzwischen eine richtig dicke Mauer um seinen Stolz gebildet. Es reizte ihn immerzu, dass die wohlgeformten, besonders fürs Auge angenehmen Kopfformen der 'gewöhnlichen' Hunde einen Grund baten, einen Versuch zu wagen, sich höher zu stellen. Doch in solchen Momenten dachte Whisky immerzu an die Leichtigkeit, mit der Mann solch feingliedrige, wunderschöne Gesichter zerschmettern und zertrümmern konnte und freute sich jedes mal einen Ast, wenn er bemerkte, dass seine Kugelrübe so etwas wie ein unzerstörbares Fort darstellte. Sollte es jemals soweit kommen würde er seine kleinen, hinterlistigen Terrierzähne gerne irgendwie in Filiashs Kopf stecken.

Dem Bullterrier wurde so langsam bewusst, dass die drei Parteien hier ein wenig auf der Strecke blieben. Sie alle wollten Recht haben und ihre Dominanz beweisen – er natürlich auch. Aber hieß es nicht, der Klügere gibt nach? Whisky dachte ernsthaft darüber nach, während er die nächsten Worte Schlammgesichts einfach an sich vorbeiziehen ließ und vorsichtig das leicht verkrüppelte Hinterbein entlastete. Der U-boot-förmige Körper wankte leicht, fand aber nach einiger Zeit sein Gleichgewicht. Und schon wieder plapperte der Jüngste von ihnen irgendwas drauflos, was entweder zu hoch oder reichlich zu tief für Whisky war, da er mal wieder nicht den Sinn hinter den Worten von Schlammgesicht erkannte.

„Warum stellst du überhaupt irgendwelche Fragen, wenn du sie dir eh selbst beantwortest? Tu uns einen Gefallen und leb' deinen Gottkomplex woanders aus, hier gibt es für dich eh nichts zu holen. Wir schauen alle zu dir auf, oh, König von Idiotenland.“


Genervt verdrehte der Rüde die Augen und wollte sich zum gehen wenden, doch im letzten Moment gesellte sich eine – im Gegensatz zu Filiash – Wolfsartige zu ihnen und wurde natürlich direkt kritisch beäugt und ganz entfernt beschnüffelt. Puuuh .. kein Duftbäumchen. Diese merkwürdigen Düfte verleiteten ihn immer zu gewissen Trieben, die er sich nicht erklären konnte. Als er dieses Gefühl vor langer Zeit einem bekannten bei den Menschen mitteilte, meinte dieser nur, Whisky sei zwar alt, aber noch so blöd wie ein Welpe. Danach hatte sich der bekannte nie wieder in Whiskys Domizil gewagt. Die kleine Erinnerung zauberte ein Lächeln auf die Lefzen des Eierköpfigen.

Zuerst übernahm Herr Riese das Sprechen, was Whisky nur gelegen kam. Er wusste gar nicht, wie man auf so eine zögerliche Annäherung reagieren sollte, er kannte eigentlich nur direkte Konfrontation oder schlicht und einfach das Weglaufen. Als der große jedoch von Essen sprach, wurde der Weiße plötzlich hellhörig und in diesem Moment geschah etwas merkwürdiges. Es war, als hätte man die vorherigen Minuten gelöscht und all die Wortgefechte wären nie passiert, seine Wogen glätteten sich urplötzlich und vorfreudiges Schwanzwedeln dominierte nun seine Ausstrahlung.

„ ESSEN?“


war sein besonders geistreiches Kommentar, während er den Kangal mit funkelnden Augen anblickte. Ooooooh es wäre sooo toll mit meinen drei besten Freunden Essen zu gehen. Moment mal, drei beste Freunde? Einen Moment stockte der Rüde, ehe er den Kopf schüttelte und wieder in Vorfreude abdriftete. Ach egal, ich hab einen Mordshunger!

[ bei Jeszyl, Filiash & Faith ]

................


Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich:
 

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Noyn Cloud


avatar

Beiträge : 6394

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Do 01 März 2012, 17:26

Wieso konnte eigentlich nicht einfach mal etwas ohne größere Störungen verlaufen? Besonders, da er davon ausgegangen war, dass Criado diese Gruppe bereits kannte. Für Noyn war allein Chakka ein bekanntes Gesicht, der Rest fremd wie der Großteil der anderen Straßenhunde auf der Insel und somit hatte er im Grunde blind darauf vertraut, dass sich die Anwesenden verstehen würden – ein weiterer Grund, weshalb er so bedingungslos eingestimmt hatte, die beiden Rüden als Ziel für Ceniar freizugeben, nachdem Chakka es vorgeschlagen hatte. Wahrscheinlich war auch der Braune davon ausgegangen, doch Noyn wunderte sich nicht weiter darüber – er konnte den Grauen nicht einschätzen und mit seinem jetzigen Verhalten machte er sich genauso wenige Pluspunkte wie der gefleckte Sohn seines Freundes, was allerdings bei Noyn nicht unbedingt viel zu bedeuten hatte. Doch im Moment hielt ihn nichts davon ab, seine Position dem Grauen gegenüber zu behaupten. Mit einem skeptischen Blick musterte er die Haltung des Gegenübers, hob die Rute noch ein Stück an, schwieg allerdings, da er keine Lust hatte, weiter darauf einzugehen. Es blieb also bei einem strengen Blick, ehe seine Seelenspiegel kurz zum Fuchs huschten, der sich neben ihm aufbaute. Auch dazu sagte er vorerst nichts, obgleich er nicht sonderlich davon begeistert war. Criado war auch kein Unschuldslamm in dieser Situation, doch darauf würde er später eventuell zurück kommen. Im Augenblick war anderes wichtiger, denn die beiden Lieben in seiner Nähe begannen erneut, sich anzugiften.

„Sendepause. Für beide.“, stellte er schließlich klar, während sein Blick erneut von Partei A zu Partei B wanderte. Mit einem Seufzen fuhr er schließlich fort, den Blick gen Criado gerichtet, allerdings wieder wesentlich sanfter als zuvor, fast schon besorgt, was aber gewiss nichts mit den beiden Kollegen zu tun hatte. „Glaubt ihr, dass ihr im Augenblick das perfekte Vorbild für Klein-Ceniar seid, der alles nachahmt, was er zu sehen bekommt?“

Er überging die Tatsache, dass Criado das wohl gerade als Unterstützung verstand. Gewiss – ihm ging es um die Ruhe in seinem Rudel, doch es war noch lange nicht seine Absicht, den Wolfshund hier rauszumobben. Unschlüssig spielte er kurz mit den Ohren, schenkte Criado erneut einen skeptischen Blick, als er ihm versicherte, er wäre von seinem Sieg überzeugt gewesen und schwieg dazu, da sich ohnehin Chakka aus der Entfernung anmeldete und sich der Aussie herum wandte. Gleichzeitig gab sich Nando noch beleidigter und entfernte sich schließlich. Die Ohren des Bunten zuckten, doch er machte keine weiteren Anstalten zu einer Handlung. Mit einem leichten Lächeln auf den Lefzen verfolgte er schließlich das Wiedersehen des Fuchses und Chakkas, musterte schließlich noch einmal Cuco, der ihm gefolgt war, ehe sein Blick zu Quinta und Ceniar wanderte. Besorgnis legte sich in seine Seelenspiegel, doch recht schnell drehte er sich erneut herum und blickte Criado an.

„Wenn ihr euch das nächste Mal die Köpfe einschlagen wollt, dann bitte nicht mit Ceniar in der Nähe.“, bemerkte er schließlich und streckte sich. „Willst du erzählen, was war? Oder seid ihr euch einfach nur unsympathisch?“



{ criado, cuco und chakka | nando; ceniar und quinta in der nähe | stand }

................




Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 06 März 2012, 13:56

Es war so erfrischend mit der Windhunddame zu reden, denn es weckte Erinnerungen an seine Vergangenheit die er zu Recht als erfüllt und interessant bezeichnen konnte. Er hatte eine Weile die Augen geschlossen als Sahara sich erhob und zu irgendwem sprach. Flake war nicht direkt müde aber jetzt die Augen zu öffnen, erschien ihm als falsch, weswegen er sie geschlossen hielt und von früher träumte. Von Tibet und den Himmelstreppen, von seinen Gebetsfahnen, den kleinen Gebirgsponys, den Tälern, den Menschen und den Yaks die sich ihre Wege über die steinigen Hänge suchten. Er träumte von China und seinen häufigen Fluchten vor irgendwelchen Köchen, die ihm mit ihren Messern nachgelaufen waren. Vom Kaiserpalast und seinen Malereien und der Geschichte die dahinter steckte. Er fand es interessant aber auch erschreckend wie gern die Menschen Blut und Tod an irgendwelchen Wänden und Mauern verewigten wo diese beiden Dinge doch alles andere als schön waren.

Er spitzte die Ohren, aus seinen Träumen gerissen, als die Fremde Stimme eines Rüden sich erhob und Der Alte Hund öffnete doch noch die Augen, blinzelte und wandte sich dem armen Tropf zu der wohl von irgendwoher nach hier gekommen war und nun davon überzeugt war, dass es sinnlos gewesen sein. Eigentlich hatte Flake sich ja vorgenommen erstmal nix zu sagen aber der andere Rüde weckte seinen Beschützerinstinkt. Vielleicht weil Flake einst ja auch so gewesen war, so hoffnungslos und doch erfüllt von dem Drang zu laufen bis das Herz in seiner Brust wie ein Vogel flatterte. Die Gründe waren nebensächlich

"Aber, aber, Junger Freund. Nichts ist umsonst. Ich weiß nicht wer du bist und was du hier suchst aber ich bin sicher, dass du es finden wirst wenn die Zeit dafür reif ist. Oder das was du suchst, findet dich."

Er streckte sich zufrieden im warmen Sand auf der Seite aus und wandte den Blick nun endlich zu dem Rüden hin, der sich zu ihnen gesellt hatte. Er schien zumindest irgendwann mal unter Menschen gelebt zu haben, denn er schien gut im Futter zu stehen, bzw war er das mal gewesen aber das Leben ohne Menschen zeigte auch irgendwann Spuren. "Bleib doch eine Weile und erzähle uns wer du bist und woher du kommst. Wir haben Zeit" lud er den Jüngeren Rüden ein und wandte kurz den Blick zu Sahara hin.


[bei Sahara & Stiffs am Strand]
Nach oben Nach unten
Sparky


avatar


Beiträge : 1445

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 06 März 2012, 22:59


"I don`t want to say goodbye..."

Oh, gail, fantastisch, fantástico ~ es passierte schon wieder...

Die hübsche, immer noch fremdgebliebene Hündin war über alle Berge verschwunden. Und mit ihr verschwand nicht nur ihr reizendes Äußeres, sondern auch Sparkys Hoffnung, irgendwann auch mal was vom Kuchen ab zubekommen. The cake is a lie. Der orangene Kater saß immer noch genauso frustriert und bedöpelt da, wie zuvor. Die Welt hatte etwas gegen ihn. Warum nur, warum musste sie ausgerechnet in dem Moment verschwinden, in der ihr mitgeteilt wurde, dass sie bleiben durfte? Das war doch Ironie des Schicksals. Sparky ließ traurig die Ohren sinken. Noch eine gerade erst kennen gelernte Seele, die ihn schon nach einigen Momenten verlassen hatte – und es war auch noch ein Weibchen gewesen, ouh, ouh, ouh!

Die sanften Worte Fyfas und die kleine Schleckerei über den Kopf munterten den frustrierten Playboy allerdings etwas auf. Während sie sprach, wandt er neugierig seinen Kopf in ihre Richtung. Abgesehen von den Zärtlichkeiten seiner damaligen Pflegemutter Blanca, war bisher noch nie eine Hündin im so nahe gekommen. Es war zwar ungefähr genauso frustrierend wie „Hast du schon mal ein Mädchen geküsst? - außer deiner Mutter!“ aber für den orangeroten Loverboy war es der direkte Beweis, dass seine Liebe zur Damenwelt doch nicht vergeblich war. Sie zeigte offenbar erste Blüten. Die durchaus ernsthaften Tipps nahm Sparky irgendwie gar nicht so richtig war... aber da war so sein komisches Geräusch, so ein Rauschen... ja, und manchmal drangen sogar Wörter an die spitzen, dreieckigen Katzen- pardon, Hundeohren! Rausch rausch rausch... charmante Begrüßung .... rausch rausch rausch... solche Offenheit... rausch rausch rausch... zurückhaltend wie sie... rausch rausch... Ab dem Teil „Vorsichtig rangehen“ hörte er aber wenigstens wieder zu! Yay, er hatte den letzten Part des Textes mitbekommen. Er war einfach zu positiv davon überrascht gewesen, dass sich Fyfa ernsthaft irgendwie minimal für ihn interessierte, da hatte er gar nicht daran gedacht, ihr irgendwie zuzuhören. Dennoch, die letzten paar Wörterchen, die wollte er sich wirklich zu Herzen nehmen.

„Meinst du? Könntest du dir echt vorstellen, dass ich – also ich habe natürlich ohne Zweifel viel Erfolg, klar – aber na ja, dass ich noch mehr Erfolg haben würde, wenn ich etwas... vorsichtiger wäre?“

, fragte er mit einem neugierigen, hoffnungsvollen, aber auch einem – selbstverständlich – verliebten Glitzern in den Augen. Fyfa, Fyfa... sie hatte ihn am Anfang zwar auch für eine Pussy gehalten, aber mittlerweile gehörte sie zu den liebevollsten und wunderschönsten Geschöpfen des Erdballs. Natürlich zusammen mit seiner Chica de rojo.

Apropos, nun geschah das, was mit dem ersten Satz „es passierte schon wieder“ zusammenhing; die rote Schönheit Sunny meinte, sie würde nur etwas auf Futtersuche gehen. Sparky beobachtete sie aus den Augenwinkeln, wie sie sich aus dem Staub machte. Normalerweise hätte er ihr noch eine romantische Verabschiedung hinterher trompetet, wie „Bis bald mein Täubchen“ oder so etwas, aber irgendwie war ihm grade nicht danach. Irgendwie klang sie nicht wirklich nach einem Standard „Ich geh was zu Fressen besorgen“ oder so. Aber na ja, weitere Gedanken machte sich Hohlköpfchen Sparksy-sparks nicht.

Wirklich dramatisch wurde es allerdings erst nach ein paar Minuten, nachdem Sunset auf einmal ein eigenartiges Heulen von sich gab. Nun, Sparkys Ohren waren natürlich zu katzenartig ZU AWESOME um das Jaulen eines Hundes genau zu deuten, aber dennoch, dieses... dieses... Dings, das konnte er deutlich heraushören. Dieses Dings klang nicht unbedingt wie ein Ton, Klang oder was auch immer, sondern eher wie ein Abschied in Melodieform. Und genau das war es ja eigentlich auch. Sofort war Sparky aufgesprungen, hatte seine Vorderpfoten an die Seite des umgekippten Bootes gelehnt und horchte nun bekümmert den letzten Rufen Sunsets. Na Bravo, nun war auch noch die Weg. Die Dame, mit der er das kleine Abenteuer auf dem Teide, als er sich so einsam gefühlt hatte, erlebt hatte. Und nun? Nun ging sie... ging sie... ach verflucht, er wusste nicht einmal, wohin sie ging! Sie hätte wirklich kurz mal Tschüss sagen können, ehrlich! Frustriert und ohne Antwort – er wusste, er könnte sowieso nicht laut genug jaulen – ließ er sich auf seine Hinterpfoten sinken und starrte abwesendt auf den dunklen Sand unter seinen Ballen. Na prima, toll. Zuerst die Windhündin, jetzt Sunset – und dabei dachte er gerade durch Fyfas Worte, es könnte ein wenig bergauf gehen. Haha, sicher. Was machte er denn so falsch, dass alle immer davon liefen? Er verhielt sich doch genauso stinknormal wie sonst jeder andere stinknormale Hund – oder etwa nicht?


[ Strand (Umgekipptes Boot/Jes` Revier | Fyfa (& Sunset) ]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Chakka


avatar

Beiträge : 21930

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 07 März 2012, 21:58


Etwas zu spät bemerkte Chakka, dass Cuco ihm gefolgt war und eindeutig wissen wollte, was sich zwischen Nando und Criado abgespielt hatte. Er warf seinem Sohn einen gehetzten und zugleich entschuldigenden Blick zu und machte mit dem Kopf eine Geste, die Cuco auf einen späteren Augenblick vertrösten sollte. Mitkommen konnte er aber, denn der Mischling glaubte nicht, dass die beiden Rüden vollkommen die Beherrschung verloren, wenn man sie ermahnte. So dürfte die Gefahr bereits seit Noyns Auftauchen dort gebannt sein und Chakkas Einmischung war nur noch eine formelle Sache. Er fühlte sich irgendwie verantwortlich für das, was Nando verzapfte, weil er zu seiner Gruppe gehörte, also musste er ein Auge auf ihn haben und sich notfalls auf Vorwürfe gefasst machen. Doch zuerst einmal hatte er etwas ganz entscheidendes in der Unordnung vergessen: Criado richtig zu begrüßen.
Als der Mischling das Gefühl hatte, dass sich die Lage wieder etwas entspannt hatte, wandte er sich mit freudigem Ausdruck im Gesicht zu Criado um und wedelte glücklich mit der kurzen Rute. Wie es auch der Rote getan hatte, stupste Chakka ihn an, landete dabei aber dank der Felllänge mit dem gesamten Gesicht im zottigen Brustfell des Harzer Fuchses.

„Ich bin verdammt froh, dass du da oben heil herausgekommen bist.“, erwiderte er, als er den Kopf wieder zurückgezogen hatte.

Es war ein kleines Wunder, dass Criado zu Noyns Gruppe hinzugestoßen war und sie sich so alle wiedergefunden hatte. Chakka mochte den Roten wirklich äußerst gern, trotz seiner merkwürdigen Einstellung zu Menschen – die, wie er nun vermutete, sicher auch diesmal Ausgangspunkt für den Streit gewesen war. Der Mischling konnte Criados Überzeugung nicht nachvollziehen, hatte aber beschlossen, dass er nicht zu ändern war. Dass Nando hingegen wütend darüber war, war ähnlich unverständlich. Ein bisschen Akzeptanz und Offenheit könnte beiden Rüden nicht schaden, aber da er nicht noch Salz in die Wunde streuen wollte, hielt er lieber die Klappe. Nur mit dem Blick folgte er Nando und wirkte tatsächlich ein wenig betroffen. Zum einen weil es so kam, wie er schon geahnt hatte – er wurde als Verantwortlicher für das Verhalten des Wolfshundes zur Rechenschaft gezogen. Zum anderen weil es ihm leid tat, dass das Wiedersehen von einem solchen Streit überschattet werden musste.

„Ich werde später mit ihm reden, ich glaube im Moment würde das nicht viel bringen.“, brummte er und sah dem Grauen noch ein weiteres Mal nach.

Dann gesellte er sich zu seinem Sohn, der von Criado soeben gewissermaßen ein Kompliment erhalten hatte und lächelte ihm zu.

„Sie haben sich gestritten, aber Noyn hat hier alles im Griff.“

Dabei warf er dem Bunten einen vielsagenden Seitenblick zu. Chakka hatte längst begriffen, dass hier der Aussie das Sagen hatte, nicht länger er selbst. Wie er das finden sollte, wusste er noch nicht so richtig, aber zumindest im Moment hielt er es nicht für nötig, die höhere Stellung Noyns anzufechten. Und er hatte Recht, Ceniar sollte sich solche Rangeleien nicht ständig angucken. Zwar konnte es dem Welpen nicht schaden, wenn er zumindest sah, wie man sich gegen einen Angreifer zur Wehr setzte, vor allem da er ohne Geschwister aufwuchs und so nicht mit Gleichaltrigen im Spiel lernen konnte. Aber solche Streitigkeiten, wie sie Criado und Nando hatten auf wenig konstruktivem Weg austragen wollen, waren nun nicht gerade nachahmungswert.

Erneut blickte Chakka hinter Nando her und bemerkte aus dem Augenwinkel eine Bewegung, weiter hinten am Strand. Bei genauerem Hinsehen stellte sich die Bewegung als heller Hund heraus und als er noch länger darauf starrte, glaubte er sie zu erkennen.

„Ist Firejay da hinten?“, fragte er mit gedämpfter Stimme, nun vor allem an Noyn gerichtet.


{ Strand :: Criado, Cuco, Noyn :: Nando abseits, Quinta & Ceniar abseits }

................



Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.strandraeuber.jimdo.com
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 10 März 2012, 14:27

    Die Frage des Katers amüsierte Fyfa noch mehr. Hach heute war auch einfach nur ein schöner Tag. Sie glaubte zwar nicht, dass Sparky viel Erfolg bei den Hündinnen der Insel haben könnte - und nebenbei bemerkt glaubte sie auch nicht, dass er das jemals gehabt hat - aber sie spielte das Spiel ihm zuliebe einfach mit.

    "Oh ich bin mir sicher, dass du viel mehr Erfolg haben wirst. Frauen wollten erobert und nicht einfach angemacht werden. Denn wenn du sie so direkt anmachst denken sie sich, dass du das bei jeder machst und dann wollen sie nichts mehr von dir wissen."

    Glaubte sie. Bei ihr war das ja irgendwie auch nicht ganz der Fall, sonst hätte sie damals Jeszyl ja nicht zum Zug kommen lassen. Noyn, okay. Chakka war ja auch in Ordnung. Aber diesen riesen Klotz von Fell konnte sie ja eigentlich noch immer nicht wirklich leiden. Als Sunset jetzt meinte sie wolle nur eben Futter suchen gehen nickte Fyfa ihr zu. Sie erwartete ja schließlich, dass sie bald wieder kommen würde. Erst das Heulen, dass wenige Minuten später erklang, zeigte ihr das Gegenteil. Es war eine Verabschiedung Sunsets. Sie klang glücklich. Fyfas Rute wedelte leicht durch den Sand, als das Heulen verklungen war, und auch sie selbst legte den Kopf in den Nacken und jaulte. Sie verabschiedete sich für sich selbst, aber auch für Sparky von Sunset. Natürlich fragte Fyfa sich jetzt was genau passiert war, aber das würde sie wohl niemals erfahren. Vielleicht war das auch ganz gut, denn sie selbst sehnte sich noch oft genug danach zu ihrer Familie zurückkehren zu können. Meistens dann, wenn sie hunger hatte. So wie es jetzt der Fall war.

    "Wollen wir mal etwas Futter suchen? Sunset scheint das jetzt ja nicht mehr zu tun."

    Sie blickte den Kater an, der ihr noch immer gegenüber saß und seit dem Heulen reichlich niedergeschlagen aussah. War ja irgendwie niedlich. Aufmunternd stupste Fyfa den Kleinen an. So wirklich ernst nehmen konnte sie ihn nicht, aber wenigstens tat sie so. Sie ging einfach mit ihm um als wäre er einer ihrer Welpen. Nur eben ein bisschen erwachsener.


[bei Sparky in Jes' Revier]
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Sa 10 März 2012, 22:02

Weiter trugen seine Pfoten ihn, hinter Chakka her, zu den anderen. Mit einem Lächeln auf den Lefzen blickte er Criado an, glücklich darüber, dass auch er anscheinend den Weg 'nach Hause' gefunden hatte, obgleich er beteiligt an der vorherrschenden Situation zu sein schien. In welcher Rolle genau wusste Cuco noch nicht, doch war er einfach glücklich – was man auch an dem pendeln der Rute sehen konnte – den harzer Fuchs wiederzusehen. Vorsichtig drehte er sich noch einmal kurz zu Quinta um und seufzte als er merkte, dass sie zunächst bei Ceniar bleiben würde. Doch seinen Missmut wollte der kleine nicht in der Gegenwart Chakkas und Criados zeigen, weshalb das Lächeln nicht schwand. Kurz fiel sein Blick auch auf Nando, der zuvor von seinem Papa ermahnt worden war, vermutlich, weil er ebenfalls zu der Partei der Beteiligten gehört hatte. So genau hatte Cuco dann doch nicht hingeschaut, obwohl er es sich im Nachhinein gewünscht hätte. Die beiden sollten sich nicht streiten, immerhin mochte der bunte beide gerne, und verstand das ganze nicht vollkommen. Dennoch, eigentlich war es nicht seine Angelegenheit, weshalb er nur auf Criados Worte hörte die an ihn gerichtet waren. Leicht verlegen, aber auch sichtlich stolz, nickte er dem roten dankend zu, und stupste ihn ebenfalls leicht an der Schnauze an. Es tat gut zu wissen das nicht nur er dachte, dass er gewachsen (und Erwachsen geworden?) war, sondern auch andere das erkannten. Chakka konnte stolz sein auf seinen Sohn, und Cuco ebenso auf seinen Vater, der ja sowieso sein persönlicher Held war.
Welche Rolle Nando in dem ganzen gehabt hatte, machte Criado ihm schließlich klar, wenn Cuco zunächst über die folgenden Worte des Rüdens verwirrt gewesen war. Zunächst hatte der kleine nämlich nicht verstanden was genau der Harzer Fuchs meinte. Doch als Nando ging wurde ihm auch das klar. Schade um Nando, Schade um diesen Abend. Dabei hätte er es geliebt nun mit allen ( in Ordnung, vielleicht außer Noyn und Ceniar ) sich hinzulegen und zu erzählen, welche Abenteuer sie in den vergangenen Tagen erlebt hatten. Ja, irgendwie war er doch noch der kleine Welpe geblieben. Aber das würde ihm ja auch hoffentlich keiner übel nehmen.

Noyn hatte also alles im Griff. Wovon träumte der eigentlich? Am liebsten hätte Cuco ja allen erzählt, dass nicht der gefleckte Rüde, sondern sein Papa hier der Chef war. Doch das hatte man ihm ja schon verboten, als Noyn ihn so 'angegriffen' hatte. Also hielt er sich zurück mit seinen Äußerungen, die man auch bestimmt leicht als Vorwüfe hätte aufnehmen können. Es war besser so, da war Cuco sich sicher.

"Du, Chakka? Wie lange bleiben wir eigentlich hier?"

Da hatte Cuco grade die Frage gestellt, stellte Chakka ebenfalls eine – wohl hauptsächlich an Noyn gerichtet. Also musste er sich noch gedulden, bis Chakka ihm antworten würde. Denn Angst davor, dass der große Rüde etwas sagen könnte, weil Cuco sich 'eingemischt' oder 'vorgedrängelt' hatte oder ähnliches hatte er schon.

{ Chakka, Criado, Noyn :: Strand :: Rest in der Nähe }
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 11 März 2012, 16:39

Kurz nachdem sich Filiash zum Gehen umgewandt hatte, sogar schon ein oder zwei Schritte nach vorn gegangen war, sprach der Kangal ihn an. Wie zuvor auch jetzt wieder mit dem Namen ‚Wolf‘, weswegen die Ohren des Bunten aufmerksam zuckten. Ihnen noch immer den Rücken zugewandt, doch den Kopf leicht in ihre Richtung gedreht, schielte er lediglich aus den Augenwinkeln seiner eisblauen Seelenspiegel heraus zu dem Riesen hinüber. Dieser wollte ihm also zeigen, wo man hier in Puerto denn etwas zu fressen auftreiben konnte, so als ‚Gastgeber‘, wie er sich selbst nannte. Na, wenn dem den so war, dann ließ sich Filiash dies nicht zweimal sagen. Auch wenn es in den Ohren des ehemaligen Dorfhundes so klang, als wolle der Große damit angeben, da er sich ja so viel besser in ‚seinem‘ Revier auskannte. Der Kopf des Rüdens zog kurz nach oben, als würde er ihm zunicken. Doch die Geste wirkte verächtlich.

„He, das klingt doch gleich viel besser. Da bin ich doch liiiiiiebend gern dabei.“

In seiner Stimme lag viel eher etwas provokantes, als etwas dankbares aber davon durfte man einfach keine Notiz nehmen, was wohl auch keiner der Gruppe wirklich tun würde. Letzten Endes bekam er nämlich doch wieder nur das, was er wollte. Der zugefügte Satz des Sandfarbenen ließ ihn nur sanft den Nasenrücken kräuseln, doch ließ er es unkommentiert. Was schon nahezu an einem Wunder grenzte. Aber dieser Straßenköter hatte doch überhaupt keine Ahnung von dem Mischlingsrüden. Nicht einmal seinen Namen kannte er, was bildete er sich also ein so etwas wie eine Meinung über ihn zu bilden? Nah, Wurst.
Die weiße Krüppelschnauze begann Filiash nun gänzlich zu ignorieren. Stattdessen drängte sich etwas - oder jemand - anderes in sein Sichtfeld und nahm die gesamte Aufmerksamkeit Filiashs auf sich. Eine schwarzweiße Hündin schritt direkt auf das Trio zu. Ihr Körper schien nicht in dem besten Zustand, das war das erste, was dem bunten Rüden auffiel. Wahrscheinlich hatte sie einige, weniger schöne Tage hinter sich. Zudem befiel sie ein wirklich unangenehmer Geruch, den er für seinen Teil nicht zu deuten wusste. Wahrscheinlich war sie eine von den ausgehungerten Seelen auf der Straße. So etwas sollte es ja auch geben, hatte er gehört. Und nun wohl auch gesehen. Prüfend flogen seine Augen über die Hündin hinweg, nachdem sie ihre Stimme erhoben hatte und die drei Hunde gegrüßt hatte.

„Oho, einen wunderschönen guten Tag. Wohin des Weges, hübsches Kind?“

Direkt trat er einen Schritt auf sie zu, denn sie hatte keinen ängstlichen Eindruck auf ihn gemacht. Wandte sich dann doch noch einmal kurz dem Kangal zu, wobei sein Blick nur flüchtig über den weißen Köter huschte. Dieser schien sich über die Tatsache, dass es gleich Happahappa geben würde, zu freuen. Oh man, wo war er nur hier herein geraten? Den Blick auf den Riesen gerichtet schien er für einen kurzem Moment zu überlegen, dann zog er die schwarzen Lefzen empor.

„Wird doch wohl kein Problem sein!? Dann zeig uns doch mal, wo man hier was essbares findet, Dicker.“

Hieß ja nicht gleich, dass er sich den Regeln des Kangals zu fügen hatte. In einer geschmeidigen Bewegung widmete er sich wieder der Neuen. Seine Augen füllten sich mit Interesse, als er sie fragte„Wie wirst du gerufen?“


{ strand von puerto ;; bei jeszyl, whisky und faith }
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mo 12 März 2012, 20:43

Die Sekunden, nachdem Faith auf sich aufmerksam gemacht hatte, fühlten sich grauenhaft an und man bekam das Gefühl, dass sie sich elendig lange hinauszögern würden. Doch der Erste der sich meldete war der riesige Rüde. Er war ein Kopf größer als die Fähe und wirkte unglaublich massig. Gleichzeitig schoss der Gedanke ihr durch den Kopf sich nicht mit ihm anzulegen. Schon allein, weil er sich bedrohlich vor ihr aufbaute. Trotzdem wich Faith keinen Schritt nachhinten aus, um mehr Abstand zwischen sich und dem Rüden zu bringen. Die Hunde sollten keinesfalls denken, dass es sich bei ihr um eine leicht einzuschüchternde Hündin handelte. Also erwiderte sie seinen Blick. Sie beobachtete, wie er eine merkwürdige Geste tat, als er seine Stirn krauslegte. Was hatte der nun? Für einen Sekundenbruchteil huschte ihr Blick erneut über seine Freunde, um vielleicht zu erfahren, warum er so ein nachdenkliches Gesicht machte. Doch, wie sie es sich bereits gedacht hatte, wirklich schlau wurde sie nicht. Bevor sie ihren Blick wieder auf ihr Gegenüber richten konnte, sprach er auch schon weiter. Sichtlich überrascht drehten sich ihre Ohren leicht nach hinten und sie wandte ihre Seelenspiegel nun wesentlich langsamer zu den Hellen. Sie soll dem Tod von der Schippe gesprungen sein? War das irgendein schwarzer Humor? Ein Scherz, denn sie verpasst hatte? Faith wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Oder ob sie überhaupt etwas darauf erwidern sollte. Doch einfach schweigen wie ein Dummchen kam für die Hündin auch nicht in Frage.

„Wovon redest du?“, fragte sie also und legte ihre Ohren leicht seitlich an. „Niemand soll hier Samariter spielen. Ich kann mir auch selbst etwas besorgen, wenn ich wollen würde!“, stellte die selbstbewusste Hündin gleich klar.

Auch wenn es nur die halbe Wahrheit war. Doch da konnte Faith auch mal ein Auge zukneifen. Es war ehrlich gesagt ihr Glück, dass sie etwas einigermaßen Essbares in einer Mülltonne gefunden hatte. Doch wirklich viel konnte sie da nicht runter schlingen. Aber wieso sich Sorgen machen, wenn sie sowieso vor hatte nicht weiter auf der Straße zu leben, sondern bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren würde. Deswegen ignorierte sie das aufkommende Hungergefühl und blinzelte stattdessen den Ältesten in der Runde an. Es war ein kleiner Rüde. Jedoch mit weitem der Älteste. Trotzdem schien es auch nicht die größte Leuchte zu sein. Seine gar kindliche Freude, dass er etwas in den Magen bekommen würde, war ein Grund, dass Faith etwas irritiert war. Sie merkte erst einen Moment später, das der andere Rüde, mit einem interessanten Farbspiel auf seinem Fell, auf die zutrat und – Moment! Flirtete er sie etwa gerade an?! Aber seine Frage war die, auf die sie innerlich gehofft hatte. Ja, wohin des Weges …

„Cruz de Luis. Könnt ihr mir sagen, wo das ist? Ich muss da wieder hin. Am besten auf dem schnellsten Weg!“ Faith hatte seine schmeichelnden Worte gekonnt ignoriert und hatte gleich das gesagt, was sie wissen wollte. Ihre Rute schwang sanft durch die Abendluft und ihr Blick lag kurzzeitig auf jedem Rüden in ihrer gemütlichen Runde. „Ich bin Faith.“




Strand von Puerto | Jeszyl, Whisky, Filiash
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 14 März 2012, 15:16

Der Rüde war sich ziemlich sicher, dass das bedauernswert wirkende Geschöpf aus einer Perrera entkommen oder freigelassen worden war – es gab ja mitunter doch Tierschützer, die den Begriff ein wenig zu wörtlich nahmen und denen dann egal war ob sie wegen ihrer übertriebenen Tierliebe in den Bau kamen oder aber finanziell darunter zu leiden hatten. Hauptsache dem Hund geholfen, der vielleicht gar keine Hilfe haben wollte. Hier in diesem Falle aber schien die Entscheidung ja die richtige gewesen zu sein, wie schon die ersten Blicke des Rüden feststellten. Aber die Hündin, die sich sicher noch vorstellen würde, war ja bekanntlich nicht die Einzige, die sich nahe des Rüden befand.

Zumindest einen „Fan“ hatte der Rüde auf seiner Suche danach, die ja gar keine war, gefunden: Schweinebacke fand offenbar den Gedanken an etwas essbares derart toll, dass er dem Kangal – so zumindest wirkte es – am liebsten endlos Täschchen und Bällchen geputzt hätte, nur um etwas zwischen die krachenden Kiefer zu bekommen. Lustigerweise schien auch der Mischling einer ähnlichen Meinung zu sein, denn beinahe schon derart sülzig als sei er zu einer Hündin verkommen, äusserte sich jener auch positiv – da waren sie also schon zu dritt, wenn sie denn ihren Hunger stillen wollten. Jeszyl und seine unfassbar guten Ideen halt!

Kurz streckte sich der Rüde, wollte gerade etwas erwidern, da kam ihm in den Sinn, dass es ja noch einen Wuffel am Platz gab. Und tatsächlich erwiderte die Hündin unter den ganzen Rüden nun tatsächlich etwas auf sein vorheriges „Angebot“, wenn man jenes denn wirklich als solches bezeichnen wollte. Leider waren ihre Worte alles andere als die, mit denen er sich gern weiter beschäftigt hätte – und irgendwie mochte das so klingen, als leugne sie einfach, wo sie herkam. Gut, sollte sie...dafür brachte sie ja auch den Mischling dazu, sich näher mit ihr zu befassen, wie es aussah. Zumindest sah das zwischen den beiden durchaus danach aus...womit der Kangal gleich noch mitbekam, wo die Hündin eigentlich herkam. Beziehungsweise...nein, da wollte sie offenkundig hin. Leichtes Stirnrunzeln folgte, ehe Filiash sich offenbar doch zu einer Begleitung entschloss – also war man drei gegen eine, wenn es darauf ankam.

„Dann wäre ich dafür...“

begann der Kangal, machte aber während er die kleine Gruppe kurz formatfüllend umwatschelte eine bedeutungsschwangere Pause.

„...dass wir uns mal in Bewegung setzen und auch der Schönheit hier einmal den Weg nach Hause zeigen. Vielleicht mit einem kleinen Umweg.“

Ein nicht eben schwer zu deutendes Zwinkern galt dem Mischling, ehe er sich vielsagend neben den Katastrophenbully an die Spitze setzte und selbst den zu berempeln bedachte.

„Oder, Opa?“

Das klang viel zu nett als dass er es böse gemeint haben konnte – immerhin hatte man ja eine kleine Gemeinsamkeit, denn beide ließen ihre viel jüngeren Gegenstücke zurück...


[im eigenen Revier, führt das Proletariat inklusive Filiash, Whisky und Faith an]
Nach oben Nach unten
Whisky


avatar

Beiträge : 857

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mo 19 März 2012, 19:26

"Mein Kurzzeitgedächtnis ist sehr schlecht!" - "Wie schlecht ist es denn?" - "Wie schlecht ist was?"


Lustig. Lustig, dass er UND Schlammgesicht zur selben Zeit hatten gehen wollen. Erst die Klappe aufreißen und ihm dann alles nachmachen, ja, solche Personen liebte Whisky über alles. Leicht skeptisch huschte sein Schlitzaugen – Blick zu dem Bunten und der Weiße fragte sich, woher der Rüde nur sein Selbstbewusstsein nahm. Vielleicht fehlte ja einfach die Intelligenz, um die ganzen offenen Ablehnungen zu verstehen … verwirrt schüttelte der Bullterrier zunächst den Kopf, als Schlammi verkündete, dass er 'liebend gern' mitkommen würde. Jetzt auf einmal? Wie jetzt? Whisky zog eine Schnute und versuchte den Blick des Cremefarbenen zu treffen. Beinahe schon vorwurfsvoll guckte er den Riesen aus den Schlitzaugen an, wieso nehmen wir DEN denn mit? Das mit beste Freunde war gelogen.

Whisky wusste nicht ganz, wem er sich jetzt zuwenden sollte. Die Neue wurde nun auch von Filiash vollgelabert, obwohl sie – zumindest für den Bulli – nicht wirklich interessant war. Sie war eher … haarig. Was hatte sie schon großartig gesagt? Hallo? Verstand einer die beiden Großen … kaum ging es um Weiber waren sie ganz anders. Der Weiße seufzte und widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Riesen, der zu wissen schien wo es langging. Whisky war schon neugierig, wo der Dicke dachte, dass es Futter geben könnte, aber irgendwo eine Mit-Ess-Gelegenheit zu bekommen war bequemer, als mit seinem Lieblingstollpatsch auf Betteltour zu gehen. Und allein deswegen, dass er wegen ihrem verhalten beleidigt war, würde er natürlich mit diesem … Jeszyl mitgehen. Jawohl.

Ich kann mir auch selbst etwas besorgen, wenn ich wollen würde! Zwar hatte Whisky nicht wirklich zugehört, aber die Stimme der Fremden hatte ihn ein wenig hellhörig werden lassen, sodass er den Satz wahrnahm und ein lachen nicht unterdrücken konnte. „ Das sieht man.“ meinte er und blickte kurz von Jeszyl zurück zu der Fremden, die sich nachher als Faith vorstellte. „Also wenn ich du wäre, würde ich einfach annehmen. Falscher Stolz bringt dich hier nicht weiter.“ Der Weiße zuckte mit den Schultern und wandte sich dem Dicken zu, der sich nun in Bewegung setzte und ihm einen … freundschaftlichen Rempler verpasste.

Breit grinsend sah der Weiße zu ihm auf und erwiederte auf sein „oder opa?“: „ Ich bin fit wie ein Turnschuh! Pah Opa!“ Um mit dem Großen Schritt zu halten trippelte der Weiße wie eine kleine Ballerina neben dem Chef her und freute sich tierisch, dass Schlammi und Pelzkugel hinten gehen mussten. Da konnten die mal sehen, wo die in der Hierarchie standen … gaaaanz hinten!

[ bei Jeszyl, Filiash & Faith ]

................


Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich:
 

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 20 März 2012, 17:00

~*~Dies ist der Weg, der Weg den ich geh.
Endlos und Rastlos und wenn ich dann doch einmal steh',
dann blicke ich um mich, suche die Farben der Welt,
suche nach dem, was mich im hier und jetzt hält~*~

Die verschieden farbenen Augen nahmen wahr, wie die Sonne in ihrem eigenem gemächlichen Tempo auf den Horizont traf und die letzten warmen Strahlen über den Himmel schickte, geradezu sie über die Erde schweben ließ, ohne dass sie Wasser oder Erde zu berühren schienen. Das blaue Meer färbte sich rötlich-orange und gaben den Schimmer der Sonne wieder.
Der Sarkast blinzelte ein-, zweimal und wollte die Augen am liebsten schließen und einfach nur schlafen. Einen erholsamen, ruhigen Schlaf, ein kleines Nickerchen mit einem winzigem Träumchen. Einem schönem winzigen Träumchen. Doch dazu kam der helle Hund gar nicht. Es war nicht die wunderhübsche Hündin, für die er gerade kaum ein Auge hatte, sondern einer ihrer Freunde und wohl Packtgefährten, der ihn ansprach. Die Ohren zuckten leicht, blieben aber unverändert am Kopf herab hängen. Es brauchte seine Zeit bis Stiffs die Informationen verarbeitete – ob es nun am dahin dämmernden Zustand lag oder nicht.

“Und dann werde ich über die toten Gebeine meines Freundes fallen.“, lautete am Ende die sarkastiche Antwort und ein heiseres Lachen entfloh seinen Lefzen. Heiser, weil er das Gefühl hatte durstig zu sein, ewig nichts mehr getrunken zu haben und zu gleich war er zu müde, zu platt um auch nur eine Pfote vor der anderen zu setzen.
Selbst der Kopf ließ sich nur schwer bewegen und das eisblaue Auge musterte den reinweißen. Was war das denn für einer? Stiffler glaubte, so einen noch nie gesehen zu haben. Ob der auch so ein Touri war? So ein Kauz der immer alles weiss und weise Ratschläge hatte und am Ende ja eh nur wieder abhaute? Nein. Dann wäre er nicht hier. Aber vielleicht war er ja mal ein Touri. Na aufjednefall war er irgendwas. So wie Stiffs auch. Nichts halbes und nichts ganzes. Etwas was sie wohl verband, eventuell... Oder auch nicht?
Wachsam lag der Blick aus dem Auge auf dem Fremden und das leichte Lächeln auf dem Maul verlor sich nicht, auch als er etwas realistischer wurde und meinte: “Vielleicht. Die Chancen sind Fifty-Fifty, wie die Menschen sagen würden. Aber im Moment ist es hoffnugnslos. Hoffnungslos verloren. Ich und er. Und sowieso ich. Ich schaffe es ja noch nicht einmal meine Rute zu bewegen.“ Wieder kam der schwarze Humor gepaart mit Sarkasmus hervor zwischen so viel Realismus. Natürlich konnte er die Rute noch Bewegen, aber er war nicht willens.
Und den Rest vom Leib, das wäre ein unglaublicher Kräfteakt.

“Und bevor es mich findet, würde es mindestens 5 Läufige finden und schon 17 von ihnen betört haben. Des sucht ja nicht einmal nach mir, würde dem wohl im leben nicht einfallen. Der Spast ist ja alleine auf und davon.“, biss er noch einmal zu und in den Saurenapfel. Damit würgte er Filiash eine rein und das in seiner Abwesenheit. Wo Fil wohl jetzt steckte? Was er machte und ob die Sonne auch so... herrlich... schien? Ging es seinem Brüderchen gut, machte er Unsinn und welche Ladys hatte er wohl schon aufgerissen?
Stiffs schloss die Augen und schweig den Moment. Dann seufzte er nur leise: “Nein, es wird mich sicher nicht von sich aus finden, da es mich nicht einmal sucht.“
Der Kopf schob sich über den Sand zurück auf die Pfote und er schloss die Augen. Er genoß diese langsame und vor sich hinsiechende Stille. Da fiel ihm ein. War er überhaupt da, war er überhaupt richtig? Selbst wenn der Name vom Ort stimmte, wer konnte ihm garantieren dass er hier richtig war?
“Wo bin ich und wer seid ihr? Wem gehört das Revier, das ich unbeabsichtigt betreten habe und wer wird mich hier weilen lassen? Nur bis Morgen... Vielleicht auch doch länger.“


[Stiffs bei Sahara && Flake | redet mit Flake und antwortet ihm | Sarkastisch, Realistisch – kurz: launisch]
Nach oben Nach unten
Ceniar


avatar

Beiträge : 621

BeitragThema: Re: Zurück am Start   Di 20 März 2012, 22:03


So shine for me and anyone
Cast a shadow on the sun
The light to find my way
I hope tomorrow comes today


Als sich alle anderen nach und nach zu den zwei... was auch immer sie da eigentlich taten... Hunden entfernten, blieb Ceniar einfach brav im Sand sitzen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er ja auch noch sein Brötchen übrig hatte, welches er im nächsten Augenblick bereits wieder aufklaubte und ein Stückchen zur Seite trug, nur um es dort gleich wieder sinken zu lassen. Seine Mama kam wieder! Fröhlich sprang der kleine Welpe der Windhündin entgegen, eigentlich ganz froh darüber, dass der bunte Hund, der sie ihm weggenommen hatte, im nächsten Moment abdrehte und Chakka hinterherlief. Aber Ceniar war sich sicher, gleich würden sie alle zu ihm zurück kommen, und mit Quinta und ihm zu dem gefährlichen Monster suchen gehen. Nach Jeszyl mit den großen, gelben Zähnen! Oh, er war so neugierig.

Schon war er an seiner Mutter hinauf gesprungen, seine zuvorige Traurigkeit schon längst wieder vergessen. So war er nun einmal, sich lange schlechte Gedanken machen, dass lag einfach nicht in der Frohnatur, die Ceniar innehielt. Als Einzelkind konnte man sich jawohl auch darauf verlassen, dass man der Tollste, Beste und Beliebteste von allen war, oder? Zumindest war der Bunte eitel genug um sich seiner Position bei Mama und Papa sicher zu sein.

Mamaaa, Mamamaa...“

Das vergnügte Jaulen kam als Singsang aus seiner gefleckten Schnauze und verspielt schnuberte er der Hündin durch das kurze Fell und drückte der Windhunddame immer wieder den Kopf gegen Läufe und Bruste.

“Schau mal!“

Und bei diesen Worten hatte sich der Kleine schon umgewandt und war flink zu der Stelle gesprungen, wo er sein Brötchen zuletzt hingelegt hatte. Natürlich war es auch noch da und so hob es der Welpe quietschend auf und brachte es mit stolz gerecktem Kopf zu seiner Mutter.

“Das habwen Papaw und wich dir gewholt“

Gab er stolz von sich und sprang, mitsamt Brötchen, erneut an der Hellen empor. Die Schnauze zu Quinta gereckt bedeutete er ihr, dass sie das Geschenk ruhig nehmen durfte und es auch essen durfte. Ceniar war da nicht so. Seine Mutter bedeutete ihm sehr viel und er wusste ja, wie schwierig es für Papa manchmal war, Futter für sie alle zu besorgen. Zwar halfen im Firejay und Criado wo sie nur konnten, doch für den Sohn war es nur selbstverständlich das er bereits jetzt seinen Teil dazu beitrug. Er wollte Noyn und Mama so gut unterstützen wie er denn nur konnte.


strand | quinta

................

Jetzt und hier und überall
Wenn der Niederlagenfrust an dir knabbert und nagt, und sich Nimmersatt in dein Selbvertrauen frisst, dannhör mir zu, damit ich dir helfen kann, lass es zu, sei so frei, nimm es anIch bin da, wenn du Abends die Augen schließt, ich bin da wenn du in deine Träume fliehst und ich bin da wenn du wieder ins Leben ziehst, ja ich sing' für dich, kling für dich, ich bin dein Lied.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   Mi 21 März 2012, 21:12

Ihr Herz machte einen großen Sprung und fing in einem schnelleren Tempo an weiterzuschlagen. Ihre Freude überschlug sich und Faith musste sich zusammen reißen um nicht erleichtert nach Luft zu schnappen. Doch die Hündin war erleichtert. Ja, sogar mehr als das! Wie sollte man schon das Gefühl beschreiben was in einem Vorging, wenn man erfuhr, dass man an den Platz zurückkehrt wo seine Heimat, sein Leben war?! Dankbar nickte Faith dem großen Rüden zu und ein sanftes Lächeln umschmeichelte ihre Lefzen. Zwar hoffte sie, dass dieser Umweg nicht allzu lange dauerte, jedoch presste sie ihre Lefzen aufeinander um einen Widerspruch zu vermeiden. Ganz nebenbei richtete sie ihr Augenmerk auf den kleinen Weißen. Bei seinem schäbigen Lachen drehten sich die Ohren der Hündin verwirrt nach hinten. Was war denn so komisch?! Auch seine Worte waren etwas verwirrend und machten sie konfus. Was sollte man denn bei ihr sehen? Ohne den Kopf drehen zu müssen, huschten ihre Seelenspiegel zu den anderen Hunden. Doch ihre Reaktion war nicht wirklich hilfreich, also wandte Faith sich leise seufzend wieder zum Bullterrier.

„Wie du meinst“, erwiderte Faith relativ monoton.

Gleichzeitig fragte sie sich, woher der Bullterrier seine Schlussfolgerung nahm. Falscher Stolz? Was war ihm denn bitteschön über die Leber gelaufen?! Er kannte die Hündin nicht, trotzdem hielt es ihn nicht davon ab große Reden zu schwingen. Als letztendlich auch der ‚Wenn ich du wäre‘-Spruch fiel, ließ sich ein Augenrollen nicht vermeiden. Oh, bitte! Faith hatte doch diese kindliche Freude in seinen kleinen Augen gesehen, als er gehört hatte, dass es essen gab. Der würde doch jede Möglichkeit ergreifen, wenn es darum ging seinen Magen zu füllen. In diesem Punkt sollte er sich nicht mit der Hündin vergleichen! Trotzdem sagte sie nichts weiter dazu. Sie beobachtete nur kurz die beiden Rüden, die schon vorausgingen. Was gleichzeitig hieß, dass sie mit dem Meliertem alleine dastand. Vielleicht war es ja das Beste? Der Weiße war wahrscheinlich nicht allzu begeistert, dass eine Hündin sich der Rüden-Truppe angeschlossen hatte. Mit den anderen Beiden würde Faith bestimmt gut auskommen. - Wie sie glaubte.

Wie von selbst fingen sich ihre Läufe an zu bewegen. Nachdenklich war ihr Blick nach vorne gerichtet, ohne wirklich etwas zu fixieren. Es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass man jemanden bei sich hatte, der den Weg nach Cruz de Luis kannte. Der Kangal hatte einen sicheren Eindruck gemacht. In ihn steckte sie all ihre Hoffnung. Er musste sie einfach nach Hause bringen. Sonst war sie verloren … Faith hatte ihre Ohren nach hinten gelegt und starrte mittlerweile ihre Pfoten an. Erst jetzt wurde ihr die Anwesenheit des Rüden erneut bewusst und sie blinzelte ihn leicht beschämt an. Oh je, da hatte sie ihn ja fast vergessen!

„Es sieht so aus, als ob ich nun etwas länger mit euch unterwegs bin“, sagte Faith lächelnd. Ein schwacher Anfang, eine Konversation zuführen, dass merkte selbst die Hündin. „Wie heißt du eigentlich? Und … die da vorne.“ Mit einer sanften Kopfbewegung deutete sie mit ihrer Schnauze zu den Älteren und blinzelte den Melierten kurzdarauf wieder an, bevor sie ihren Blick wieder nach vorne richtete. Schließlich wollte sie die Rüden nicht aus den Augen verlieren, da der Abstand schon ansehnlich war.



[Jeszyl, Filiash & Whisky]
Nach oben Nach unten
Gast

Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zurück am Start   So 25 März 2012, 10:55

In seinem Element war der muskulöse Streuner ohnehin, gar keine Frage. Der Blick lag nach der Aufforderung begeisterungsheischend auf den Hunden in der näheren Umgebung. Immerhin war „Opa“ nach seinem Rempler tatsächlich der erste, der zu reagieren gedachte. Und zwar, indem er gleich mal den jugendlich-weiblichen Fellberg zurecht wies und der Hündin mehr oder minder aufzeigte, wo hier die Glocken hingen – womit er sich eindrucksvoll für die Stelle als Adjutant beworben hatte!

Jeszyl rutwackelte begeistert weiter und musterte die Nachzügler ein wenig. Ein bruffen galt der seltsamen Schönheit und dem, den Whisky Schlammgesicht genannt hatte – da lag er gar nicht wirklich verkehrt, wie Jeszyl fand. Aber es schien fast so, als hätten sich die beiden Täubchen hinter dem alten Duo vorerst miteinander arrangiert, weshalb der Rüde zielstrebig in gleich zwei weitere Gassen abbog: Erst links, dann rechts – wobei im zweiteren Fall einem Müllwagen ausgewichen werden musste, der piepsend zurücksetzte und dabei – wie hierzulande üblich – nicht eben viel Rücksicht darauf nahm, ob sich nun Vierbeiner hinter dem Ungetüm im toten Winkel befanden oder nicht. Hier kurz innehaltend sah der Rüde zur Powerschnauze hinab, sah sich kurz um ob das Täubchen und Schlammgesicht gefolgt waren und senkte verschwörerisch den Kopf.

„Naa....wenn ich deine Fellfarbe mit dem Alter assoziieren müsste – was ich nicht tue – wäre Opa noch eher gelobt. Aber tröste Dich, blutjung bin ich auch nicht mehr.“

Klang das resignativ? Jeszyl hoffte nicht, ahnte aber schon dass er den entsprechenden Anstrich erhalten konnte. Allein schon deshalb sah er sich förmlich in der Pflicht, seine Aussage ein wenig zu ergänzen.

„Auch wenn ich natürlich so aussehe, versteht sich. Wo kommst Du her?“ wollte er dann vom Flitzebully wissen und wunderte sich fast schon, dass es jener ganz ohne jegliches Murren in der Jeszyl'schen Duftwolke aushielt – aber vermutlich musste man eben Kastrat – oder Taskrat – sein, um es so zu handhaben wie der weisse Berg mit dem kurzen Fell es tat. Nunmehr am Ende der Gasse angelangt fand sich ein nicht eben ansehnlicher Hinterhof, der aber eine Vielzahl an Mülltonnen bot – hatte Jeszyl zuviel versprochen? Also wenn das das Optimum war, würde doch sicher wieder irgendjemand murren – oder?

Nunmehr stehenbleibend sah sich der Rüde um, ob das Gefolge seinem Namen auch alle Ehre machte – und wehe dem nicht, dann gab es ein entsprechend dumpfes Wuffen. Vom trödeln hatte nämlich niemand etwas gesagt!


[neben Whisky, biegt gleich zwei Mal binnen kurzer Zeit ab, plauscht]
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte





BeitragThema: Re: Zurück am Start   

Nach oben Nach unten
 

Zurück am Start

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 7 von 8Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 ::  :: ARCHIV :: ROLLENSPIELARCHIV-
Gehe zu: