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 Auf der Suche nach dem Leben

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mi 11 Apr 2012, 15:33

    Etwas verwirrt lief Foster durch die Gegend, er war hungrig so wie immer. Es war eine Weile vergangen seitdem Foster den Fuchs getroffen hatte und er war kurz nach diesem Treffen wieder in die Stadt gelaufen, da es am Strand nichts zu fressen gab. In der Stadt gab es aber für ihn auch nur wenig, da er keine Chance hatte gegen die Menschen mit ihren Waffen un das wenige was es gab wurde von den anderen Tieren stark verteidigt. Durch Zufall hatte er von einer streunenden Katze erfahren, dass es in der Nähe eine Art Park geben sollte, in der die Menschen Tiere hielten und sie den ganzen Tag anschauten und dort sollte es auch was zu Essen geben. Gleich als er das Erfahren hatte, hatte er sich auf den Weg in Richtung dieses Parks gemacht.
    Er war nun schon etwas länger durch die Gegend gewandert und allmählich kam der Park in Sicht. Freude breitete sich in ihm aus, als er diesen erblickte und obwohl er eigentlich vollkommen entkräftet war, fing er an schneller zu laufen. Er malte sich schon aus wie es sein würde endlich wieder etwas zu Essen.
    Es dauerte nun nicht mehr lange bis er einen hohen Zaun erreichte, nach kurzem Überlegen erinnerte er sich daran, dass die Katze auch etwas von einem Loch im Zaun gesagt hatte und so setzte er sich wieder in Bewegung und er konnte feststellen das die Katze recht hatte. In dem hohen, sonst undurchlässigen Zaun war ein Loch, gerade so groß, dass ein Hund seiner Größe sich hindurchzwängen konnte. Aber da war noch etwas, aus der Ferne konnte Foster einen kleinen Hund sehen. Er wurde wieder langsamer und ging selbstbewusst auf den viel kleineren Hund zu. Wage erinnerte ihn sein Geruch an etwas oder jemanden, aber er wusste nicht mehr an was, also verdrängte er das Gefühl.

    "Was machst du dann hier wenn dort kein Platz für Hunde ist? Ich denke eher du suchst das Selbe wie ich, etwas zu Essen. Ich werde mich nicht vertreiben lassen und glaub ja nicht du hättest eine Chance gegen mich"

    Ohne umschweife sagte Foster alles was er zu sagen hatte und wartete auf die Reaktion des anderen Rüden.


{Loch im Zaun ; Loro Park ; Bei Chakka}
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 15 Apr 2012, 11:34

Wär hätte geglaubt, dass es nur einige Wörter benötigte um die Hündin wie einen begossenen Pudel aussehen zu lassen. Wörter die zu völlig verrückten Sätzen wurden und nur so von der flinken Zunge des Jüngeren runter gerattert wurden. Sie konnte nicht behaupten, dass die Erzählungen spurlos an ihr vorbeigingen. Denn das, was Cuco – wie er sich gerade vorgestellt hatte – ihr gerade erzählt hatte klang ganz und gar nicht gut. Schließlich war es eine Sache die über Leben und Tod entschied. Mit solchen Dingen wurde die frühere Haushündin nie konfrontiert. Selbst darüber nachgedacht hatte sie nicht, dass sie sich solche Sorgen um ihr Leben machen müsste. – Wie jetzt. Ihr wurde unangenehm klar, dass ihr zukünftiger Weg kein Zuckerschlecken werden würde. Umso mehr musste sie zeigen, welch Kämpfernatur in ihr keimte, um endlich an ihr Ziel zu gelangen und ihr altes, unbeschwertes Leben zu genießen.

„Eine gute Futterquelle, sagst du? Was stellst du dir denn darunter vor? Ich meine könnte nicht hinter allem ein Giftköder stecken?“

Faith blinzelte. Sie hatte ihre Gedanken laut ausgesprochen, ohne es wirklich gewollt zu haben. Doch je zäher die Sekunden verstrichen, desto klarer wurde ihr vor Augen, dass Cuco noch sehr jung war und sie ihm nicht unbedingt die rosa Brille von den Augen nehmen wollte. Also legte sich ein freundliches Lächeln auf ihren Lefzen und sie blickte ihn von der Seite an. Sanft stupste sie ihn mit ihrer Schnauze gegen seine Schulter.

„Aber ich bin sicher, dass wir etwas finden!“

Die Hündin schaute sich hin und wieder unauffällig um. Es fühlte sich grauenhaft an als Ältere nichts tun zu können. Schließlich war der Jüngling gerade dabei nach etwas Essbarem zu suchen. Es war ihr unangenehm und gleichzeitig wusste sie nicht, wie sie helfen sollte. Es wäre für Beide nicht gut, wenn sie in ihrem gekränktem Stolz einfach die Truppe anführte und am Ende keiner mehr wusste wohin. Doch dem mulmigen Gefühl nach zu urteilen würde es noch mehr solcher Unannehmlichkeiten geben. Interessiert drehten sich ihre Ohren leicht nach vorne und mit einer gewissen Neugierde lauschte sie seinen Worten. Dann war er also nicht von Menschenhand erzogen worden und landete schließlich später auf der Straße. Nein, dies war ein weiterer Punkt, wo die Beiden sich unterschieden. Er kannte nichts anderes als dieses Leben hier. Zögernd nickte Faith schließlich.

„Wie du bei deinem Papa lebst, lebe ich bei Menschen. Es gibt gute und böse. Ich wohne bei guten Menschen, jedoch haben mich böse Menschen weggeholt und nun muss ich zurück. Sie machen sich sicher schon große Sorgen. Was ist denn mit dir? Macht dein Papa sich denn keine Sorgen, wenn du alleine weggehst?“

Faith hatte versucht ihre komplexe Geschichte so einfach wie möglich zusammen zufassen. Es war ihr gelungen, wie sie fand. Als Cuco sie fragte, ob sie das hier als ein Abenteuer empfand, musste sie trocken auflachen. Für sie war momentan alles ein ungewolltes Abenteuer. Vielleicht empfand es Cuco mittlerweile nicht so, jedoch merkte die Hündin schnell, dass das Straßenleben nicht für jeden geeignet war, weil es mit vielen Gefahren gespickt war.

„Ich bin sicher, dass das hier ein Abenteuer ist. Eigentlich ist das ganze Leben ein großes Abenteuer, findest du nicht?“



(In einer Seitengasse mit Cuco)
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Chakka


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 15 Apr 2012, 13:36

Er hatte hier etwas zu verlieren, er war deutlich kleiner, abgemagerter, aber auch wütender. Und ein wütender Chakka konnte durchaus gefährlich werden. Natürlich versuchte er sich darauf zu besinnen, dass er das hier auch ohne Streit abwickeln konnte. Garantiert gab es im Park viel mehr Futter, als er allein jemals herunterschlingen konnte, ganz egal wie viel Hunger er hatte. Aber er hatte ja auch eine Familie, Freunde, denen er etwas mitbringen wollte. Die davon abhängig waren, dass er ihnen half. Da konnte er nicht einem dahergelaufenen Hund erlauben, sich ebenfalls durch das Loch zu schieben und ihm seine Beute weg zu nehmen. Chakkas Nasenrücken legte sich in Falten und er zeigte dem Fremden kurz die Zähne, aber dabei blieb es. Er wusste, dass er in seinem Zustand, in dem er sich verdammt unsicher auf den Pfoten fühlte, nichts gegen ihn ausrichten konnte, er war einfach größer und etwas besser genährt.

„Dein Geruch kommt mir bekannt vor, hab ich dir schon mal Futter geklaut?“, fragte er, anstelle eine richtige Antwort zu geben.

Wenn er auch nichts gegen den Border Collie ausrichten konnte, ein wenig ärgern war drin. Und den Geruch kannte er ja wirklich, nur fiel ihm kein bekanntes Gesicht dazu ein. Vielleicht kam man ein wenig weiter, wenn man auf die Namen zu sprechen kam, auch wenn Chakka von sich wusste, dass sein Namensgedächtnis definitiv nicht das Beste war.

„Ich war zuerst hier, also gehe ich auch zuerst da rein. Du kannst ja mitkommen. Weißt du von den Giftködern?“

Er hatte beschlossen, es erstmal auf die freundliche Tour zu versuchen, denn im Prinzip hatte er nichts gegen den Rüden. Ehe von dem eine Antwort kam, ob ihm das so recht war oder nicht, drängte Chakka an ihm vorbei und schob sich durch das Loch im Zaun. Für den Border Collie würde es eng werden, er hingehen musste sich nicht einmal klein machen, um hindurch zu passen. Dann stand er erstmal in dichtem Gebüsch, das von einem winzigen schwarzen Ding mit feinen Wassertropfen benetzt wurde. Um dem anderen Rüden Platz zu machen, kämpfte sich der kleine Mischling durch das Astwerk und die vielen Blätter, bis er nach wenigen Augenblicken auf fluffig weichem Rindenmulch stand, inmitten eines ziemlich tropisch anmutenden Waldes. Er blieb stehen und hob erstaunt den Kopf. Bisher hatte er die Baumkronen immer nur von außen gesehen und sie auch da schon ziemlich gewaltig gefunden, aber unter ihnen zu stehen war dann doch noch mal etwas anderes. Das hier war die Ecke des Parks, in die weder Besucher noch Pfleger kamen, weil sie einzig und allein dem Wald vorbehalten war. Die unterschiedlichen tropischen Gewächse schossen hier in die Höhe und wurden nur von kleinen Sprinkleranlagen gepflegt. Es war ein relativ sicherer Ort für hungrige Hunde, um die ersten Schritte in den Park zu wagen.

„Warst du hier schon mal?“, fragte er staunend, ohne sich umzudrehen. Vor lauter neuen Eindrücken und Gerüchen bemerkte er auch die Hündin nicht, die sich unbemerkt genähert hatte.



{ Loro Park :: Foster, Sahara }

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 16 Apr 2012, 15:21

    Ein leises schnauben entkam der Kehle des Wolfhundes während er Quinta leicht ungläubig musterte. Diese Hündin war eindeutig zu lieb für die Welt der Strassenhunde, auch wenn ihm der Gedanke nicht gefiel, aber vielleicht wäre zumindest Quinta bei den Menschen besser aufgehoben.
    Ehe er auf ihre nächsten Worte hätte antworten können, leckte sie ihm hastig über die Lefzen, als Antwort darauf wedelte er leicht mit der gekringelten Rute und plusterte etwas das dicke Fell auf während er leicht hächelte.
    Während Quinta also ihren Dialog fortsetzte legte er den Kopf leicht schief und stupste sie zu Letzt in die Schulter mit der schwarzen Nase

    "Keine Sorge, wir finden den Zwerg schon wieder." //Es sei denn, die Menschen haben ihn erwischt...// "Aber zuerst sollten wir selber etwas zu fressen finden, mit leerem Magen arbeitet es sich nicht gut und Du hast bestimmt auch noch nichts gefressen, hm?"

    Erneut pendelte die bauschige Rute Nandos leicht hin und her und er stupste Quinta nochmal aufmunternd an ehe er sich auch schon umsah. Wo fänden sie am schnellsten Futter? Vielleicht bei irgendeinam Restaurant? Nein, das war zu gefährlich, die Menschen mochten keine grossen Streuner wie ihn oder Quinta.
    Dann war die beste Adresse wohl tatsächlich dieser seltsame Park wo sie lauter Tiere in Käfigen eingeschlossen hatten... aber wie sollten sie am schnellsten dort hin kommen? Am besten erstmal einen kleinen Umweg durch die Gassen machen, er kannte da eine Stelle wo Wasser von einem Dach tropfte und er zumindest hatte durst.
    Quinta also nochmal aufmunternd ansehend ging er an ihr vorbei und setzte dann zu einem leichten Trab an um in die erste Gasse einzubiegen die er sehen konnte. Ein paar Strassen weiter war das seltsame Gebäude... er glaubte fast dass das auch ein Restaurant war, und an der Hauswand tropfte Wasser runter, nicht viel aber immerhin besser als das Meerwasser. Woher sollte er auch wissen dass es sich dabei um das Kühlwasser der Klimaanlagen handelte?


{Bei Quinta | In einer Gasse}
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Baja


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 16 Apr 2012, 22:07



&& wir rennen um unser leben.
du davon && ich entgegen.



Es waren etwa fünfzehn Tage vergangen oder waren es zwanzig? Baja hatte die Sonnenläufe nicht gezählt. Sie würde es vermutlich auch niemals wirklich ernsthaft tuen. Seit Fox nach dem tiefsinnigen Gespräch von ihr gegangen war, um Ju zu suchen, war Baja vom Strand fortgegangen. Es hatte sie in die Stadt gezogen, zu dem was sie hasste. Zu den Menschen. Warum sie zu den Zweifüßlern gegangen war, wusste sie selber nicht. Die Frage schwirrte ihr seit Tagen im Kopf und ließ sie so schnell vermutlich auch nicht mehr los. Dennoch ging es der Hündin gut. Sie hatte angefangen zu fressen und zwar aus Mülltonnen und auch von Menschenhand. Sie hatte gelernt, dass alles, was die Menschen aßen, auch nicht ungesund für sie war. Schließlich hatte sie es sich selber beigebracht zu Jagen und zwar das Essen der Menschen. Kleine Kinder waren besonders geeignet. Sie musste nur die Aufmerksamkeit der Kleinen einen Moment lang für sich gewinnen, um dann eiskalt das Futter vom Teller der Menschlinge zu fischen. Es war durchaus eine Kunst für sich.

Nun lag sie unter einer Bank und versuchte nicht von den einzelnen Menschen, die nun schon aufgestanden waren entdeckt zu werden. Einige Jogger, die am Strand ihr Fitnessprogramm durchzogen kannte sie auch schon. Lange würde sie nicht mehr in diesem Teil mehr bleiben. Am Liebsten würde sie für immer dem Meer entgegen rennen und einfach nie wieder anhalten. Es wäre so viel leichter, als jeden Tag mit dem Überleben zu kämpfen. Es war schwer und für sie so unglaublich schwer zu verstehen, warum sie sich so benahm. Wenn sie mit Ju zusammen war, war sie immer die Lebendige von beiden gewesen. Sie war wie ein Flummi. Immer sprunghaft und in Bewegung, niemals ruhend. Aber hier? Hier war sie wie die Menschen. Hektisch, hinterhältig und oft ziemlich gerissen. Sie klaute Menschenwelpen das Futter und erbettelte sich welches, obwohl sie die Menschen so sehr verhasste. Am Liebsten würde sie jeden dieser Menschen beißen, einfach weil sie so böse zu ihr gewesen waren, vor einiger Zeit. Aber wer biss schon die Hand, die einen fütterte? Sie ganz sicher nicht. Sie brauchte diese Hände, um ein Leben zu führen, dass besser war, als eines, dass sich vor schmerzen krümmend in einer Gasse liegend endete, nur weil der Hund Gift gefressen hatte. Ja, ja, Ju hatte ihr viel beigebracht. Fast schon zu viel.

Aber sie brauchte seine Tricks nicht. Nicht im Augenblick. Einfach nur, weil sie keine Eidechsen oder Hasen mehr jagte. Okay er hatte nur Eidechsen gejagt und sie öfter mals Hasen. Aber sie hatte es oft unterlassen, weil sie ihn nicht kränken wollte. Zwar hatte es sie immer mal wieder gefreut, wenn sie sein eifersüchtiges Gesicht gesehen hatte, aber es hatte sie niemals vollkommen so zufrieden gestellt, wie wenn sie eine Eidechse gejagt hatte. Niemals. Deswegen hatte sie oft die kleinen Echsen herunter gewürgt. Nun wanderten Fische und Brötchen ihre Kehle hinunter. Manchmal aber auch Würstchen oder Eiskugeln. Eis mochte sie nicht so gerne. Es schmeckte jedes Mal anders und es war immer kalt. Sie zog dem sogar noch Eidechsen vor.

Langsam verließ sie ihr speerliches Versteck und ging tiefer in die Stadt hinein. Sie kannte die meisten der Läden und sie wusste, wer tierfreundlich war und wer nicht. Dennoch vermied sie es allgemein auf die Besitzer der Läden einzugehen. Den Touristen vertraute sie einfach mehr.
Leise tapste sie durch die Gassen und zwängte sich schließlich durch die Stäbe eines Tores, das zu einem Hotel führte. Sie war oft hier. Es gab hier einen Naturbadesee, den nur wenige der Gäste nutzen. Zum einen lag er im Schatten, zum Anderen war er nicht gepflegt und zum wiederum anderen gab es einen riesigen Pool, der jeden Morgen um vier Uhr gesäubert wurde. Da der Naturteich fast nicht genutzt wurde, hatte sich Baja ihn zu seinem Vorteil gemacht um zu trinken oder ein Bad zu nehmen. Es war zwar nicht kalt, aber auch nicht warm, dennoch hatte sie den Drang in das Wasser zu stürzen.
Einige Sekunden später glitten ihre starken Beine durch das Wasser und bahnten ihr einen Weg durch den kleinen Teich. Immer wieder ließ sie die ruderähnlichen Bewegungen fallen, um sich ein wenig auf den Grund fallen zu lassen. Schließlich stapfte sie aus dem kühlen Nass und verschwand durch den Zaun zurück auf die Straße. Baja hinterließ nur eine nasse Spur, die bald jedoch verdampfen würde. Keiner würde ihren Besuch ernsthaft mitbekommen. Es hatte jedoch schon andere Aktionen gegeben, bei denen sie zum Beispiel im Hotelpool gelandet war und sie ernsthaft vor den Hundefängern flüchten musste. Seit her mied sie kristallklares Wasser. Sie war schon ein seltsamer Streuner. Und nun würde sie sich die Zeit bis zum Mittag vertreiben müssen, denn erst dann gab es Futter für sie. Zwar unfreiwillig von den Menschen zur Verfügung gestellt, aber dennoch Futter.

Wo sie nun schon ihren Hunger stillen konnte, das war in einem Park, direkt in der Nähe. Sie würde ihn ansteuern und schauen, wo es etwas Futter gab. Das hatte sie in den letzten Sonnenläufen auch immer mal wieder getan. Einige der Zootiere kannte sie schon und mit ihnen konnte sie ihr Futter herrlich teilen, jedoch war dies nicht immer leicht. Baja hatte jedoch gemerkt, dass sie so wunderbar schmal gebaut war, dass sie problemlos durch die meisten der Gitter passte. Na dann... Aufi. Aufi.

{ läuft so rum - irgendwo im nirgendwo - in der Nähe des Loto Parks }

................

wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

the last one.
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 17 Apr 2012, 15:38

Was für ein Quadratschädel baute sich denn da auf wie der Koloss von Rhodos? Hatte der Blick der dunklen Augen eben noch auf der Rückansicht des großen Hellen gelegen, huschte dieser nun merklich nach unten. Auf den Beinen konnte man laufen? Neugierig schnuppernd zuckte kurz die Nase. Was sie stutzen und ihr das Wort im Halse stecken ließ war nicht etwa der kleine weiße Quadratkopf, sondern der Große der mit ihr fast auf Augenhöhe war. Freilich war sie kleiner und schlanker gebaut, von Natur aus ... der Mangel an Nahrung mochte noch seinen Beitrag leisten.

Die Worte des kleinen Weißen rollten zunächst vollkommen an ihr vorbei, da für eine paar Herzschläge die Aufmerksamkeit gänzlich auf dem Kangal lag. Nicht nur er war verwirrt. Er erinnerte sie an etwas, jemanden, es war lange her. Viel zu lange. Sie war noch klein gewesen und es kam ihr so vor als wolle sie die Witterung des Rüden zurück in ihre Welpenzeit befördern. Hatte er etwa dem Rudel ihrer Mutter angehört? Eine andere logische Schlussfolgerung wollte sich gerade nicht durchsetzen. Selbst wenn da im Oberstübchen noch eine ganz andere sein mochte.

Die großen aufrechtstehenden Ohren zuckten schnell und mit einem Mal war sie wieder da und der Blick raste förmlich auf den kleinen Weißen runter. Der Fang verzog sich zu einem Grinsen, als sie nun selber die Brust reckte
„Entspann dich Dickerchen“, mit Verlaub, der gedrungene Körper des Hundes wirkte noch immer rundlich. Der Jüngste mochte der Knabe auch nicht mehr sein. Genauso wenig wie sein Begleiter. Was das hier die Altherren-Gasse? Doch war sie nicht auf Krawall gebürstet ... ja, doch eigentlich schon. Das war aber dem Hunger zu verdanken und selbst wenn sie den Senioren verbal ebenbürtig sein mochte, so wagte sie doch zu bezweifeln, dass sie einer ernsthaften Auseinandersetzung etwas entgegen zu setzen hatte. Also tief durchatmen, sie wollte keine Verletzungen riskieren und senkte beschwichtigend die Rute. Wäre da nicht der Geruch gewesen der dem Großen anhaftete hätte sie nun vermutlich den Rückwärtsgang eingelegt und wäre gegangen, die Insel war groß genug.

„Ja, aber ... Hey!“ Bellte sie ihm hinterher als er sich an ihr vorbei schob. Sie hatte nicht schnell genug reagiert um ihn aufzuhalten. Trotzdem, der Tag hatte gerade anfangen interessant zu werden. So schnell würde sie ganz sicherlich nicht gehen.
„Und überhaupt. Ich bin nicht dein Liebchen!“ Ohja, das hatte nicht gesagt werden müssen! Selbst wenn der Große schon längst weitergezogen war. Aber der kleine Quadratkopf war ja noch da.
„Wie lange bist du schon mit ihm zusammen unterwegs? Weißt du wo er herkommt? Mit welchen anderen Hunden er zusammen gewesen ist?“ Egal ob Whisky hier bleiben oder weiter gehen würde, sie würde ihm nicht von der Seite weichen.


[Bei Jeszyl und Whiskey]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 17 Apr 2012, 16:31

Je länger Cuco darüber nachdachte, dass Faith vielleicht wirklich zurück zu ihren Menschen wollte, desto absurder fand er diese Gedanken und versuchte, sie beiseite zu schieben, um anderem – vielleicht wichtigerem – Platz zu machen. Zum Beispiel, wie die beiden Hunde an etwas zu fressen kommen würde, dass auch wirklich genießbar war, und nicht vergiftet. Tief in seinem Inneren hatte nämlich selbst Cuco angst davor, auf eine solch' grausame(?) Art und Weise zu sterben. Oder es war generell die Angst die der junge Rüde mit sich trug, nicht mehr auf dieser Welt zu sein, egal auf welche Weise das geschehen würde. Vorsichtig sah der bunte sich also um, in der Hoffnung einen Menschen zu finden, der schon so früh auf den Beinen war, und etwas essbares bei sich trug. So stellte Cuco die kleinen Ohren auf und lächelte die Hündin neben sich vorsichtig an. Natürlich, sie hatte recht, und das war dem jungen Rüden durchaus bewusst. So war es nur all zu gut, dass Faith von selber darauf gekommen war, und Cuco sie nicht plötzlich darauf hinweisen musste, falls die braune ihre Nase in etwas steckte, was vergiftet sein könnte. So folgte nach dem Lächeln auch ein zögerliches Nicken. Doch auf die Frage, was eine gute Futterquelle – und vorallem sichere – sein könnte, musste er schlucken. So wirklich hatte er darüber noch nicht gedacht. Doch genau wie die ältere glaubte er daran, dass sie erfolgreich sein würden. Das zaghafte Lächeln wurde vollkommen, als Faith ihn anstupste. Vorsichtig tat er das gleiche und nickte danach wieder nach vorne, die Richtung die sie schließlich (wieder) einschlagen würden.

"Also mein Papa hat mal etwas von einem Park erzählt. Aber eigentlich soll ich da nicht unbedingt hingehen, weil da auch andere Hunde sein könnten, die wie Filiash sind. Oh, kennst du Filiash überhaupt?"

Voller Neugierde blickte der Jüngling die Hündin an, und hoffte irgendwie darauf, dass sie ihn kannte – oder zumindest schon einmal von diesem 'bösen Hund' gehört hatte. Dann hatten sie immerhin etwas, über das sie bei ihrer Suche reden könnten. Obwohl ... der Unterschied, der diese beiden Hunde ausmachte, war auch recht interessant. Immerhin erzählte die Hündin von guten und bösen Menschen. Natürlich hatte Cuco das irgendwie geahnt, aber es noch einmal aus dem Fang eines Hundes zu hören, der wirklich von den Menschen kam – das war doch etwas vollkommen anderes! "Sicher das du zurück möchtest? Hier ist das Leben doch auch ganz schön.", sagte er zu ihr, während die Ohren leicht angelegt waren. Die Hündin machte sich gar nicht einmal so schlecht auf der Straße, auch wenn es eine große Umstellung sein würde. Und ehrlich gesagt, dachte Cuco auch nicht wirklich daran, dass sie ihre Menschen wiederfinden würde auf dieser großen Insel. Criado hatte es bislang auch noch nicht geschafft, und der war schon einige Zeit bei der Gruppe. Also würde Faith mindestens noch ein paar Wochen brauchen, und dann vielleicht doch für immer bleiben.
Schnell drehte der Jüngling seinen Kopf und blickte wieder nach vorne, weiterhin laufend. Er konnte ihr das auf gar keinen Fall sagen, und wirklich wollen tat er das ebenfalls nicht. So würden seine Gedanken sein Geheimniss bleiben, vielleicht bis zu dem Zeitpunkt wo feststehen würde, wohin Faith wirklich gehörte, oder eben für immer.

Triumphierend nickte der bunte und schlug urplötzlich eine andere Richtung ein, während die Rute leicht hin und her wackelte. Immer schneller und größer wurden seine Schritte. "Mein Papa? Ach Quatsch, der macht sich doch keine Sorgen. Bis zum Abend bin ich meistens wieder da, das ist dann in Ordnung." Vorsichtig lächelte Cuco ihr zu, und deutete dann mit seiner Schnauze ein wenig nach rechts.

"Da sind zwei Menschen. Das sind nicht deine, oder? Ich weiß nicht, aber vielleicht haben die was. Mach mir einfach nach." Einen Versuch war es ja Wert, und im Zweifelsfall mussten sie das Futter ja nicht annehmen. So verlangsamte Cuco sich wieder ein wenig und lief mit hängenden Ohren zu den Menschen hinüber. Traurig hatte er den Kopf gesenkt und schlich sich an einen der Menschen an. Mal sehen, was passieren würde.


{ bei Faith :: in einer Seitengasse, dann bei zwei Menschen }
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Criado


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 17 Apr 2012, 19:43

Er wusste, dass er sich irgendwie verändert hatte, seitdem er damals im Teidegebiet mit Chakka und den anderen zusammen ausgesetzt worden war. Aber was konnte man schon machen? Jeder änderte sich im Laufe der Zeit, auch wenn man es früher nicht geglaubt hätte. Der Rote wusste noch nicht, ob er seine Veränderung positiv oder negativ sehen sollte. Vielleicht wollte er es auch gar nicht zu wissen, da er keinen Nutzen für sich darin sah. Im Endeffekt war der wichtigste Aspekt seines Wesens doch erhalten geblieben : die Hoffnung. Und so arg hatte er sich jetzt auch nicht verändert. Trotzdem, das Ziehen in seiner Brust, welches sich nun immer stärker nach seiner alten Heimat verzehrte, wurde immer drängender. Er suchte jetzt bereits seit mehr als sieben Sonnenumläufen intensiv die Stadt ab. Er musste den Weg wiederfinden, der nach Hause führte. Es war einfach ein Zwang, ein Drang den er nicht unterdrücken konnte und es war gut so. Seine Herren hatten schon viel zu lange auf ihn warten müssen. Es wurde Zeit, dass dieses schöne Abenteuer, welches ihm so viele Freuden bereitet hatte, zu Ende ging. Er spürte es einfach. Doch nein, er hatte bis jetzt kaum ein Zeichen gefunden, was ihn an den Weg vor so vielen Blattwechseln erinnert hätte. Weder hatte er einen bekannten Geruch, sei es Mensch oder Hund aus seinem alten Dorf wiedererkannt. Aber er gab nicht auf, nicht er. Prüfend musterte er die blätternden und schmutzigen Häuserfassaden, die ihre Schatten auf sein rotes Fell warfen. Es war wohl besser, er würde den Weg zum Loro Park weiter verfolgen. Es war einen Versuch wert und irgendwann musste er etwas zu sich nehmen. Er konnte sich nicht einmal daran erinnern, wann er eigentlich das letzte Mal überhaupt gegessen hatte. Die Schwäche die einen mit dem Hunger befiel hatte er bis jetzt immer mit großer Kraftaufwendung abgewehrt. Dennoch spürte er, dass er es nicht mehr lange ohne Nahrung aushalten würde, wenn er im gleichen Tempo weiter Puerto abklapperte. Vernunft war eigentlich nicht gerade sein bester Freund, aber momentan musste er sich wohl oder übel mit ihm einlassen.

Plötzlich störte ein aufgeregtes Welpenpiepsen seine langwierigen Gedankengänge und Criado wandte sich verblüfft um. Doch im nächsten Augenblick schlug auch schon eine bekannte Geruchsnote an seine Schnauze und seine Rute begann gutmütig zu wackeln. Er grinste dem Winzling zu und schlabberte ihm einmal quer über den Kopf. Er quittierte sein Bellen mit einem beschwichtigendem Lächeln, als er sah, dass er gleich den Schuldbewussten miemte und den Welpenblick aufsetzte. Hatte er was ausgefressen? Naja, auf jeden Fall war er bei Criado größtenteils in Sicherheit. Ob Quinta oder Noyn auch in der Nähe waren? Doch so sehr er auch den spärlichen Wind prüfte, er konnte den Geruch der Eltern nicht finden. Der Harzer Fuchs schaute nachdenklich zu, wie der bunte Welpe scheinbar zufrieden um ihn herumtänzelte und es überraschte ihn, wie er gleichzeitig herummaulen konnte. Aber gut, Welpen eben.

"Jeder hat Hunger, Kleiner.", bemerkte er mit einem kleinen Zucken seinekönnen "Aber ja, mal gucken, was sich so findet."

Er stubste das Wollknäul auffordernd in die Seite und ließ dann nachdenklich noch einmal sein Näschen zuckeln. Der Duft der Stände auf der anderen Straßenseite war verlockend, aber der Besitzer schien scheinbar höllisch genau aufzupassen und beobachtete die Beiden Streuner schon mit Argwohn in den Augen. Enttäuscht gab Criado zu, dass dort wohl nichts zu holen war.

"Also wir könnten noch ein wenig in den Gassen rumgurken und nach Verkäufern oder Menschen mit Butterbroten suchen, aber das verspricht nur wenig Erfolg. Wir sind so viele hier in den Straßen Puertos und nicht alle Menschen sind willig ihr Futter mit uns zu teilen. Aber... Hier in der Nähe liegt der Loro Park. Es ist zwar gefährlich, doch man hat mir erzählt, dass es dort Unmengen von Futter gibt. Es wäre einen Versuch wert, auch wenn es natürlich schwierig ist, mit dir als Welpen... Ich glaube kaum das deine Mama so begeistert davon wäre. Oder Noyn..."

Überlegte er laut vor sich hin, doch seine Blick verfolgten weiterhin die Bewegungen des Verkäufers auf der anderen Seite, der immer wieder verärgerte Blick zu ihnen herüber warf. Seine Rutenspitze bewegte sich dabei freudig hin und her, aber er zügelte sich. Wahrscheinlich würde ihn der Mann nur verjagen. Sein Blick wechselte noch einmal kurz zu Ceniar und ein freundliches Grinsen trat auf seine Züge. Wieso nicht?

"Na, fühlst du dich stark und mutig genug um dich in die Höhle des Löwen zu trauen?", fragte er augenzwinkernd und fügte noch zu sich selbst etwas leise hinzu, wobei ihm ein kurzes Glucksen entfuhr. "Wortwörtlich sogar."
Schließlich gab es dort wirklich allerlei seltsames Getier. Schon verrückt, was die Menschen da so machten. Verrückt aber genial.


[cetner] { mit Ceniar | Gasse unweit entfernt vom Loro park } [/center]

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D E S A S T E R


the sky was blue after all
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 17 Apr 2012, 20:28

Er wusste nicht, wieso er plötzlich wieder auf seiner Geburtsinsel war. Irgendwie kam er wieder hier her und es blieb ihm ein Rätsel warum. Jetzt lief er ziellos umher und fragte sich, wo sich denn Zivilisation (Sprich; Menschen) befanden. Der Wind fegte wohltuend durch sein Fell und ließ seine Ohren leicht flattern. Lange Zeit hatte er in Amerika verbracht, nun ja vielleicht ein paar Monate - Er ist ja erst sechs Monate vor seinem zweiten Lebensjahr. Er hatte sich dort auf den Straßen herum getrieben, ursprünglich sollte er zu den Neffen und Nichten seiner Besitzer kommen, da deren Farm hier auf Teneriffa Bannkrott ging. Doch jetzt, war er wieder hier, durch einen ihm unbewussten Grund. Also ging das Leben weiter. Auf der Straße.

Er hatte noch immer sein Lederhalsband um, welches ihn nicht direkt störte, jedoch würde es irgendwann abgehen oder sonst etwas. Seine Schritte führten ihn über eine steinige Landstraße. Bauernhäuser und kaputte Zäune lagen rechts und links. Er lief durch ein bäuerliches Dorf, welches ihn an seine früher Gegend, wo er geboren wurde, erinnerte. Doch es war nicht dieses Dorf. Das war ein anderes. Seine Läufe trugen ihn weiter bis er doch endlich in eine Stadt gelangte.

Unbeeindruckt lief er an den einzelnen Menschen vorbei. Es war ihm egal, ob sie nach ihm schimpften oder dergleichen. Er wollte nichts von ihnen und sie mussten ihm bis jetzt nichts geben. Doch irgendwann, würde er sprichwörtlich an ihren Wohnungstüren klopfen, wenn ihn der Hunger plagte. Doch nicht jetzt. Als er von einer Kinderhand aus den Gedanken gerissen wurde, flüchtete er zur Seite. Er war Menschenhände gewohnt, doch nun riefen diese Misstrauen in ihm hervor. Er starrte das Kind eine Weile an bis er davon rannte und das Kind von seiner Mutter wegezogen wurde. Er hörte nur noch die Aussage der Mutter; »Nein, Juan! Man fasst keine streunenden Hunde an!«

Das interessierte ihn nicht mehr. Er war jetzt viel zu weit weg um sich noch einmal umzudrehen und ihnen nachzusehen, da sie wohl auch schon längst in den Menschenmassen verschwunden waren. Aber vielleicht würde er dem dunkelhaarigen Jungen noch einmal begegnen; Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Die Sonne schien auf seinen Pelz und zugleich genoss er die frische Prise. Wiederum ein etwas längerer Marsch und er war an einem Park angelangt. Der Loro Park, die beliebteste Sehenswürdigkeit von Teneriffa. Er wusste nicht viel über diesen Park, aber das war auch gleichgültig. Er lief an dem Zaun des Parks entlang und entdeckte ein orange-weiß-farbenen Hund. Er ging näher heran und erkannte am Geruch, dass es eine Hündin war. Ein wenig jünger als er. Er blieb ein paar Hundelängen von ihr entfernt stehen.

»Ist es für dich hier nicht etwas zu schwer, durch den Zaun zukommen? Irgendwo gibt es bestimmt ein Loch, aber anscheinend nicht hier.«


{ Pampa; Stadt; Loro Park // Baja }

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Baja


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 17 Apr 2012, 23:57

&& was nützt uns unsere Weißheit, in einer ausgemachten Scheißzeit?
&& was nützt uns die Erkenntnis, das was Heimat war jetzt fremd ist?
wenn wir niemals lernen, was es heißt sich zu entfernen.




Baja stand in der Nähe des Pinguingeheges. Es war ziemlich leicht für die Hundedame hinaufzuklettern. Es waren ein paar Steine, die aneinander klebten. Als Mensch konnte man auf den runden Steinen kaum Halt finden. Als Hund war es leichter. Zum einen wimmelte es gerade von Tierpflegern, aber Baja kannte die Fütterungszeit. Die Pinguine wurden erst um zehn, bei der Vorstellung gefüttert, oder so.
Gerade als Baja die runden Steine ersteigen wollte, hörte sie eine Stimme. Lässig warf die Helle ihren Kopf zu der Stimme hinüber. Es war ein braun-weißer Rüde. Er war ein bisschen älter als sie. Mindestens einen warmen Sommer. Baja zuckte mit dem Ohr und reagierte dann durchaus gelassen auf seine Worte. Sie hatte ihre Kindheit abgeworfen, wie das Haut einer Schlange.

"Natürlich ist da ein Loch, aber warum es sich einfach machen, wenn es auch schwer geht?"

Sie blinzelte zu dem Hund herüber und sprang auf die ersten Steine. Die Mischlingshündin kannte den Weg mittler Weile. Sie war ihn morgens geklettert und nachts und mittags und noch abends. Immerhin war das hier ihr zweites Revier gewesen für ihre Beutezüge. Man könnte besser sagen Klauattaken aber egal.
Schnell huschte sie noch einen Fels höher und wandte sich dann wieder an den Streuner.

"Das hier ist mein Weg. Wenn du willst, komm mit, wenn nicht, bleib hier.
Aber wenn du mir folgst, erwartet dich ein bisschen Extrafutter. Ich streune hier seit einigen Sonnenläufen. Also kommst du nun?
"

Schließlich sprang sie auf den höchsten Stein. Sie drehte einmal den Kopf. Die Pinguine planschten bereits im Wasser oder liefen in kleinen Grüppchen durch das Gehege. Sie waren ja niedlich, aber leicht zu beklauen waren sie leider nicht. Aber ihr Gehege als Eingang zu missbrauchen war wirklich einfach.

"Achja, wie heißt du?", wandte sie sich zum letzten Mal an den Rüden "Ich bin Baja, damit du mir in deinem Kopf keinen Namen zuteilst, dem ich nicht würdig bin."

Sie verzog ihre Lefzen zu einem leichten Grinsen und verschwand schließlich hinter einem großen Stein, von dem sie abspringen musste, um auf dem Gehweg für Besucher zu landen. Das Loch im Zaun war nur wenige Meter von ihrem jetzigen Ort entfernt. Schnell kauerte sie sich nieder um nicht so schnell entdeckt zu werden. Vielleicht würde der Rüde ja nachkommen.




{ im Loro Park ;; in der Nähe von Flyne }

................

wir hatten beide rotes fell.

remember; ju & cuco <3

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 21 Apr 2012, 11:31

Der Mischling beobachtete die Hündin geduldig als sie die Felsen empor sprang. Dabei kam ihm in den Sinn, dass er das genauso gut konnte. Er hörte ihren Worten zu. Sie kannte sich hier wohl schon besser aus, das erklärte wenigstens die Reaktion auf seine Aussage, dass es hier kein Loch gab, also im Zaun. Aber sie kannte anscheinend einen anderen Weg, was das Herum hüpfen auf den Felsen erklärte. Sein Blick wanderten mit jedem Fels, den sie sprang empor.

»Dann machen wir’s nach deiner einfachen Tour und nicht auf die Art, bei der wir uns die Nasen aufreißen. Ich komme mit.«

Seine Antwort war kühl. Irgendwie desinteressiert. Die junge Hündin hatte recht, es ging einfacher, wenn sie es so anstellten als irgendein Loch zu suchen. Aber er hatte keine Kenntnis über ihren ‚Geheimgang‘ – Doch jetzt hatte er sie und er wusste, dass der diesen auch benutzen würde. Egal ob es der Hündin, die sich Baja nannte, recht war oder nicht. Flyne wollte ihr gerade auf die Frage zwecks seinem Namen antworten, als diese hinter den Felsen verschwand. Er folgte ihren Pfoten über die Felsen. Ein Fels nach dem anderen bis er hinter dem einen großen Felsen verschwand.

Dort angekommen, blickte er sich rasch auf dem Gehweg nach ihr um und seine Augen fanden sie schließlich. Er duckte sich nicht direkt neben ihr nieder sondern verschwand mit dem Körper größtenteils hinter irgendwelchen Sträuchern, die einst hier gepflanzt wurden um den Maschendraht zu verdecken, sowie einen Sichtschutz für neugierige Touristen zu erbauen. Aber nicht für streunende Hunde, doch halt. Waren sie nicht auch nur Touristen, die aber das Futter bestaunen und mopsen wollten und nicht die Tierchen anglotzen und abknipsen wollten?

»Du kannst mich Flyne nennen.«

Antwortete er schließlich ein paar Zentimeter weit weg von ihr und halb hinter einem Strauch versteckt.

»Also wie geht’s jetzt weiter, Ma‘am?«


{ Loro Park // Baja }
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Whisky


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 21 Apr 2012, 13:26



Jeder einzelne Blick des Kangals war so etwas wie eine Bestätigung für den Weißen. Er guckt mich an … er findet mich toll! Die – seiner Meinung nach – zuckersüßen Blicke, die der Cremefarbene ihm wie eben gerade öfter zuwarf, ließen Whisky dahinschmelzen. Es war eine reine Wonne, sich mit Jeszyl abzugeben, vielleicht übersah der Weiße auch die Unstimmigkeiten zwischen den beiden und übertrieb es mit der Zuneigung zu sehr, da er unbewusst einen Ersatz für Barbie suchte, doch das alles kümmerte ihn momentan eher weniger. Schließlich gab es mit ihm und dem Dicken jeden Tag Action.

Die Entgegnung Jeszyls zu der Fremden animierte den Weißen prompt zu einem:“ Ha, siehst du!“ Für einen Moment fühlte sich der Bullterrier überlegen, sodass es für ihn wie ein Schlag ins Gesicht war, als der Kangal einfach schnurstracks davonging. „Ey …. ey! Warte doch auf mich!“ verwirrt und ein wenig beschämt wusste der Weiße nicht ganz was er tun sollte, dem Großen folgen und die Position aufgeben? Er musste doch hierbleiben … „Komm zurück, Jeszyl!!“

Oh … oh. Zwar wusste Whisky die Gründe des Verschwinden des Großen nicht, doch allein wegen der Tatsache, dass Jeszyl ihn einfach stehen ließ, dabei vollkommen blamierte und kein Stück auf ihn achtete, ließen plötzlich Wut in ihm aufsteigen. Da er sich nicht besser zu helfen wusste, zog er die Lefzen zurück und knurrte das nächstbeste Lebewesen – Fox – an:“ Guck nicht so blöd!“

Das kurze Fell des Bullterriers hatte sich im Nacken aufgestellt und die Schweineöhrchen zuckten ruckartig nach hinten, die Augen verzogen sich zu Schlitzen. Diese Arroganz, dieser Blick, der Whisky erahnen ließ, dass die Hündin ihn für harmlos hielt, taten sein übriges. „ Hast du sie noch alle? Das geht dich 'n feuchten Dreck an!“ Die Lefzen des Bullterriers zuckten merkwürdig, beinahe trotzig blieb er einfach stehen, ließ Jeszyl ziehen und ließ es dabei bleiben, Fox mit vernichtendem Blick zu mustern, seine Haltung keinesfalls aufgebend. Jeszyl war so ein … blöder Idiot!

[ bei (Jeszyl) & Fox // beleidigt und sauer]


................


Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich:
 

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 22 Apr 2012, 13:33

Je länger die Stille zwischen ihnen Beiden hielt, desto mehr machte sich Faith Gedanken über den Weg. Dieser Ort punktete nicht wirklich mit ihrer Schönheit. Es war hier etwas düster. Die großen Häuser ließen sehr schwach die Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne hindurch. Spielerisch hüpften die Sonnenpunkte vor den weißen Pfoten der Tänzerin. Ihren Kopf gesenkt, beobachtete sie wie ihre Läufe gleichmäßig über die Straßen glitten. Dabei bedacht in keine Dreckpfützen zu treten. Zwischendurch blickte Faith hoch und sah das warme Lächeln des Mischlings. Sie war sich nicht sicher, ob Cuco eventuell doch ein Reinrassiger Hund war. Jedoch war es auf der Straße sehr frei und die erzogene Hündin glaubte auch nicht so recht, ob die Hunde sich darüber auch Gedanken machten. Wie sagte man so schön? Wo die Liebe eben hinfiel. Als seine schmale Schnauze sie leicht streifte, wurde ihr bewusst, wie freundschaftlich sie doch miteinander umgingen. Sie kannten sich nur wenige Minuten und trotzdem misstrauten sie einander nicht und suchten nun gemeinsam nach einer ungefährlichen Futterquelle. Wenn sie nicht so brutal in dieses neue Leben hineingeworfen wäre, so würde sie wahrscheinlich nie merken, dass die Hunde auf der Straße keine rotzfrechen Bengel ohne etwas Grips waren. Vielleicht waren es einige unter ihnen. Trotzdem überraschte es sie, – da musste sie ehrlich sein – dass die Hunde alle ganz nett waren. Fast. – Jedoch gab es diese Ausnahmen doch auch überall.

„Filiash?“ Verwundert hob Faith ihren Kopf und blinzelte Cuco an. „Ich war mit ihm, und zwei anderen Rüden, für einige Tage unterwegs. Ich fand ihn eigentlich ganz nett. Etwas aufdringlich, aber doch ganz nett.“

Fragend legte sie ihren Kopf schief. Sie versuchte zu verstehen, was der Vater von Cuco meinte. Solche Hunde wie Filiash. Doch auf eine wirkliche Schlussfolgerung, die auch sie zufriedenstellte, kam sie nicht. Nachhaken wollte sie auch nicht. Blieb ihr die Hoffnung, dass der Rüde von selbst etwas über die Sachen erzählte, die ihm sein Vater ins Gewissen geredet hatte. Doch das mit dem Park klang verlockend. Die Hündin nahm sich vor Cuco nochmal drauf anzusprechen.

„Schon möglich“, murmelte Faith etwas deprimiert und seufzte schwer. „Ich glaube aber, dass ich für dieses Leben nicht geschaffen bin. Es war wirklich Glück, dass ich einige Hunde getroffen habe, bei denen ich bleiben durfte. Jedoch weiß ich nicht, ob ich es demnächst schaffe mich durch das Leben zu kämpfen. Ich bin sowas nicht gewohnt und ich glaube ich stelle mich auch ziemlich mies an.“

Oh, oh. Wie sollte man es schaffen nicht traurig zu sein, bei so einem Gedanken? Gerade deswegen war sie auch froh den lebensfrohen Cuco getroffen zu haben. Auch wenn er etwas schüchtern war, tat es gut in seine großen Kulleraugen zu blicken. Sie fand so wenig Sorgen in ihnen, dass sie glaubte auch in einem Meer voller Glück weggespült zu werden. Wie von selbst folgten die Seelenspiegel der Hündin in die Richtung, in die der Rüde deutete. Ihre Ohren legten sich nach hinten an. Nein, das waren nicht ihre Menschen. Leider … Doch bevor sie weiter einen Gedanken daran verlieren konnte, bemerkte sie wie Cuco nach vorne stürmte. Die Ohren an seinen Kopf geschmiegt und diesen leicht nach unten hängen ließ. Was sollte denn das?!

„W-warte!“, flüsterte sie leise, jedoch mit kräftiger Stimme.

Jedoch zu spät. Er war schon bei ihnen und machte sich klein. Etwas unsicher tippelte sie mit ihren Pfoten auf der Stelle. Sie war hin und her gerissen. Sollte sie ihm folgen oder vielleicht doch hier bleiben? Sie spielte mit ihren Ohren, während sie einen Schritt vor trat und letztendlich noch wieder einen Schritt zurück machte. Doch sie wollte Cuco nicht einfach hängen lassen. Hatte er nicht gesagt, dass sie ihn nachmachen sollte? Das konnte doch wohl nicht so schwer sein! Faith drehte ihre flauschigen Ohren nach hinten und ließ ihren – sonst so erhobenen – Kopf hängen. Hach, welch Anblick … Mit kleinen Schritten lief sie neben Cuco und blieb neben ihm stehen. Sie schmiegte sich an ihn. Um ihm zu zeigen, dass sie da war und zum Anderen wurde der Niedlichkeitsfaktor noch größer oder nicht?! Ihre dunkelblauen Augen blickten von unten zu den Menschen und ein zuckersüßes Winseln verließ ihren Fang.



(Mit Cuco bei zwei Menschen)
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 22 Apr 2012, 20:03

Die Hündin kannte Filiash also wirklich? Verwunderlich, bei der Anzahl von Straßenhunden, die sich über die Insel verteilten. Demnach kannte Cuco mit Sicherheit auch die anderen Hunde, die sich wohl um den Rüden versammelt hatten. Die Frage war nur, welche es schließlich waren. Wer war wirklich so dumm sich auf Filiash einzulassen? Der kleine wollte seiner Begleiterin keineswegs unterstellen, dass sie dumm war – Aber den Rüden als freundlich empfinden? Nein, irgendwie wollte das nicht zusammenpassen. Oder die Empfindungen der beiden ging weit auseinander, ziemlich weit. Doch sich darüber Gedanken zu machen, dafür hatte Cuco in diesem Augenblick eigentlich keine Zeit. Vielleicht würde er das Thema später noch einmal aufgreifen. Ja, dann könnte Faith ja etwas von dem Filiash erzählen, den sie kennen gelernt hatte. Und dann wäre Cuco an der Reihe ...
Mehr als das Filiash Thema interessierte den bunten irgendwie das, was die Hündin schließlich von sich Preisgab. Sie hatte echt eine lustige Vorstellung von dem Straßenleben. Irgendwie stellte sie es als schwer dar, oder es kam Cuco so vor, obgleich sie das nicht gewollt hatte.

Kurz warf er einen Blick zu ihr zurück, nickte, und drehte sich dann wieder in die Richtung der Menschen. Irgendwie schienen sie nicht so auszusehen, als ob sie Touristen wären, oder etwas essbares in ihrer Nähe hielten. Aber kampflos aufgeben? Nein das passte gar nicht zu Cuco, zumindest nicht wenn es um potenzieles Futter ging. Also verließ kurz nach Faiths Winseln auch eines seinen Fang, während die Rute sanft, kaum bemerkbar, über den Boden wischte. Die Menschen allerdings schienen weitaus weniger begeistert von der Tatsache, dass zwei Hunde sich zu ihnen gesellten, und warfen Cuco einen finsteren Blick zu. Hektisch wedelte einer von ihnen mit den Armen und sprach irgendwas, von dem der bunte kein Wort verstand. Dennoch, die Geste die der Mann machte, waren eindeutig. Zögernd drehte der Jüngling sich um und und 'winkte' die Hündin damit wieder zurück. Auch wenn die Frau neben dem Mann wenig begeistert ausgesehen hatte, als er die Hunde verscheucht hatte, war Cuco sich sicher dort nichts zu bekommen. "Einheimische", flüsterte er zu der Hündin und seufzte. "Also gut, dann gehts weiter. Sei nicht zu enttäuscht." Aufmunternd lächelte er die braune wieder an und lief weiter nach vorne, in Richtung Strand.

"Also Filiash war nett, ja? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen", gestand er Faith. Da die beiden Menschen ja weniger glücklich ausgesehen hatten, als die Hunde sich ihnen näherten, hatten die beiden ja vorerst ein wenig Zeit. Und da konnte man ja auch einmal das "alte Thema" wieder aufgreifen.


{ bei Faith :: bei den zwei Menschen, dann in Richtung Strand }
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Ceniar


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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mo 23 Apr 2012, 13:48

Ceniar mochte Criado. Es war eigentlich dieses typische Welpenmögen. Alle Hunde, die nett zu ihm waren – manchmal aber auch welche die weniger nett waren – die schloss der kleine Kerl ganz einfach so ins Herz. Dazu brauchte es keine großen Taten oder Worte. Ein Welpe hatte nun einmal eben keine Vorurteile oder negativen Erfahrungen, wie manch erwachsener Hund. Für ihn war es eine unmögliche Vorstellung, dass ein anderer Hund ihm vielleicht etwas böses wollen würde. Für ihn waren erst einmal alle Hunde Freunde, was danach kam, konnte sich immer noch entwickelt. Abgesehen von Cuco, auf den war der Zwerg nämlich eifersüchtig, dieser Hund nahm ihm nämlich seine Mama weg. Ganz einfache Geschichte.
Als die Zunge des Rotpelzes einmal quer über sein Gesicht steuerte, quietschte der Jungspung vergnügt und drückte sein kleines Köpfchen gegen den Lauf des Anderen. Criado hatte ein sooo tolles Fell. Es war lang und weich und total toll, genauso wie das von Papa. Wenn er mal groß war, wollte er auch ein solch tolles, langes Fell besitzen. Seine Mama war mit ihrem kurzen Fell zwar auch hübsch, aber der Welpe stand eben auf ‚lange Haare’. Die Ohren des Zöglings spielten nach links und rechts, vor und zurück und schließlich versuchte er den Rötlichen darin zu imitieren, wie dieser komisch in den Luft schnupperte. Munter streckte er die Schnauze in den Wind, konnte aber die ganze Vielzahl von Gerüchen und Eindrücken kaum auseinander halten. Kaum merklich verzog er die Schnauze und blickte dann neugierig Criado an.

“Was suchst du denn da? Also ich habe nichts Tolles gerochen, obwohl ich mir ganz viel Mühe gegeben habe.“

Plapperte er gleich wieder wasserfallartig drauf los und mimte dabei den ganz tollen Hund, der da alles natürlich schon konnte. Papa hatte ihm zwar schon ein wenig beigebracht, aber sicherlich nicht so viel. Doch das wusste Criado ja nicht. Glaube Ceniar zumindest. Und ja, ein bisschen eingebildet war er ja schon.
Als der Erwachsene schließlich auf die Sache mit dem Fressen zurück kam (die der Welpe vor lauter Aufregung schon fast wieder verdrängt hatte) nickte er energisch mit dem Kopf und tänzelte wieder um den Roten herum.

“Das weiß ich doch. Aber wir dürfen ja nichts fressen...“, er konnte nicht verhindern das die letzten Worte ein wenig niedergeschlagen klangen. Als Criado allerdings meinte, dass sie ja mal gucken konnten, war der Bunte sogleich Feuer und Flamme. “Auwh jah!“

Er folgte den Ausführungen über die Zweibeiner und irgendwelche Butterbrote, wurde aber erst richtig hellhörig, als Criado auf einen so genannte Loro Park zu sprechen kam. Im gleichen Atemzug erwähnte er allerdings auch seine Mutter und seinen Vater und sofort winkelte der Jüngling schuldbewusst Ohren und Rute an. Die beiden würden ja schon nicht begeistert sein, dass er überhaupt irgendwo allein herum lief. Aber, wenn er tollkühn von irgendeinem Abenteuer zurückkehrte... würden sie dann nicht eher stolz sein? Als der Rotpelz schließlich die Wörter stark und mutig erwähnte, war es um den Welpen geschehen.

“Ich bin mutig und auch stark!“, platze er heraus und sprang regelrecht an dem anderen Hund hoch. “Oh, bitte lass uns dort hin gehen, bitte, bitte.“

Im betteln war er eigentlich schon immer ziemlich gut gewesen. Die Rute wippte enthusiastisch hin und her. Kein Gedanke wurde mehr an den Ärger verschwenden, der ihn vermutlich Zuhause erwartete. Jetzt war es viel wichtiger, sich auf die Höhle des Löwens zu konzentrieren, was auch immer Criado damit eigentlich genau meinte. Ceniar nahm sich vor, ihm bald danach zu fragen, was denn ein Löwe sei. Was eine Höhle war wusste er ja.


................

Jetzt und hier und überall
Wenn der Niederlagenfrust an dir knabbert und nagt, und sich Nimmersatt in dein Selbvertrauen frisst, dannhör mir zu, damit ich dir helfen kann, lass es zu, sei so frei, nimm es anIch bin da, wenn du Abends die Augen schließt, ich bin da wenn du in deine Träume fliehst und ich bin da wenn du wieder ins Leben ziehst, ja ich sing' für dich, kling für dich, ich bin dein Lied.
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 24 Apr 2012, 00:53

Ja, das hatte sie hören wollen. Dass sie ihn wiederfanden, heil und unversehrt. Erleichtert hielt sie in ihrem Gezappel inne und war einfach nur froh, die ganze Last der Verantwortung auf Nando übertragen zu können. Er würde es schon richten und sie würde ihm dabei natürlich so gut wie möglich zur Hand gehen, im Rahmen ihrer leider doch eher beschränkten Möglichkeiten.

“Danke, Nando“, sagte sie aus tiefstem Herzen und blickte ihn treuherzig an.

Der Rest gefiel ihr dann allerdings doch nicht so gut. Sie wollte jetzt nichts zu fressen suchen, nein, sie durften doch keine Zeit verlieren! Was, wenn ihr Kleiner inzwischen irgendetwas Unvorsichtiges tat und ihm etwas zustieß? Und selbst wenn nicht – bei dem Gedanken, seelenruhig zu fressen, während ihr Sprössling und Cuco hungern mussten, verging ihr der Appetit von ganz allein. Trotzdem wagte sie nicht, Nando zu widersprechen – er hatte schließlich das Sagen und sie musste froh sein, dass er ihr überhaupt helfen wollte. Klar, dass die Suche dann nach seinen Bedingungen ablaufen musste. Vermutlich war er gerade auf Futtersuche gewesen, ehe sie gekommen war und ihn beinahe davon abgehalten hätte. War es dann nicht das Mindeste, dass sie ihn nun nicht weiter behinderte?
Sie nickte stumm und versuchte, sich ihre Enttäuschung über die Verzögerung nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Er hatte ja recht, was wusste sie schon? Sie hatte ja keine Ahnung, welche Gefahren und Hindernisse in der Stadt auf sie lauern würden. Wahrscheinlich war es da wirklich am Besten, wenn zumindest Nando sich erst einmal stärkte, um für alles gewappnet zu sein. Sie nahm sich jedenfalls vor, ihm so gut wie möglich dabei behilflich zu sein und ihm den Großteil oder sogar alles zu überlassen, sollten sie wirklich Futter finden. Das war wirklich das Mindeste, das sie für ihn tun konnte, wenn er sie denn ließ.

Eilig folgte sie ihm, als er lostrabte, sehr darauf bedacht, nicht zu weit zurückzufallen oder ihn gar aus den Augen zu verlieren. Denn Nando war im Moment ihre einzige Hoffnung und ohne ihn würde sie sich nie und nimmer in der Stadt zurechtfinden. Nando war auch Ceniars einzige Chance, so traurig das auch sein mochte, denn seine eigene Mutter schaffte es nicht, ihm zu helfen.
Als der Wolfshund schließlich unvermittelt vor einem Gebäude stehen blieb, verstand sie zunächst nicht, was seine Aufmerksamkeit fesselte. Hier hab es doch gar nichts, oder? Verwirrt folgte sie schließlich seinem Blick und bemerkte das schmale Rohr, aus dem langsam aber stetig Wasser tropfte. So etwas ähnliches hatte sie bei ihrem Señor schon gesehen, damals war das Rohr allerdings von oben gekommen und hatte lediglich den Regen abgeleitet. Dieses Ding hier war dagegen irgendwie anders – es schien direkt aus der Wand zu kommen, sozusagen von innen. Ein wenig zögerlich schnupperte sie an dem Rinnsal. Es roch jedenfalls anders als das Wasser aus der Regenrinne, weniger modrig, aber auch weniger natürlich. Und selbst wenn es trinkbar war – vielleicht wollten die Menschen nicht, dass man ihr Wasser stahl? Ihr persönlich war das Ganze ein wenig unheimlich, allerdings war ihr fast alles Unbekannte unheimlich, so dass sie sich vielleicht nicht gerade das beste Urteil darüber bilden konnte.

“Hast du Durst? Darf man das trinken?“, erkundigte sie sich vorsichtig.



[Nando | Gasse]

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 24 Apr 2012, 01:58

    Quinta war ihm manchmal echt Suspekt mit ihrer Unterwürfigkeit, allerdings vereinfachte das auch einiges und daher würde er darüber nun erst mal nichts sagen. Sie hatte rasch mitgehalten und kam neben ihm zu stehen während er die kleine Pfütze mit schiefem Kopf musterte und ihr halbherzig zuhörte.

    "Keine Ahnung... ich trinke das Zeug ständig..." Wenn er gekonnt hätte, würde er wohl nun mit den Schultern zucken und der Hündin ein freches Grinsen zuwerfen. Kurz wand er den Blick an die Galga und musterte es "Bislang hat es mich nicht umgebracht, kann also gar nicht mal so übel sein." Genau. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker!

    Ohne weitere Umwege lief er auf die kleine Pfütze zu und nahm etwas von dem Wasser auf, sich die Lefzen mit der langen Zunge ableckend wand er sich wieder an Quinta

    "Hast Du keinen durst?" er legte den Kopf leicht schief und musterte die Hündin neugierig. Das er selbst irgendwie nicht sonderlich wie ein ausgewachsener Rüde wirkte - zumindest Charakterlich - wusste er selbst, aber eigentlich war ihm das egal. Ausserdem kam er gut zurecht in der Welt, warum also "erwachsener" werden? Und eine gesunde Naivität hatte bislang noch niemandem geschadet und er hatte noch keinen dieser Giftköder gefresse, so kindisch war er dann also doch nicht. Apropos Kind, wo sollte er am besten Anfangen mit Quinta nach ihrem Welpen zu suchen? Das war einfacher gesagt als getan, Puerto war riesig, am besten sollten sie sich durchfragen ob jemand den kleinen Flickenhund gesehen hatte und die Menschen beobachten ob sich Ceniar vielleicht bei ihnen befand. Die Annahme das der Zwerg von einem Menschen eingesteckt wurde, war gar nicht so abwegig, wie bereits erwähnt hatten Menschen die Angewohnheit Welpen anderer Tiere zu stehlen, reichten ihnen denn die eigenen nicht?

    "Hat Ceniar eigentlich angst vor Menschen oder geht er auf sie zu?"


{Quinta | Gasse}
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 28 Apr 2012, 13:54

Nur damit er das für sich klarbekam – das hier war ja wohl immernoch sein Revier und das letzte Mal dass jemand drauf Anspruch erhoben hatte, war schon...uhm....so lange her dass der Kangal da noch ziemlich jung gewesen sein musste. Zumindestens zwei Jahre jünger als heute, also eine ziemliche Weile.

Gäste war er durchaus gewohnt, auch ungebetene. Aber der Fellhaufen der sich da nähergeschoben hatte und – das nur so nebenbei – ihn daran hinderte, weitaus wichtigeren Dingen auf den Grund zu gehen als man jemals annahm, hatte eine ungeahnte Wirkung. Denn zumindest hielt er kurz inne, als sie ihm hinterherwarf, nicht sein Liebchen zu sein. Das konnte einfach nicht unwidersprochen dastehen! Da musste er reagieren und das möglichst, solange die Pizza noch heiß war, die er gerade eben aus dem imaginären Ofen gezogen hatte.

„Jetzt noch nicht. Aber später.“ warf er der unbekannten Hündin an den massigen Kopf, ohne daran zu denken dass sich unweit jenes arg quadratischen Kopfes noch der rechteckige eines beinahe liebgewonnenen Wesens befand, das gleichsam versuchte, den Koloss verbal zu stoppen. Allerdings blieb er dazu erst einmal stehen, denn die Unbekannte fütterte den Quadratschädel mit einer ganzen Pfote voll an Fragen als sei der Helle die Bedienungsanleitung zu Jeszyl, gewissermaßen zumindest. Und wenigstens einen kleinen Teil der nicht gerade nonverbalen Unterhaltung bekam er ja durchaus mit. Also stolzierte er die zwei Längen zurück, schnaufte aus und schickte ein „Sag ihr nichts was ich Dir nicht auch sagen würde.“ in den Raum, ehe er den Fremdling noch einmal visuell und nasal inspizierte. Gar nicht mal klein – für ein Mädchen zumindest. Aber das musste er ihr ja nicht gleich auf die Nase binden – zumal er, so vermutete er zumindest, nicht wirklich der erste wäre der dies tat.

Dennoch waren Fyfa und das was im Umfeld jener geschah erst einmal nicht ganz so wichtig, auch wenn er die Entscheidung später möglicherweise noch bereuen würde. Aber eben nicht jetzt, weshalb er die Unbekannte weiter musterte.

„Du könntest mich selbst fragen, das erleichtert so einiges. Zum Beispiel mögliche...uhm...Konsequenzen.“

Da hatte er doch tatsächlich kurz nach diesem dummen Wort suchen müssen – aber hey, immerhin hatte er es gefunden. Noch einmal sah er kurz in Richtung Strand, blieb dann aber stehen – und wartete, wie nicht anders zu erwarten, erst einmal ab.


[nahe des Strandes in einer Gasse, Whisky & Fox]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 28 Apr 2012, 16:36

Und erfolgte ihr, auch wenn ihr Weg nicht der Leichteste für jeden war. Für den Rüden schien es genau so leicht zu sein, wie für Baja. Es war eigentlich auch nicht schwer. Ein paar kleine Steine hoch springen und dann einen großen Sprung bis zur Erde. Fertig. Dann noch ein bisschen verstecken, auch wenn die Tierpfleger einen nie erwischten. So einfach.
Sie beobachtete, wie ihr neuer Weggefährte den Steinweg meisterte und sich schließlich in einen Busch zurück zog. Baja tapste dem Rüden nach und sah sich zur Vorsicht noch einmal um. Auch wenn die Tierpfleger Baja noch nie wirklich erwischt hatten, wenn sie auf die Suche nach Futter ging, musste man vorsichtig sein. Vorsicht war besser als Nachsicht. Also spitzte sie die Ohren und zog noch einmal die Luft ein, um zu überprüfen, ob sich auch kein Mensch in der Nähe aufhielt. Nichts. Die Luft war zwar nicht rein, aber frei von Menschengerüchen.

"Flyne? Flyne! Flyne."

Sie formte seinen Namen immer wieder neu, zwischen ihren Lefzen und nickte schließlich vor sich hin, während ihre gedankliche Stimme noch immer damit beschäftigt war seinen Namen zu whispern.

"Ja, den Namen könnte ich mögen."

Baja legte den Kopf ein wenig schief und lauschte dann Flyne. Er fragte, wo es lang ging. Im Grunde genommen war es eine ziemlich dumme Frage. Man konnte überall hin gehen, so lange es dort Futter gab. Bei den Transportern gab es Futter, aber das war Baja bisher immer zu riskant gewesen. Schließlich zuckte sie mit dem Ohr und schlug vor:

"Es gibt einen Transporter mit Futter, aber da rennen nur Menschen rum. Ich denke, wir könnten besser die Gehege absuchen. Einige Tiere sind noch nicht wach und vielleicht haben sie schon ihr Fressen.. wir müssen nur aufpassen."

An für sich waren die Gehege nicht besonders schwer gebaut. Oft konnte Baja durch die Stäbe gehen oder sogar über die Gehege springen. Es gab zum Beispiel eine Art Streichelzoo irgendwo hier, oder? Jedenfalls meinte Baja über dieses Gitter springen zu können. Es war nicht sooo schwer und mit Anlauf bestimmt gut zu meistern. Vielleicht sollten die beiden sich so einen Hasen gönnen...



{ bei Flyne }

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Sa 28 Apr 2012, 19:24

~*~Et petere rote sublimia,
Dans dubia tamen, prepostere
De stercore pauperem erigens,
de rhetore consulem eligens.~*~

Verdammt, war der Alte etwa mittlerweile Schwerhörig geworden oder was war hier los? Er stubste erst sanft mit seiner Pfote gegen den Riesen und wurde langsam aber sicher immer fester in den Schlägen.

“He Vätterchen, ich rede mit dir. Schläfst du noch oder hat dir die Sonne am Morgen ein Loch in den Pelz gebrannt? Wenn du nicht aufstehst werden wir alle hier verhungern. Du voraus. Als alter Hase solltest doch gerade du wissen wie das ist mit dem Futter kriegen hier. Ich bin nicht lange hier, aber ich finde ihr habt mir einiges gezeigt und jetzt hälst du dich selber nicht dran? Oder ist es dein neuster Modewunsch wie ein Klappergestell herum zu laufen Vätterchen?“

Der quirliege Rüde machte sich solangsam Sorgen und überspielte es mit den belustigten wie auch Maßregelnden Worten die sich in die Seele des anderen Rüdens einbrennen sollten und die Alarmglocken zum schrillen bringen.
Anscheinend brachte es aber gar nichts, rein gar nichts was der gute Stiffler probierte. Hundeclown, Aufmunterer, Spaßverderber und Chica-Klarmacher. Er seufzte nur und blieb etwas pessimistisch auf Flake liegen während die Augen erst der Sonne entgegen blinzelte die sich den Weg unaufhaltsam zum Himmel kämpfte und dann über den Platz sahen. Die kleine Sahara war hier nicht mehr, das schicke kleine Stück. Ne richtige Sahneschnecke war das. Hachja und die war nicht da. Muss wohl schon lange vor den Sonnenstrahlen gegangen sein. Und er? Der Partykracher? Er hing hier mit dem alten öden Opa herum der seinen Arsch nicht hoch kriegt, geschweige denn die Augen auf. Welch grausames Schicksal er hier teilte!
Nein! Er würde hier nicht verrotten! Und Flakieboy, das alte Vätterchen, würde auch noch was abkriegen. Langsam und vorsichtig rappelte er sich auf um den Alten nicht zu zerbrechen. So stieg er von ihm runter und sprach:

“Weisst du Vätterchen, du hättest mir sagen können dass du noch etwas schlafen möchtest. Meiner einer wird nun los ziehen und die große Stadt eben alleine erkunden und nach Futter absuchen! Ich bringe dir was mit, Alterchen, damit du nicht zu dem Klappergestell wirst und uns umkommst. Nur damit du Bescheid weisst.“

Vielleicht war er ja etwas zu frech gerade. Unsicher legte Stiffs die Ohren an und wartete einen Moment bevor er etwas freundlicher und sanfter hinzufügte:

“Also wenn du magst Flake, kannst du mir folgen. Sorgen musst du dir keine machen, ich werde sicher zurück finden und Futter finde ich für uns zwei auch. Ich hatte doch die besten Meister in meinem Leben.“

Ein Lächeln legte sich auf die Lefzen des Hundes. Dann nickte er dem älteren noch freundlich sowie respektvoll zu, bevor er sich umdrehte und die Pfoten über den Strandboden dahin flogen. Er folgte dem unsichtbaren Weg in Richtung Stadt und die Rute wedelte munter von links nach rechts, während die Ohren schon Aufmerksam dem Lärm dahinten lauschten.
Er hatte noch keine Ahnung wo er Anfangen sollte, darum ging er einfach drauf los. Er beobachtete die Menschen und ihre Laufgewohnheiten, bevor er sich an ihnen vorbei Schlich, zwischen all den Füßen und auf die Straße zu kam. Noch war es relativ ruhig. Es war früh, sehr früh und höchstens der normale verrückte Alltag, an dem die Menschen keine Zeit für Hunde hatten weil sie eilig irgendwohin wollten. Und Stiffs konnte sich denken wohin: Arbeit. Das Hatte er hier nicht mehr. Nur noch das Futterbeschaffen, dies war das einzige worum er kämpfen musste.

Der cremefarbene Hund musterte die Straße und wartete auf die Gelegenheit, an dem die Autos mit größerem Abstand fuhren. Sofort hechtete er im schnellen Gang hinüber und lachte den Fahrern nur verschmitzt entgegen, als er die andere Seite erreicht hatte.

“Und wieder ein Erfolg für den großen und fantastischen, sowie einzigartigen Stiffs! Ihr dummen Blechbüchsen kriegt mich doch niemals!!“

Lachte er sie aus, bevor er in die Gasse verschwand und den Irrungen und Wirrungen ihren Weg ließ. Wo sollte er denn mal heute hin? Also gestern war er auf diesem riesigem Platz gewesen wo es über all Essen gab. An jeder Ecke und Kante. Dort wurde er nicht herzlich begrüßt und die Menschen, die gegen kleine Diebereien waren, schienen sich vermehrt zu haben. Diese Zone war also Tabu. Doch wohin dann?
Der muntere Spund hatte wohl wenig Auswahl und so gut kannte er sich hier noch nicht aus. Er beschloss also erstmal eine ganze Weile seinen Pfoten zu folgen, bis er etwas passendes finden würde. Irgendwann – das wusste er – kam er schon zum Futter. Oder eben dieses zu ihm.

Stiffler war schon eine ganze Weile gelaufen – ihm kam es wie die Ewigkeit vor, da sein Magen wirklich unruhig wurde und knurrte als hätte er wie bei dem ewigen Lauf nichts zwischen die Beißerchen bekommen, aber vielleicht entsprach es auch der Wahrheit.
Auf jeden Fall zuckten die dünnen Ohren des Schäfers als leise Worte an sie drangen und ihn herausforderten und zugleich umgarnten. Ihr Klang war faszinierend, aufreizend und dies obwohl es nur von einem schnöden Rüden kam. Doch es fühlte sich an, als seien sie an ihn adressiert.

>Na, fühlst du dich stark und mutig genug um dich in die Höhle des Löwen zu trauen<

Mitten in der Bewegung fror Stiffs ein. Das blaue Auge wanderte nach rechts und blickte in die Gasse wo ein großer bräunlicher Hund stand. Naja, so groß war er nicht. Zumindest kam er nicht an Flakieboy heran.
Dieser Hund, hatte den Rücken zu ihm gewandt und doch glaubte er, dass er gemeint war und grinsend sprang er herum und war mit dem zweiten Satz direkt hinter ihm um ihn mit dem Wortlaut:

“Aber sicher doch. Ich bin kräftig, groß und verhungere halb. Da würde ich sicher auch die Höhle eines Löwens plündern, solange er doch so Nahrhaftes wie Fleisch frisst und es dort vor zu finden ist. Wo soll es denn hingehen, wann beginnen wir und wie weit wird es sein? Und hey, ist etwas für Vätterchen drin? Den Alten habe ich nun wirklich nicht wach bekommen!“

Er plapperte munter drauf los. Stellte sich nicht vor, bemerkte den kleinen Welpen nicht und ebenso wenig, dass die Worte nun wirklich nicht an ihn Addressiert war. Es war ihm kurzer Hand gesagt Schnurz egal.
Ob dies so gut war? Hatte Stiffs sich eventuell in eine gefährliche Situation gebracht?


~*~Edificat Fortuna diruit;
Nunc abdicat quos prius coluit~*~


[SIFFS && FLAKE | mault rum | plappert wie wild | geht los | CENIAR && CRIADO | glaubt dass Criado ihn meint | wird munter und überschwänglich | bemerkt Ceniar nicht]
Lyrik: Corvus Corax – O Varium Fortune
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   So 29 Apr 2012, 20:27

Seufzend trottete Faith neben Cuco her. Super. Da konnte man sagen was man wollte: Das Straßenleben war ätzend. Vor allem dann, wenn man nichts zu fressen fand. Natürlich war dies gerade Faiths erstes Mal das sie bettelte – oh, welch Wunder! – und dieser Misserfolg musste gar nichts über ihr können sagen. Trotzdem war es ein nicht gerade schönes Gefühl, wenn man verscheucht wurde und die Bemühungen umsonst waren. Aber sie erwiderte Cucos Lächeln. Schließlich musste sie ihr Gesicht wahren. Ihre dunkelblauen Seelenspiegel huschten nach vorne und sie blickte ihrem neuen Weg entgegen. Wie es aussah machten sie sich auf in Richtung Strand. Zwar glaubte Faith nicht zu so früher Stunde etwas Gutes hier zu finden, jedoch musste es einen Grund geben, wenn die dreisten Möwen hier herumflogen.

„Hm?“ Ihre Ohren drehten sich zu Cuco und sie musterte ihn kurz von der Seite. „Etwa nicht?“ Unweigerlich musste sie anfangen zu grinsen du drehte ihren Oberkörper nun gänzlich zu dem Jüngeren, um ihm direkt ins Gesicht zu sehen. Es interessierte die Haushündin, was in seinem Gesicht für Regungen tänzelten. „Ich kannte Filiash nur wenige Tage. Vor allem weil er mir nichts, dir nichts einfach verschwand und ich nur noch mit Jeszyl und Whisky war. Ich denke er ist ganz in Ordnung. Auch wenn ich ihm nicht unbedingt mein Leben anvertrauen würde. Was hältst du denn von ihm?“

Interessiert blickte sie ihn einen Moment länger an, bevor sie ihren Kopf wieder nach vorne drehte und ihre Augen für wenige Sekunden schloss. Sie hob ihre Schnauze leicht an und atmete die leichte, salzige Luft ein, bevor sie mit einem Seufzen die Augen wieder öffnete.

„Sag mal“, fing Faith an ihre Frage zu formulieren. „Du hast doch etwas von einem Park erwähnt. Wie wär‘s wenn wir da mal vorbeischauen? Auch wenn dein Vater es vielleicht nicht möchte. Sagen wir dazu einfach … Eine arme Hündin kennt sich in der Gegend nicht aus und du führst mich hier etwas herum. Ganz zufällig laufen wir an dem Park vorbei, ohne es zu merken. Was hältst du davon?“

Die Hündin selbst war begeistert von ihrer Idee. Nun lag es an Cuco ob man ihren Plan umsetzte oder sie doch den Strand absuchen würden.




[Cuco | Auf dem Weg zum Strand]
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 01 Mai 2012, 17:08

Die Nächte, die er hier mit Sahara, und dem Weißen der sich ihnen als Stiffler vorgestellt hatte, waren angenehm gewesen. Auch die Tage hatten ihn erheitert, ihm aber zugleich auch sein Alter vor Augen geführt. Er sah wieviel Energie der Weiße mit den bunten Augen hatte. Und Sahara die so viel Liebe ausstrahlte und sich doch wohl nach so viel Wärme und Geborgenheit sehnte. Ob sie irgendwo auf der Welt noch jemanden hatte, der den Kopf zum Himmel reckte und sich fragte, ob da irgendwo jener war nach dem er sich sehnte? Bei ihm gab es sicher einige junge Hunde die eben jenes taten. Ob Täglich oder nur manchmal. Er glaubte sich im Einschlafen noch an jene Hündinnen zu erinnern die er im Laufe seines Lebens beglückt hatte mit dem Gefühl Mutter zu sein. Von den kleinen Würmern die früher oder später groß wurden und doch nie ganz erfahren würden wer ihr Vater war. Die Ungewissheit hatte er in ihre jungen Herzen gepflanzt. Und ihm selbst war es in seiner Welpenzeit nie anders gegangen. Er drehte den Kopf im Schlaf ein wenig, dort hin wo sein Unterbewusstsein den Mond vermutete. Ob sich irgendwer an ihn erinnern würde? Die ungezählten Welpen die sein Blut führten? Die Menschen die seine Wege gekreuzt hatten? Die Hunde die an seiner Seite einen Teil seines Schicksalsweges gelaufen waren? Die Orte deren Erde seine Pfoten hatten berühren dürfen? Wer würde das schon wissen? Er senkte schläfrig die Ohren. Die Gedanken an seinem Kopf wurden dämmrig wie der anbrechende Tag es stets aufs neue wurde. Er war alt. Er hatte viel gesehn, viel erlebt. Wurde es dann nicht Zeit irgendwann den Jungen die Welt zu überlassen damit sie aus den Fehlern der Alten lernten um es besser zu machen? Die Welt nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Zu verbessern und nach neuen Wundern zu suchen. Flake war sehr müde gewesen als er sich am Abend zur Ruhe gelegt hatte. Müder und so viel ruhiger als Normalerweise. Stiffler war ihm geblieben. Ach, so ein ungestümes Wesen, voller Tatendrang seinen Freund zu finden. Voller ungestümer Energie, voller Worte und Träume. Beides hatte er selbst in jungen Jahren selbst gehabt aber das Alter und sein Weg nahmen ihm beides nach und nach. Nicht dass er jetzt im Alter keine Träume mehr gehabt hätte, aber sie sahen anders aus als noch vor Jahren.

Das waren seine Gedanken im Schlaf gewesen doch je höher der Mond gestiegen war umso ruhiger und träger wurde sein Schlaf. Als würde der Mond die Energie und die Seele des Zottelrüden mit sich emporziehen. Flake rollte sich auf die Seite, die Pfoten streckten sich von seinem Körper fort. Schwer senkte und hob sich die Flanke der Flocke und irgendwann hörte auch das einfach auf. Er war den letzten Weg des Schicksals angetreten. Den Weg zu den Sternen, doch diesen Weg, diesen einen Weg musste er allein gehen.


(ausstiegspost)
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Di 01 Mai 2012, 20:20

Es war nichts neues für den jungen Rüden das Menschen ihn verscheuchten, ganz im Gegenteil zu Faith. Sie war ja keine Straßenhündin und das wurde Cuco wieder einmal klar, als sie leicht betrübt zu ihm blickte, obgleich ein Lächeln auf ihren Lefzen war. Sogleich erinnerte der bunte sich an seine erste Bettelaktion, die weitaus besser gelungen war als die, die die beiden hinter sich liesen, doch vermutlich auch nur, weil Cuco sich damals so unglaublich ungeschickt angestellt hatte. Und grade diese niedlichen und ungeschickten jungen Hunde waren es doch, die die Touristen (und vorallem deren kleine Kinder) so gerne mochten. Bei Einheimischen zu Betteln denen das ganze wohlmöglich nicht fremd war, war kein besonders guter Einfall gewesen. Doch irgendwo musste man ja schließlich anfangen. Und da war es doch besser es zumindest versucht, anstatt die mögliche Futterquelle außer Acht gelassen zu haben.
Zunächst den Blick auf den vor ihnen liegenden Blick gerichtet, sah Cuco nun zu der Hündin hinüber als sie begann über Filiash zu erzählen. Skeptisch schüttelte er kurz den Kopf. Da kannte Faith tatsächlich den Rüden der sich gegen seinen Vater hatte behaupten wollen – und Jeszyl war ihr auch schin begegnet. Nun gut, vielleicht hatte sie auch schon einmal Cuco oder Noyn getroffen? Oder zumindest gesehen. Das wollte der kleine Rüde nach den Worten der Hündin nämlich nicht mehr ausschließen, irgendwie schien ihm nun so vieles möglich. Doch die Tatsache das sie Filiash nicht als 'gefährlich' oder etwas dergleichen einstufte machte ihn schon irgendwie stutzig. Also was Cuco von ihm hielt?

"Zumindest nicht viel. Er hat versucht meinem Papa den Rang streitig zu machen." Und deshalb war er ihm auch noch ziemlich böse, wobei das ja nicht der einzige Grund war. "Außerdem wollte er uns nicht in Ruhe lassen, als wir wieder Zuhause waren. Ich mag ihn nicht, dass ist alles, glaube ich."

Ein leicht entschuldigender, und dennoch gleichzeitig verwirrter Blick huschte über sein Gesicht, ehe er weiter in die Richtung sah, in die sie gehen wollten. Oder zumindets die Richtung in die Cuco gehen wollte, die er eingeschlagen hatte, da er kaum glaubte, dass die Hündin sich schon sonderlich auf der Insel auskannte. Doch sogleich er weiterlaufen wollte, hatte Faith schon eine andere Idee, von der der Rüde wenig begeistert war. Oftmals liefen am Loro Park Menschen herum, die noch 'böser' waren als jene, die die beiden zuvor getroffen hatten. Zwar konnte man es nicht wirklich angst nennen die Cuco verspürte, doch hatte er gewissen Respekt vor diesem Park, den er nicht verlieren wollte. Alleine nicht wegen Chakka dem er doch so oft versprochen hatte, sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Und wenn ihn irgendwer dort sehen würde, wie zum Beispiel Quinta, nein, das würde er gar nicht gut finden.

"Ich weiß ja nicht. Lass uns das lieber wann anders machen, ja? Ich kann dich ja den anderen Vorstellen.", gab Cuco schließlich zu bedenken und hoffte, dass Faith nicht all zu enttäuscht von ihm war. Also lief er vorsichtig weiter, in der Hoffnung das die Hündin ihm folgen, und nicht ihren eigenen Plänen nachgehen würde. Also überlegte Cuco schon einmal wo die anderen sein könnten. Vielleicht waren sie ja doch noch am Strand, wie zu dem Zeitpunkt, an dem Cuco ihn verlassen hatte.


{ bei Faith :: in Richtung Strand }


Zuletzt von Cuco am Sa 05 Mai 2012, 19:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Mi 02 Mai 2012, 21:36

Mit schiefgelegtem Kopf lauschte sie seiner Erklärung und ihre Miene hellte sich zusehends auf.

“Oh, okay.“

So war das also, er hatte dieses Wasser schon öfter getrunken. Bewundernd starrte sie ihn an. Es gehörte schon eine ganz schöne Portion Mut dazu, heutzutage noch zu fressen und zu trinken, was man wollte. Ob er wohl so etwas wie einen siebten Sinn hatte, der ihm sagte, was er tun und was er besser lassen sollte? Sie selbst hätte sich vermutlich nicht getraut, das Wasser aus dem Rohr zu trinken, wenn Nando ihr nicht versichert hätte, dass es harmlos war. Umgekehrt hätte sie es allerdings garantiert getrunken, wenn es giftig gewesen wäre. Sie war schon ein hoffnungsloser Fall.
Nachdem er getrunken hatte, trat sie ebenfalls an die Pfütze, senkte den Kopf und schlabberte ein bisschen Wasser auf. Viel Durst hatte sie zwar nicht, aber Nando hatte natürlich recht – wer wusste schon, wann sie die nächste Gelegenheit dazu bekamen?
Sie hielt inne, als Nando sich nach Ceniars Gewohnheiten erkundigte, und krauste nachdenklich die Stirn. Diesen Punkt hatte sie noch gar nicht bedacht, dabei war er natürlich von größter Bedeutung. Leider wusste sie nicht genau, was der Kleine zusammen mit seinem Vater immer trieb. Vermutlich brachte Noyn ihm die Dinge bei, die man als Straßenhund eben wissen musste. Ein gesunder Respekt vor den Menschen gehörte sicherlich dazu, hoffte sie zumindest. Andererseits war Ceniar noch in einem Alter, in dem er sich gerne überschätzte und sich einfach alles zutraute. Mit einem unguten Gefühl in der Magengegend erinnerte sie sich an das Brötchen, das er ihr gebracht hatte – woher hatte er das denn bitteschön, wenn nicht von den Menschen? Sie schluckte.

“Ich glaube, er sieht Menschen noch als eine Art Mutprobe an“, sagte sie schließlich mit ängstlicher Stimme.

Bedrückt blickte sie Nando an. Je länger sie darüber nachdachte, desto wahrscheinlicher kam es ihr vor, dass Ceniar tatsächlich etwas Dummes tun würde. Er würde Futter von ihnen stehlen wollen und sich dabei erwischen lassen, irgendetwas in der Art. Vielleicht irrte sie sich aber auch. Wenn sie Glück hatte, dann hatte er mittlerweile schon wieder die Lust an seinem kleinen Ausflug verloren. Womöglich wartete er sogar schon längst am Strand auf sie, um ihr von seinen Abenteuern zu berichten. Nur würde er dort niemanden antreffen, sollte er tatsächlich aus eigenem Antrieb zurückkehren.

“Hältst du es für möglich, dass er von allein wieder zum Strand zurückfindet?“, fragte sie schließlich ratlos.



[Nando | Gasse]

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BeitragThema: Re: Auf der Suche nach dem Leben   Do 03 Mai 2012, 02:53

Foster & Chakka & Sahara
{LORO PARK;; trifft auf CHAKKA & FOSTER}


Sahara trabte etwas unmutig am Rande des Loro Parks um her. Sie war extra früh aufgestanden um ihrer Gruppe vielleicht noch ein oder zwei Futterstücke zu ergattern. Doch sie beschloss diesen Weg alleine zu beschreiten, sie hatte sowieso nicht vor länger als nötig fort zu bleiben. Ihr Kopf schwang kurz zu ihrer Linken, dort wo sie dem Zaune des Parks folgte. Wenn alles gut ging würde sie halb an einem Loch vorbei kommen. Dieses Schlupfloch hatte sie zusammen mit Stiffs an einem anderen Tag entdeckt, es gab noch andere, aber hier schien es ihr am sichersten und deshalb nutzte sie meist dieses um in den Park zu kommen. Und kurz nachdem sie den Durchschlupf entdeckt hatte drang sie auch kurzerhand in das Terrain des Parks ein. Ihre Schnauze hob sich etwas um die vielen Gerüche auf zu nehmen welche die Luft in diesem Teil der Stadt bevölkerten. Sie versuchte anhand derer zu beschnüffeln ob sich vielleicht etwas Essbares in der Nähe befand, was nicht vergiftet war. Die Kunde über den Tod mehrerer Hunde durch Futter hatte sich schnell verbreitet und nun konnte sie kein Risiko eingehen, insbesondere wenn es um das Rudel ging. Und da hatte sie doch was! Es roch verlockend nah Hot Dogs. Sie selbst war vielleicht nicht ein sonderlicher Fan der menschlichen Delikatesse, aber es war besser als Fisch und Müll und oftmals schmeckten sie gar nicht so schlecht. Vorsichtig machte sie sich auf den Weg um der Quelle des Geruches auf den Grund zu gehen, jenen fand sie nach einigen Minuten auch. Doch zu ihrer Enttäuschung handelte es sich hierbei nur um einen Stand und dieser Stand war natürlich unter stetiger Beobachtung des Besitzers. Da hatte sie keine Chance. Etwas bedrückte machte sie sich nun auf den Rückweg, doch schon nach wenigen Schritte nahm sie den Geruch zweier Rüden auf, welche sich komischer Weise direkt an dem Durschlupf befanden wo sie wenige Minuten vorher durch gedrungen war. Ihr Kopf legte sich leicht schief, als sie die Unterhaltung der beiden Streuner verfolgte. Sie war sich nicht ganz sicher was sie nun tun sollte. Deshalb stand sie kurz einfach nun da und beobachtete das Duo noch eine Sekunden bevor sie einige Schritte nach vorne trat.

„…Hey“ Sie versuchte kurz die Aufmerksamkeit der Zwei auf sie zu ziehen. Sonst meinten sie noch, dass sie ihnen gelauscht hätte oder sie beschattet. Nicht, dass sie dies getan hätte, aber die Hunde von heute hatten schließlich alle möglichen Gedanken. Sahara wusste nicht ganz, was sie nun tun sollte. Ihre braunen Augen waren kurz von dem Broder Collie zu dem Broder Terrier gerutscht und glitten dann zu Boden. Sie war sich nicht sicher ob die Beiden nicht vielleicht Hilfe brauchten. Vielleicht konnten sie sich ja auch zusammen auf Futtersuche machen. Dies war immerhin das Revier von niemandem und ihr Stolz würde durch so etwas nicht verletzt werden. Zusammen machte so etwas sicherlich auch viel mehr Spaß und falls sie ein Zuhause brauchten und sich nicht als Lügner und Betrüger erwiesen konnten sie sicherlich auch der Gruppe, zu welcher sie sich zählte, betreten. Auch wenn sie sich da nicht sicher war, einen Versuch war es immerhin Wert.

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