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 I don't care - I love it

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BeitragThema: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 18:18

I got this feeling on a summer day when you were gone
I crashed my car into the bridge
I watched i let it burn
I threw your shit into a bag and pushed it down the stairs
Teilnehmer: Blanca & Noyn Cloud
Zeit: mittags, September, ein Jahr vorm aktuellen Rollenspiel
Ort: in den Straßen nahe dem Strand

Wütend zog Blanca durch die Straßen. Was bildete sich dieser Rüpel eines Rüden ein, sie so zu bedrängen? Nur, weil sie läufig war, hieß es nicht, dass sie sich jedem dahergelaufenen Idioten hergab! Und schon gar nicht solch einem Möchtegern!
Wütende Blicke schossen aus ihren sonst so sanften hellbraunen Augen. Das Nackenfell war gesträubt, während sie immer noch mit einem gebleckten Gebiss durch eine Gasse in der Nähe des Strandes lief. Die Rute hatte sie hoch erhoben, imponierend, drohend fast schon, während die Schlappohren aufgestellt waren und nach allen Geräuschen suchten.
Einerseits hoffte sie, dem Rüden deutlich gezeigt zu haben, dass sie nicht für ihn zu haben war, andererseits verlangte ihre Wut danach, dass er ihr folgte und sie ihm die Ohren abbeißen konnte. So wütend konnten nur wenige die Hundedame machen.

Als sie auf der Promenade angekommen war, suchte sie sich einen Weg durch die Menschen hindurch, die von links nach rechts, von hier nach da und von dort nach irgendwo flanierten. Blanca hörte sie lachen, einige Kinder streckten die plumpen Finger nach der Grauen aus und quiekten Unverständliches.
Blanca versuchte, sich so weit wie möglich von Kindern fernzuhalten, sie waren laut, aufdringlich und dachten, Blanca wäre ein Kuschelobjekt. Das war sie wahrhaftig nicht. Sofern ein Mensch oder irgendetwas anderes sie mit Armen oder was auch immer umfing, wurde die Hündin echt garstig. Sie benötigte Freiraum, Luft und vor allem Platz, um sich zu entfalten.

Bei einem kleinen Stand angkommen, wo ein dicker Mann Wurst und Hot Dogs und Brötchen verkaufte, setzte sich Blanca nieder. Mit ihren sanften hellbraunen Augen schaute sie den Mann so unschuldig und liebenswürdig an, dass er in ihren Augen gar nicht anders können würde, als ihr eine Wurst abzugeben. Um noch ein Stückchen lieber zu erscheinen, wedelte die Hündin leicht mit dem Schwanz und legte den Kopf schief.
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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 18:45

Das versprach eindeutig, ein guter Tag zu werden. Noyn streckte sich, schüttelte daraufhin den Pelz und warf den hungrigen Augen, die von einer kleinen Mauer am Ende der Gasse zu ihm hinunter starrten, ein gut gelauntes Grinsen zu, ehe er auch den Rest des aus der Mülltonne erbeuteten Fleisches verschlang. Kurz noch huschte seine Schnauze schnuppernd über den Boden, um sicherzugehen, nichts vergessen zu haben, obschon er zugeben musste, dass er sich wahrlich gesättigt fühlte. Sein Glück, dass er genug Erfahrung hatte, um die – in seinen Augen – geeignetsten Futterplätze ausnutzen zu können, immerhin ermöglichte ihm eben das diese Sorglosigkeit, die er stets an den Tag legte. Es schien nichts zu geben, was ihm die Laune vermiesen konnte, nichts, was ihn aus der Ruhe brachte und auch die Menschen konnte er schlichtweg nichts ernst nehmen. Er liebte es, sie an der Nase herumzuführen, er liebte es, sie zu manipulieren und einfach ‚Hund‘ zu sein. Nichts an diesem Leben, welches manche der Straßenhunde wirklich an den Rand ihrer Existenz trieb, wollte er eintauschen. Es war das, wofür er sich entschieden hatte; das, wofür er geboren wurde. Es war das, was er jeden neuen Tag mit einem Lächeln begrüßte.

Noyn kehrte um, überließ der Katze die Mülltonne, aus der er sich eben noch bedient hatte und bog auf eine weitaus vollere Straße ein. Es waren nicht so viele Menschen wie in der Hauptsaison, aber dennoch konnte man so gut wie nie von ‚leeren‘ Straßen sprechen. Geschickt fädelte er sich zwischen ihren Beinen hindurch und suchte seinen Weg – einen Weg, den seine Nase, seine Läufe schon längst kannten, ohne seinen Verstand davon in Kenntnis zu setzen. Bereits eine längere Zeit lag ihm dieser vertraute, verführerische Duft in der Nase, dass es gar nicht mehr nötig gewesen war, sich tatsächlich dazu zu entscheiden, ihm zu folgen. Seine Nase führte ihn die Straße hinunter Richtung Strand und schließlich – nachdem er kurz stehen geblieben war und sich vergewissert hatte – rechterhand die Promenade hinunter. Noyn überquerte den Weg und entging den Passanten, indem er mit einem geschickten Sprung die kleine Mauer an der Seite des Strandes erklomm und sich darauf dem Objekt der Begierde seines Verstandes nährte. Ein charmantes Lächeln huschte über seine Lefzen, als er die Hündin erkannte, gleichzeitig aber lag da noch etwas ganz anderes in der Luft.

„Das wittert doch nahezu nach einer Begegnung mit dem Frauenschreck.“, begann er, als er neben ihr auf der kleinen Erhöhung stehen blieb. „Da muss ich mich wohl entschuldigen – der war ein bisschen resistent, was Manieren betrifft. Da konnte nicht mal ich noch groß was dran ändern. Er weiß einfach nicht, wer in seiner Liga spielt und wer nicht.“

Noyns Rute pendelte leicht hin und her, während er einen weiteren Zug ihrer Witterung nahm und die Ohren etwas nach vorne drehte.

„Mein Name lautet Noyn. Noyn Cloud. Und welcher Schönheit bin ich etwas schuldig, weil das Moppelchen noch frei herum läuft und auf die Gesellschaft losgelassen wird?“

Er hob den Kopf etwas an, warf schließlich einen kurzen Blick in die Richtung des Würstchenverkäufers, bis seine moccafarbenen Seelenspiegel wieder die Gestalt der Hündin fixierten.

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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 19:15


Der Würstchenverkäufer machte eine wegwerfende Handbewegung, was Blancas Stolz wirklich anknabberte. Wieso ging er nicht auf ihre Versuche ein, ein lieber, netter, freundlicher Hund zu sein? Waren ihre Augen nicht knuddelig genug, ihr Fell nicht ordentlich genug gepflegt? Prüfend sah die Hundedame an sich herab. Nein, kein einziges Haar saß am falschen Fleck, kein Krümelchen Dreck war an ihrem Pelz zu sehen.
Es war alles perfekt.
Also noch einen Schuss mehr. Den fluffigen Schwanz um die grauen Pfoten geringelt, den Kopf erhoben, die Augen weit offen, klar und deutlich leise winselnd schmiegte sich Blanca an das Bein des fleischigen Mannes.
Dieser warf einen Blick zu ihr herunter, griff seufzend nach zwei Würsten und warf der Hündin eine zu, die andere ein wenig weiter weg, damit sie sich entfernte. Die Graue verstand diesen Wink sehr wohl, fing die erste im Flug und hetzte der zweiten nach, während sie den Geruch eines weiteren Rüden wahrnahm.

Nicht noch einer, dachte sie abfällig und wandte sich um, als eine durchaus angenehme Stimme hinter ihr erklang. Und dieses Exemplar eines Hundes konnte sogar Manieren zeigen. Im Gegensatz zu ihrem vorherigen Treffen, wie er behauptete.

Noyn Cloud also“, wiederholte Blanca und sie versuchte, herumfliegende Gerüchte dem gutaussehenden Kerl zuzuordnen – ohne großartigen Erfolg. „Die Schönheit hört auf den Namen Blanca und würde gerne zu Ende fressen, bevor ein weiterer aufdringlicher Rüde ihr hinterhersteigt. Darf ich dir etwas anbieten?

Die Hälfte der zweiten Wurst war noch übrig. Mit der grauen Nase schob sie diese in Richtung der kleinen Mauer, auf der der Rüde balancierte. Blanca musste sich eingestehen, dass er wirklich ein Prachtexemplar von einem Hund war. Und sein Fell schien so weich zu sein, dass sie unwirkürlich das Bedürfnis bekam, sich hineinzukuscheln.
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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 19:59

In seinen Augen konnte man das deutlich als ‚Erfolg‘ abstempeln. Allerdings hatte er auch mit nichts anderem gerechnet. Dazu war sein Selbstbewusstsein und sein Ego dann doch zu ausgereift, denn selbst eine Niederlage war für ihn in irgendeiner Weise ein Erfolg. Und wenn es bloß der Erfolg war, seine eigene Zeit nicht zu verschwenden. Doch Noyn machte sich nicht viel aus unfreundlichem Gehabe. Er war diesbezüglich ziemlich resistent und sich nie zu fein für einen Witz. Ja, er war sich ohnehin bloß selbst der nächste, somit spielte es kaum eine Rolle, auf welche Art von Artgenossen man in den Straßen traf – die Wege trennten sich ohnehin wieder und die Zeit nahm seinen Lauf, als wäre diese Begegnung niemals von Statten gegangen. Für den Bunten war jede Begegnung mit einer Hündin wie ein Spiel, was er unmöglich verlieren konnte. Dafür war er zu gut, zu erfahren und viel zu clever. Ein Noyn konnte nicht verlieren. Und einen Noyn konnte man auch nicht davon überzeugen, dass er gar nicht so unbesiegbar und überlegen war, wie er sich fühlte. Ob nun gegenüber der Menschen oder anderer Rüden – er war einfach die beste Gesellschaft, die man bekommen konnte.

Und Noyn hatte schon die ein oder andere Lady nach einem Zusammentreffen mit dem aufdringlichen Stinker getroffen, deren Laune da meist viel tiefer gesunken gewesen war. Er fühlte sich in seinem Selbstbild bestätigt, dass die Dame nicht ganz so grantig auf ihn einging, wie er erwartet hätte – obschon er ihr es nicht übel genommen hätte. Wer mochte es schon, vom Moppelchen bedrängt zu werden? Da war selbst seine Laune meist ein wenig genervter! Und mit ihm wollte er nicht einmal auf Tuchfühlung gehen. Aber dennoch, der Bunte achtete meist sehr auf seine Gesellschaft und war sich dann auch nicht zu schade dafür, seinem Gegenüber mal einen Korb zu verpassen. Aber Damen waren ja eh meist eine willkommene Gesellschaft. Das Lächeln auf seinen Zügen wurde etwas breiter, als sie seine Wortwahl aufnahm, was ihn unweigerlich davon überzeugen wollte, dass es ihr gefiel.

„Glaub‘ mir, es war nicht meine Absicht, dich zu bedrängen. Ich denke, mit dem Dickerchen bist du da bereits genug bedient. Ich dachte mehr daran, dir vielleicht ein bisschen Geleitschutz zu geben, bella señorita Blanca.“

Hach. Der großherzige Ritter und Beschützer! Welch Glück die Graue doch hatte, dass sein Weg ihn – rein zufällig natürlich – an ihr vorbeigeführt hatte! Noyn schnippte kurz mit den Ohren, machte schließlich einen kleinen Satz von seiner Anhöhe herunter. Noyn, der Prinz, dem man diesen Glauben ebenfalls an seiner Körperhaltung erkennen konnte. Er senkte den Kopf dankend und respektvoll auf ihr Angebot hin.

„Wie könnte ich dieses Angebot einer so freundlichen Lady ablehnen.“

Ohne die Augen von ihr zu nehmen, senkte er den Fang zu Boden und fraß die angebotene halbe Wurst, wodurch aber zumindest für ihn etwas unausweichlich wurde.

„Dafür musst du mir aber nun erlauben, für den nächsten Gang zu sorgen.“

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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 20:28


Mit einem Nicken quittierte sie sein Gesagtes. Es war nicht gerade fein, was er da tat: Einen anderen herunterzumachen, doch Blanca musste sich verkneifen, ihm zuzustimmen. Irgendwo hatte er ja recht, der Dicke hatte sie wirklich ziemlich unschön bedrängt.
Es widerstrebte ihr, sich zu dem Rüden hingezogen zu fühlen, spielten ihre Hormone noch so verrückt. Sie kannte ihn nicht. Zwar machte Noyn einen relativ gesitteten Eindruck, doch ein wenig schleimerisch kam er ihr schon vor. Und ein Macho schien er zu sein. Normalerweise hätte Blanca ihn sonstwohin gescheucht, doch Mr. Cloud war gleichermaßen Gentleman. Es war zum Ohrenabbeißen mit den Rüden!

Hat es denn geschmeckt?“, neckte Blanca den Rüden, als er die Wursthälfte gefressen hatte. „Mir persönlich ist es natürlich lieber, aus einer Mülltonne zu fressen.

Ein kurzes Kopfschütteln brachte die grauschwarzen Ohren zum Schlackern, drückte auch gleichzeitig Belustigung aus. Was er wohl mit dem nächsten Gang meinte? Er würde sie doch nicht wirklich aus einer Mülltonne fressen lassen und das als Vergeltung ansehen dafür, dass sie ihm eine ziemlich hochwertige Wurst gegeben hatte? So hatte sie ihn nicht eingeschätzt, er sah aus wie ein typischer Sunnyboy. Aber ob er Quellen hatte, um gutes Futter zu beschaffen?
Wir werden sehen, dachte Blanca.

Mit einem kleineren Satz sprang Blanca neben dem Rüden auf die Mauer, wo er soeben heruntergesprungen war. Ein leichter Wind wirbelte das etwas längere Fell auf ihrer Brust zur Seite und brachte sie damit dazu, sich gründlich über das Brustfell zu lecken, was natürlich zwecklos und sinnentfremdet war, da der Wind auch weiterhin wehte.

Kommst du mit? Ich will hier weg, fühle mich nicht gerade wohl, wenn solch kreischende Kinder um mich herum sind. Außerdem würde ich mich gerne in Ruhe mit dir unterhalten.

Außerdem bestand ja die Chance, dass sie ihn ein wenig besser kennenlernte. Manchmal fühlte sie sich ziemlich allein, besonders seit Sparky weg war. Ein kleiner Stich durchfuhr sie. Sparky, dachte sie wehmütig. Seit einer ziemlich katastrophalen Nacht hatte sie ihren kleinen Kater nicht mehr gesehen. Ob er sie suchte? Sie war jedenfalls ständig auf der Suche nach ihm.
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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    So 02 Dez 2012, 22:15

Eigentlich war es ja mehr traurig, dass niemand mehr wusste, wie man mit seinem Gegenüber umzugehen hatte; wie man trotz des täglichen Überlebenskampfes doch Freund mit anderen sein konnte, ohne gleich um die eigene Existenz zu fürchten. Noyn fand ja ohnehin, dass die meisten Straßenhunde die ganze Sache viel zu ernst nahmen und sich viel zu sehr auf all diese Dinge versteiften, die sie zu fürchten hatten. Sie überlebten, das musste man ihnen lassen, doch sie hatten gleichzeitig verlernt, wie man lebte. Vielleicht hing es einfach daran, dass er sich selbstständig und aus freiem Willen zu diesem Leben entschieden hatte, während die anderen von Anfang an nur gelernt hatten, dass sie sich durchschlagen mussten. Es ging darum, den anderen zuvorzukommen. Noyn allerdings konzentrierte sich mehr darauf, schlicht das Amüsanteste in allem zu sehen. Er flüchtete nicht, wenn er die Männer mit den Schlingen sah – er machte sich lieber einen Spaß daraus, sich selbst zu beweisen, dass er weitaus cleverer war als sie. Und im Grunde war es doch auch hier so – er bewies, dass er weitaus gewiefter war als der Rest des Packs. Es hing nichts an dem Erfolg, denn nicht mal sein Ego würde von einer Niederlage groß Schaden nehmen.

„Vorzüglich.“, spielte er das Spiel mit, welches die Gescheckte begonnen hatte, und schenkte ihr ein charmantes Lächeln.

Im nächsten Moment schlich sich ein prüfender Schimmer in seine Seelenspiegel. Er antwortete nicht, beobachtete sie nur, wie sie den Platz einnahm, den er eben noch gehabt hatte – nämlich die kleine Mauer am Rande der Promenade – und offensichtlich an seinen Worten zu zweifeln schien. Er glaubte, den Unglauben deutlich zu hören, der in ihren Worten mitschwang. Leider konnte es der Bunte nur zu sehr nachvollziehen, woher ihre Skepsis ruhte, doch er kam nicht umhin, zumindest so zu tun, als fühlte er sich davon etwas betroffen.

„Tze, tze, tze!“, machte er und schüttelte dabei tadelnd den Kopf, ehe er wieder zu ihr hinaufspähte. „Du verkehrst eindeutig in den falschen Kreisen, meine Liebe. Ich weiß nicht, ob ich mich davon gekränkt fühlen soll, dass du mich mit diesem einfältigen Rüdenpack vergleichst, was hier herumfleucht.“

Für einen Moment erwiderte er ihren Blick standhaft und fest, bis sich seine Seelenspiegel kurz verengten und er ihr auf die Mauer folgte. Den Kopf gehoben erhaschte er einen kurzen Blick in ihre hellen Augen, ehe er mit Leichtigkeit und Absicht etwas dicht an ihr vorbei ging und somit eine weitere Nase ihres unfehlbaren Duftes einatmen konnte. Innerlich spürte er ein Zittern, nach außen aber bemühte er sich, die Ruhe selbst zu zeigen. Wenige Schritte von ihr entfernt blieb er stehen und wandte den Kopf nach hinten.

„Aber ich verzeihe dir dieses eine Mal. Du kannst ja nichts für, dass man jemanden wie mich nicht alle Tage trifft.“ Ein schiefes Grinsen galt ihr, denn auch, wenn sein Selbstbewusstsein tatsächlich unerschütterlich war, war er niemand, der es so heraushängen ließ. „Dann lass uns eine ruhige Ecke suchen.“ Noch immer lag das charmante Lächeln auf seinen Lefzen und er verharrte an Ort und Stelle – bereit, ihr die Führung zu überlassen.

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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    Sa 08 Dez 2012, 10:36


Blanca zuckte amüsiert mit dem Schwanz, als Noyn Cloud ihr erklärte, dass er doch ein lieber Cavallier sei und eine Dame keinesfalls so ungehobelt behandle wie gewisse andere Rüden es wohl täten. Irgendwo tief in ihr drinnen war ihr bewusst, dass die meisten Hunde von sich behaupteten, besser als der Rest zu sein, schließlich tat Blanca es doch auch. Der Rest von ihr war nun allerdings kaum mehr zurechnungsfähig. Noyn war einfach ein Charmeur.

Immer der Nase nach balancierte Blanca ein Stückchen auf der Mauer, auf der sie sich beide aufhielten – nicht ohne einmal besonders dicht an dem Rüden vorbeigehen zu müssen. Doch sein Fell war weich und flauschig, ganz wie sie es sich vorgestellt hatte. Himmlisch, dachte sie und sein angenehmer Geruch tat sein Übriges.

Na dann mal los“, bellte sie nach hinten und sprintete auf einmal los.

Links, rechts, rechts, rechts, links. Und schon stand sie vor einem ihrer Lieblingsorte: Ein altes Kino, verlassen, doch durch einen Spalt in der Holzverriegelung begehbar. Dort drinnen war ein wunderbares Halbdunkel, sodass sie der Hitze entgehen konnten, und vor allem war es nicht zu dunkel.

Darf ich dir einen meiner Lieblingsplätze vorstellen?“, sprach sie zu Noyn und drehte sich mit einem erwartungsvollen Blick zu ihm um.


Urgs, sorry für den minderwertigen Post.
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Noyn Cloud


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BeitragThema: Re: I don't care - I love it    Mo 14 Jan 2013, 01:30

Seinen geübten Augen entging nicht, dass diese Sache eine ziemlich sichere war, obschon er eingestehen musste, dass die gefleckte Hündin vor ihm nicht unbedingt mit denen zu vergleichen war, die man sonst so traf. Allein schon der Punkt, dass sie dem Dickerchen entgangen war, ohne dass er sie überrollt und zum Dableiben gezwungen hatte, war eindeutig ein Pluspunkt bei ihm. Sie schien zu wissen, wie man auf der Straße überlebte und sich nicht von all diesen leeren Versprechungen der Rüden der Stadt um die Pfote wickeln zu lassen. Nein, ganz und gar nicht – dazu waren weitaus andere Tricks notwendig, die Noyn zwar alle kannte, aber im Grunde nicht anzuwenden brauchte. Tricks waren die Dinge, die er anwendete, wenn er sich amüsieren wollte, wenn er die Menschen an der Nase herumführen wollte oder manche Male, wenn er sich um seine Mahlzeiten bemühte. Er kannte die Wege, wie die anderen Straßenhunde versuchten, an ihre Ressourcen zu kommen, aber er brauchte sie – besonders in Verbindung mit läufigen Hündinnen – so gut wie gar nicht. Wer ihm widerstand, war es doch im Grunde selbst Schuld! Nicht jeder bekam immerhin die Gelegenheit, seine Zeit mit dem zu verbringen, was er ‚gute Gesellschaft‘ nannte. Aber mit Blanca hatte auch er keinen schlechten Zug gemacht, davon hatte ihn bereits diese kurze Zeit überzeugt. Er verharrte an Ort und Stelle, als sie an ihm vorbei schlich und wendete den Kopf in ihre Richtung, um ihren Bewegungen mit den Augen zu folgen, ehe er sich – zeitgleich mit ihrer nächsten Aufforderung – auf den Weg machte, ihr zu folgen. Geschickt schlängelte er sich ihr nach zwischen den Menschen hindurch, hatte dabei stets die Umgebung im Blick, um rechtzeitig jeglichem Störenfried entgegentreten zu können. Ein bisschen zu genau hatte er vielleicht sogar darauf geachtet, als er einen Zusammenstoß nur noch knapp entging, als sie plötzlich stehen blieb.

Sein Blick wanderte über die alte Fassade des Gebäudes, welches eindeutig aussprach, dass sie darin keine Menschen zu befürchten hatten. Er schnupperte kurz, um sich auch zu vergewissern, dass sie sonst keine Überraschung darin erwartete.

„Wow, die Dame hat einen Sinn für romantische Orte.“, entgegnete er und schenkte ihr ein Lächeln, ehe er einen Schritt auf den Spalt in der Holzverkleidung zumachte. „Nach dir. Oder soll ich vorher sicher gehen, dass darin nichts auf uns wartet, wovor ich dich beschützen müsste?“

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