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 Auf der Suche nach dem Leben

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Criado


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Beiträge : 1002

BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 05 Aug 2012, 18:51

Da waren sie nun, im Park. Ehrlich gesagt verspürte Criado keine Art jeglicher Nervosität. Stattdessen vernahm er mit Freude, wie sich seine Laune die altbekannte Holzleiter hochschwang. Die Aussicht auf Futter gab sogar ihm einen Nachschub an Motivation, dabei gehörte er wohl am ehesten zu denen, die es am wenigsten brauchten. Klar, es war kein Kinderspiel - ahahah, kurzer beiläufiger Blick zu Ceniar - aber sie würden trotzdem an das verdammte Futter kommen. Kein Grund zur Sorge, notfalls zogen sie eben schnell Leine und versuchten es an einem anderen Tag wieder. Kein Drama, nein nein. Natürlich war es wichtig, so schnell wie möglich an Futter zu kommen, vor allem wegen dem Sohn Quintas. Doch dieser musste auch lernen, dass nicht immer alles auf Anhieb klappte. Auch wenn Criado nicht glaubte, dass der kecke Sprössling sich davon niederkriegen lassen würde. Mit einem leichten Lächeln auf den Leftzen hörte er den eifrigen Fragen des Welpen zu. Bis jetzt hatte er immer geglaubt, er und Welpen, das wäre die größte Unmöglichkeit der Welt. Entweder er hatte sich die ganze Zeit geirrt, oder er wurde wirklich alt und rutschte in die Opa-Rolle, doch er war überrascht, wie gut er mit Ceniar umgehen konnte. Nun, vielleicht hätte er seinen eigenen Söhnen damals vielleicht ein wenig mehr Achtung schenken können, dachte er mit einem Anflug der schuldbewussten Belustigung. Aber das war nie wirklich seine Art gewesen und es hatte ihm sowieso niemand wirklich etwas vorgeworfen. Abgesehen von den hübschen Bräuten, die sich um den Nachwuchs kümmern mussten, haha. Er wandte sich an die Minaturausgabe von Noyn und grinste ihm zu, angesteckt von seiner quirligen Art.

"Genau. Wir nehmen so viel mit, wie wir tragen können.", stimmte er ihm enthusiastisch zu. Nicht zu sprechen von all dem, was wir gleich an Ort und Stelle uns in den Magen stopfen. ,fügte er in Gedanken zufrieden hinzu. Zu dem Heldsein verbiss er sich schnell noch weitere Worte. Schließlich wollte er nicht, dass der Knirps zu enttäuscht war, falls etwas nicht klappte - womit er natürlich kaum rechnete. Also überließ er es diesem Stiffler, auf Ceniar einzugehen, während er sich voll motiviert der gerüchegeschwängerten Zooluft zuwandte. Doch im nächsten Moment rauschte der helle Rüde schon von dannen, einem der Menschen nach, der irgendetwas trug. Ohne ein Wort. Nur ein kurzer Anflug von Ärger, danach kümmerte es den Roten kaum mehr, was aus dem Hellen wurde. Er hatte anscheinend eigene Pläne. Er beobachtete noch kurz, wie Stiffler den Menschen angriff und sein Herz zog sich schmerzhaft in seiner Brust zusammen. So weit hätte er jetzt aber auch nicht gehen müssen! Es gab tausend Möglichkeiten an das Futter zu kommen, ohne dem Menschen Schaden anzurichten. Falls Criado und Stiffler noch einmal aufeinander treffen würden, war es klar, dass eine ziemliche kühle Atmosphäre das Wiedersehen belasten würde. Jedenfalls von der Seite des Fuchses aus.
Andererseits war es natürlich eine gute Ablenkung, sie konnten es nutzen und schnell tiefer in den Park eindringen, wenn -

Die Augen des Rotpelzes weiteten sich. Vor ihm und Ceniar ragte plötzlich ein langes, fedriges Etwas in die Luft. Kreischend und flatternd verteilte es ein-zwei pinke Federn in der Parkluft und bald schlossen sich seine anderen dummen Vogelgenossen diesem ohrenbetäubenden Schauspiel an. Das panische Gekreische der Flatterviecher stach schmerzhaft in das sensible Gehör des Rüden, sodass er zusammenzuckte. Auferegt huschte Criados Blick zu Ceniar, dann zurück zu den Vögeln und ihren scharfen Schnäbeln. Oh Mist. Würde das lange Gras den welpen schützen? Er konnte es nur hoffen. Trotzdem, unter all dem Gefieder und all dem Geschnatter verbarg sich frisches Fleisch, herrlich schmackhaftes Fleisch. Alle Bedenken verschwanden aus seinem Kopf und sein Magen zog sich sehnsüchtig zusammen. Er schoss direkt zwischen die aufgeregte Vögelschar, die panisch auseinanderstob und in die Luft sprang, ein verzweifelter Versuch, zu fliegen. Er schnappte nach dem rosafarbenen Federmeer und sprang jaulend zurück, als ihn einer der scharfkantigen Schnäbel traf. Doch das Chaos war unermesslich und die Übersicht hatte er schon lange verloren. Er tänzelte und sprang herum, verwirrt, hungrig, unvorsichtig. Auch wenn sie Schnäbel hatten, so ein schlanker Flamingohals war schnell durchbissen. Die Zunge hing dem Menschenfreund schief aus dem Maul während er versuchte, den toten Vogel irgendwie aus der trampelnden-hackenden Flamingomenge zu schleifen. Sein Herz klopfte schrecklich schnell gegen seine Rippen, dann blieb er stehen. Zwischen all den Federn...

"Ceniar! Wo bist du?!", bellte er mit einem leichten Anflug von Schrecken. Er zog den Kadaver energisch zur Seite und sprang in die Luft um den Welpen zu sehen. Er wirbelte herum, stob wieder zwischen die chaotische Masse der klagenden Vögel. Dann sah er die Pfleger und erstarrte. Mist, Mist, Mist. Wie gelähmt merkte er, dass er aus einer Wunde an seiner Stirn blutete, gefährlich nahe am Auge. Ceniar war doch nichts passier oder? Er spürte all die Schnabelschläge der rosanen Federträger, doch es war ein viel schlimmerer Gedanke, was mit dem Knirps geschehen sein konnte. Noyn würde ihn umbringen. Sein Haselnussblick wechselte noch einmal kurz zu den Pflegern, dann übergab er sich dem aussichtslosen Unterfangen, den Welpen zwischen all den knochigen Vogelbeinen zu finden.


{ Ceniar | im Loro Park }

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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Feleya


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 06 Aug 2012, 00:03

Was für ein Muffel! Es schien wirklich schwer zu sein, mit diesem Hund zu reden, wo er alles irgendwie negativ zu sehen schien. Das war für Feleya eine Herausforderung – eine, der sie sich nicht entziehen konnte. Sie selbst hatte nie so gedacht, selbst in ihren dunkelsten Stunden hatte sie immer daran gedacht, dass ihr Leben wieder den Weg gehen würde, den sie wollte. Und nicht den, den irgendwelche dummen, pesimitischen Gedanken ihr vorgeben wollten. Sie kannte den Rüden kein bisschen, wußte ja nicht einmal seinen Namen, aber der erste Eindruck schien auch nicht unbedingt der Beste zu sein... auf beiden Seiten. Aber die Hündin selbst war niemand, die auf ihrem Eindruck beharrte, also war der Rüde nicht ganz Chancenlos. Bei seinen Worten verließ nur ein leises Seufzen ihren Fang, dem ein leichtes Schütteln ihres Kopfes folgte.

Wie ich sehe, lebst du noch. Und andere auch noch. Warum also solltet weder ihr, noch ich, noch sonst wer überleben können? Immerhin siehst du nicht sehr tot aus.“

Zumindest nicht physisch. Das etwas schräge Grinsen des Rüden ließ sie nun leicht den Kopf zur Seite neigen, eine Augenbraue hebend. Sie verstand diesen Hund nicht, und für die Zweifarbige erschien es nur durchaus logisch, das er in seinem pessimistischen Zustand – sollte dieser bei im nicht permanent sein – so sprach. Wenn niemand mehr fähog war, an diesem Ort zu überleben, wieso war er hier – und die anderen Hunde, die sie hatte deutlich riechen können. Auch der Bunte selbst hatte andere Gerüche an sich, also war er sicher nicht allein gewesen. Die Mischlingshündin schüttelte kurz den Pelz, dann verließ ein erneutes Seufzen ihren Fang. Nun richtete der bunte Rüde jedoch weitere Worte an sie, die Feleya kurz die Zunge aus dem offenen Maul fahren ließ, ehe sie ein weiteres Mal den Kopf schüttelte und den Hund wieder anblickte, der sich in diesem Moment jedoch von ihr abwandte.

Weil es so viel einfacher ist, mit solchen Worten abzulenken. Das ist die einfachste Antwort, die man geben kann – ohne groß nachzudenken.“

Sie schnaufte leise, meinte diese Worte dabei nicht so endlos fies, wie sie für den Bunten nun klingen mussten. Aber irgendwie klang für ihn wohl alles ein wenig fies, aber daran konnte die Hündin wohl kaum etwas ändern. Er wollte die Welt in schwarz getaucht sehen, wollte alles schlecht reden – das merkte man ihm ohne große Anstrengung an. Dafür wandte er sich nun doch wieder herum, blickte sie an und wirkte dabei furchtbar müde, sodass die Bordercolliehündin einen Moment die Luft anhielt, dann nur mit einem Seufzen ausatmete. Seine Worte unterstütztem nur ihre vorherigen Gedanken, und in diesem Moment zog sich ein sanftes, ganz vorsichtiges Lächeln auf die dunklen Lefzen.

Schlechte Zeiten vergehen, genauso wie sie gekommen sind. Soll ich dir etwas versprechen? Es gibt für Jeden von uns etwas, was das Leben lebenswert macht. Selbst wenn du Freunde verloren hast, selbst wenn Morgen die Welt untergeht... jeder hat etwas, was ihm das Leben lebenswerter macht. Ob er davon weiß...“ Sie machte eine kurze Pause, musterte den bunten Rüden dabei direkter. „... oder ob er es noch finden muss.“

Ihre Stimme war leiser geworden, Verständnis lag darin. Sie konnte es ihm versprechen, so wie sie es jedem anderen Hund auf der Welt hätte versprechen können. Man musste nur die Augen aufmachen und vielleicht wartete genau das um die nächste Straßenecke.


[Auto – Noyn]

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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 06 Aug 2012, 17:30



Es war ihm herzlich egal, was die Hündin von ihm dachte. Vielleicht war auch das ein Teil seines ursprünglichen Charakters, von dem selbst der Bunte wusste, dass er irgendwie nicht dorthin zurückfand. Doch er hatte den Elan verloren, zurückzufinden, sah keinen Sinn darin und somit war es in diesem Augenblick wohl eher unvorteilhaft, dass es ihm tatsächlich keinen Deut interessierte, welchen Eindruck er hinterließ. Er war noch immer von sich selbst überzeugt, war noch immer ein Hund, der sich zum größten Teil nur auf seine eigene Meinung verließ und andere zu nichts drängte. Wenn sie blind sein wollte und ihm nicht glaubte – was hatte er damit zu tun? Er kannte sie nicht und sobald dieses Auto halten würde, würde er sie wahrscheinlich auch nie wieder sehen. Warum also um irgendetwas bemühen, wenn sie zu engstirnig war, um überhaupt zuzuhören? Argwöhnisch linste er zu ihr hinüber und hob dabei eine seiner hündischen Augenbrauen. Ihr Optimismus ging ihm allmählich auf den Geist. Er verschleierte ihr den Blick vor der Realität und hinderte sie daran, einfach mal die Augen zu öffnen. Vollkommen blind offenbar schien sie durch ihre wundervolle Traumwelt zu schlendern und schlichtweg alles, was sie darauf aufmerksam machen konnte, dass es gar nicht so gut war, wie sie es sich vorstellte, schien sie auszublenden. Alles Unliebsame ausblenden? Damit war sie eindeutig auf dem Holzweg und vollkommen überfordert, wenn sie tatsächlich mal an ein Problem geraten würde, um das man nicht einfach so herumtänzeln und davor fliehen konnte. Oh ja, irgendwann würde sie bitter auf die Schnauze fallen, aber Noyn war nicht einmal in der Lage, sie dafür zu bemitleiden. Armes, junges, naives Ding.

„‚Noch‘ ist das richtige Wort, Liebes.“, entgegnete er schließlich mit leichtem Desinteresse in der Stimme.

Auf das andere ging er lieber nicht ein – er sah nicht tot aus? Zum Glück unterschieden sich ihre Geschmäcker da ein bisschen. Er wollte nicht wissen, woher sie kam, wenn Hunde dort so aussahen, wie es momentan die meisten Streuner taten und als ‚gesund‘ galten. Er war abgemagert, hatte strohiges, glanzloses Fell und war alles in allem nur noch ein Schatten des Rüden, der er einst gewesen war. Vielleicht war er sogar etwas eingefallen. Hinzu kam noch, dass er seit Tagen – gefühlte Wochen, oder doch tatsächlich etliche davon – nur kaum etwas gefressen hatte, um Mutter und Sohn seinen Anteil zukommen zu lassen, um sie am Leben zu halten für den Fall, dass sie tatsächlich entkommen würden. Im Grunde hatte er sein Leben für sie gegeben, selbst, wenn er jetzt noch lebte. Im Grunde spielte das doch gar keine Rolle mehr. Es war schlicht nicht mehr der Rede wert. Auf die nächsten Worte aus ihrer Richtung folgte lediglich ein leises Grummeln seinerseits, doch er hielt es nicht für nötig, irgendetwas darauf zu entgegnen. Und dann, als sie weitersprach, legte er die Ohren noch dichter an den Hinterkopf und warf ihr einen verächtlichen Blick zu. Sie wollte ihm etwas versprechen? In ihrer heilen Welt lief es vielleicht so ab, doch hier in der Realität lief die ganze Sache weitaus unschöner ab.

„Versprich es mir lieber nicht, das kannst du nicht einhalten. Die Menschen haben keinen Grund, aufzuhören, uns zu vergiften. Sie können es und das reicht ihnen, um es zu tun. Die einen gestern, die anderen heute oder morgen und wieder andere vielleicht erst in ein paar Wochen, wenn der Hunger sie so sehr quält, dass sie gegen ihren Verstand nicht mehr ankommen. Du weißt nicht, wie viel wert hier draußen bereits ein Krümmel ist. Hier stellt uns niemand einen vollen Napf hin – und wenn doch, kannst du davon ausgehen, dass er dein Ende sein wird, frisst du davon. Geh, sieh es dir selbst an. Vielleicht ist das das einzige, was dich dazu bringen kann, aus deiner heilen Welt aufzuwachen. Ich helfe dir, ich bring dich hier raus und dann kannst du sehen, wie schön deine ‚Freiheit‘ ist.“



{ in einer der boxen im auto der naturschützer | feleya }

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 06 Aug 2012, 23:05

BAJA ;; LORO PARK

ANTWORTET ;; FRAGT


Die schroffe Art der Hündin, wie sie ihm antwortete, gefiel dem Bunten. Wenn man darüber nachdachte . . . Zuviel Geschwätze, brachte einem Ärger ein. Weil alle irgendwie . . . alles viel zu ernst nahmen, was der eine zum anderen sagte. Nun ja. Natürlich ist es irgendwie auch wieder berechtigt, etwas falsch auf zu schnappen, sonst wäre das Leben ja vollkommen langweilig. Er dachte über ihre . . . hmm.. Aussage? - nach. Wollte er ihre Gegenwart oder wollte er sie nicht? Klar, Hündinnen waren ihm nicht geheuer. Man wusste sie wie sie von der einen Sekunde auf die andere drauf waren. Stimmungsschwanken beim weiblichen Geschlecht waren vielleicht beim Tier - Hund - genauso vorhanden wie beim Mensch. Als der Rüde durch die Gassen trottete hatte er oft genug gehört, wie Teller zerbrachen oder hysterische Schreie ertönten, wenn in einem der Reihenhäuser Ehestreit herrschte. Aber man konnte Tiere nun mal nicht damit vergleichen ... nicht so. Weib bleibt Weib egal was für ein Lebewesen. Und so blieben die Stimmungsschwankungen. Dusty grinste innerlich als er seinen Gedankengang beendet hatte.

»Hmmm... Da sich mir momentan wohl nichts anderes bietet - und ich Gesellschaft liebe -, muss ich mich wohl mit dir zufrieden geben, Baja

Er hatte ihren Namen belustigt betont, er wollte sie herausfordern, genauso wie sie es tat. Sein Blick wanderte nach unten als das Stück Fleisch vor seinen Pfoten landete. Abwägend sah er es an und antwortete dann:

»Sorry, Süße. Ich hab leider schon gegessen, aber danke, für die Gastfreundschaft.«

Das stimmte wirklich. Sein Magen einigermaßen gestopft mit diesem einen Sandwich, dass der Hunger eventuell in zwei Stunden oder so wieder anklopfen würde. Er blickte auf und sah sie an und wiederholte dann eine frühere gestellte Frage.

»Hab ich zwar schon mal gefragt .... Das ist der Beweis, dass ihr Weiber nie zuhört! .... Gibt es außer dir noch mehr von euch Straßenwauwau’s oder bist du ganz allein hier?«
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Baja


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 07 Aug 2012, 12:58

Baja blickte zu dem Rüden, der sie auch ein wenig ärgern wollte. Aber wenn er vor hatte, zu gewinnen, war er leider mit der falschen Pfote aufgestanden. Wenn er wirklich glaubte, dass er sie herunter battlen konnte, hatte er sich gewaltig geirrt. Sie hatte schon so manche freche Sprüche drauf, die schon so manchen, lausigen Straßenköter verwirrt hatten. Mal sehen, wie es mit diesem Hund so wurde.
Sie spielte ein wenig mit ihren Ohren und wiederholte dann ein paar der Wörter des Rüden. Sie murmelte sie mehr vor sich hin, als sie zu diesem zu sagen.

"mit dir zufrieden geben"

Da er anscheinend keinen Hunger hatte - was Baja ziemlich seltsam fand, da Straßenhunde immer alles nahmen, was sie bekommen konnten - grub sie selbst ihre Zähne in das ehmalige Essen der Raubkatzen und ließ einige Fleischstücke in ihrem Hals verschwinden. Sofort spürte sie ein dezentes Sättigungsgefühl, das ihren Magen zurück hielt, noch weitere Geräusche zu machen. Es war eine Wohltat, für die Hundedame. Zwar würde der Hunger wieder kommen, aber im Augenblick war er besiegt.

"Und ich habs dir gezeigt. Das ist der Beweis, dass ihr Typen nie hinseht. Siehst du hier noch einen Wuffi? Warte ich beantworte es für dich. Nein. Damit bin ich alleine, oder?"

Baja began damit die letzten Stücke in ihr Maul zu bringen und durch ein Schlucken in den Magen zu leiten. Dann fing sie an den Knochen abzusubbeln, so wie sie es nannte. Einfach mit den kleinen Zähnen die letzten Fleischstücke abfressen und anschließend mit der Zunge ablecken.

"Komm Mauerblümchen, wir gehen graben."

Mit den Worten packte sie den Knochen und sprang die Mauer hinab. Sie sah sich um, ob Menschen sie entdeckt hatten. Nein, es war nicht der Fall. Dann lief sie ein wenig am Pinguingehege entlang. Sie sah noch einmal zu Dusty und wartete, dass er folgte.



{ Dusty ;; Loro Park }

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wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
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Feleya


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 09 Aug 2012, 03:24

((Sie tun es, weil sie es können! Das hab‘ ich jetzt erst begriffen und musste gackern xD‘‘‘))

Dieser Fall vor ihr schien wirklich eine harte Nuss zu sein. Feleya hatte in ihrem Leben schon einige Hunde getroffen, die mehr ein Schatten ihrer Selbst waren, schon allein weil sie darunter litten, von Leinen zurück gehalten zu werden. Aber die alle hatten irgendwie eingesehen, dass es noch Grund zum leben gab, dass nicht alles auf der Welt so dunkel war, wie es in ihren Augen wohl für den Moment aussah. Ganz anders als der bunte Rüde, der in der Box neben ihr saß. Aber sie war auch niemand, der einfach so aufgab, und dieser Rüde schien so ziemlich das Gegenteil davon zu sein. Es war dem Rüden egal, was sie von ihm hielt, aber das galt von ihrer Seite genauso. Sie wußte, woran sie glauben konnte, wußte um ihren unbestreitbaren Optimismus, aber sie war stolz darauf. Die wenigsten Hunde, die sie kannte, hatten auch nur einen Hauch von dieser Eigenschaft, und auch wenn sie anderen damit auf die Nerven gehen konnte, so legte sie sie dennoch nicht ab, dafür half sie ihr viel zu gut über die Runden. Sie schnaufte nur leise bei den Worten des älteren Rüden.

Du wirst ja schon sehen, dass ich Recht habe. Ganz einfach.“

Die Zweifarbige nickte sich selbst zustimmend, blieb bei der Überzeugung, die in ihren Worten lag. Und auch den Ton seiner Stimme überging sie, es störte sie nicht. In einem Fall hatte er Recht, sie wußte nicht, was außerhalb dieses Autos vor sich ging, was hier alles geschehen war. Aber sie schreckte auch nicht vor dem Unbekannten zurück – sie hatte ihr Ziel erreicht, hatte mit einem tapferen Sprung ihren Traum näher gebracht, und das würde sie sich nun auch nicht von solch einem schwarzmalerischen Hund wieder kaputt machen lassen. Bei seinen nächsten Worten spitzte die Hündin die Ohren, beobachtete ihn selbst dabei, wie er die Ohren verdrehte, lauschte seinem unbegeistertem Murren. Nun sprach er, und die Hündin schnaufte erneut, schüttelte bei seinen Worten den Kopf. Sie wußte kaum etwas darauf zu erwidern, wußte sie tief in ihrem Inneren, dass der Bunte wohl oder Übel recht hatte, gerade weil sie die ersten Schritte in Freiheit getan hatte. Aber sie wäre nicht Feleya, wenn sie sich davon anstecken ließ. Sie schnaufte leise.

Ich gebe nur Versprechen, von denen ich weiß, dass ich sie halten kann. Wenn man die Augen nicht verschließt, liegen vor einem Zeiten, die besser sind. Wenn man sich davor verschließt und frustriert ist, ist man selbst Schuld. Du magst Recht haben, dass ich keine Ahnung habe, was euch hier geschehen ist. Vielleicht hälst du mich auch für blind und dumm, weil du denkst, ich glaube deine Worte nicht. Aber was sollte ich anderes tun? Soll ich mich jetzt in eine Ecke drücken und vor Angst dahingehen? Ich kann nichts anderes tun, als dem entgegen zu treten. Und wenn ich da die Wahl habe, dann nehme ich doch lieber die Variante mit erhobenem Kopf.“

Ein erneutes Schnaufen, und dennoch lag Sicherheit in der Stimme der Hündin. Das war es, wozu sie stand. Da würde auch kein daher gelaufener Hund etwas dran ändern.


[Auto – Noyn]

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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 09 Aug 2012, 03:52



Na, wenn sie sich da mal nicht täuschte! Allerdings hatte Noyn trotz der Tatsache, dass er in einer winzigen Box eingesperrt in einem Auto saß, weitaus besseres zu tun, als sie von irgendetwas zu überzeugen. Immerhin schien sie dagegen sowieso resistent, sodass er die letzte Zeit, die er hatte, sicherlich nicht damit verschwendete, sich nun darüber zu streiten, wer in irgendeiner Situation, die niemals kommen würde, Recht hatte. Er tat ihre Worte mit gehobenen Augenbrauen ab und wandte schließlich den Blick wieder zur Seite, wo er erstmals tatsächlich wissend die anderen Boxen musterte, allerdings nichts wirklich erkennen konnte. Vielleicht hatte er gehofft, dass sich irgendwer dazu erbarmen würde, der Kleinen ebenfalls zu schildern, dass sie sich die heile, tolle Welt, die sei da draußen erwartete, wirklich in einem Loch vergraben konnte, doch er wurde enttäuscht. Ansonsten hätte sich sicherlich ohnehin bereits jemand eingemischt gehabt, doch die schienen sich alle stumm ihrem Schicksal hinzugeben. … Konnte sie sich daran nicht auch mal ein Beispiel nehmen? Ohne groß die Miene zu verändern, dachte er einen Augenblick daran, dass das tatsächlich ein Segen gewesen wäre in diesem Moment, doch er rechnete nicht damit, dass sie nun wirklich Ruhe gab. Sie schien so eingenommen von dem Gedanken einer Flucht zu sein, dass sie das sicherlich noch bis zum Ende dieser Reise thematisierte – wo auch immer sie enden würde. Allerdings vergaß sie dabei völlig, dass ein Hund vielleicht fliehen konnte, doch so dumm, zwei unachtsam laufen zu lassen, waren sie dann doch nicht. Vielleicht hatte er es ihr deshalb angeboten, es zu zeigen – es würde sowieso nicht klappen. Zumindest nicht, wenn sie tatsächlich beim Ausladen fliehen wollte. Und alles andere würde dann entschieden werden, wenn er sah, wohin sie gebracht wurden, auch, wenn der ernste Wunsch nach Flucht noch immer nicht wirklich aufgekeimt war.

Ohne wirklich darauf zu achten, wozu sich gerade selbst beglückwünschte, drehte er den Kopf wieder zu ihr hinüber und blinzelte sie an, dabei darauf achtend, nicht so auszusehen, als hätte er gerade in irgendeiner Weise den Faden verloren. Aber das war auch gar nicht weiter schlimm – irgendwas mit ‚tolle heile Welt‘ und ‚grausame, böse Realität‘ hatte es wohl zu schaffen und dass sie sich diesbezüglich uneinig waren, hatten sie ja bereits festgestellt. Ein kurzer Ausdruck von Resignation trat schließlich in seine Augen, als sie beteuerte, ihr Versprechen halten zu können, doch er widersprach kein weiteres Mal in der Hoffnung, sie damit dann vielleicht doch ruhig zu bekommen. Ansonsten würde es nur weiter in einem Teufelskreis enden, der sie immer und immer wieder zum selben Punkt zurückbrachte, von dem aus sie neu begannen. Somit lauschte er halbherzig ihren Worten und ihrem Bild von ihm und schmatzte kurz gelangweilt, ehe sie zu einem Ende kam. Die Augenbrauen des Rüden hoben sich für einen Augenblick.

„Mit erhobenem Kopf? Das würd‘ ich dir hier drinnen wirklich nicht raten.“

Huch? War da gerade tatsächlich ein schmales Lächeln über seine Lefzen gehuscht bei diesem Anflug von Humor? Ganz tot schien der gute, alte Noyn dann doch nicht zu sein, obschon er weiterhin im Schatten seiner Selbst darauf lauerte, ans Tageslicht zu treten. Vielleicht war dieser es auch, der einfach vollkommen überging, was die Hündin über sich und über ihr Bild von ihm und über das Bild, was sie von ihm glaubte, von ihr zu haben, sagte. Spielte ja so gesehen auch gar keine Rolle.



{ in einer der boxen im auto der naturschützer | feleya }

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 09 Aug 2012, 13:43

Jeszyl hatte es nicht einmal wirklich böse gemeint, als er die dicke Nase bis auf wenige Millimeter an die des Bullis befördert und jenen angeschnauft hatte – wenn es keine andere Möglichkeit gab, für Grenzen und Ruhe zu sorgen, musste eben diese althergebrachte Methode her.

Sekunden später allerdings irritierte ihn die wölfische doch ziemlich. „Seine“ Unterstützung? Hatte er da richtig gehört? Sicher hatte sich der Mischling nur versprochen, das kam in den besten Familien vor. Ja, noch konnte er darauf hoffen dass sich die maskulin anmutende nur versprochen hatte. Aber warum sollte er das eigentlich tun?

Er kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, denn wie das Leben es nun einmal so wollte, überschlugen sich recht bald die Ereignisse. Was Fox wohl gerne gemocht oder gewollt hatte, ging im Lärm unter der binnen kürzester Zeit entstand – und seltsame Nebeneffekte mit sich brachte. Seltsam deswegen, weil man zwar damit rechnen musste, es aber dennoch nicht tat.

Während der Lärm dazu neigte, sich dezent auszubreiten, fiel dem Rüden nach dem zweiten Schritt seitwärts ein kauerndes Wesen auf, das guten Gewissens – und guter Nase zufolge – als Hund durchging. Sogar nach des Kangalrüden hohen Maßstäben. Ein wuffen galt der seltsam mickrig wirkenden Gestalt – was kauerte, sah generell eher mickrig aus – ehe der Rüde nun auch den Kopf drehte, um zu schauen was der hellfelligste seiner Genossen anstellte. Der jedoch hatte nichts besseres zu tun, gleich in die weniger groß geratener Kauermauer zu rennen und ein kugeliges Bild abzugeben!

„Auch das noch...“ bruffelte der Hochgewachsene Rüde resignierend und schob sich eher vorsichtig auf den entstandenen Knäuel aus Whisky und unbekanntem Vierbeiner zu, die Nase dicht am Boden auf dass ihm auch jaaa nichts entgehen möge. Die Nase ins kurze Whiskyfell stopfend, stellte er zumindest nichts schwerwiegendes fest und ließ die forsche Nase gleich auf den anderen Fellhaufen wandern...wenn der sich bis dahin nicht schon längst aus dem Staub gemacht hatte. Aber großartig blessiert schien auch jener nicht zu sein – zum Glück!

„Wir sollten trotzdem machen dass wir wegkommen. Auch du.!“ galt insbesondere dem neuesten der Fellberge, ehe beiden Rüden ein Stupser galt und Jes sich zu Fox umwandte.

„Los, nicht schmusen!“ bruffte er nicht gänzlich unerfreut und setzte sich wieder entgegen der mutmaßlichen Menschenrichtung in Bewegung. Dass er dabei erstaunlich agil wirkte war sicher auch dem jahrelangen Training auf den Straßen geschuldet. Und dass das gar nicht verkehrt war, zeigte sich am näherkommenden Lärm – hoffentlich überstand man das ziemlich schnell!


[bei Fox, Whisky und nun auch Danger, prüft die Situation und flüchtet schließlich]
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Feleya


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Fr 10 Aug 2012, 14:28

Feleya verdrehte leicht die Ohren, wartete auf weitere Widerworte von Seiten des bunten Rüden. Aber es kamen keine, er schwieg. Darüber nun ein wenig verwundert neigte die Hündin den Kopf zur Seite, Sie konnte sich zwar bei diesem ersten Eindruck kaum vorstellen, dass er ihre Meinung nun einfach so hinnahm, und sie nicht dafür ein wenig verurteilte. Aber er widersprach nicht mehr, und so blieb‘ ihr auch Nichts zu erwidern. Sie stand trotzdem zu dem, was sie gesagt hatte, daran würde auch dieses Schweigen des Bunten Nichts ändern. Sie hakte mit diesem Gespräch keinen Sieg ab, auch keinen Erfolg. Sie hatte ihre Meinung vertreten, und der Rüde seine. Nun wußten sie zumindest schon einmal, wie der Andere dazu stand, und vermutlich hatte der Bunte nun auch verstanden, dass sie gern auf ihrer Meinung verharrte, und sich nicht so leicht davon abbringen ließ. Sollte ihr nur Recht sein, sollte sie ihm noch einmal begegnen, so wußte er gleich, woran er war. Nun hatte er jedoch erst einmal den Kopf abgewandt, was die Hündin leise seufzen ließ. Er hatte halt ein wenig Pech, neben ihr in der Box zu sein, ohne Fluchtmöglichkeit. Dieser Gedanke ließ sie leicht lächeln, fand‘ sie ihn doch ziemlich amüsant. So schlimm war sie nun wirklich nicht.
Ein kurzes Gähnen verließ den Fang der Zweifarbigen, ehe sie kurz den Pelz schüttelte und den Blick wieder zu dem Rüden, den sie nun einige stille Herzschläge betrachtete. Es tat ihr wirklich Leid, was er erlebt hatte, aber es ließ sich nicht ändern. Und sie war niemand, der in langer Trauer verweilte, das passte nicht zu ihr. Aber irgendwie konnte sie sich nicht vorstellen, dass dieser Hund von Grund auf so war, wie er sich nun gab. Sie fragte sich also, wie er vor diesen Verlusten gewesen war, was war er für ein Hund gewesen, dem diese Vergangenheit den Boden unter den Pfoten weg gerissen hatte. Aber bevor sie diesem Gedanken weiter folgen konnte, wandte der Bunte sich ihr wieder zu, blinzelte und Feleya erwiderte diesen Blick mit ruhigem Ausdruck. Die Mischlingshündin erwartete beinah, dass er nun wieder widersprach, jedoch blieb es aus. Erneut wog sie den dunklen Kopf zur Seite, betrachtete weiter still den farbigen Hund, bis dieser doch den Fang öffnete, sie damit nun doch verwirrt blinzeln ließ. Hatte er da gerade wirklich einen Witz gemacht? War das gerade wirklich aus seinem Fang gekommen? Die Hündin schüttelte kurz den Kopf, ehe sich ein Lächeln auf ihre Lefzen schlich, mit dem sie nun den Rüden ansah. Hah! Konnte sie das nun also doch als Erfolg zählen?

Ich bin begeistert, es geht ja doch!“

Das Lächeln auf ihren Zügen wurde ein wenig herausfordernder, und es schien kein Geheimnis zu sein, was sie nun mit ihren Worten meinte. Sie war wirklich überrascht – und in diesem Moment gab der Rüde ihr nur noch mehr Hoffnung, dass er nicht nur dieser schwarzsehende Miesepeter war.


[Auto – Noyn]

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Quinta


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Fr 10 Aug 2012, 17:09

Starr vor Entsetzen beobachtete sie, wie die Zweibeiner sich ihnen wie in Zeitlupe näherten und dabei den Kreis um die Hunde langsam enger zogen. Dabei fuchtelten sie mit den Geräten in ihren Händen und machten Laute, die wohl beruhigend auf die Steuner wirken sollten, auf Quinta allerdings eher einen gegenteiligen Effekt hatten. Mit einem Mal fühlte sie sich plötzlich wieder so klein, als stünde der Señor direkt vor ihr – diese eigenartige Mischung aus Furcht und Respekt. Unterwürfig duckte sie sich zu Boden, wobei das Meerwasser das Fell an ihrem Bauch nässte. Sie wollte nicht weggebracht werden, wollte nicht für immer von ihrem Sohn und all den Hunden getrennt werden, die ihr mittlerweile ans Herz gewachsen waren. Doch die Menschen waren zu übermächtig, kein Hund konnte sich ernsthaft gegen sie auflehnen. Das wusste sie aus Erfahrung. Die Zweibeiner wurden unglaublich wütend, wenn man nicht tat, was sie wollten. Machte man sich allerdings ganz klein und bettelte um Verzeihung, dann hörten die Schläge auf. So würde es auch jetzt sein – sie mussten ihr Schicksal in die Hände der Menschen legen, sich demütig und unterwürfig zeigen. Nur dann würde man sie verschonen.
Cuco und Faith schienen allerdings zu einem komplett anderen Schluss gekommen zu sein. Fassungslos musste sie mit ansehen, wie sich die beiden den Menschen knurrend und bellend entgegenstellten.

“Nein, nicht!“, heulte sie erschrocken.

Sie waren sehr mutig, mutiger, als sie jemals sein würde. Gern hätte sie ihnen gehorcht und getan, was Cuco von ihr verlangte – doch wie konnte sie weglaufen? Wie konnte sie ihn und Faith zurücklassen, nur um ihr eigenes, wertloses Leben zu retten, während er sich für sie opferte? In diesem Moment war sie felsenfest davon überzeugt, dass Cuco und Faith nicht wussten, worauf sie sich einließen. Dass ihnen nicht klar war, wie mächtig die Zweibeiner waren und dass ein Hund sich ihnen niemals widersetzen konnte.

“Bitte, wehrt euch nicht, sie werden euch wehtun“, wimmerte sie kläglich.

Sie wollte sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn einer der beiden tatsächlich einen Zweibeiner angriff. Diese weichen und nackten Hände, die so verwundbar aussahen, konnten jederzeit zu tödlichen Waffen werden. Sie hatte selbst gesehen, wie der Señor einem Galgo, der nach ihm geschnappt hatte, eine solche Tracht Prügel verabreicht hatte, dass das unglückselige Tier sich hinterher kaum noch rühren konnte. Wenn Cuco und Faith nun einen ähnlichen Fehler begingen, würden die Menschen schreckliche Vergeltung an den beiden tapferen Hunden üben.



[Strand | Cuco, Faith, Carmello, (Nando)]

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 11 Aug 2012, 01:50

BAJA ;; LORO PARK

ANTWORTET ;; FRAGT


Unbeeindruckt blickte der Rüde der Hündin entgehen. Okay, wie war wirklich noch ein halber Welpe. Das erklärte wieso sie ihn nachäffte. Er hörte ihr zu ohne ein Wort zusagen. Dann erhob sie sich nachdem sie das Fleisch, das er verschmäht hatte, verschlungen hatte und sprang auf den Plasterboden des Parks. Er blieb noch einige Sekunden sitzen bis er ihr schließlich die Mauer hinab folgte. Unten angekommen stand er Baja entgegen und legte den Kopf etwas schief. Verstand sie ihn falsch oder war sie einfach nur blöd? So wie Hündinnen es nun mal waren. So wie es weibliche Wesen es nun mal waren? Kapierte sie nicht, dass er wissen wollte, ob es hier - auf der ganzen Insel - noch weitere Köter ihrer Art gab? So wie ein kleines Rudel oder so? Er richtete den Kopf wieder gerade und blickte sie weiterhin ohne Hemmungen an.

»Bist du so blöd oder tust du nur so? Dir ist schon bewusst, dass ich meinte, ob es noch weitere Straßenköter hier auf der Insel gibt denen du angehörst? Oder treibst du dich ganz allein umher ohne eine nette Hündchen-Familie? Dann herzlichen Glückwunsch, jetzt bist du nicht mehr allein, jetzt hast du mich an der Backe, Señorita.«

Keine Ahnung ob er sich nun etwas ... schroff ausdrückte. Aber hey, wenn sie nicht kapieren wollte, dann eben mit schärferen Wörtern. Dusty lief ein paar Pfotenschritte vor die Hündin und drehte sich dann zu ihr um. Ein erwartungsvoller Blick lag in seinen dunklen Augen.

»Na, wo müssen wir hin, Ma’am?«
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 13 Aug 2012, 16:18


Es war so schön Nando und Cuco wiederzusehen. Die schmale, ängstlich wirkende Hündin schien den Kater ebenfalls zu kennen. Noch während er sich über das Wiedersehen freute, den vierten Hund mit den extrem blauen Augen beäugte und sich angestrengt an die dünne Hündin zu erinnern versuchte, ertönte von letzteren ein warnender Ruf. Augenblicklich ging ein Ruck durch die Hundemasse. Cuco stellte sich schützen vor sie. Lautes Bellen drang aus der Hundekehle und auch die dunkle Hündin fletschte nach kurzem Zögern ihre Zähne. Total erschrocken wandte sich der rote Kater um. Sein Fell war aufgeplustert und seine Ohren angsterfüllt an den Kopf gelegt. Er hatte die Menschen vor lauter Freude nicht bemerkt. Cuco wollte, dass sie wegliefen…doch wohin? Hinter ihnen war Wasser und so viel Carmello erkennen konnte waren sie umzingelt. Das Bellen der Hunde wurde immer lauter. Nun stimmte auch Nando mit ein. Die größere Hündin wimmerte und versuchte die anderen verzweifelt davon abzuhalten den Menschen Widerstand zu leisten. Der Kater stand inzwischen bei der Galgohündin. Die anderen hatten sich vor sie geschoben. Die Menschen kamen immer weiter auf sie zu. Sie mussten zurückweichen. Plötzlich spürte er eine unangenehme Kälte an seiner rechten Hinterpfote. Ein eigenartiges Quietschen entfuhr ihm als er in die Höhe sprang. Eine Welle hatte den angespannten Kater berührt. Nando warf einen kurzen Blick über die Schulter zu seinem Katzenkumpel. Genau in diesem Augenblick streifte einer der Menschen eine Schlinge um den Hals des Wolfshundes. Kopflos japste der Kater auf.

„Nando! Nein!"

Trotz seines Wasserschocks hüpfte der Kater nun mehr oder weniger mutig an Nando heran. Dieser kämpfte verbissen mit der Schlinge, die sich offenbar immer enger zog. Carmellos Rücken hatte sich verbogen und ein imposanter Buckel vergrößerte seine Erscheinung. Die Menschen beachteten ihn nur mäßig, denn sie waren zu sehr damit beschäftigt den großen Hund zu bändigen. Carmello musste ausweichen als Nandos Rute in seine Richtung peitschte. Der Wolfshund hatte nun seinen Kopf auf den Boden gelegt, warf ihn hin und her, und versuchte mit aller Gewalt die Schlinge abzustreifen. Der Kater wich eingeschüchtert einige Schritte zurück. Die Menschen gaben sich hektisch Anweisungen während sie an Nandos Schlinge zerrten und auch die andern Hunde bedrohten. Dunkles angsteinflößendes Knurren entrang Nandos Kehle. Er würde sich bis zum Letzten wehren. Carmello sammelte kurz Mut, dann wagte er sich erneut in die Reichweite der Zweibeiner und fauchte aus Leibeskräften. Zwei der Menschen hatten sich nun auf den kaum noch Luft bekommenden Nando gestürzt und packten ihn vorn und hinten an den Pfoten. Immer noch fauchend versengte der rote Kater seine Krallen in dem Arm des Mannes, der Nandos Hinterläufe hielt. Dieser schrie auf und schüttelte seinen Arm heftig. Abgeschüttelt startete Carmello einen neuen Angriff.
„Nehmt das Biest hier weg!“, brüllte der Kerl. Zwei Hände packten den Kater von hinten. Der Mann gab erneut schmerzerfüllte Laute von sich als Carmellos Krallen durch seine Haut gezogen wurden. Wild zappelnd und um sich kratzend versucht sich der Rote zu befreien. Erneut erfasste ihn eine furchtbare Angst. Er wollte weg, nur weg hier. Die Hände konnten das sich windende Tier nicht mehr halten. Unsanft landete Carmello auf der Seite. Etwas benommen und ohne zu wissen wo hin, rannte er los. Doch seine Flucht endete schnell, denn er knallte blindlings in die Waden einer Person. Dem Aufprall folgte ein Schatten der von oben auf den Kater hinunterstürzte…dann sah er nichts mehr.

[ Nando, Cuco, Quinta, Faith | Strand ]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 14 Aug 2012, 23:24

Tausend Dinge gingen dem jungen Rüden durch den Kopf. Tausend Dinge, von denen mit Sicherheit mehr als die Hälfte nichts mit der Situation zu tun hatten, in der er sich zu diesem Zeitpunkt befand. Dennoch, die andere Hälfte schien an ihm zu nagen, forderte Antworten ein, wenn auch nur auf gedanklicher Ebene, und wollte ihn einfach nicht in Ruhe lassen. Äußerst unpassend, wie Cuco fand, kamen doch die Menschen immer weiter auf die Hunde (und selbstverständlich auch den roten Kater) zu. Sie wollten sie fangen, vielleicht einsperren; das war auch dem bunten klar geworden. Doch änderte das nichts an der Tatsache, das er dort stand. Nicht still, sondern bereit. Mit gehobener Rute, die Zähne fletschend und bellend. Erhoben, wie vielleicht ein König. Ein König, der dem Untergang geweiht war, und trotzdem dem Plan folgte, den er sich zuvor ausgedacht hatte. Und wenn auch diese "Zeit des ausdenkens" bei Cuco recht kurz gewesen war, hielt er sich daran, hielt daran fest. Selbst wenn er nicht dieser König war, dann der Prinz, der versuchte sein Gefolge in Sicherheit zu bringen. Zwar sah der Rüde die anderen Hunde nicht als sein Gefolge an, und wusste er nicht einmal so recht weshalb er sich so verhielt ( konnte er doch eigentlich nichts mit dem ganzen "König-Prinz" Zeug anfangen), doch es war passend. Passend, wie die Faust aufs Auge, oder eben die Pfote. Die Pfote, oder den Rückschlag, den es als erstes zu verkraften galt. Zwar hatte Faith sich dazu entschlossen, dem bunten zu helfen, doch änderte es nichts an der Tatsache, dass die Menschen es schafften Nando zu schnappen.
Kurz warf Cuco einen Blick nach hinten, um sicherzugehen das Quinta noch da war, und holte dann die wenigen Schritte zu der Haushündin auf. Es wäre nicht richtig gewesen sie dort vorne stehen zu lassen.

Als Quinta ihr leises Stimmchen erhob, zuckte der Rüde kurz zusammen. Ihre Worte fürchteten ihn mehr als die Menschen es taten. Dieser Schmerz, dieser fürchterliche Schmerz den der bunte meinte hören zu können. Ja, er war es, und nichts anderes. Doch schüttelte er nur kurz den Kopf, um seine letzten Worte zu wiederholen. "Lauf! Lauf einfach, du wirst das schaffen."

Weh tun würden sie den Hunden so oder so, da war der junge Rüde sich sicher, da die Menschen nicht so aussahen, als würden sie die Hunde sogleich wieder frei lassen.
Ein letzter prüfender Blick galt nun wieder Nando, der sich noch immer nicht befreit hatte. Doch helfen konnte er nicht, würden die anderen Menschen sich ihn sowie Faith doch sofort schnappen, und auch Quinta hätte keine Chance mehr, zu entkommen. Als auch Carmello sich auf die Menschen stürzte, um seinem Freund dem Wolfshund zu helfen, war er ein wenig erleichtert. Doch verschwand diese Erleichterung auch sogleich wieder. Doch was tun? Ein lautes Bellen entfuhr seinem Fang, und er konnte sehen, wie einer der Menschen leicht zurückschreckte. Ha, hatte der wirklich angst vor so einem, im Vergleich doch relativ kleinen, Hund angst?
Doch änderte dieses kurze zurückschrecken des Menschens wirklich etwas an der Sitiation? Nein, nicht wirklich. Sie konnten noch immer jederzeit zuschlagen, und es war ungewiss wie alles ausgehen würde. Die hauptsache war doch eigentlich, dass Quinta, und eigentlich auch Faith, in Sicherheit waren. Sie wollten laufen, einfach laufen. Die beiden waren schneller als die Menschen, und so viel besser ...


{ bei Faith, Quinta und Carmello (+ Nando) :: am Strand bei den Menschen }
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Baja


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Fr 17 Aug 2012, 02:03

Bajas Nerven wurden durch die prüden Worte des Mischlingsrüden - er war doch ein Mischling, oder? - ziemlich strapaziert. Es gab zwei Dinge, die die Hundedame verachtete. Die erste Sache waren Menschen und die zweite Sache war Dummheit in zu hohem Maß auf einmal. Die Hündin verdrehte die Augen und knurrte dann leise, aber verächtlich.

"Ich bin alleine. Noch. In jedem Kaff gibt es Hunde. Straßenhunde. Das ist ne Insel du Trottel. Klar sind hier Hunde. Überall. Mach nur mal deine blinden Augen auf."

Die Stimmung der Hündin war wie in einer Achterbahn nach unten in den - nicht vorhandenen - Keller gerast. Es war ein wenig traurig, dass das Gespräch mit dem, bisher recht netten, wenn auch frechen Rüden so enden musste. Aber er verstand einfach nicht, dass sie eine Abneigung gegen zu dumme Rüden hatte.

Sie wusste, dass wenn man dumm und unvorsichtig war, man in problematische Situationen kommen konnte. Ihr selber war es bereits als Welpe passiert. Aber bei Welpen war das noch zu verstehen, denn eigentlich sollten sie von ihren Eltern behütet werden. Damit gab sie nicht ihren Eltern die Schuld an ihrer Vergangenheit. Dennoch solten Hundeeltern auf ihre Welpen Acht geben. Welpen waren von Natur aus dumm, aber ausgewachsene Hunde, so wie dieser Köter hatten verdammt noch einmal wenigstens ein wenig schlau zu sein. Und wenn ein Hunde nicht die Intelligenz besaß, zu wissen, ob es noch weitere Hunde auf der Insel gab, war er echt dumm.

Dumme waren schwach, kamen in problematische Situationen und man musste auf sie Acht geben. Baja wollte aber nicht den Babysitter für einen Gleichaltrigen spielen, also würde sie sich von ihm trennen.
Mit einem Knurren packte sie ihren Knochen und zog zu ihrem Versteck los, in dem sie schon einige Knochen gelagert hatte, die sie irgendwann alle Ju geben würde. Aber zu erst musste sie ihn finden. Suchen und finden.



{ Loro Park ;; noch Dusty }

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wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
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Chakka


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 19 Aug 2012, 19:55

Die Hündin erinnerte ihn an einen Grashüpfer. Nicht weil sie ebenso lange, dünne Beine hatte – hatte sie, aber das war nicht der Grund für diese merkwürdige Assoziation – sondern weil sie ihm so flatterig und nervös vorkam. Als könnte sie sofort davonspringen, wenn man sie ersckreckte. Er warf ihr einen kurzen Blick zu, als sie auf Fosters Frage reagierte, als wäre ihr jemand auf den Schwanz getreten, sagte aber nichts. Manche Hündinnen waren seltsam und an Stellen empfindlich, über die ein Anderer nur gelacht hätte. Der Terriermix dachte sich nicht viel bei ihrer Reaktion. Wenn die Wüstenlady etwas auf dme Herzen hatte, konnte sie ihm das zu einem späteren Zeitpunkt erzählen, im Augenblick hatte er – wie angekündigt – nicht den Nerv für Smalltalk. Aber er konnte durch sein Schweigen auch nicht verhindern, dass sie einfach weitersprach und von sich aus erzählte, was der Hintergrund ihrer Antwort war. Eine Zweckgemeinschaft also, das war für Chakka nichts Neues. Die meisten Hunde hier schlossen sich zu solchen Gruppen zusammen, die sehr lose waren und leicht in die Brüche gingen, wenn sich etwas veränderte. Und Veränderungen hatten sie gerade ganz gewaltige: die Giftköder und der Stress, der somit alle Hunde befiel. Es würde ihn nicht wundern, wenn Sahara bei ihrer Rückkehr niemanden mehr vorfinden würde, den sie zu ihrer Zweckgemeinschaft zählte. Und das schien sie ebenfalls zu ahnen, jedenfalls erklärte das ihre überspitzte Reaktion. Für sie schienen die Anderen mehr als einfache Artgenossen zu sein, vielleicht sah sie sie sogar als Freunde oder den Beginn einer Familie. Gut, er musste sich jetzt langsam mal bremsen, das wurde zu viel der Interpretation. Er kannte sie ja gar nicht.

Bei ihrer Entschuldigung wedelte er nur kurz mit der Rute, beschwichtigend und als Zeichen, dass er nicht ernsthaft empört über ihre Aussage war. Dass aber auch immer alle alles ernst nehmen mussten. Mit Sahara hatte er offenbar kein Gemüt gefunden, das so dauersonnig war wie die Gegend, nach der sie benannt war. Nicht, dass er schon einmal dort gewesen wäre. Aber manchmal hörte man Gerede … egal. Er lauschte den traurig klingenden Erzählungen über die Vergangenheit nur mit halbem Ohr und nickte knapp, ohne großartig weiter darauf einzugehen. Eines der typischen Schicksale: Hund hatte erst bei Menschen gelebt, die waren abhanden gekommen, hatten sich seiner entledigt oder irgendetwas, wodurch er auf der Straße leben musste. Von den Eltern getrennt zu werden gehörte dabei aber zum Standard jeder Geschichte, das war nichts Besonderes.

„So, hm. Wie lange bist du schon auf der Straße?“

Seine Frage klang eher praktisch als mitfühlend. So etwas musste man wissen, wenn man Hunden anbot, einen zu begleiten. Er hatte nichts gegen Neulinge und würde Sahara auch helfen, wenn sie erst seit wenigen Tagen ohne Dach über dem Kopf herumstreunte. Aber im Augenblick brauchten sie jeden, der in der Lage war, zu jagen. Und er erinnerte sich an Quintas Erklärung, dass Windhunde gute Augen hatten und damit jagten, nicht mit der Nase. Vielleicht konnte ihnen das einen Vorteil verschaffen, auch wenn es in der Stadt nicht viel zu jagen gab außer Mäusen, Ratten und Möwen. Doch die Hundedame war unschlüssig, auch wenn sie ihre Zweifel am Bestehen ihrer Gruppe sogar laut aussprach. Chakkas Ohren zuckten, er wandte sich zu ihr um und lief dennoch weiter. Wenn sie das befürchtete, gab es sicher gute Gründe dafür. Und mit großer Wahrscheinlichkeit war ihre liebe Gruppe schon in alle Himmelsrichtungen verstreut.

„Hör zu. Ich will dich nicht desillusionieren, das scheint dich ja ganz schön fertig zu machen. Aber ich glaube nicht, dass deine Freunde noch einmal so zusammenkommen werden, wie du sie zurückgelassen hast.“

Er näherte sich der Windhündin und berührte mit der Schnauze ihr Vorderbein, höher kam er nicht. Ob es so den selben, etwas stümperhaft-tröstenden Eindruck machte wie es sollte, blieb unklar, aber er gab sein Bestes, nicht ganz so darauf fixiert zu wirken, Sahara für sich und die Gruppe zu gewinnen.

„Du kannst gern nachsehen, wenn wir hier raus sind. Aber mach dir keine allzu großen Hoffnungen. Bei uns aber bist du jederzeit willkommen, wenn du Anschluss suchst“, bot er nun freundlich an und warf auch Foster einen Blick zu. „Du ebenfalls.“

Damit war es genug der Freundlichkeit und er widmete seine ganze Aufmerksamkeit wieder ihrer Mission: Weg überqueren, ohne gesehen zu werden. In Chakkas Magengegend kribbelten Aufregung und Anspannung, aber Angst hatte er nicht. Für ihn war das wie alles ein spannendes Spiel, ein Abenteuer, etwas, worin er sich beweisen konnte. Zwar hatte es diesmal einen ernsten Hintergrund und sein bohrender Hunger erinnerte ihn daran, dass er hier nicht glücklich kläffend herumspringen sollte, sobald alles geschafft war, aber seine alte Zuversicht und Abenteuerlust ließen nicht zu, dass er an sich und seinen Fähigkeiten zweifelte. So war ein gerauntes „Natürlich“ alles, was Sahara als Antwort erhielt. Absprechen mit seinen beiden Artgenossen? Wozu?
„Seid schnell. Und seid vor allem schnell wieder verschwunden“, wies er sie leise an, dann duckte er sich. Kurz noch beobachtete er das Gefährt und die beiden Männer, aber sie schienen ruhig zu sein und nicht daran zu denken, wieder ihrer Wege zu gehen. Ungünstig für die drei wartenden Hunde. Leise schob sich der kleinste von ihnen durchs Geäst und schaffte es, ohne ein Geräusch zu verursachen. Beide Männer würden ihn aus den Augenwinkeln sehen, sobald er loslief, was für seine beiden Nachfolger gefährlich werden würde. Sie konnten nur sehr schnell folgen oder die Verwirrung der beiden nutzen und ihm später nachsetzen. Der fehlende Sichtschutz machte den kleinen Rüden nervös und so dauerte es nur einige Sekunden, bis er aufsprang und über den etwa fünf Meter breiten Weg fegte, das angrenzende Zäunchen mit einem kleinen Satz überwand und ins gegenüberliegende Gebüsch verschwand. Und prompt ertönte Lärm, den die Männer machten, sie riefen einander aufgebracht Worte zu und er hörte ihre Schritte – deshalb gab es keinen Grund für Chakka, nun abzubremsen und zu warten. Ungeachtet der Äste und Zweige jagte er durchs Gebüsch, schlug Haken und entfernte sich so weit wie möglich vom Weg. Immer wieder huschte er über Freiflächen, auf denen es keinen Sichtschutz gab, aber niemand entdeckte ihn. Erst unter einem undefinierbaren Busch mit weit ausladenden Ästen gönnte er sich eine Pause und setzte sich hechelnd auf den Boden. Seine Ohren aber waren gespitzt und suchten nach Geräuschen, verursacht von seinen Verfolgern.



{ Loro Park :: Foster, Sahara }

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Fr 24 Aug 2012, 00:06

BAJA ;; LORO PARK

ANTWORTET ;; DENKT NACH ;; FRAGT


Dusty zog innerlich die Augenbrauen nach oben als er die Antwort der Hündin hörte. Er und ein Trottel? Niemals! Es schien ihm so, als würde die orangene Hündin seine Frage nicht kapieren. Was war daran so schwer zu verstehen, ob sie einer Hundemeute angehörte oder Einzelgänger war? Aber da der Rüde sich nur schweren Willens mit dem weiblichen Geschlecht abgab, dass das Schicksal ihm ins Gesicht geklatscht hatte, beließ er es dabei und akzeptierte die Antwort der Hündin. Gut, er akzeptierte es nicht, er hatte nur keine Lust darauf, noch weiter aneinander vorbei zureden. Irgendwo war das alles hier, Neuland für den Rüden. Okay, er war aus Menschenhause gekommen und kannte nur, wie man das Futter in einem Napf vor sich hingestellt bekam und nicht, wie man es sich selbst holte. Gut, irgendwie musste er ja anfangen, nicht? Also wird mal schnell gebettelt und fertig. Um sich selbst was zu ‚jagen‘ war der Rüde sich zu schade.

»Okay, Karotten-Jogurt, belassen wir es dabei.«

Antwortete er gelassen und unbeeindruckt. Wieso sollte er sich auch etwas aus den Beleidigungen der Hündin machen? Viel ausrichten konnte sie eh nicht. Er blickte sie an und fragte sich dann, wo es wohl hingehen würde. Diese Insel war groß für zwei Hündchen, die sich gegenseitig auf die Nerven gingen. Das würde noch sehr interessant werden. Dusty blickte in die entgegengesetzte Richtung und durch den Park.

»Los, gehen wir dort hin, wohin du willst.«
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 26 Aug 2012, 15:07

Was war eigentlich ihr Plan? Faith war mehr als überfordert mit der Situation. Blind hatte sie sich ins Geschehen geworfen und hatte vorher nicht einen Gedanken daran verloren, was sie machen oder erreichen wollte. Für sie war es wichtig nicht tatenlos herumzustehen. Es war ein Impuls der sie nicht nur einmal in Schwierigkeiten gebracht hatte. Faith knurrte drohend, als ein Mann ihr gefährlich nahe kam. Bellend wich sie zurück und sprang dann wieder vor, um Abstand zu gewinnen. Sie durften sie nicht zu weit ans Meer drängen! Faith Ohren waren an den Hinterkopf geschmiegt und ihre Rute stand anmutig nach oben gereckt. Es war wie ein kleiner Tanz denn sie vorführte. Kamen ihr die Menschen entgegen sprang sie zurück, um anschließend den Gegenangriff zu starten und mit wütendem Bellen sich ihnen wieder zu nähern und sie zurück zu scheuchen. Vielleicht sah es aus der Ferne wie ein Spiel aus. Nur leider war es das nicht. Es war eine Sache, die vermutlich Lebensverändert war. Wenn jemand gefangen werden würde, dann würde es sich auf das Leben der Anwesenden auswirken. Diese Tatsache ließ sie wütend ihre Zähne fletschen. Quintas ruf brachte Faith etwas aus der Fassung. Was redete sie denn da? War ihr die Freiheit nicht wichtig?

„Quinta!“, bellte Faith über ihre Schulter. Ihr Blick blieb aber vorsichthalber noch auf den Zweibeinern. „Du bist ein freier Hund. Lass ihnen deine Freiheit nicht nehmen!“

Sie hatte einen eigenen Willen. Sie hatte Freunde, eine Familie. Warum kämpfte sie für das Glück nicht? Faith schüttelte verständnislos den Kopf.

„Warum willst du dein Leben so schnell aufgeben?“, flüsterte Faith sanft.

Ihre Stimme war leise, doch sie hatte keinen Zweifel daran, dass Quinta es hören würde. Faith hatte immer noch ihren Wunsch und sie kämpfte für ihn. Auch wenn sie kein Stück an ihr Ziel herangekommen war, so war sie noch nicht dazu bereit aufzugeben. Wo sollte sie hin? Sie hatte keinen anderen Platz, außer bei ihren Menschen. Faith wurde unvorsichtig. Erschrocken keuchte sie auf und riss ihre Seelenspiegel auf. Unbewusst verlagerte sie ihr Gewicht auf ihre Hinterpfoten und sprang ungeschickt zur Seite. Genau rechtzeitig, bevor der Mensch seine Hand nach ihr ausstrecken konnte. Sie bemerkte Nandos Gefangennahme erst, als Carmellos wütendes Miauen zu hören war und die schmerzenden Schreie der Menschen. Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken runter und ihre Kehle fühlte sich plötzlich staubtrocken an …



{ Strand | Cuco, Quinta, Carmello }
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 28 Aug 2012, 21:06

Whiskey war nicht der einzige, der am liebsten selbst schnellst möglich das eigene Fell in Sicherheit gewusst hätte. Fox war keinesfalls darauf eingestellt bei jeder Ahnung von Gefahr erst einmal auf andere zu achten. Da für sie das Gespräch aber noch lange nicht beendet war, galt ihre Aufmerksamkeit der kleinen „Gruppe“, die sie durchaus schon als solche bezeichnen konnte. Mitgefangen, mitgehangen. Man konnte sich dafür entscheiden zu laufen oder sich mit den anderen zusammen zu raufen und das Beste draus zu machen. Sie entschied sich für Zweiteres und würde zweifelsohne erst einmal darauf warten, ob Jeszyl irgendeine Idee hatte. Denn sie hatte nichts, was sie sich aus dem Ärmel hätte schütteln können. Wäre sie alleine, dann ja, aber nicht mit zwei anderen Rüden an ihrer Seite.

Wobei zwei? Der kleine weiße Querkopf schoss gerade wie eine überdimensionierte Schneekugel an ihr vorbei und schien sich auf für Variante eins entschieden zu haben. Doch würde sie dem Rüden sein Verhalten keinesfalls krumm nehmen. In so einer Situation war sich, grundsätzlich, jeder selbst der Nächste.

„Wieso denn ...!“ Rief sie Jeszl hinterher und zog schließlich den Fangrücken kraus. Wieso denn „zu“ den Menschen= ? Und nicht weg? Nun waren sie schon in einer Gasse und konnten ganz wunderbar flüchten! Nur weil der Klotzkopf es für klug hielt. Resigniert hielt sie für einen Moment völlig inne und überdachte ihre Entscheidung, bei den Rüden zu bleiben noch ein weiteres Mal. Wie aber nicht schon zum ersten mal in ihrem Leben, entschied sie sich für die Gruppe und flitzte zügig hinter Jeszyl her, nur um zu sehen, wie der kleine Bully bereits in einen vierten Gesellen herein gerannt war „Na ihr zieht neue Freunde aber auch wie Licht die Mücken, was?" Sie rang sich ein schiefes Grinsen ab und musterte den Neuankömmling, witterte in dessen Richtung, beließ es aber auch dabei.

„Das brauchst du mir nicht zweimal sagen,“ knurrte sie dumpf, so dass ihre Worte beinahe untergingen in all dem Motorengeheul. Unbeschadet überstehen war eine gute Sache und die wollte eingehalten werden!


[Jeszyl, Whisky || Menschen]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 28 Aug 2012, 23:30

    Eigentlich hatte er ja gehofft, dass die beiden Rüden und die Hündin ihn einfach ignorieren und ihrer Wege gehen würden. Wer war er schon, dass er grossartig beachtet werden musste? Doch plötzlich ertönte lautes Motorengeknurre und ehe Danger sich versah, rannte der weisse Rüde auf ihn zu. Er zog den Kopf ein, drückte sich flach auf den Boden und kniff die braunen Augen zusammen in der Hoffnung, dass der Weisse einfach vorbei zog. Doch das Glück spielte nicht auf seiner Seite und so wurde er mit voller Wucht eines Molosserhundes getroffen, der in voller Fahrt gegen ihn gekracht war. Erstick hatte er leise aufgejapst, drehte sich ängstlich zu dem Bullterrier und betrachtete ihn erschrocken. Würde er sich nun ärgern? Er robbte leicht auf Whisky zu, wusste nicht so recht was er machen sollte, da erstarrte er in seiner Bewegung als der grosse, sandfarbene Rüde plötzlich da stand, seine Nase erst in das Fell des Weissen und dann in dem von Danger vertiefte. Er hielt kurz die Luft an, doch er lebte noch. Der fremde Rüde hatte ihn nicht in einem Stück verschlungen und forderte ihn anscheinend sogar dazu auf, ihm zu folgen.

    Mit vorsichtigen und unsicheren Schritten ging er nun in geduckter Haltung auf Whisky zu und sah ihn unterwürfig entgegen

    "Es tut mir leid, das war keine Absicht..." Murmelte er dem Bulli leise entgegen und sah ihm aufrichtig für einen kurzen Moment in die Augen "Ich bin übrigens Danger." Fuhr er mit etwas festerer Stimme hinzu und wedelte leicht mit hängender Rute hin und her. Dann warf er dem grösseren Rüden wieder einen Blick zu, genauso wie der wolfähnlichen Hündin. Warum liefen sie vor den Menschen weg? Sie mussten doch keine Angst haben, ausgerechnet vor den Menschen!
    Unsicher folgte er Jezsyl und holte zu ihm auf, mit flinken und sicheren Schritten "Warum vor den Menschen flüchten?" Fragte er den grossen Naiv und und zugleich unsicher. Natürlich wollte er dem anscheinend Älteren nicht ins Wort fallen oder gar seine Position in Frage stellen. Er verstand nur das Handeln dieser Hunde nicht. Bislang waren immer alle Menschen gut gewesen, die er kennen lernen durfte, warum sollte er vor ihnen flüchten? Die hier hatten zwar diese knurrenden, stinkenden Dinger dabei, aber die hatte sein Besitzer doch auch gehabt?


[Bei Jeszyl, Fox & Whisky | Nahe der Menschen]

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Whisky


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 01 Sep 2012, 20:41


Flach atmend und die Nerven bis zum Zerreißen gespannt stand Whisky da, musste erst noch begreifen, dass er gerade wirklich so dumm gewesen war, einfach in irgendeinen Fremden hinein zu laufen. Noch bevor er es wirklich realisieren konnte, stöberte auch schon Jeszyl mit seiner großen Nase in seinem kurzen Fell herum, worauf sich der Weiße unter ihm wand. Hatte er schon erwähnt, dass er Berührungen nicht leiden konnte und schon diese harte Zurechtweisung von vorhin irgendwie sehr verletzend gewesen war? Whisky brummte etwas unverständliches und torkelte einfach voran, da er nicht stehen bleiben wollte. Los nicht schmusen? Spätestens jetzt sollte doch Schluss mit lustig sein. „Halt die Klappe“ meinte der Weiße nur ziemlich kühl, ohne sich gar zu seinem großen Freund umzudrehen. Kurz war Whisky unschlüssig, doch dann war es schon zu spät, der Cremefarbene rauschte an ihm vorbei und der Bullterrier reihte sich in hastigem Trippelschritt hinter ihm ein. Ihm zu folgen war für Whisky momentan selbstverständlich, er hatte andere Sorgen, als sich damit auseinanderzusetzen, ob er und der Dicke immer noch Freunde waren, die Menschen waren zum Beispiel eine wichtigere Sorge. Ihre Knatterdinger würden die Hundegruppe doch auf jeden Fall einholen, aber anscheinend hatte das noch niemand von den Dummschwätzern begriffen.

Whisky musste sich etwas überlegen, wenn er hier heil raus kommen wollte. Fox hatte eben gesagt, dass sie Fremde anziehen würden wie das Licht die Motten, ob damit auch die menschen gemeint sein konnten? Woher hatten sie gewusst, dass sie hier waren? Danger reihte sich neben ihm ein, nachdem der Bully eben einfach an ihm vorbei gerannt war, ihn dabei vollkommen ignorierend. Irgendwie hatte er ja ein schlechtes Gewissen. Eben so leise, wie der Rüde es eben getan hatte, wisperte der Weiße:“ Ich bin Whisky.“ Auf seine zögerliche Frage, warum sie denn vor den Menschen flüchten sollten, drückte der jung gebliebene Opa die Brust raus – was im Laufen nicht so einfach war – und behauptete beinahe stolz:“ Die Menschen sind böse. Wenn du Glück hast, schneiden sie dir nur die Eier ab, aber wenn du Pech hast, dann noch mehr oder sie stecken dich hinter Gitter!“ Ja, er wusste natürlich Bescheid! Zwar beruhte das Wissen nicht auf eigenen Erfahrungen, aber … die Erzählungen anderer reichten doch auch. Whisky wusste, wem er vertrauen konnte und wessen Worte nur hohles Palaver waren. “Vertrau mir.“ meinte der Weiße ganz gelassen und grinste den Braunen von der Seite her an. Seine Angst vor den Menschen war für einen Moment ganz weg gewesen.


Danger hatte ihre Augen, das hatte er sofort bemerkt.

[ bei Jeszyl, Fox & Danger ]

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Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich:
 

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 03 Sep 2012, 12:35

Ein tonloses Stöhnen entrang sich ihrer Kehle, als sie mit weit aufgerissenen Augen Nandos und Carmellos Schicksal verfolgte. Es kam genau, wie sie es vorhergesagt hatte – da der Wolfshund sich wehrte, verfuhren die Zweibeiner umso gröber mit ihm. Es war ein schrecklicher Anblick, wie der wilde, mutige Hund an der Schlinge um den Hals in Richtung der Wagen gezerrt wurde. Auch Carmellos Glück schien sich erschöpft zu haben, denn durch den mutigen Rettungsversuch war auch er den Menschen in die Hände gefallen. Wenn selbst ein kleiner Kater so tapfer und stark sein konnte, warum dann nicht sie?
Cucos und Faith' Bitten zum trotz fasste sie endlich einen Entschluss. Normalerweise hätte sie jeden Befehl anstandslos befolgt, aber hier und heute war eine Ausnahmesituation. Es tat ihr leid, gegen Cucos ausdrücklichen Wunsch handeln zu müssen, aber sie konnte doch nicht einfach weggehen... wie denn? Allein würde sie es niemals schaffen, wollte es auch nicht einmal versuchen, denn es war nicht fair. Nicht nach dem, was mit Nando und Carmello geschehen war.
Mit ängstlichem Gesichtsausdruck stellte sie sich an die Seite der verbliebenen Hunde, irgendwelche feindseligen Gesten gegenüber der Zweibeiner lagen ihr allerdings noch immer fern. Sie stand einfach nur da, zitterte und harrte der Dinge, die da kommen würden. Auf Faith' Worte hin schüttelte sie nur den Kopf. Die Hündin hatte sie missverstanden – sie wollte ihr Leben doch nicht aufgeben, sie wollte nur tun, was am Besten war. Am Besten für sie alle und für sich selbst. Was war ihr Leben ohne Ceniar und Cuco denn noch wert? Der kleine Mischlingsrüde würde den Menschen aus dieser Postion heraus niemals mehr entkommen können und sie durfte nicht zulassen, dass er sich für sie opferte. Nicht Cuco, und auch Faith hatte Besseres verdient.

“T-tut mir leid... aber wir werden diesen Schritt gemeinsam gehen. Nando haben sie bereits“, sagte sie leise, drehte dann den Kopf zu Cuco und berührte ihn an der Schulter. “Und ich gehe mit dir, wohin sie uns auch bringen.“

Sie hoffte, dass die beiden nicht weiter auf sie einreden würden. Dass sie ihre Entscheidung wenn schon nicht verstehen, dann wenigstens akzeptieren konnten. Sie wollte doch nur bei Cuco bleiben, wollte sein Schicksal teilen, im Guten wie im Schlechten. Um ihren kleinen Ceniar tat es ihr leid, denn sie hatte als Mutter auf ganzer Linie versagt. Doch was sollte sie tun? Die Lage war aussichtslos. Ohne die Hilfe der anderen Hunde würde sie ihn niemals wiederfinden, würde noch immer verwirrt in der Stadt herumirren und sich am Ende selbst verlaufen. Sie schaffte es ja nicht einmal, aus diesem Kreis auszubrechen, den die Zweibeiner um sie gezogen hatten! Nein. Sie konnte ihrem eigenen Sohn, so traurig das auch war, nicht mehr helfen. Sie musste sich darauf verlassen, dass Noyn es tat. Dass er ihn finden und sicher nach Hause bringen würde, bis sie wiederkam. Und falls sie niemals wiederkam... dann...
Sie hob abrupt den Kopf, als einer der Zweibeiner plötzlich auf sie zukam. Waren sie ihnen tatsächlich schon so nahe gekommen? Der Mensch war nicht dumm und hatte sofort den friedfertigsten Hund unter ihnen, das schwächste Glied in der Kette, ausgemacht. Von der Seite kam er auf sie zu und hielt dabei so gut es ging Abstand zu Cuco und Faith, während die anderen irgendetwas riefen und mit ihren Werkzeugen in Richtung der beiden „Problemhunde“ fuchtelten, um sie abzulenken. Ob sie ihrem Rudelmitglied wohl Deckung geben wollten? Vielleicht waren sich Zwei- und Vierbeiner ja doch ein bisschen ähnlich.
Mit großen Augen blickte sie den Mann an und duckte sich unterwürfig in Erwartung der Schläge, doch er stülpte nur die Schlinge über ihren Kopf, machte eigenartige Geräusche, die wohl beruhigend wirken sollten, und zog sie in Richtung des Transporters. Zögerlich setzte sie sich in Bewegung – ihr Schicksal war besiegelt. Ein letztes Mal blickte sie sich um, schaute zu Faith und begegnete dann Cucos Blick. Sie hatte Angst und wollte nicht allein gehen, aber Nando war irgendwo vor ihr und Cuco würde nachkommen. Vielleicht. Bestimmt.



[Strand | Cuco, Faith, Carmello, (Nando)]


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 06 Sep 2012, 15:09

~°~Zungen trügerisch und giftend,
Zungen laut und Unheil stiftend
Zungen wert sie auszureißen,
Feuer sie verbrennen heißen~°~

Das muntere Schlecken stoppte und Stiffs sah auf. Die Ohren zuckten, die Nase witterte und sogleich fanden die verschiebenfarbigen Augen den Störenfried der so munter genervt auf ihn einging und sich wegen der Fische – der F-I-S-C-H-E – beschwerte. Allerdings war er irritiert was er da sah. Er war mehr als irritiert und legte den Kopf schief.

“Wie jetzt? Eine Katze die keine Fische mag? Was ist denn das?“

Munter neugierig drückte sich der Rüde von Filiash weg und wandte sich dem Kater zu. Die Pfoten stemmten sich geradezu in den Körper des Kumpels, damit der helle sich aufrichten konnte und mit nach vorne gerecktem Kopf, gespitzten Ohren und aufgestellter Rute zu dem Samtpfoter blicken konnte. Die Nase nahm mehrmals seinen Duft auf und leicht schwankte der verlängerte Rumpf, den nur die Vierbeiner besaßen.

“Die sind ganz frisch, das riecht man ja. Frische Fische aus dem.. dem.. Park da.“

Wild nickte der Kopf in alle Himmelsrichtungen, da er nicht mehr wusste von wo er wirklich kam. Aber das war ja auch egal – vollends egal. Hier war sein Filli-Boy und das Essen hatte er auch erfolgreich organisiert. Und den beiden da – Criado und Ceniar – ging es sicher auch gut. Natürlich ging es ihnen gut! Er hatte schließlich ausreichend Unruhe gestiftet oder etwa nicht? Ach, das ging da schon klar.
Also, da hockte ein rötlicher Kater auf einer Bank und blickte mit dem Kopf so weit wie möglich weg von ihnen und dem Fisch. Als sei er der stolze Pascha dieser Bank und sie nur niedrigeres Pack. Mit einem munterem kichern hopste er schließlich von Filiash weg und auf die Bank zu. Kurz davor blieb er stehen und leckte sich mit der Zunge über die Lefzen. Er hatte Hunger, aber die Neugierde siegte im Moment.

“Dann müssen wir ja gar nicht über das Futter streiten und ich weiss es für mich sicher.“

Ei flotter Blick zum Fisch ob er auch war wo er sein sollte.

“Und mit wem habe ich nund as zweifelhafte Vergnügen? Ich meine Katzen die Fische nicht mögen sind verrückt! Und das ist eine Seltenheit die man vielleicht bei Namen benennen können sollte.“


[FILIASH && SPARKY]
Lyrik: Saltatio Mortis - Heuchler
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Fr 07 Sep 2012, 12:13

Am liebsten hätte er dem fremden Hund die Nase abgebissen, so sauer war Jeszyl gerade, aber der Kangalrüde beließ es dabei, die Pfoten in Dieselben zu nehmen und – übertrieben ausgedrückt – Kniegas zu geben. Denn die Menschen die sich da näherten, waren nicht eben dazu angetan sehr freundlich zu sein...auch wenn sich der Rüde in diesem Punkt vielleicht irrte.

„Weil ich gerne so bleiben möchte wie ich bin!“ war die vage Antwort mit der er den fremden Rüden bedachte, als jener zu ihm aufgeschlossen hatte. Da Jeszyl das an Kommunikation und Unterhaltung erst einmal genug war, beschleunigte er sich ein wenig und ließ sich auch durch kleinere Hindernisse nicht bremsen.

Zusammen mit Fox, die schnell zur Spitze aufgeschlossen hatte, rannte der langbeinige Rüde, was das alte Fleisch noch her gab – und nahm dabei im Bezug auf Schutz erstaunlich wenig Rücksicht auf den weissen Bullyrüden der irgendwo hinter ihnen sein musste. Umsehen kam für Jeszyl nicht wirklich infrage, denn bei seinem Glück wäre er mit Sicherheit in eine Laterne oder dergleichen gerannt. Deshalb ließ er es lieber und wich so gerade noch einer Frau mit Kinderwagen aus, die sich plötzlich aus einer weiteren Gasse in den Weg schob und ob des vorbei flitzenden Rüden – und wohl auch Fox, wenn die ähnlich geschickt agierte wie der Herr Papa – mit einem hysterischen Gekreische begann, das von der Phonzahl von einem Neugeborenen auch nicht überboten werden konnte.

Da nach wie vor niemand Anstalten zu machen schien, aufzuschließen, bog der Rüde schließlich links ab...und sah sich einer kleinen Ruine gegenüber, in die er ziemlich schnell verschwand. Wer ihm folgte, durfte sich mutmaßlich in Sicherheit wiegen – aber eine Garantie war auch dies nicht. Dennoch bot der neue Zufluchtsort für den ersten Moment einen gewissen Schutz...und vielleicht gaben sich die Menschen ja auch mit dem zufrieden was sie hatten...wo steckten eigentlich Danger und Whisky? Nach einer Verschnaufpause sah der Rüde sich um und nahm sich gar heraus, kurz zu wuffen – war da überhaupt jemand?


[mit Fox an der Front, verlieren wohl Whisky und Danger {bitte nicht auf diesen Post folgen}, finden Unterschlupf]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mi 19 Sep 2012, 21:27

Auch wenn der vom Fischgestank angewiderte Hundekater sich die Pfoten über den Kopf geschlagen hatte, sorgte es nicht dafür, den Kommentar zu überhören, welchen der weiße Rüde soeben ausgesprochen hatte. Blitzartig stellte er die spitzen Ohren auf, fuhr herum und saß nun aufrecht auf seinem Gesäß, blickte von der Bank hinunter zum genannten Mischling.

"Katze?", zischte er. "Hast du gerade Katze zu mir gesagt, compañero?"

Na, das war doch wohl die Höhe! Was fiel diesem dahergelaufenen Idioten eigentlich ein? Knallt erstmal in Sparkys Gesprächspartner, macht einen Riesenwirbel und bezeichnet ihn schließlich auch noch als Katze? Die Miene des Orangenen verfinsterte sich und er zog eine dezent angepisste Schnute. Dass ihn jemand mit dieser Tierart verwechselte kam ja - leider - öfters vor. Doch trotzdem, der selbsternannte Hund konnte seinen Zorn nie darüber verbergen, wenn man ihn als Mitglied der Felidae bezeichnete. Nun... immerhin waren solcherlei Beleidigungen in letzter Zeit doch zurück gegangen. Was vielleicht damit zusammen hing, dass er nicht vielen Streunern auf seiner Reise begegnet war, geschweige denn viele Worte mit ihnen gewechselt hatte. Nein, im Moment hatte es der Rote eher vorgezogen, alleine umher zuziehen. Vielleicht er deswegen nochmal doppelt-empört, eben weil er sich gegen diesen Ausdruck schon länger nicht mehr rechtfertigen musste... ach was, nein, er reagierte eigentlich immer so.

Sparks wich ein paar Schritte zurück, als der Helle nun ebenfalls auf die Bank gehüpft kam - gekracht passte vielleicht besser, immerhin war der hier doch ganz schön groß - und irgendwas davon faselte, dass er sich ja dann keine Sorgen um seinen Fisch machen müsste.

"Pff, ich habe eh schon gegessen...", fügte der hündische Kater beiläufig hinzu, immer noch mehr mit der Bezeichnung 'Katze' abgelenkt.

"Du kannst mich Sparky nennen. Und damit du es weißt - ich. bin. keine. Katze. Nixxe Katze, ningún gato, verstanden?" Sparky machte eine kurze Pause und glotzte den Weißen bloß an, bevor er fortfuhr: "Und verrückt bin ich auch nicht."

Immer noch auf den hellen Pelz seines Gegenübers schauend, huschte der Blick des Katers kurz über die Seelenspiegel, welche doch ganz schön auffielen. Der Gute hatte zwei verschiedene Augenfarben. Hui! Allgemein nahm sich der Rote jetzt mal die Zeit, ihn zu mustern.

"Dein Name war... Stiffs, richtig?", fragte Sparks und legte neugierig den Kopf schief.

[ Stadt | Stiffler | (Filiash) ]

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This peppermint winter is so sugar sweet I don't need to taste to believe
What's December without Christmas Eve?


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 20 Sep 2012, 18:41

~°~Das ganze Leben ist ein LoL
Ein riesengroßes LoL
Oh
Das ganze Leben ist ein LoL
Ein riesengroßes LoL
Oh ~°~

Mit gewecktem Interesse beobachtete der Schäfer den nun doch eindeutigen Kater. Ja er hatte recht. Katze war das falsche Wort. Eine Katze war zwar zum einem eine menschliche Verallgemeinerung aber zum anderem auch die Bezeichnung für weibliche Katzen und nicht für die männliche Art. Nunja, er war eben männlich. Das sagte die Stimme und auch einiges anderes. Dennoch benahm er sich wie eine Frau, eben eine Diva. Das war schon belustigend und ließ Stiffs für einen kurzen Moment daran zweifeln, ob der Kater wirklich ein Kater war oder nicht doch eher eine Katze. Oder lag es einfach nur an der Tatsache, dass man Katzen nachsagte dass sie sich immer so komisch benahmen? Ja das könnte sein. Wenn er so zurück dachte an das Land, also da... Naja eigentlich waren da die Katzens chon divenartig aufgesetzt, wollten sich vor allem drücken was dreckig und matschig war und doch waren manche dann so anders und komisch. Aber der hier schien zu der ersten Kategorie zu gehören. So ete patete oder wie man das nannte.
Vielleicht war ja auch was ganz anderes Faul doch der Canide konnte aus dem Verhalten des Feliden nichts kupfern, was diesen Verdacht stärken konnte. Und somit warf er es wieder weg und blieb dabei, dass alle Katzen komisch sind und er eben mit dahin gehörte. Also er hatte hier einen Kater hocken der rumblöckte wie ein dummes Mähmäh. Und er selbst, war mit den Gedanken so sehr abgedriftet dass er schon fast die Hälfte nicht mehr mit bekam. So sehr, dass es nur in einem hinfälligem:

“Jaja. Ich hab verstanden. Du bist der Sparky, ein Kater und total plemplem im Kopf. So schwer ist das ja auch nun wirklich nicht zu übersehen. Dass ich dich mit einer Katze verwechselt habe tut mir Leid. Auf dem ersten Schnüffler bemerkt man so etwas wichtiges bei euch nicht. Und gucken geht ja auch schlecht. Ihr seid ja so mikrig und ihr fahrt immer gleich die Krallen aus wenn man gucken und schnuppern will. Aber ist gut Sir Katerlot. Du Kater. Isch kapische.“

landete. Dass Stiffler alles komplett fehlgeleitet hatte bemerkte er nicht. War aber auch gerade nicht so sachdienlich. Nochmal schwenkte die Rute von rechts nach links und der vor der Bank sitzende Streuner wagte es nun doch wirklich die Nase vor zu recken und dem Feliden näher zu kommen. Vorsichtig schnupperte er an ihm um den Duft aufzunehmen und abzuspeichern. Er wollte den Geruch von Sparky haben und bei behalten. Wer wusste wann man dem nächstem Feliden begegnete und er heraus finden musste, ob es sich dabei nicht eventuell um Sparky handelte? Niemand konnte ihm sagen ob dem so nicht sein konnte. Und die Katzen voneinander zu unterscheiden war eine größere Schwierigkeit, als man oft glaubte. Denn in Dunkelheit sahen alle Feliden gleich aus. Grau und Trist.

“Fast richtig mein Guter. Stiffler ist mein Name, aber alle rufen mich nur Stiffs. Das geht flotter und wenn man sauer ist ist es leichter den Zorn rein zu hauen.“

Nickend wippte der Kopf.

“Und nu?“


[FILIASH && SPARKY]
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