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 An angel's help

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Sparky


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Beiträge : 1445

BeitragThema: An angel's help   So 30 Sep 2012, 22:23

Informationen
teilnehmer: sparky & blanca
ort: Puerto de la Cruz; in der Nähe eines Hotels
zeit: ca. zwei bis drei jahre vor dem. 1. plot 'die nacht ist unser tag', nachts

Allein...

Es war jetzt einiges an Zeit verstrichen, seit der kleine orangene Kater seine turbulente Flucht hinter sich hatte. Zitternd, teilweise aufgrund der Angst, teilweise aufgrund der Kälte, welche die Nacht mitgenommen hatte, lag er dicht am Boden gepresst unter einem Auto am Straßenrand und traute sich nach wie vor nicht aus dem Versteck. Er hatte sich zwar mittlerweile etwas beruhigt... aber die paar Menschen, die immer mal wieder vorbei liefen, machten ihn nervös. Von daher blieb er jetzt erstmal dort, wo er war. Hm... es war ja jetzt eh nicht so, als würde er wissen, was er jetzt machen sollte.

Eine Mischung aus Schniefen und Seufzen entglitt dem Mäulchen der Pelzkugel. Irgendwie war das, was er gemacht hatte, am Ende doch ganz schön blöd gewesen... aber die Kiste, die die Zweibeiner angeschleppt hatten... nein, er wollte da nicht rein! Sie stank! Jawohl, sie stank! Und und und... und keine Ahnung. Aber jetzt? Diese Zweibeinerdinger waren weg... Das Kätzchen, welches nicht wusste, dass es ein Kätzchen war, lugte vorsichtig mit dem Kopf hervor und schaute sich um. Warum riefen sie denn nicht mehr? Sie hatten ihn anfangs gerufen. Aber nicht sehr lange. Warum hatten sie nicht gewartet? Er... ja, gut, er war nicht gekommen. Aber jetzt, jetzt war ihm nach nichts weiterem, als nach kommen! Vielleicht hatten sie die Kiste jetzt wieder weggetan oder so? Er wollte wieder die Wärme der Hände des Mädchen spüren - auch wenn diese, nebenbei bemerkt, immer verklebt waren - und er wollte wieder leckeres Futter und frisches Wasser, wie er es bisher jeden Tag bekommen hatte. Noch so ein Zweibeinerding trat lautstark aus einer Tür. Der Kleine schreckte sofort zurück und verkroch sich in der hintersten Ecke. Es ratterte... es polterte... er sah, wie das Ding an einem anderen Ding mit Deckel herumwerkelte... dann ging es wieder rein. Falscher Alarm, also. Doch ihm war das alles nicht geheuer... er wollte nicht irgendein Zweibeinerding haben... er wollte seine Zweibeinerdinger haben... oder den Ort da vor, bevor ihn seine Zweibeinerdinger abgeholt hatten...

Der Orangene konnte sich nun nicht entscheiden, ob er bockig und wütend sein sollten, weil seine Zweibeinerdinger ihn nicht abholten, oder ob ihm nach heulen zumute war, weil er nicht wusste, was jetzt Sache war. Und da er nicht wusste, welches Gefühl er wählen sollte, nahm er einfach beide und rollte sich zusammen. Er schluchzte, weil er traurig war, und er schrie leise, weil er wütend war. Normalerweise kuschelte man sich in solchen Momenten an jemanden, und hoffte, wusste einfach, dass am Ende doch alles gut ausgehen würde. Doch hier war niemand zum Ankuscheln. Niemand, der ihn wärmte. Und auch niemand, der ihm versprach, es würde alles gut werden. Nichts.

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BeitragThema: Re: An angel's help   Mi 03 Okt 2012, 10:36

Blanca strich um ein paar Mülltonnen, die in der Nähe eines großen Hotels standen. Sie hörte Menschen lachen und schreien, sie schienen die Hundedame nicht zu bemerken, die auf Futtersuche war. Voll junger Kraft stieß Blanca eine der Tonnen um - es schepperte gewaltig. Blanca zuckte zurück und versteckte sich hinter den restlichen silbernen Dingern. Doch kein Mensch kam brüllend auf sie zugerannt, das Glück schien ihr heute Nacht hold zu sein!

Ein leichter Wind wehte in die Gasse, die sich die Hündin für ihren Beutezug ausgewählt hatte, und trug den Geruch nach Katze heran. Ein leises Knurren entwich der Hundedame. Katzen!, dachte sie abfällig.

Die graugefleckte Schnauze durchwühlte den zum Teil nach Verwesung stinkenden Müll, doch es war immer noch besser, als mit leerem Magen schlafen zu gehen. Bananenschalen: ungenießbar, wie Blanca vor einiger Zeit festgestellt hatte. Knisterndes Zeug, in das Menschen ihr Essen verpackten. Auch unverdaulich, verursachte nur Bauchschmerzen.

Schon wieder der intensive Geruch nach Katze. Mit hochgezogenen Leftzen sah sich Blanca in der Gasse um. Direkt davor parkte ein Auto, darunter ein unförmiger Schatten. Die Katze.
Bedrohlich wirkend duckte sich die Hündin, den Körper tief auf die Erde gepresst, wie es nur ein Border Collie vermochte. Wie eine Katze so elegant schlich sie auf die Katze zu, ein junger Kater, wie sie beim Näherkommen feststellte. Keine Menschen im Moment, gut.

"Das ist mein Revier!", kläffte die Hundedame ungehalten und ohne Scheu. "Kämpfe oder verschwinde."
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Beiträge : 1445

BeitragThema: Re: An angel's help   Mi 10 Okt 2012, 11:53

Es wurde zu Minute zu Minute leerer auf den Straßen. Leerer und auch ruhiger. Nach dem Bollermonster in der Nähe des Autos war keiner dieser zweibeinigen Wesen in die Nähe des PKWs getreten. Und selbst vor dem Hotel, welches das Jungtier von hier aus anhand der Lichter erkennen konnte, befand sich niemand mehr. Dies war zum einem gar nicht schlecht, da der noch Namenlose so ohne sich zu fürchten sein Versteck verlassen könnte. Zum anderen aber auch schlecht, denn... wenn alle Menschen verschwinden; dann werden auch seine mit Sicherheit nicht mehr kommen.

Immer noch eingerollt plante der Orangene erst mal seinen nächsten Schachzug. Wobei „Planen“ vielleicht etwas übertrieben war. Sagen wir es mal so; ein Kleinkind denkt immer wieder 'es wird alles gut, es wird alles gut, es wird alles gut'. Das war, in diesem Fall, „planen“. Doch bevor er weiter 'nachdenken' konnte, hörte er wieder Geräusche. Er schreckte hoch. Ja, tatsächlich. War... war der Krachmacher etwa wieder zurück gekehrt? Wobei... der Kleine wagte sein rosa Näschen ein wenig hervor und filterte einen Geruch aus dem Wind. Einen Geruch von... von... eh, jedenfalls von keinem Menschen. Ob das gut oder schlecht war, konnte er in diesem Alter noch nicht beurteilen.

Musste er auch gar nicht. Denn gleich im nächsten Moment sah er plötzlich ein längliches, gräuliches Gesicht vor sich, mit gebleckten Zähnen. Gebleckten, spitzen Zähnen! Schlecht schlecht schlecht schlecht schlecht schlecht schlecht schlecht! Reflexartig, ohne zu wissen, was er tat, schoss er nach hinten und ballerte dem Graugesicht seine Pfote auf die Nase. Nicht unbedingt, weil sie ihn dazu aufgefordert hatte, sich zu wehren – das verstand er ja sowieso nicht – sondern wirklich nur aus Schock. Es war nicht seine Absicht gewesen, aber... nun ja, beim Pfotenbatschen waren seine Krallen wohl oder übel ausgefahren gewesen. Wieder eine Tätigkeit, die er nicht kontrollieren konnte. Denn... welches Katzenkind kriegte das in so jungem Alter schon hin?

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BeitragThema: Re: An angel's help   So 02 Dez 2012, 15:39

Mit einem Jaulen fuhr Blanca zurück, als das kleine Fellbündel plötzlich ziemlich lebhaft und vor allem wehrhaft wurde. Schmerz durchfuhr sie und mit einem Schrecken stellte sie fest, dass ihre Nase blutete! Mit der Zunge fuhr sie prüfend darüber und schmeckte sofort den üblichen metallisch-bitteren Geschmack des roten Körpersaftes. Ekel stieg in ihr auf.

Das war nicht gerade das, was ich erwartet hatte“, murmelte Blanca wie zu sich selbst, während sie sich wieder der Katze zuwandte.

Da erst erkannte sie, was für ein jämmerliches Fellknäuel sie vor sich hatte. Abgemagert, ängstlich, noch ein Welpe. Mitleid stieg in der fürsorglichen Hundedame auf wie ein alles vertreibendes Gas. Ihr Blick wurde deutlich weicher, die braunen Augen sanfter, der Atem der Hündin beruhigte sich wieder etwas, während sie vorsichtig einen Schritt auf den Kater zuging.
Nur ihre Nase erinnerte sie daran, dass der kleine, arme Tropf vor ihr doch nicht so wehrlos war, wie es zunächst den Anschein gehabt hatte. Wie Blanca Katzenkrallen hasste! Die waren so scharf und Katzen so schrecklich hibbelig. Doch mit dem Ding vor ihr hatte sie wirklich wahres Mitleid. Sie meinte sogar, seinen Bauch knurren zu hören.

Alles okay bei dir?“, winselte die Hündin sanft. „Hast du dich verlaufen? Soll ich dich zu deinen Menschen bringen?

Sie hoffe wirklich, dass der Kleine nicht sofort Reißaus nehmen würde, denn dann würden seine Überlebenschancen wahrscheinlich ins Nirgendwo sinken, da er zu klein war, um um Beute zu kämpfen, und zu schwach, um betteln zu gehen.
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